Malkurs mit Andreas Mattern - Berliner Dom

Am dritten und letzten Tag des Aquarell-Malkurses mit Andreas Mattern nahmen wir uns den Berliner Dom vor:

Mein unfertiges Bild vom Berliner Dom.

(Das Bild ist noch nicht fertig!)

Die Story zum Tag:

Das Wetter sah ja wieder unglaublich vielversprechend aus, als ich von meinem Parkplatz in der Mollstraße zum Dom lief:

Fernsehturm, Rotes Rathaus | Berlin

Andreas hatte einen Platz unter den Arkaden des Alten Museums ausgesucht, an dem wir wenigstens halbwegs regengeschützt sitzen konnten, auch wenn so manches Bild am Ende doch mit Regentropfen besprenkelt war.

Malkurs unter den Arkaden des Alten Museums

Fernsehrturm, Berliner Dom | Berlin

Mein Arbeitsplatz unter den Arkaden, mit einer Malschülerin:

Mein Arbeitsplatz unter den Arkaden vom Alten Museum

Die anderen Malschüler waren auch sehr fleißig, und einer hat sogar mich mitsamt meinem Stuhl auf seinem Bild verewigt :-)

Gerwins Bild vom Berliner Dom. Da bin ich mit drauf.

Irgendwann malte ich dann mit vollem Körpereinsatz (Foto von Andreas Mattern).

Petra malt am Berliner Dom-Aquarell

Kurz darauf kamen zwei Museumswärter. Einer von beiden hatte uns schon Stunden zuvor dort malen sehen und nichts gesagt. Der andere war aber offenbar Mr. Oberwichtig und musste sich mächtig aufplustern. Malen wäre dort verboten, und wir sollten sofort unser Zeug einpacken und machen, dass wir wegkommen. Auf der Wiese könnten wir malen, soviel wir wollten. Unserem Hinweis auf den strömenden Regen begegnete er mit der Drohung, dass er uns gleich vom Sicherheitsdienst abführen lassen würde. Lächerlich!

Gib einer Null eine Uniform und schon hält sie sich für eine Eins.

Der andere Wärter meinte noch, wir könten ja mit Bleistift zeichnen, das wäre dort erlaubt. Ziemlich sinnfrei bei einem Aquarellkurs..

Ganz laaangsam räumten wir zusammen und der Regen hörte auf. So lange, bis wir eine richtig schöne Perspektive gefunden hatten:

Berliner Dom, Fernsehturm | Berlin

Wir setzten uns (ohne Überdachung) auf den Bürgersteig, und schon kam ein Wärter gelaufen… Er hatte uns in seiner Kamera entdeckt, war aber sehr nett. Er hatte lediglich die Befürchtung, wir wollten einen Verkaufsstand aufbauen ;-)

Nachdem er ging und die ersten Pinselstriche getan waren, fing es wieder an zu pladdern. Wir gaben auf und verbrachten unterhaltsame anderthalb Stunden im warmen, trockenen Zeughauscafé.

Fazit: Trotz des miesen Wetters war der Kurs super! Ich habe jedenfalls viel gelernt und hatte meinen Spaß.

Ich musste aber irgendwann zurück zum Auto und lief die Oberwasserstraße entlang, in der Annahme, es wäre eine prima Abkürzung. In Wahrheit war es wohl ein ziemlicher Umweg ;-) Dafür habe ich einiges über diese Ecke erfahren:

Zunächst entdeckte ich die älteste noch erhaltene Brücke Berlins, die die Friedrichsgracht überspannt:

Jungfernbrücke

Jungfernbrücke

Ich lief dann über die Gertraudenbrücke am Mühlendamm (im Hintergrund sieht man die Jungfernbrücke noch einmal):

CIMG0420

Dort fotografierte ich die Statue, die sich am Brückengeländer befindet:

CIMG0410

Ich wollte herausfinden, um wen es sich bei dem Abbild handelt und als ich die Inschrift auf dem Sockel betrachten wollte, entdeckte ich dieses knuddelige Mäuschen:

CIMG0412

Es hatte auch Gesellschaft und die Inschrift passte ebenfalls dazu:

CIMG0414

Ratten- und Mäusegezücht
machst du zunicht
aber den Armen im Land
reichst du die Hand

Damit konnte ich nun überhaupt nichts anfangen. Also musste wieder mal Google herhalten, als ich zu Hause war.

Mithilfe der Inschrift gelang es mir, herauszufinden, dass es sich bei diesem Denkmal um die Bronzestatue der Heiligen Gertrud von Nivelles handelt. Sie gilt als “Schutzpatronin gegen Mäuse- und Rattenplagen, der Reisenden und Pilger, der Gärtner und der Armen und Witwen. Die zahlreichen Tierchen sind am Postament in Bronze gegossen, ihr Streicheln verheißt eine ständige Geldvermehrung im eigenen Portemonnaie.”

Verflixt, ich glaube, gestreichelt habe ich die Mäuse nicht. Dann muss ich wohl nochmal dorthin ;-)

Und was soll ich sagen, als ich fast wieder am Auto war, war der Himmel knallblau und blieb es bis zum Abend…

CIMG0425

Malkurs mit Andreas Mattern - Gedächtniskirche

Der heutige Maltag stand im Zeichen des Aquarius. Ich war am Ende jedenfalls nass bis auf die Knochen.

Diesmal haben wir die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche gemalt.
Ich habe, wie in alten Zeiten, in der Müller-Breslau-Straße geparkt und bin im Tiergarten am Zoo vorbei über den Hardenbergplatz zum Treffpunkt gewandert. Am Hardenbergplatz habe ich den Neubau fotografiert, der dort entsteht, wo einst die “Skihütte” war:

Blick vom Hardenbergplatz auf den Neubau

Zum Malen haben wir uns auf dem Mittelstreifen am Tauentzien niedergelassen. Dort haben wir dann bemerkt, wie der o.g. Neubau die Sicht vom Tauentzien auf die Gedächtniskirche verschandelt:

Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche

Eine Sichtachse so negativ zu beeinflussen, ist in meinen Augen eine stadtplanerische Todsünde. Und ich darf das sagen, ich habe das schließlich mal gelernt.

Um das Ganze ein bisschen aufzuhübschen, habe ich die Kirche aud einem netteren Blickwinkel fotografiert, nämlich durch den Rankbogen mit der Schwarzäugigen Susanne (Thunbergia alata):

Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche durchs Rankgerüst fotografiert

Vor dieser Skulptur haben wir gesessen. Ich muss demnächst mal googlen, was und von wem das eigentlich sein soll. Oder weiß das jemand von euch?

Der Malkurs

Hier nochmal aus der 2. Etage von McDonalds:

Die Malgruppe

Mein erster Versuch sah so richtig scheiße aus. Jedenfalls war ich überhaupt nicht zufrieden damit:

Gedächtniskirche, mein 1. Versuch

Das Bild von Andreas Mattern gefiel mir natürlich sowieso besser:

Andreas Mattern

Großes Aquarell von Andreas Mattern

Ich habe nochmal neu angefangen:

Gedächtniskirche - mein 2. Versuch

So sah es dann später aus:

Mein Aquarell bevor der Regen es endgültig versaut hat

Leider hat es dann so richtig angefangen zu schütten. Wir wollten uns eigentlich noch gegenüber vom Café Kranzler niederlassen und dort malen, aber auf dem Weg dorthin ging der Regen so richtig los. Wir beschlossen, den Maltag zu beenden, und ich bin ca. 20 Minuten bis zum Auto zurück gelaufen. Anschließend sah ich aus wie frisch geduscht und mein Bild so:

Verregnetes Aquarell

K4 schwört drauf, dass das Bild gerade deshalb cool aussieht. Und wenn man genau hinschaut, sieht man doch den Geist, der durchs Bild fegt, oder? ;-)

Vielleicht male ich ja irgendwann noch daran weiter.

Malkurs mit Andreas Mattern - Reichstag

Schon vor einigen Wochen habe ich mich zu "Malen im Freien" bei Andreas Mattern angemeldet. Die Vorfreude wurde ein wenig durch das miese Wetter getrübt, aber Malen im Regen funktioniert auch.

CIMG0329

Wie hoffentlich zu erkennen, war der Reichstag das Motiv unseres ersten Maltages.

CIMG0331

Mein Arbeitsplatz im Regen und plötzliche Motiv-Verschwindung ;-) [zum Glück nur für zehn Minuten]

CIMG0300 CIMG0295

Wir haben es erst ganz unter freiem Himmel versucht, sind aber recht bald in den Kaffeegarten des Berlinpavillons geflüchtet.

Erste Anlage meines Bildes:

CIMG0301

Ich beim Malen (Foto von Susanne Haun):

CIMG0316

Susanne Haun beim Malen:

CIMG0325

Unter Bäumen und Sonnenschirmen bei Kakao und Kuchen malte es sich gleich viel besser.

CIMG0318

Der Meister bei der Arbeit:

Andreas Mattern

Reichstag, unfertig, von Andreas Mattern

Wir hatten auch Zaungäste:

CIMG0322

Susanne zeichnet ja lieber Pflanzen anstatt Architektur zu malen. Blümchen gab es dort nicht, stattdessen hat sie diesen schicken Pilz gefunden:

CIMG0309

Der wurde natürlich gleich verewigt:

Pilz. Zeichnung von Susanne Haun.

Ich bin mit dem Bild nicht ganz fertig geworden, weil die erforderlichen Trockungszeiten sich bei Regen logischerweise verlängern.

CIMG0328

Im Laufe der nächsten Woche, werde ich dem Bild noch den letzten Schliff verpassen. Aber morgen malen wir erst einmal die Gedächtniskirche.

Susanne Haun und Andreas Mattern haben über den Tag auch mit vielen Fotos gebloggt:

Aquarellieren im Freien -Der Reichstag - Aquarell von Andreas Mattern

Der Reichstag - Zeichnung von Susanne Haun

Mauzimauz!

Ich habe schon lange keine PopPixx mehr gemalt. Aber heute!

Mauzimauz1[20100823]

15 x 15 cm
Acryl auf Leinwand

Unser Vorgartenbeet

Im Vorgarten hatte ich neben dem Weg zu den Mülltonnen ein kleines Beet angelegt. Es sah mittlerweile aus, wie ein Friedhofsbeet, da es fast nur noch aus Efeu (und kleinen Fairy-Rosen) bestand. Nach dem Urlaub hatte mich das plötzlich unheimlich genervt. Jetzt wachsen dort Stockrosen, Hortensie, Dahlien, Vinca, Herbstastern und Lavendel.

Stockrosen und Dahlien im Vorgartenbeet

Vorher sah es in etwa so aus:

Vorgartenbeet vorher

Ich hatte leider nicht rechtzeitig fotografiert, als man das hohe Efeu"kissen" noch sah, das ich lediglich immer an den Kanten beschnitten hatte. Aus Faulheit natürlich :-)

Als ich alles ausgerupft hatte, inklusive der kleinen rosafarbenen Fairy-Rosen (die habe ich zwischenglagert), und meine gelbe “American Pillar"-Rose drastisch beschnitten hatte, war das Beet frei und ich konnte es frisch bepflanzen:

Vorgartenbeet nachher

Ich bin jetzt sehr glücklich damit. Die “Goldelse” im HIntergrund soll auch noch weichen. Nicht, dass ich diese Pflanzen grundsätzlich nicht mögen würde, aber sie wuchern so sehr. Das dürfen sie gerne an anderer Stelle, hinten im Garten, aber da vorne stören sie mich. SIe sind alledings höchst hartnäckig ;-)

Paparazza

Meine Hauptbeschäftigung im Urlaub:

PetraDouarnenez_byJulia[20100728]

Abgeschossen von K4 im Hafenstädtchen Douarnenez in der Bretagne.

Tiger

Gestern hab ich mir mal einen Tiiieeeeschor vorgenommen ;-)

TigerColour[20100821]

Tusche und Aquarell im Moleskine-Notizbuch.

TigerMoleskine[20100820]

Tiger sind wirklich wunderschöne Tiere.

Der letzte Tag

der Sommerferien ist es heute offiziell, denn das Wochenende zählt ja nicht mit. Ein guter Grund, mit den Kindern noch mal was zu unternehmen.

Nachdem ich gestern 8 Stunden damit zugebracht habe, K3 wieder Cornrows zu flechten, hatten wir uns für heute vorgenommen aushäusig zu frühstücken.

CIMG0279 CIMG0280

K3 hatte einen Geheimtipp: Das nibs cacao in der Bleibtreustraße. Ein winziger Laden, in dem er schon mal mit seiner chilenischen Spanischlehrerin frühstücken war. Es gibt dort spanischen Kakao - ich würde ihn Schokosoße nennen - und Churros, kleine, frittierte Brandteigwürstchen, die man prima in diesen dicken Kakao tunken kann. Schweinesüß und saulecker ;-) *grunz*

Anschließend bin ich mit den Kindern noch zum Savignyplatz gebummelt, weil sie da m.W. noch nie waren. Auf dem Weg dorthin habe ich einen Stapel wunderbarer Berlin-Postkarten gekauft, die ich beim Postcrossing verschicken möchte. Feine Sache, übrigens. Meine erste Postkarte habe ich direkt ans hinterste Ende von China verschicken dürfen. Ich bin schon sehr gespannt, woher ich meine allererste Karte erhalte.

Am Savignyplatz bin ich im Bücherbogen gelandet, dem Buchladen in den S-Bahnbögen. Sie hatten dort jede Menge Kunstbücher. Ich bin lieber nicht tiefer in den Laden vorgedrungen ... habe auch so schon drei gekauft:

CIMG0281

Pop-Art mag ich offensichtlich und wollte mehr darüber erfahren.
Wir hätten den Frida-Kahlo-Ausstellungskatalog kaufen können, aber der war mir dann doch zu dick. Die Ausstellung hatten wir verpasst, aber der kleine Band ist sicher auch schon mal nicht übel. Übrigens, ich kann ein schönes Buch dazu empfehlen: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3596158184/bauersbunteblatt” title="Meine Schwester Frida” target="_blank">Meine Schwester Frida, ein Roman von Barbara Mujica.
Das Architekturbuch hat mich sofort angesprungen. Ich stehe total auf Glasarchitektur (vielleicht weil ich in einem relativ dunklen Nordzimmer groß geworden bin). Schon während meines (Stadtplanungs-)Studiums habe ich mich damit beschäftigt. Dabei fiel mir dann ein, dass ich einen riesigen Stapel “Stadtbauwelt"-Magazine entsorgt hatte, als wir hierher zogen. Manchmal frage ich mich wirklich, wieso man immer die falschen Dinge wegschmeißt, wenn man sowieso zu viel Krempel hat.

Der Buchladen war jedenfalls wirklich sehr gefährlich ;-) Ich habe es ehrlich vermisst in solchen Läden zu stöbern. Amazon ist wirklich mächtig praktisch, aber über Bücher stolpern kann ich viel besser in echten Läden. Meist komme ich aber bloß an den doofen Ketten vorbei. Im Bücherbogen habe ich mal bewusst die Luft eingesogen. es erinnerte mich an Studentenzeiten, als ich noch die Zeit und Muße hatte, mich ewig in solchen Läden afzuhalten, und als ich auch noch häufig in der Innenstadt war.

Da wir schonmal in Kudammnähe waren, hat K2 auch noch nach einer Hose geschaut und ist bei Zara fündig geworden. Mir hat Zara nur mitgeteilt, dass ich mein Abnehm-Vorhaben dann doch mal in die Tat umsetzen sollte ;-)

Der Weg zurück zum Auto führte uns am Hardenbergplatz vorbei. Dort kam ich meiner selbst auferlegten Chronistenpflicht nach, und habe den Neubau Joachimsthaler / Budapester Straße abgelichtet:

CIMG0276

CIMG0277

Netter Vormittag :-)

Ach, heute Morgen um kurz nach 7 hatte ich noch eben Big Ben in mein Moleskine gescribbelt:

Big Ben coloured | Moleskine [20100820]

Und jetzt jubelt die Hälfte der Familie gleich Hertha zum Sieg gegen Rot-Weiß Oberhausen ;-)

Herbstwind

Noch ist es zwar erst Mitte August, aber was sich mir in den letzten Tagen beim Blick nach draußen präsentiert, hat sich den Begriff 'Herbst' redlich verdient. In dieser Stimmung, aber noch nicht ganz von der Hoffnung auf Sommer verlassen, habe ich gestern dieses Acrylbild gem alt:

Herbst

Am Anfang stand die Zeichnung eines Regenschirms. Man denkt ja gar nicht darüber nach, wie kompliziert so ein Ding eigentlich zu zeichnen ist. Ich habe also einen aufgespannt und losgelegt:

CIMG0259

Das Schwierigste war die Bildkomposition. Erst wollte ich das Mädchen ganz auf dem Bild haben, mit Straße und Wolken im Hintergrund. Doch bei 30 x 30 cm wäre das alles zu futzelig geworden, nicht aussagekräftig genug. Und an größere Formate traue ich mich momentan noch nicht heran. Also habe ich das Motiv gedanklich herangezoomt und das Ergebnis anschließend auf die Leinwand übertragen:

CIMG0260 CIMG0261

Dann habe ich mit dem Acryl losgelegt und zum Schluss noch Highlights und die schwarzen Konturen hinzugefügt:

CIMG0263 Herbstwind

Mädchen aus Shanghai

Gestern war ein schlechter Zeichen-Tag, aber den heutigen Versuch zeige ich euch gerne wieder:

Shanghai Girl

Das Bild ist wegen der späten Stunde mit Blitzlicht entstanden. Ich werde später ein Tageslichtfoto einstellen.

Lappenmädchen

Weiter als bis Dalarna haben wir es bisher nicht geschafft - dort waren wir der samischen Kultur am nächsten. Um zu den Weidegebieten der Rentier-Lappen zu gelangen, müssten wir nochmal rd. 1.500 Kilometer weiterfahren.

Lappenmädchen Closeup” />

Dieses Kind schaute mich aus der National Geographic an. Dort habe ich auch gelernt, dass das Weideland knapp wird, und viele der Rentier-Lappen heute “normale” Berufe erlernen. In den Schulen wird mehr Wert auf Norwegisch gelegt als auf die Lappische Sprache und Kultur.

Ein weiterer Grund für das berufliche Umsatteln ist der höhere Lebensstandard. Rentierfleisch taugt als Währung nicht, wenn man Fernseher kaufen möchte, und früher wurden die Tiere letztlich für den Eigenbedarf gehalten.

Ob dieses Mädchen wohl später mal Ärztin wird? Oder Lehrerin in der Dorfschule?

Der Rahmen und der Hintergrund sind mir diesmal missglückt. Das Mädchen war nicht ganz zu sehen, undi ch wollte den Rest in den Schatten stellen. Und die Umrandung - zu Dick, zu doof. Daher habe ich das Closeup an den Anfang des Beitrags gestellt.

Lappenmädchen” />

Eine besondere Form der Liebe

Gestern kam ich erst nicht zum Malen oder Zeichnen. Gegen 22:00 Uhr wurde ich dann so kribbelig, dass ich meine neue sepiafarbene Tusche ausprobieren musste, und das kam dabei heraus:

Black & White

BLACK & WHITE, 17 x 24, Tusche auf Aquarellapier.

Bei Sacre Cœur und einem weiteren Tuschebild habe ich bemerkt, dass das Bild irgendwie verloren wirkt, wenn ich ohne Begrenzung zeichne. Daher habe ich heute mal einen Rahmen in das Bild gezeichnet. Und ich denke, das hat es auch gebraucht.

Es ist übrigens keines meiner Kinder, und der Mann, der das Baby hält, ist dunkelhäutig.

Sacre Cœur

Sacre Cœur habe ich leider nicht live gesehen. Ehrlich gesagt haben wir uns von den Berichten meines Schwagers abschrecken lassen, über den Kommerz am Montmartre und die Kinder, die einem ungefragt Freundschaftsbändchen umbinden und dann Geld verlangen.

Inzwischen finde ich es schade, aber ich war ja sicher nicht zum letzten Mal in Paris.

In Brest sind wir versehentlich in einen Supermarkt geraten (ja, auch das ist in dieser merkwürdigen Stadt möglich). Dort habe ich ein Heft von LE FIGARO über den Eiffelturm erstanden (Fotos, viele, viele Fotos!), in dem es u.a. auch um Sacre Cœur geht.

Ich habe also (am 24.7.2010) meine Feder-Tusche-Packung ausgepackt, meinen kleinen Aquarellblock geschnappt und mich ans Werk gemacht:

Sacre Cœur

Mit der (sehr dünnen) Feder habe ich zunächst die Konturen gezeichnet und diese mit einem nassen Pinsel laviert. Nach dem Trocknen habe ich erneut Linien hineingezeichnet. Nebenbei lief Musik und ich habe gar nicht gemerkt, wie die Zeit verging. Es hat wieder unglaublich viel Spaß gemacht, und mein Liebster war sehr beeindruckt, wie ich alles mit einer einzigen Farbe zustandegebracht habe. Ich auch, höhö.

Ich habe ihm das Bild zwei Tage später zum Geburtstag geschenkt. Auf der linken Seite muss ich noch was zeichnen, da fehlt ein Abschluss. Und ich brauche einen Rahmen, bin mir aber nicht sicher, was ich dabei beachten muss, weil ich gelesen hate, dass Aquarelle z.B. Abstand zum Glas haben sollten. Die Rahmen, die ich hier habe, scheinen aber Kunststoff statt Glas zu nutzen. Ob das geht?

Heinz Theuerjahr

Auf unserem Stromzähler steht seit - ja, seit wann eigentlich? - ein Holzschnitt von Heinz Theuerjahr. Dass der Künstler Heinz heißt, habe ich, wenn ich ehrlich bin, erst heute gegoogelt.

CIMG0156

In meiner Familie schwirren noch mehr solcher Bilder herum, wenn ich nicht irre. Theuerjahr lebte in Waldhäuser im Bayrischen Wald, und in der Gegend wohnte auch die Familie meines Vaters eine zeitlang.

Ich meine mich düster erinnern zu können, dass meine Großeltern mit Theuerjahr bekannt waren, aber da müsste ich meine Tante fragen. Sie hatte auch mal etwas darüber erzählt, aber mein Gedächtnis… Damals war das Bild eben einfach da und fertig.

Was ich über ihn auf o.g. Website las, war interessant. Außerdem scheint es sich bei dem Holzschnitt um eines der früheren Werke zu handeln (1947).

Hat schon mal jemand was über Heinz Theuerjahr gehört?

Tusche aus Locronan

Was tun mit dem angebrochenen Tag, nachdem Brest für nachhaltig schlechte Laune gesorgt hatte? Wir sind nach Locronan gefahren, der mittelalterlichsten aller bretonischen Städte. So eine Art Carcassonne der Bretagne, nur kleiner und nicht so elend überfüllt wie die südfranzösische Stadt.

Zuvor war ich schon länger auf der Suche nach einem Laden für Malzubehör gewesen, da ich es in Berlin versäumt hatte, mir Feder und Tusche zu kaufen. Ich hatte so einen Laden jedoch nirgendwo gefunden, auch nicht in Brest. Wie sehr habe ich mich da gefreut, als ich in der niedlichen Museumsstadt einen ganzen Laden voller Tuschen und Federn entdeckt habe*. Die Auswahl war gigantisch:

CIMG0066

CIMG0067

CIMG0068

Ich konnte mich gar nicht entscheiden. Es gab Geschenksets mit sechs Tuschen und ebensovielen Federn, aber ich wollte unsere Urlaubskasse nicht überstrapazieren, zumal ich nicht sicher war, ob ich damit überhaupt würde umgehen können. Also entschied ich mir für ein Set mit zwei Federn und blauer Tusche plus extra sepiafarbener Tusche:

CIMG0075

CIMG0076

Ich konnte mich gerade so bis nach dem Abendessen gedulden.

*Alain Coadou, Artiste Peintre, Rue Lann LOCRONAN

Eiffelturm in Acryl

Eiffel in Aspik ;-) Scherz beiseite, heute zeige ich euch das Acrylbild, das soeben fertig geworden ist:

Eiffelturm

Eiffelturm gone crazy. 30 x 30 cm, Acryl auf Canvasboard.

Diesmal kein Werk aus der Bretagne, sondern heute am heimischen Küchentisch entstanden. Natürlich inspiriert durch den Parisbesuch.
Ich könnte sofort weitermalen :-) Habe auch schon eine Idee ...

Brest

24. Juli 2010, Bretagne. Schweigen wir über Brest. Die bretonische Hafenstadt wird als hässlichste Stadt ever in meine Erinnerungen einfließen. Tut mir wirklich leid, dass Brest in World War II wochenlang bombardiert wurde, bis praktisch nichts mehr übrig blieb. Aber muss man deshalb direkt danach die Stadt ein zweites Mal zerstören und völlig planlos so dermaßen fiese Betonbatzen hinklatschen?

Kind 2 hat der Stadt immerhin noch eine Chance gegeben. Es müsse doch irgendwo etwas Hübsches geben, und ich solle doch bitte nicht so schnell urteilen.
Dann hat sie eine Postkarte von Brest entdeckt. Auf Ansichtskarten sind normalerweise die hübschesten Stadteile verewigt. Ähm, ja.

Der einzige Ort unserer Reise, an dem ich kein einziges Foto geschossen habe. Ach doch, eins, hihi:

Das einzige Foto von Brest

Immerhin haben wir K3 mit ein paar wirklich coolen Schuhen von Footlocker eine Freude machen können und dabei einen Schuhverkäufer entdeckt, der ziemliche Ähnlichkeit mit Christiano Ronaldo hatte (er wird es doch nicht gewesen sein? *g*).

Und es wurde am Fließband geheiratet. Aus dem Rathaus quollen im Fünfminutentakt Brautpaare mit Anhang heraus. Das erklärte auch das in Weiß und Schwarz gekleidete Pärchen, das wir kurz davor im danebenliegenden Coffeeshop sahen. In dem Laden hat uns der Ober übrigens zur Begrüßung angegrunzt. Wenn ich in dieser Stadt leben müsste, würde ich vermutlich auch grunzen.

Wir sind dann recht schnell geflüchtet.

Nymphe

24. Juli 2010, Plomodiern / Bretagne Nach dem Unsinnbild hatte ich zumindest meine Hemmungen weggemalt. Bei den Parisbildern habe ich mir die Nymphenstatue aus dem Jardin des Tuileries herausgesucht.

NYPMHE

Erst habe ich ein paar Bleistiftskizzen gemacht.

CIMG0065

Auf den Fotos sieht man ein Riesenrad neben der Statue stehen. Das wollte ich zumindest andeutungsweise mit auf dem Bild haben. Heraus kam wieder ein ziemlich buntes Bild. Gar nicht so, wie ich es haben wollte, aber vielleicht habe ich falsch angefangen. Auf jeden Fall wollte ich die Nymphe in Rottönen malen um die nymphomane Leidenschaft auszudrücken. Obwohl – ob diese Nymphe wirklich so männerverschlingend war? Mit dem Hund an ihrer Seite und so, wie die Statue aussieht, wirkt sie eher unschuldig. Ich konnte dazu nur nicht recherchieren, denn hier gibt es kein anständiges Fernsehen und somit schon gar kein Internet.

Nachtrag:
Nun bin ich ja wieder in Berlin, hab mein WLAN und habe nach der Nymphe gegoogelt. Was soll ich sagen? Ich bin auf die Nymphomanin hereingefallen.
Kein Wunder, ich höre in letzter Zeit oft Ayo Technology von Milow bzw. 50 Cent / Justin Timberlake, da kommt auch eine “Nympho” vor, und die ist tatsächlich sexbesessen.

Bei Wikipedia steht beispielsweise:

In der griechischen Mythologie sind Nymphen weibliche Gottheiten niederen Ranges, welche als Personifikationen von Naturkräften überall auftreten und teils als Begleiterinnen höherer Gottheiten wie des Dionysos, der Artemis oder der Aphrodite, teils als selbstständig wirkend gedacht wurden.

Nichts davon, dass se reihenweise Männer glücklich gemacht hätte. Okay, wenn ich sie nochmal male, werde ich das berücksichtigen.

In dem Eintrag steht auch, dass Lucas Cranach der Ältere Nymphen gemalt hat, zum Beispiel diese hier.

Susanne Haun beschäftigt sich gerade sehr viel mit Cranach, daher erwähne ich das hier.

NYMPHE

Die Statue der Nymphe, 1814 im Jardin des Tuileries aufgestellt.

Langeweilebild

23. Juli 2010, Plomodiern / Bretagne. Gestern habe ich gar nicht gemalt. Ich hatte mir vorgenommen, den Akkordeonspieler in der Metro zu malen, habe dafür sogar einen ganzen Marktstand mit Akkordeons fotografiert – und mich dann nicht getraut. Stattdessen habe ich mich zu Tode gelangweilt.

Heute hielt diese nervige Stimmung an, aber irgendwann habe ich mir einfach den kleinen Aquarellblock geschnappt und angefangen den Hortensienbusch am Hauseingang zu malen. Das ging aber ziemlich daneben. Als das Bild schon versaut war, habe ich wild und bunt herumgemalt und schließlich irgendwelchen Unsinn hineingekritzelt, weil es ja sowieso schon egal war. Muss auch mal sein.

Langeweilebild

Für ein größeres Bild hier klicken.

Hier ist übrigens die Terrasse mit dem Hortensienbusch und dem Tisch an dem ich dieses komische Bild gemalt habe:

DSC_0004” />

La Tour Eiffel

Ich hätte niemals gedacht, dass ich von Paris so beeindruckt sein würde. Da lag es für mich nahe, dass mein erster „freihändiger“ Kräftig-Aquarell-Versuch (nach dem angeleiteten von gestern), den Eiffelturm als Motiv bekommen würde. Et voilá …

EIFFELTURM | CIMG0057

22. Juli 2010

Mein Liebster sagte sofort, das Bild würde ihm viel besser gefallen als das gestrige, und wenn ich ehrlich bin, geht mir das genauso. Vielleicht, weil es ganz „meins“ ist: Die Bildaufteilung, die Farbwahl.

Vorlage war ein Foto, das ich ein paar Tage zuvor in Paris gemacht und auf mein Netbook geladen hatte:

Erste Linien EIFFELTURM und Vorlage im Netbook | CIMG0044

Ich fing, wie auch bei der Tower Bridge mit groben Umrissen an.

EIFFELTURM - ARBEITSSCHRITT 1 | CIMG0045

Dann kümmerte ich mich um den Himmel.

EIFFELTURM - ARBEITSSCHRITT 2 | CIMG0046

Dann war die Straße dran, wobei ich darauf achtete, die weißen Linien gleich auszusparen:

EIFFELTURM - ARBEITSSCHRITT 3 | CIMG0047

Ich habe lange gegrübelt, wie ich die Farbgestaltung machen wollte. Es sollte nicht wieder so werden, wie gestern, also habe ich den Eiffelturm zunächst violett gestaltet und hinterher mit ein wenig Kobaltblau (und Schwarz am Schluss) verfeinert. Bei den Häusern hatte ich erst gar keine Ahnung und habe alles aus dem Bauch heraus gemacht. Das Türkisblau auf der Straße wollte ich dazu als Kontrast haben, und ich denke, es passt ganz gut. Bei den schmalen Linien an den Fenstern und Balkons, durften sogar Olivgrün und Ocker mitspielen.

EIFFELTURM - ARBEITSSCHRITT 4 | CIMG0048

Ich hatte mächtig viel Spaß beim Malen und war die ganze Zeit über sehr gespannt, wie das Endergebnis wohl aussehen würde.

EIFFELTURM - ARBEITSSCHRITT 5 | CIMG0049 EIFFELTURM | CIMG0057

Mir gefällt das Bild besser als die originalgraue Stadtvorlage. Ich kann gar nicht mehr wegschauen.

Learning by Abmaling

Ich lerne am besten, wenn ich etwas imitiere. Das geht nicht nur mir so, das ist allgemein sehr hilfreich. Ich hatte kürzlich schon einmal das Buch von Andreas Mattern erwähnt, das im Christophorus-Verlag in der Reihe Panorama Kunstworkshop erschienen ist: Aquarellmalerei Stadt-Impressionen.

CIMG0030

Mir gefielen Andreas‘ Bilder schon, als ich sie vor etwa fünf Jahren zum ersten Mal sah: Aquarellmalerei, die nicht hauchzart vor sich hinwässerte, sondern Bilder mit kräftigen Farben. Er getraute sich auch Schwarz zu benutzen, etwas, das ich von allen Seiten nur als No-Go beim Aquarellieren definiert bekam. Ich mag aber Schwarz und zart-pastellig ist so gar nicht meins. Das bin ich nicht. Ich stehe mit beiden Beinen im Leben – da muss auch farbmäßig etwas Kräftiges her. Also stand ich mit den Wasserfarben auf Kriegsfuß. Von meinen Loch-Erfahrungen beim VHS-Kurs hatte ich ja bereits berichtet.
In Andreas‘ Buch gefiel mir auf Anhieb das Bild von der Tower-Bridge am besten. Die kräftigen Farben passten mir genau ins Konzept, und ich beschloss, dieser Schritt-Für Schritt Anleitung zu folgen.

Entstehung “Tower Bridge”:

CIMG0026

CIMG0027

CIMG0028

Nach und nach entstand so ein Bild, bei dem man zumindest erkennen kann, was die Vorlage ist. Meine Version kommt natürlich längst nicht an das Original heran, aber dafür, dass es mein erster „kräftiger“ Aquarell-Versuch ist, bin ich, ehrlich gesagt, schon ganz zufrieden.

Außerdem habe ich versucht ein vorhandenes Bild abzumalen, kein Foto oder die Realität, sodass mir einige Feinheiten fehlen. Und es war ein zaghafter Versuch.

Weitere Zeichnungen und Aquarelle in meinem Flickr-Set.

Paris im Moleskine

Meine ersten Eindrücke. Ich wusste, dass alle von dieser Stadt schwärmen. Ich wusste nur nicht, weshalb. Ganz einfach: Paris ist einfach magnifique.

iphone_pic

Für größere Ansicht hier klicken.

Grüntöne

Angeregt von Susanne Hauns gemischten Grüntönen, habe ich heute (20.07. 2010) meine eigene Grüntafel erstellt.

CIMG0020

Erst am Schluss fiel mir auf, dass ich das Kobaltblau vergessen hatte, was erst später in den Schmincke-Kasten kam, da es nicht zur Grundausstattung gehörte. Daher sieht es rechts jetzt etwas seltsam aus. Aber immerhin habe ich es bemerkt, bevor ich die Malsachen eingepackt habe.

CIMG0025

CIMG0024

14. Juli 2010

Unser diesjähriger Sommerurlaub führte uns nach Frankreich. Frank zu Frank - wir fuhren auch an Frankfurt vorbei:

CIMG9918

Die erste Übernachtung hatten wir für Metz geplant. Dort angekommen wollten wir uns eigentlich die Innenstadt kurz anschauen. Auf dem Weg dorthin fegten jedoch solche Sturmböen über die Straße, dass wir beschlossen umzukehren und gleich etwas essen zu gehen. Auf dem Weg hörten wir im Autoradio vom Tornado im Saarland.

Nach dem Essen hatte sich das Unwetter gelegt. Mehr als einige nasse Fotos aus dem Autofenster gab es jedoch von “Metz-City” nicht:

CIMG9940

Das miese Wetter hat offenbar auch die Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag verhindert:

CIMG9942

Beim Essen habe ich die ersten Eindrücke im Moleskine verewigt:

iphone_pic

Unten auf dem Bon hat die Bedienung einen Gruß hinterlassen.

Abendlicher Ausblick aus dem Hotelzimmer (unbearbeitet, die Farben waren nach dem Unwetter so):

CIMG9946

CIMG9949

CIMG9951

Mehr Frankreich-Fotos in meinem Flickr-Set (Ich lade die Bilder nach und nach hoch, es sind sehr viele, also bei Interesse ruhig immer mal schauen).

Leidenschaft

Leidenschaft. Ich glaube ich habe wirklich eine neue Passion gefunden: Das Malen und Zeichnen. Die Passionsblume heißt jedoch nicht deswegen so. Der Blütenstand erinnert an die Dornenkrone Christi, und der hat ja nun wirklich gelitten, wenn man der Bibel (wenigstens in diesem Punkt) Glauben schenken darf. Gehen wir einfach mal davon aus.

DSC_0005

19. Juli 2010, Plomodiern, Bretagne.

Hier wächst ein ganzes Spalier voller Passionsblumen, und eine Blüte hing mir beim Frühstück direkt vor der Nase herum. Sie zwang mich förmlich, sie zu zeichnen. Eine Hummel war auch des Öfteren zu Besuch, also wurde sie gleich mit abgebildet.

CIMG0017

Ich habe das Ganze in meinem Spiralblock-Skizzenbuch verewigt, daher kommt das Aquarellgrün nicht so schön heraus. Der Block besteht eben nicht aus Aquarellpapier. Aber vorher wusste ich noch nicht, dass ich einen grünen Hintergrund malen würde.

CIMG6206

Petra auf der Terrasse in Plomodiern neben dem Passionsblumenspalier.

Die Kleine hat mir Gesellschaft geleistet und den Eiffelturm gezeichnet:

CIMG0019” />

Ich bitte um eure Hilfe

Grafik Eine sehr liebe Freundin hat in der Nacht zum 9. Juli beinahe alles verloren, was sie hatte.

Der Brand, der aus ungeklärter Ursache ausbrach, hat das gesamte Dachgeschoss zerstört, das Carola (vielen auch bekannt als Melody von Moving Target) und ihre kleine Familie ausgebaut hatte. Liebevoll hatte sie Möbel restauriert und verziert, gerade auch für ihre kleine Tochter. Die Wohnung war als Altersversorgung gedacht - alles Ersparte war hineingesteckt worden.

Nun ist ein Schaden von rund 500.000 Euro entstanden, und wir alle wissen, wie lange Versicherungen brauchen. Doch Hilfe ist JETZT dringend notwendig!

Derzeit steht Carola vor dem Nichts. Zum Glück haben alle drei überlebt, auch die beiden Katzen, an denen sie sehr hängen. Ihr Mann Oliver war auf der Intensivstation, weil er noch versucht hatte, den Brand zu löschen.

Alles haben sie verloren, nur ihren Lebensmut nicht.
Und ihren Galgenhumor. Als ich Carola anrief, sagte sie “Ich spiele gerade Dresden 1945!”, und die vielen Helfer vor Ort, die der Texttreff zusammengetrommelt hat, können nur bestätigen, dass die Beschreibung zutrifft.

Der Texttreff, das ist unser wichtigstes Netzwerk, und wieder einmal zeigt sich, dass es hier nicht nur um berufiche Dinge geht, sondern dass dieses Netzwerk aus Menschen besteht, die anpacken und helfen. Innerhalb kürzester Zeit war schnell und unbürokratisch ein Hilfstrupp organisiert, von Textinen in der näheren Umgebung Düsselsdorfs, die mithalfen aus den Trümmern zu bergen, was noch gerettet werden konnte, die eine Übergangswohnung organisierten, Leute die diese Wohnung rasch gemeinsam renovieren und viels mehr. Und der Texttreff hat auch eine Spendenhomepage eingerichtet, auf der ihr auch mehr über die Hintergründe erfahren könnt.

Carola hat mir einmal sehr geholfen. Und ohne Carola und Oliver gäbe es diese wunderbare Website nicht.
Das Webportal des Texttreffs haben Oliver und sie in mühevoller Kleinarbeit ehrenamtlich programmiert, gestaltet und gewartet.

Ich wohne zu weit weg um vor Ort anpacken zu können, aber ich habe sofort gespendet. Und ich bitte euch, dies auch zu tun. Normalerweise ist das gar nicht mein Ding um Spenden zu betteln, aber hier handelt es sich nicht um eine riesige Organisation, wo die Spendengelder bereits in der Verwaltung vesickern und man nicht weiß, wo das Geld landet. Hier kommt jeder Cent Carola, Oliver und ihrer zweijährigen Tochter zugute. Damit sie irgendwann wieder ein normales Leben führen können.

Stellt euch einfach vor, wie es wäre, wenn ihr selbst plötzlich alles verlieren würdet.

Spendet (jeder Euro zählt!), helft vor Ort und sagt es bitte weiter!

Abgebrannt. Wir helfen!

Das Spendenkonto:

Susanne Ackstaller
Konto 25 34 82 10
BLZ 700 510 03
Sparkasse Freising

(auf der Spendenhomepage wird Näheres zum Konto erklärt)

Weitere Blogbeiträge:

Sempervivum

Susanne Haun hat mir ihren heutigen Blogeintrag gewidmet. Mir war gar nicht bewusst, wie ewig wir uns eigentlich schon kennen, aber sie hat völlig recht, wir müssen noch Teenager gewesen sein, jedenfalls gerade noch so ;-)

Und nachdem ich neulich so sehr mit meinem Grün gehadert habe, hat sie sozusagen Erste Hilfe geleistet und erklärt in ihrem Posting, wie man eine Grün-Misch-Farbtafel anlegt.

Danke, Susanne! Ich werde das demnächst ausprobieren. Heute habe ich Grün jedoch nochmal ungemischt benutzt. Allerdings habe ich mir einen anderen Kasten gekauft, diesmal von Schmincke, und mit diesen Farben bin ich sehr zufrieden. Sie fühlen sich schon anders an, wenn man das bei Farben überhaupt so sagen kann.

Aquarellfarben

Das Grün (oliv- und chromoxid) habe ich heute für meinen Hauswurz (Sempervivum) gebraucht, der zum ersten Mal blühte:

Sempervivum mit Muschel

Das gefällt mir schon ein bisschen besser. Ich habe bei diesem Bild aber gemerkt, wie schwer es mir fällt, das, was ich sehe, größer als Originalgröße zu malen. Noch etwas, woran ich arbeiten kann.

Sempervivum blüht Sempervivumblüte

Ich fürchte, morgen muss ich mich aber endlich an eine Geschichte setzen, die ich unbedingt noch schreiben muss - und für die ich noch genau gar keine Idee habe.

Vor dem Spanienspiel

am Bundespressestrand am Hauptbahnhof. Da war die Welt noch in Ordnung.

CIMG9913

CIMG9911

Tief durchatmen, Enttäuschung wegstecken, an was anderes denken.

Heute war mal wieder Powershopping mit meinen Mädels angesagt - das hilft über Manches hinweg ;-)

Wir haben auch einen Abstecher zu Rüther gemacht. Da habe ich mir noch zwei Hahnemühle-Aquarellblöcke in unterschiedlichen Größen gekauft und einen anderen Aquarellkasten (diesmal von Schmincke) plus drei Extranäpfchen. Jetzt sollte ich für’s Erste gerüstet sein.

Schaun mer mal :-)

Gar nicht so einfach

Ich habe mir heute nochmal das Bild angesehen, das ich gestern verbrochen habe. Ich dachte, eine Nacht drüber schlafen hilft. Doch ich finde es immer noch potthässlich. Und ich weiß jetzt auch, weshalb.

Zunächst mal ist es mir nicht gelungen, den Bildausschnitt so zu wählen, dass der Himmel mit drauf ist - wie es beispielsweise bei diesem Foto der Fall ist.

A 111 Richtung Hamburg

Wenn ich mir diesen Bildausschnitt betrachte, ist eigentlich klar ersichtlich, dass das Bild grob gesagt aus vier Dreiecken besteht, die ihren Fluchtpunkt im oberen Drittel haben, also ganz, wie es nach dem Goldenen Schnitt auch sinnvoll wäre. Leider habe ich das im Bild nicht umgesetzt. Mir war das Autobahnschild wichtig, das ich deshalb auch stark vergrößert gemalt habe, und die Autobahn selbst. Und da komme ich auch zur nächsten Erkenntnis:
Ich habe versucht, das Ganze zu “echt” zu malen. Wieso muss die Autobahn grau sein? Wieso die Spundwände mit braunem Holz verkleidet? Bloß weil es “in echt” so aussieht?

Vermutlich liegt es daran, dass ich häufiger fotografiere als male. Ich muss mich von den Fotoeindrücken befreien und meine Sichtweise komplett ändern. Ich könnte einfach einen einzige Farbe nehmen und die Farbintensität durch unterschiedlich viel Wasser variieren, ähnlich, wie ich es bei meinem Hafenbar-Mädchen getan habe.
Oder Komplementärfarben benutzen.

Als ich in den Stadt-Impressionen von Andreas Mattern blätterte, ist mir mein Denkfehler noch einmal so richtig bewusst geworden: Nicht das Motiv gibt die Farben vor, sondern meine Vorstellung davon, was ich in dem Motiv sehen möchte. Mich davon freizumachen fällt mir erstmal schwer, v.a. bei so einer grau-grünen Vorlage wie diesem Autobahnmotiv, das für den ersten Versuch vielleicht auch ziemlich unglücklich gewählt war.

Vielleicht nehme ich mir eines der Motive aus Andreas Matterns Buch vor und versuche, es auf meine Weise umzusetzen. Wie so oft, lernt man ja viel, indem man est einmal nachahmt und dann versucht, seinen eigenen Weg zu finden.

Möglichwerweise lerne ich dabei auch etwas über den Umgang mit den Aquarelfarben an sich. Vor einigen Jahren habe ich mal einen VHS-Kurs zu dem Thema gemacht und ging am Ende nach Hause mit dem Gedanken: Aquarell ist nicht meins. Die Bilder sahen alle genauso doof und blass aus, wie das von gestern. Die Dozentin kam immer zu mir und sagte: “Sie müssen noch zarter malen, noch viel zarter. Nehmen Sie mehr Wasser!” Am Ende hatte ich Löcher im Malgrund. Dabei mag ich kräftige Farben viel lieber. Das Plastikfroschgrün (oder wie Susanne Haun sagte: Tupperdosengrün *g*) kam mir wohl nur deshalb so deplaziert vor, weil ich in meiner Motivvorstellung “echtes” Waldgrün erwartet hatte.

Also: Weg mit den alten Vorstellungen! Neue Wege gehen!

Ich freue mich auch schon auf Ende August, weil ich dann mit Andreas und Susanne im Rahmen eines Malkurses durch Berlin ziehen und Aquarellieren werde, wobei ich hoffentlich viel lerne.

Falls ihr euch über dieses gehäuft auftretende Mal-Thema wundert: Ich hatte kürzlich eine Phase, da hing ich völlig in der Luft. Ich wollte nicht schreiben, wollte nicht gärtnern, wollte nicht mal bloggen, wollte nichts von allem, was ich sonst gerne tue. Nicht mal malen wollte ich. Und habe verzweifelt darauf gewartet, dass mich irgendein Flash packt. Der kommt normalerweise, wenn ich dringende Abgabetermine habe, dann will ich immer ganz unbedingt etwas tun (meist etwas völlig anderes als ich soll). Da ich diesen Druck aber derzeit nicht habe, passierte erstmal gar nichts. Kurz bevor ich endgültig verzweifelt bin, habe ich mich dann bewusst wieder mit dem Malvirus anstecken lassen, und es hat zum Glück funktioniert :-) Nun bekomme ich auch langsam wieder Schreib-Inspiration.


Flattr this

Wir mal’n mal’n mal’n auf der Autobahn …

Heute bin ich mit den beiden Kleinen zur Autobahnbrücke gefahren und hab mich dort in die Büsche geschlagen:

A 111 Richtung Hamburg A 111 Richtung Hamburg

Kaum hatten wir alles aufgebaut, stellten wir fest, dass ich alles dabei hatte - nur meine Aquarellfarben und -stifte nicht. Also bin ich nochmal nach Hause gedüst und hab die fehlenden Sachen geholt.

Derweil wurde trotzdem schon eifrig gezeichnet:

A 111 Richtung Hamburg

Als ich dann loslegen konnte, fiel mir wieder ein, was mich beim letzten Mal (als ich die Bananienallee kolorierte) schon genervt hatte: Die Farben sind mir zu knuffig. Ich habe nur einen ganz kleinen Aquarellkasten von Windsor & Newton. Und insbesondere die Grüns (Grüne? Grüntöne!) finde ich furchtbar. Das eine sieht aus wie Plastikfrosch, das andere, wie die Gesichtsfarbe von Seekranken. Da kann ich noch so viel mischen, am Ende kommt irgendwas Dreckig-Popelgrünes heraus. Und ich WEISS, dass es angenehme Grüntöne gibt!

A 111 Richtung Hamburg

Nunja, letzten Endes ist das Ergebnis so gar nicht, wie ich es wollte. Alles insgesamt zu blass und es wirkt, wie ein Kinderbild. Aber es ist ja nur ein weiterer Versuch.

A 111 Richtung Hamburg

Die Kleine aus der Hafenbar

Die Bläserklassenkinder (aka Trötschüler *g*) haben sich gestern zum Einspielen für das Tegeler Brückenfest in der Hafenbar unter den Seeterrasen getroffen. Dort begenete mir diese junge Lady:

Relief in der Tegeler Hafenbar

Ich fand das Relief irgendwie niedlich und habe es rasch verewigt (wenn auch unscharf). Eben ging ich mit Netbook (auf dem das Foto zu sehen war) und Aquarellmalsachen in den Garten. Kaum hatte ich mit dem Malen begonnen, fing es an zu regnen, also musste ich drin weitermalen.

Die Kleine aus der Hafenbar. Von Petra A. Bauer. 5.7.2010

Für den ersten Versuch finde ich es gar nicht so übel, wenn auch mein Mädel dieses Kindchenschema nicht mehr hat und deshalb älter wirkt. Ich habe aber auch nichts vorgezeichnet, sondern direkt mit dem Pinsel gestartet.

Quer geflötet

Nein, kein Vuvuzela-Meckereintrag. Ich mag die sogar. Am Rande kommen sie sogar vor, aber die Hauptrolle spielt heute die Querflöte.

Üben

Kind 4 spielt seit einem Jahr im Rahmen eines Bläserklassen-Projekts Querflöte. Bläserklase bedeutet: Die Schüler in ihrer Klasse hatten am Anfang der 7. die Gelegenheit alle Blasinstrumente kennenzulernen, konnten sich dann für eines entscheiden und haben seither mehrere Stunden pro Woche Einzel- uns Gruppenunterricht. Dafür, dass die Kinder vorher alle noch nie so ein Instrument gespielt hatten, gab es ziemlich schnell vorzeigbare Ergebnisse. Und jetzt, nach einem Dreivierteljahr, macht es richtig was her.

Im Rahmen des Schulsommerfests am Samstag (vorher gab es in der Schulmensa Public Viewing, sonst hätten wir den sensationellen 4:0 Sieg der Deutschen über Argentinien verpasst, und das geht ja nun gar nicht *g*) und beim Tegeler Brückenfest am Sonntag (gestern) konnten sie zeigen, was sie alles gelernt haben - und das ist wirklich eine Menge.

Eines der Lieder führten sie auch mit Vuvuzelas auf, die in den Taktpausen die Leute mit TrötTröt zum Schmunzeln brachten (in den Vuvus wurde auch hinterher Geld gesammelt, das kam gut an).

Gestern war ich auch beim Einspielen dabei und habe auf eienr Galerie hinter den Kindern mit einem kleinen Moleskine und dünen Copics gesessen.
Da es schnell gehen musste, sind die Skizzen proportional ziemlich verunglückt.

Vivi Juli

Deshalb musste Kind 4 mir heute nochmal Modell stehen, was sie sogar sehr gerne tat und gleich dabei übte ;-)

Ich habe mit 0,3 Copicstift vorskizziert und bin dann in den Garten gewandert um dem Ganzen mit Aquarellstiften Atmosphäre zu geben. Ich finde ja, das außenrum was fehlt, aber ich hatte ein bischen Angst, dem BIld zuviel zuzumuten. Auf Deutsch: Ich wollte es nicht versauen ;-)

Rumprobieren geht über Studieren. Tröööt!

Malen im Garten


Flattr this

Speedlinking - Fix verknüpft am 21. Juni 2010

Interessantes aus dem Netz gefischt.

° Ich missbrauche das Lesen zum Einschlafen.
Videointerview mit Moderator Dieter Moor, der zu seinem Leseverhalten befragt wurde.

° Weil es so schön war ...
Die Rede von Prinz Daniel, aka Daniel Westling, beim Bankett anlässlich seiner Hochzeit mit Kronprinzessin Victoria von Schweden (teils englisch, teils schwedisch).

° 50 Quadratmeter Wohnraum clever ausgenutzt
Wie man ein winziges Apartment zu einem Wohnraumwunder für Eltern mit Kind machen kann.

° Das iPhone-Book
Süße idee: Das iPhone kann interaktive Bilderbücher zaubern (Video).

° Best of Graphic Novels
Viele Verlage haben inzwischen erkannt, dass sich Graphic Novels immer größerer Beliebtheit erfreuen. Hier einige Beispiele.


Flattr this

Und zum Schluss Augenzwinkern zur WM:

(Wer den Cup gewinnt ist scheißegal - nur Italien nicht!)

Wir sind Mond

Ein bisschen um die Ecke denken muss man bei der Überschrift meiner heutigen Kolumne in der Berliner Zeitung schon. Der ursprüngliche Titel Walking oin the Moon erinnerte zu sehr an Police und würde damit in eine falsche musikalische Richtung weisen.

Aber ihr seid ja clever und ahnt worum es geht, oder?

Die Auflösung findet ihr hier.


Flattr this

Plätscher

Jetzt wollte ich endlich die Gartenpumpe anschließen - wieder nix.

Im letzten Jahr bin ich fast verzweifelt, weil meine doofe Pumpe ewig getropft hat und deshalb alle paar Sekunden wieder angesprungen ist. Ich musste dann immer den Stecker ziehen. Suboptimal, v.a. wo ich in diesem Jahr endlich meinen Bewässerungscomputer anschließen wollte.

Mein freundlicher Sanitär-Män hatte mir ein neues Gewinde spendiert, ich hab Teflonband drumgetüdelt - alles prima an der Stelle. Dafür trieft es jetzt an der Abnahmestelle, quasi hinterm Wasserhahn, innen an der Mauer :-(
Dafür habe ich nun 20 Minuten kopfüber im Brunnen gehangen und K1 hat sich auch tapfer dran versucht.

Der angenehme Nebeneffekt jedoch: Um die Pumpe in Gang zu setzen musste ich erstmal das Hauptkabel wieder ans Stromnetz stöpseln. Und als ich da so fluchend rumstand, hörte ich plötzlich leises Plätschern: Der Bach!

Juchhu, Aussitzen ist DOCH die Methode der Wahl! Denn im letzten Jahr muss an der Bachlaufpumpe etwas verstopft gewesen sein, und so habe ich mir seit Wochen überlegt, dass ich mir ja mal vornehmen könnte, die Pumope irgendwie aus dem Waser zu holen und zu säubern. Äh, ja.

Muss ich nun ja nicht mehr :-)

Aber den Bach von überzähligem Schilf befreien, das ist nun wohl doch dran.


Flattr this

Ich zock euch ab!

Heute ist wieder writingwoman-Kolumnenzeit in der Berliner Zeitung.

Und heute habe ich eine Geschäftsidee, die mich mächtig reich machen wird ;-)

Übrigens: Meine Kolumnen erscheinen alle 14 Tage montags in der Berliner Zeitung, es sei denn, der Montag ist ein Feiertag. Die nächste kommt also am 21. Juni.

Bloggen geht grad nicht richtig

Ihr Lieben, mein Arbeitsrechner hat sich umgebracht.

Daten sind bereits gerettet, aber der neue Rechner findet erst morgen Nachmittag seinen Weg in meine Handtasche (diesmal gibt es ein schnuddeliges, kleines Netbook).

Da zum Bloggen mehr gehört, als ein paar Worte - zumindest hinter den Kulissen - muss ich an mein ganzes Zeug erst wieder rankommen. Auf dem Kinderrechner, an dem ich gerade sitze, ist nämlich nichts, was da hilfreich wäre ;-)

So kann es gehen, aber es ist ja nicht mehr für lange…

Flattr - jetzt auch bei mir!

Micropayment ist ja schon lange ein Thema in der Blogosphäre. Inhalte mit Kleinstbeiträgen zu unterstützen, dient nicht zuletzt auch der Qualitätssicherung der Blogbeiträge.

Den Schweden ist dazu etwas Sinnvolles eingefallen, das auf den Namen Flattr hört.
to flatter ist die englische Vokabel für schmeicheln, es steht aber auch Flatrate in der Wortschöpfung.

Indem auf den Flattr-Button klickt (bei mir in der rechten Sidebar und unter jedem neuen Blogpostig - auch drüben bei der Bauerngartenfee), schmeichelt man quasi demjenigen, der den Content geschrieben / gedreht / fotografiert hat. Ergo wird qualitativ hochwertiger Content für den Autor im doppelten Sinn des Wortes wertvol. Um weiterhin genügend Wertschätzung (und damit Geldeinnahmen) zu erhalten, muss er dafür sorgen, dass auch weitere Beiträge einen hohen Nutzen für die Flattr-User hat.

Damit man was zum Schmeicheln hat, lädt man zuvor ein wenig Geld auf sein (ggf. zu erstellendes Paypal-Konto). Dann kann man sich überlegen, was einem die Sache pro Monat wert sein könnte. Zum Antesten, habe ich mich für die 2 €-Variante entschieden.

Dann läuft es folgendermaßen: Ich klicke bei Blog A auf den Flattr-Button, weil mir beispielsweise ein Beitrag zu Köhlers Rücktritt besonders gut gefallen hat. Dieser Klick würde dem Blogger A jetzt auch 2 € einbringen. Klicke ich jetzt noch auf einen taz-Artikel, teile ich die 2 € zwischen den beiden Seiten auf. Das kann vermutlich jeder selbst ausrechnen. Kommt Blogposting C und Video D dazu, bleiben für jeden in diesem Monat - na? - 50 Cent hängen.

Kurz: Der gewünschte monatliche Betrag wird unter der Anzahl der Schmeichel-Klicks aufgeteilt. Ganz simpel.

Und bevor man den ersten Flattr-Button im eigenen Blog einbauen kann, muss man erst einmal bei einem anderen Beitrag auf den Flattr-Button klicken. Und dann kann es losgehen. Auf der Flattr-Seite unter Submit Thing die Angaben für das jeweilige Posting machen, einen Button aussuchen und den Code einfügen. Feddisch!

Ich flattre ja erst seit heute, aber der Spreeblick hat schon erste Erfahrungen.

Klingt interessant?


Eurovision Song Contest 2010

Ich hab nicht live gebloggt, weil ich mit Livetwittern beschäftigt war. Ich habe es noch NIE erlebt, dass meine ganze Timeline nur ein einziges Thema hatte: #ESC

NOCH ist es nicht entschieden, aber Lena ist derzeit auf Platz eins.

Das letzte Mal, das ich den ganzen (damals noch) Grand Prix verfolgt hatte, hat Deutschland gewonnen. Vielleicht ist das ja ein gutes Omen? ;-)

Ich drücke weiterhin die Daumen, auch wenn wir jetzt wieder weniger Punkte bekommen haben. Von Griechenland, ähem.

Mein ESC-Senf bei Twitter

Wie auch immer, es wre ein super Erfolg für Lena, selbst wenn es nicht der erste Platz wäre.

Jetzt wieder 12 Punkte von Dänemark. Es wird spannend :-)

Melde mich gleich wieder.

----

Lena ist so locker und freakig, ich glaube nicht, dass das gespielt ist. Ich hoffe, sie bleibt so, denn wenn DAS jetzt kein Grund ist völlig abzuheben, was eigentlich dann?

Es sieht nicht mehr so aus, als könnte sie das noch verlieren. Ich hoffe. Wieder 12 Punkte für Deutschland, diesmal aus Belgien.

Achja, und Raab, der kann sich darauf ja auch schon einen ... also, ist klar, was ich meine, gell? ;-)

-----

Ich finde es übrigens sehr schön, dass es nach der WM 2006 wieder was gibt, wo sich so viele gemeinsam freuen. Wird ja in Südafrika schwierig werden.

---

12 Punkte aus der Schweiz, 10 von Belgien. Das kann doch gar nicht mehr gefährlich werden, oder?

---

Huch schon 00:04? Also, Lena MeyerLandrut hat gewonnen und ich bin schuld, weil ich die ganze Zeit zugeschaut habe, wie damals, als Ein bisschen Frieden gewann.
Damals habe ich mit meinen Schulkameraden geschaut, das war auch sowas wie Live-Twittern *ggg*

YEEEAH!

Ist es blöd, dass ich mich über sowas so freue? Nee, oder? Ich weiß ja, dass ich damit nicht allein bin. So ein bisschen Freu-Flashmob muss einfach mal sein :-)))

Ist das nun nächstes Jahr in Berlin? Karten kaufen!

----

0:11 Uhr: Lena, herzlichen Glückwunsch!!! Bleib, wie du bist! Und Glückwunsch auch an Stefan Raab und das ganze Team.

Hihi der Alex Rybak ist ja raffiniert. Hat sich nen Kuss gelaut, der Kleene. Und Lena ist völlig fertig. “This ist not real!” Oh, doch.

---

00:18 Uhr, SIngen fällt ihr jetzt schwer. Ein bisschen wie betrunken sein ist das, gell?

“Ihr seid verrückt, ihr seid verrückt, oh mein Gott, ich dreh durch!” Jetz tkann sie auch kein Englsch mehr und “quatscht einfach nochmal’n bisschen” Göttlich!

So, Jungs von der Nationalmannschaft, jetzt will ich in Südafrika aber was sehen, was sich lohnt! Kann ja nicht sein, dass Lena das einzige Highlight im Jahr 2010 ist!



Empfehlung: Das Oslog

Beim Eurovision Song Contest, formerly known as Grand Prix Eurovision de la Chanson oder so, ist ja in diesem Jahr alles anders. Es gibt wieder eine Jury und "wir" (also Deutschland, beim Fußball und ESC ist es ja immer WIR) haben nach längerer Zeit mal wieder so etwas wie eine Chance auf vordere Plätze (nein, ich sag jetzt nicht Sieg, sonst sind wir nur enttäuscht, wenn es nicht klappt).

Und weil alles so anderes ist, gibt es dazu in diesem Jahr auch ein wunderbares Blog, das ich euch längst schon mal vorstellen wollte: Das Oslog.

Stefan Niggemeier und Lukas Heinser vom BILDblog (für diejenigen, die es nicht wissen, das ist ein Watchblog, die schreiben nicht für die BILD) fabrizieren Hintergrundberichte und drehen Videos zum Eurovision Song Contest in Oslo.

Sehr niedlich heute das Interview mit Lena (und Hape Kerkeling):

Und jetzt muss ich mal gestehen, dass ich Unser Star für Oslo gar nicht gesehen habe. Aus dem einfachen Grund, dass in unserer Familie ein Castingshow-Streik ausgebrochen war, so nach dem Motto: Das jetzt AUCH noch? Och nööööö… Ich steh ja auf sowas, aber ich wollte mich hier nicht unbeliebt machen. Hatte nur kurz vor Schluss mal reingezappt und Lena ist mir direkt aufgefallen. Ich liebe diese Art zu singen und ganz besonders diesen leicht “dreckigen” Akzent. Außerdem bietet Lena Meyer-Landrut mit ihrer erfrischend unverkrampften Art echten Unterhaltungswert in der ansonsten doch ziemlich drögen deutschen Unterhaltungs-TV-Welt, die doch immer nur um sich selbst kreist.

Und noch was: Seit Stefan Raab auf den Kopf gefallen ist, kommt er nicht mehr so arrogant rüber. Ich finde, er ist menschenfreundlicher geworden. Ich meine das ernst, denn ich fand ihn vorher gelegentlich unerträglich und jetzt nicht mehr. Unbestritten war allerdings auch für mich schon immer, dass er ein prima Musiker ist und ein gutes Händchen für Hits hat.

Morgen ist es also so weit und bis dahin, konnt ihr noch eifrig im Oslog stöbern! Da erfahrt ihr zum Beispiel auch, wie die Wetten stehen.

Zur Einstimmung nochmal das fluffig-witzige Satellite zum Anschauen und Mitsummen:

Viel Spaß und verletzt eure Daumen nicht beim Drücken!


Ein Buch, das mich an einen Ort erinnert

Am 8. Tag der 31 Bücherfragentage geht es also um ein Buch, das mich an einen Ort erinnert.

Im Prinzip erinnern mich alle Regionalkrimis an einen Ort, sofern sie dort spielen, wo ich schon mal war.
Bei Mankells Krimis bin ich sogar direkt mal in Ysatd auf Kurt Wallanders Spuren gewandelt, bzw. mit einem alten Feuerwehrauto gefahren. Die Fotos sind offenbar leider nicht geflickrt (das war schon 2004), sonst hätte ich euch mal das Haus in der Mariagatan gezeigt, wo Kurt Wallander wohnt.

Dasselbe bei Stieg Larssons Millennium-Trilogie Verblendung / Verdammnis / Vergebung. Diesen Spuren bin ich im März in Stockholm gefolgt.
Micke Blomkvist wohnt beispielsweise in der Bellmannsgatan 1 in Södermalm:

Die ganze Etage oberhalb des Geländers ist seine.

Die Tour folgt den Filmschauplätzen, die sich wiederum eng an die Romanvorlagen halten.

Die Millennium-Redaktion ist hier in der Götgatan in der zweiten Etage (über Greenpeace):

In der Fiskargatan (ebenfalls in Södermalm, wie das gesamte Setting) waren wir auch.

Dort ist die riesige Wohnung, die Lisbeth Salander über einen Strohmann gekauft hat:

Von dort hat man einen fantastischen Ausblick über Stockholm:

Und auf dem Weg hinunter haben wir sogar eine “Wasp” entdeckt:

Hier kann man die Orte der Millennium-Tour auch nochmal sehen (mit Karte). Buchen kann man die Tour im Stadsmuseum.

Lustig, dabei war das erste Buch, das mir zu der Frage einfiel Öland von Johan Theorin. Ja, auch ein Schwede, und ja, auch auf Öland waren wir schon ;-)

Vielleicht hätte mich ein anderes Buch einfach an den Ort erinnern sollen, an dem ich es gelesen habe. Aber die Frage war ja sehr offen gestellt, also habe ich mich für die “Auf den Spuren von .."-Variante entschieden.



Tillicus Glossicus Metallicus

Till Burgwächter war in der Stadt! Der Musikjournalist (u.a. für den Metal Hammer)und Autor von satirischen Werken wie JGTHM (Juhr Gait Tu Hewi Mettäl), Schmerztöter und Die Wahrheit!!! ... über Wacken, hat ein neues Opus vorgelegt: Tillicus Glossicus Metallicus.

Die Veröffentlichung dieser CD feierte er mit einer Lesereise. Die Station in Berlin hieß theARTer und ist eine wirklich ungewöhnliche Location in Lichtenberg, die seit zwei Jahren besteht und von einem sehr engagierten Pärchen geleitet wird. Ich habe mich dort äußerst wohl gefühlt (Hingeh-Empfehlung!)

Till kenne ich bereits seit rund zehn Jahren. Ich habe ihn bei seiner allerersten Lesung kennengelernt, was kurz vor meiner ersten Lesung war, und wir lagen direkt auf einer Wellenlänge.

Zu Tillicus Glossicus Metallicus sagte er, dass es diesmal ein Hörbuch sei, weil Metaller ja gerne mal etwas lesefaul seien und er bei jedem seiner Bücher gefrat wurde, ob es das auch auf CD gebe.
Als er nun ankündigte, diesmal gleich eine CD zu machen, lautete die erste Mail, die er dazu erhielt: “Gibt’s das auch als Buch?” Was ihn dazu veranlasste, der CD ein ausführliches Booklet beizulegen, in dem alle Texte auch abgedruckt sind.

So kann es gehen.

Im übrigen kann ich euch beruhigen: Auch wenn sich die meisten Texte um Heavy Metal drehen - man muss kein Metal-Fan sein um herzhaft darüber lachen zu können. Wenn Till beispielsweise die hygienischen Verhältnisse auf dem Open Air Festival in Wacken beschreibt, können sich das auch Tokio-Hotel-Fans vorstellen. Ich höre auch eher bloß zufällig hin und wieder Metal, habe mich aber den ganzen Abend über köstlich amüsiert, wie eigentlich alle Zuhörer im theARTer. Jedenfalls habe ich zuvor noch niemals “Zugabe!"-Rufe bei einer Lesung erlebt.

Tipp:

Im Herbst kommt Till Burgwächter mit Read ‘em all wieder ins theARTer. Read ‘em all, das sind:
Till Burgwächter
Axel Klingenberg (Herausgeber des Buchmagazins The Punchliner.
Frank Schäfer (Titanic-Autor)

Das werde ich mir nicht entgehen lassen und sobald ich den genauen Termin weiß, gebe ich ihn hier bekannt.



theARTer-Galerie. Teil des Bühnenbildes

Wenn der weiße Flieder wieder blüht

Grafik ... dann weiß ich normalerweise, dass der Frühling da ist.

Weißer Flieder, Syringa vulgaris alba, Ölbaumgewächs, mag keine sauren Böden.

In diesem Jahr funktioniert das leider nicht. Es ist zwar schwül hier in Berlin, aber der wenige Sonnenschein wechselt sich mit grauen Wolken und Regen ab.
Also genieße ich den Fliederduft eben bei Nordseewetter (grau und windig).


2. Liga - na und?

Was ein echter Fan ist, der hält auch nach dem Abstieg zu Hertha :-)

Kind 3 hat das Schild ins Fenster gehängt, als der Abstieg im Prinzip klar war. Tapfer.
Und überhaupt: Ist ja nur für eine Saison.

Ein Buch, das mich an jemanden erinnert

Heute beantworte ich mal mehrere Fragen des Stöckchens 31 Tage - 31 Bücher, weil ich ein wenig damit ins Hintertreffen geraten bin. Die 7. Frage (naja, Frage ist eigentlich nicht die richtige Bezeichnung) lautet: Ein Buch, das dich an jemanden erinnert.

Da habe ich eine ganze Weile nachgedacht. Und bin zu dem Schluss gekommen, dass das einzige Buch, das mich wirklich an jemanden erinnert, von mir geschrieben wurde ;-)
Sorry, aber so isses. Das ist auch ein Buchtitel, aber das meine ich nicht, sondern den Kappe-Krimi Unschuldsengel.

Die Hauptfigur trägt nämlich ganz deutliche Züge meiner Omi. Ich habe viele Sprüche und Begebenheiten in den Text eingearbeitet., die ich aus ihren Erzählungen kannte. Mangels Kindergartenplatz (weil ich zu den geburtenstarken Jahrgängen vor dem Pillenknick gehörte), habe ich einige Jahre täglich in ihrer Obhut verbracht, und hatte somit ausgiebig Gelegenheit, Dinge aus ihrer Jugend zu erfahren.  Sie ist auch tatsächlich in “Bückchen” in der Lausitz aufgewachsen und hat etwa im selben Alter, wie mein Protagonistin Mina Kowalewski “nach Berlin gemacht”. Deren weiteres Schicksal blieb ihr jedoch erspart.


Ein Buch, das ich nur einmal lesen kann

An Tag 6 der 31 Tage - 31 Bücher-Fragen, steht: Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal ob du es hasst oder nicht).

Ich glaube, so ein Buch gibt es bei mir nicht. Wenn mir ein Buch nicht sonderlich gefällt, lese ich es vielleicht nicht zu Ende und dann wohl auch kein zweites Mal, aber eine Regel ableiten, was für ein Buch das sein sollte, kann ich nicht.

Es mag Leute geben, die Krimis nicht zweimal lesen können, weil die Spannung dann weg ist. Ich habe da aber einen enormen “Vorteil”: Ich bin grauenvoll vergesslich! Manchmal weiß ich nicht mal, was ich anhabe, wenn ich nicht nach unten schaue ;-) Also vergesse ich meist auch, wer in einem Krimi der Mörder war und kann das Buch noch einmal lesen. Meist nur “könnte”, wegen der fehlenden Zeit, das hatten wir ja schon.

Apropos vergesslich: Ich habe sogar mal ein ganzes Buch zum zweiten Mal gelesen, und erst, als ich etwa drei Viertel hinter mir hatte, dachte ich, hm, das kommt mir aber irgendwie bekannt vor. Tja, das Buch stand bereits in meinem Regal und ich hatte es auch gelesen. Das wiederum sprach nicht unbedingt für dieses Buch…

Überraschungspost

Neulich bekam ich Post. Und zwar welche, mit der ich nicht gerechnet hatte. Das scheint langsam zur Gewohnheit zu werden ;-) Diesmal handelte es sich jedoch um einen Brief.

Und zwar um einen wattierten Umschlag, der so leicht war, dass ich ihn erstmal gegen das Licht hielt um zu schauen, ob überhaupt etwas drin war. Es war. Ein Brief nämlich. Ein alter Brief. Mit Züricher Poststempel vom 16.04.1980, geöffnet und eindeutig nicht an mich adressiert:

Ratlosigkeit machte sich breit.

Da der Brief bereits offen war, dachte ich, was soll’s schau ich halt rein, schließlich wurde er mir ja geschickt.

Und ich las:

D.h., erst las ich nicht, sondern überflog. Das einzige, das bei mir hängen blieb war “Felicitas” und den Namen kenne ich nur aus einem Zusammenhang: Nachdem wir das Aufgebot bestellt hatten, hatte sich eine “Felicitas-Beraterin” eingefunden, die uns mit allen möglichen Proben und Umsonst-Zeitungsabos versorgte. Aber das war 1988. Und ergab überhaupt keinen Sinn.

Also sah ich mir den wattierten Umschlag nochmal an: Ein Stempel war drauf: 66letters.net. Und Mit Kuli stand darunter 34/66.

Aha, das hatte also Methode.

Ich surfte 66letters.net an. Und stellte fest, dass dahinter das Geheimnis lag: 66 Menschen hatten diese ominösen Breifumschläge bekommen, die offenbar ein Puzzle ergaben. Genauer gesagt, handelt es sich um ein gigantisches Logical. Damit kenne ich mich aus; schließlich habe ich solche Rätsel selbst mal ersonnen.

Fragt sich zwar noch, wann ich die Zeit dafür erübrigen soll, aber ich finde das sehr spannend!

Was steckt dahinter?

Mittlerweile ist der Hintergrund gelüftet - es steckt nämlich Bastei Lübbe dahinter. Ich zitiere mal aus dem Newsletter, den ich heute erhielt:

Alptraum ohne Erwachen: Wohin führt die Spur der mysteriösen Briefe?

Wir schreiben das Jahr 1980. Ein Sanatorium, irgendwo in der Schweiz. Abgeschottet von der Außenwelt und vorbei an der Klinikleitung, beginnt eine Frau einen geheimen Briefwechsel mit einer Freundin. Die Frau ist offenbar schwer traumatisiert. Ihre Zeilen lassen vermuten, dass ihr etwas Furchtbares wiederfahren ist. Etwas, das mit ihrer Tochter zu tun hat. Niemand schenkt ihr Glauben, aber sie ist fest entschlossen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und Licht ins Dunkel zu bringen.

30 Jahre später tauchen die mysteriösen Briefe aus der Vergangenheit plötzlich auf, ganz real, und stellen die Empfänger vor immer neue Rätsel. Wer ist die Frau, die ihre Briefe lediglich mit dem Kürzel “C” unterschreibt? Was ist ihr Schreckliches passiert? Und wohin führt die Fährte der “66 Letters”?

“66 Letters” ist ein Alternate Reality Game (ARG), das die Vorgeschichte zu “Das alte Kind” von Zoë Beck erzählt, einem Psychothriller der Ende Mai bei Bastei Lübbe erscheint. Lassen Sie sich bereits vor der Veröffentlichung in die Welt dieses spannenden Romans hineinziehen.

Alle sind also aufgefordert, dabei mitzuraten.

Ich finde das eine wirklich gute Marketing-Idee, und nun ist mir auch klar, weshalb ich einen der Briefe erhielt :-)

Drüben bei der Bauerngartenfee - Erste Maihälfte

Für alle, die Gartenarbeit lieben, habe ich ja noch ein anderes Blog. Und das war im Mai bisher dort los:

Unboxing Überraschungspaket

Neulich kam der Paketbote. Nicht, dass das ungewöhnlich wäre - ich kenne meine Hermes-, UPS- und DHL-Boten inzwischen ziemlich gut, da die hier alle paar Tage aufschlagen. Doch diesmal kam ein Päckchen, das ich gar nicht bestellt / erwartet hatte. Und Geburtstag hatte ich auch nicht.

Hausgarten.net stand drauf. Verwirrung wurde größer.



Also öffnete ich das Päckchen.

Im Innern lauter Dinge, die ich gut für den Garten gebrauchen kann:

Der Hintergrund ist, dass Hausgarten.net sein neues Unterforum zum Thema Biogarten promoten möchte. Zur Eröffnung haben daher einige Gartenblogger dieses Päckchen erhalten. Ziel ist es, im Forum Anleitungen und Erfahrungen zum biologischen Gärtnern zu sammeln, sodass eine Art Biogarten-Lexikon entsteht.

Biologisch ist ja genau mein Thema und daher freut mich das besonders, vielen Dank! Die Beiträge im Biogartenforum sind bisher noch übersichtlich, aber das wird sich sicher bald ändern.

Das Forum ist übrigens kostenlos und alle Features können im vollem Umfang genutzt werden. Um das Biogartenforum ohne direkten Link zu finden, brauchte ich allerdings estmal eine Brille: Auf der Startseite auf “Community” klicken, im Dropdown auf “Gartenpflege”. Unter “Gartenpflege allgemein” steht dann etwas kleiner Unterforen: Biogarten, Gartenarbeit.
Vielleicht hätte das Biogartenforum einen etwas prominenteren Platz verdient, nur mal so als Idee, wo doch schon so nett dafür geworben wurde.

Die bisherigen Beiträge enthalten Wissen aus der Praxis, auch von Fehlschlägen wird berichtet, doch auch daraus kann man lernen. Alles in allem scheint mir da eine nützliche Anlaufstelle entstanden zu sein.

Und jetzt werde ich mal die Schneckenfalle aufbauen gehen. Von gestern Nacht bis heute mittag hat es einen Dauerwolkenbruch gegeben und erfahrungsgemäß vermehren “unsere” Schnecken sich dann immer explosionsartig ...

Brennesseljauche ansetzen

Heute habe ich Brennesseljauche angesetzt. Verdünnt auf 1:10 (bzw. 1:20, bei konzentriertem Ansatz) ist das so ziemlich der wichtigste Dünger im biologischen Garten. Damit habe ich schon Mega-Gemüse hinbekommen, aber auch zur Stärkung von Pflanzen ist sie (in noch stärkerer Verdünnung) gut geeignet.

Wenn die Jauche fertig ist, zeige ich euch, wie man weiter damit verfährt.



Die Internet-Sheriffs

Meine heutige Kolumne in der Berliner Zeitung handelt von der Berliner Internetwache, bzw. von zwei höchst unterhaltsamen Telefongesprächen, die ich mit einem der Beamten dort geführt habe.

Die Redaktion gab dem Beitrag den Titel Die Polizei macht glücklich, was ich so generalisierend nun nicht unbedingt geschrieben hätte ;-) Zumindest aber hatte das Ganze meinen Tag versüßt.
Auf 3.000 Zeichen konnte ich nicht alles unterbringen, aber wenn es öfter Menschen gäbe, die so prompt und freundlich reagieren, wären wir alle mit unserer Dienstleistungsgesellschaft definitiv zufriedener.
Überdies war es mir ein Anliegen, die Tatsache, dass man Verlustmeldungen, Anzeigen, etc. auch bequem online erledigen kann, einem breiteren Publikum bekannt zu machen.

Rapsfelder

GrafikBei meiner Wendland-Tour konnte ich auch ausgiebig das wunderbare Gelb der Rapsfelder genießen.

Wie man sieht, war das Wetter auch nicht gerade das allerbeste dort, aber das tat der Sache keinen Abbruch.

Bitte jetzt das Summen der Hummeln dazudenken ...

Raps (Brassica napus) wird schon seit vielen Jahrhunderten angebaut. Ich erinnere mich an die Zillionen von Rapskäfern, die uns in den 70er Jahren beim Urlaub an der Ostsee (Hohwacht) heimgesucht hatten. Überall wurden gelbe Handtücher ausgelegt, um die Käfer vom eigenen Körper abzulenken. Klebrig von Sonnencreme, sah man nämlich sonst rasch aus, wie schwarz paniert ;-)

Im Wendland

GrafikEin alter Stall in Proitze.

Alle Jahre wieder treffe ich mich mit den Mädels vom Texttreff auf dem Seminarhof Proitzer Mühle im niedersächsischen Wendland. Abgesehen von inspirierenden Workshops, tollen Gesprächen, Networking und Spaßhabing ;-) kann man wunderbar durch die Pampa streunen und den Fotoapparat spazieren führen. Und genau das habe ich am letzten Wochenende getan. Weitere Fotos folgen.

Einige Zeit vorher habe ich mitten in Berlin übrigens ein Magazin über das Wendland entdeckt. Lesens- und anschauenswert!

Drüben im Autorenblog - Woche 19-2010

Die KW 19 war eine fleißige Blogwoche nebenan im Autorenblog - sage und schreibe 13 Einträge! Daher bin ich auch nicht dazu gekommen hier etwas Neues zu produzieren. Vielleicht hat ja jemand Lust mal drüben zu schauen.


Ein Buch, das ich immer wieder lesen könnte

Langsam werden die 31 Tage - 31 Bücher zur Herausforderung. Am fünften Tag steht da nämlich: Ein Buch, das du immer wieder lesen könntest.

Puh.
Also natürlich meine Lieblingsbücher. Sonst wären es ja nicht meine liebsten Bücher. Aber die lese ich auch nur alle sieben Pfingsten, denn die Welt ist voller neuer Bücher, und da komme ich schon nicht dazu alle, die ich gerne lesen würde, auch nur ein einziges Mal zu lesen.

Früher war mir das aber nicht so klar (vor allem nicht, dass die Lebenslesezeit ja doch begrenzt ist), und da hatte ich tatsächlich ein Buch, das ich öfter gelesen habe. Achtung, jetzt oute ich mich: Ich war vor 20 Jahren nämlich Evelyn Sanders-Fan. Als die Kinder klein waren, habe ich natürlich diese ganzen “heiteren Familienromane” von Freundinnen weitergereicht bekommen. So z.B. Theresa Blomingdales Zehn paar Socken auf der Leine, Erma Bombecks Pudding-Klassiker und Evelyn Sanders’ Mit Fünfen ist man kinderreich, mit dem sie groß rauskam. Das war es aber gar nicht, was ich öfter gelesen habe, sondern: Das hätt ich vorher wissen müssen.

In dem Buch geht es nämlich darum, wie sie Autorin (in Deutschland übrigens, trotz des englisch anmutenden Pseudonyms) wurde. Vielleicht hätte ich ihre Warnungen ernst nehmen sollen, denn inzwischen kenne ich Buchmarkt, Verlagsbetrieb, Lesungspannen ja auch ;-) Nein, wirklich, ich fand den Blick hinter die Kulissen sehr spannend, und da das damals schon lange mein Berufswunsch war, habe ich alle Jahre wieder mal drin gelesen.

Letztlich ist der Sprung von diesem Buch zum Ratgebersegment nicht allzu weit (wenn ich das mal großzügig auslegen darf) und Ratgeber habe ich nun etliche, die ich immer wieder lese, auch heute noch, aber meist punktuell. Ich will euch hier aber mit keiner Liste langweilen, sondern bleibe beim Autoren-Thema. Mein Lieblings-Schreibratgeber ist von Stephen King: Das Leben und das Schreiben. Und zwar gerade deshalb, weil das kein schnöder Schreibratgeber ist, mit Übungen, wie mache ich dies und jenes, sondern weil S.K. wunderbare Einblicke in sein (Schreib-)Leben gewährt. Und dass jemand, dessen Kindermädchen sich pupsend auf sein Gesicht gesetzt hatte, solchen wilden Horrorstories schreibt, wundert mich nicht wirklich. Eigentlich müsste ich das Buch mal wieder lesen ...

Ich bin mal nebenan - beim Bücherwahnsinn

Alexandra vom Bücherwahnsinn hat vor einiger Zeit das Projekt Ich frage - Autoren antworten ins Leben gerufen. Dabei stellt sie immer drei Autoren dieselbe Frage und stellt die Antworten dazu online.

Kürzlich hatte sie Arno Strobel, Nicole Rensmann und mir die Frage gestellt, ob schon einmal ein Buch von uns verfilmt wurde.

Die Antworten dazu findet ihr hier.

Mein Hassbuch

In dem 31 Tage - 31 Bücher-Stöckchen wird heute nach meinem Hassbuch gefragt.

Da gibt es nur ein Problem: Ich kann keine Bücher hassen.

Zu manchen finde ich vielleicht keinen Zugang - das mag an mir liegen.

Manche mögen grottig geschrieben sein, aber dafür kann das arme Buch doch nichts.

Außerdem kann ein solches Buch noch wunderbar als schlechtes Beispiel dienen und aus schlechten Büchern kann man mitunter mehr lernen als aus Meisterwerken. Zum Beispiel, weil sich Meisterwerke gern der Analyse entziehen. Denn immer, wenn ich herausfinden will, was es ist, das ein Buch so hervorragend macht, bin ich ruckzuck wieder gefesselt von Text und vergesse, dass ich den eigentlich auseinandernehmen wollte. Magisch, geradezu.

Ich schweife ab, aber ich bin auch noch nicht richtig wach.

Also: Kein Hassbuch. Nur manche Bücher tun mir echt leid.

The Prophecy - Die Prophezeiung

Gestern habe ich die Langenscheidt-Vorschau für den Herbst bekommen. Und zwar eine eigenständige Vorschau für das gesamte Kinder- und Jugendlektürenprogramm. Einiges ist von mir darin, auch eine ganze Seite für das Fantasybuch:

(Hier ist der linke Teil der Doppelseite abgebildet, daher die leicht seltsame Überschrift)


Erscheint im September 2010.

Hier klicken um das Bild zu vergrößern

The Prophecy - Die Prophezeiung

Langenscheidt gibt sich wirklich mächtig Mühe, um die Lernlektüren aus der Wörterbuch-Ecke herauszuholen. Cover-Relaunch, verstärkter Werbeschwerpunkt. Leider haben einige Buchhändler das noch nicht bemerkt. Bisher habe ich die auch die neu gestalteten Bücher noch bei den Dictionaries gefunden. Schade..

Buch zu verschenken - Murp!

Keine Lust auf eBay, keine Lust auf Bookcrossing momentan. Bücher wegwerfen geht gleich gar nicht. Mein SUB (Stapel ungelesener Bücher) ist aber genau das: Ein Stapel. Weil kein Platz mehr im Regal ist.

Also muss ich mich von einigen trennen. Schweren Herzens. Ich nehme die, die ich mochte, von denen ich mir aber sicher bin, dass ich sie kein zweites Mal lesen werde, einfach, weil ich dazu gar keine Zeit habe. Zum Beispiel dieses hier:

Murp! von Oliver Uschmann.

Ein unterhaltsames Buch, in dem er beschreibt, wie sein Freund Hartmut Zettel schreibt, auf denen er Methoden vorstellt, wie man ein unperfektes Leben führt.

Was ist jetzt aber ein Murp?
Ich zitiere mal:

Unperfekte erzeugen eine Vielzahl jener Momente, die ich an dieser Stelle “Muros” nennen möchte. (...) Murps entstehen beim Neusortieren der Papiere in den Ordnern, beim Einräumen des Kleiderschranks (folgen die T-Shirts dem Prinzip bedruckt / unbedruckt, alt / neu, Marke / No-Name-Produkt oder böse / fair genäht?), oder beim Ordnen der Küchenutensilien.
(...)
Ich bitte Sie, machen Sie das! Machen sie es nicht zum Spaß oder zur Erholung, nicht an einem Sonntagnachmittag, wenn Sie ohnehin Zeit haben, sondern am besten dann, wenn Sie gerade “funktionieren müssten”. Machen Sie es, wenn Sie Termine haben, wenn der Kunde wartet (...)

Ich denke es ist klar, worauf das hinausläuft ;-)

Wer das Buch also haben möchte, schreibt mir am besten eine . Betreff: Ich möchte den Murp!
Sobald es weg ist, sage ich hier in den Kommentaren Bescheid.

Mein Lieblingsbuch

Für die dritte Frage der 31 Bücherfragen muss ich mir also mein Lieblingsbuch überlegen.

Da musste ich erstaunlicherweise gar nicht nachdenken - und das, wo ich mich doch sonst immer nicht entscheiden kann.
es ist - tadaaaa! -

Arkadien erwacht von Kai Meyer.

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und das will inzwischen etwas bei mir heißen. Früher habe ich unbefangener gelesen - heute lasse ich mich eher abschrecken, also haben Bücher es schwer.

Die Protagonistin Rosa Alcantara hat mich von Anfang an an Lisbeth Salander erinnert (aus Stieg Larsonns Millennium-Trilogie), und Lisbeth ist natürlich auch der absolute Hammer, weswegen die drei Romane Verblendung, Verdammnis und Vergebung zu meinen Alltime-Favourites gehören. Bei Arkadien erwacht ist schon das Setting gut gewählt. Der Roman spielt auf Sizilien und die einzelnen Schauplätze sind fantastisch in die Story eingewoben. Die Figuren sind alle sehr stark und unverwechselbar. Mir ist das sehr wichtig, denn Romane, in denen ich ständig zurückblättern muss, weil die Figuren nicht klar voneinander abgegrenzt sind, verlieren sehr an Charme und Tempo.

Ich würde gerne mehr über den ersten Arkadien-Band erzählen, aber ich glaube, bei einigen der Elemente, die mir besonders gut gefielen, besteht Spoilergefahr, also sage ich nur: Lesebefehl! :-)

Der zweite Band, Arkadien brennt, erscheint übrigens im September, und ich bin schon äußerst gespannt!

Ansonsten liebe ich aber tatsächlich die Stieg Larsson Bände und meine zweiten Alltime-Favourites sind Mankells Wallander-Krimis. Alle. Ich stehe einfach auf diesen grüblerischen, leicht depressiven Kommissar.

Und weiter überlege ich nicht, sonst zähle ich am Ende alle Bücher auf, die mir je gefallen haben - und das sind viele ...

My girl’s mad a me

Madness war am 11.5.2010 der Stadt! Ein Traum für alle, die die späten 70er und frühen 80er am liebsten für immer feiern würden.

Ursprünglich für Huxleys gebucht, war das Konzert in die C-Halle gelegt worden.

Als Vorgruppe heizte die Berliner Ska-Band Blechreiz ein. Die Jungs haben echt Rhythmus im Blut und ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass es als Ska-Musiker durchaus von Vorteil sein kann, wenn man hyperaktiv ist. So zumindest mein Eindruck, als ich sah, wie energiegeladen der Sänger (und nicht nur der!) über die Bühne tobte.

Die Musik war klar und unverwässert (ich stehe auf harte Beats) und der ganze Auftritt hat mir gut gefallen. Ich kannte die Band vorher nicht, wage sie jedoch zu empfehlen!

Aktuelle CDs von Blechreiz zu bekommen (vor Ort hatte ich nicht nachgesehen) scheint nicht so einfach zu sein, denn der Link zum ebay-Shop bringt nur einiges was uralt ist. Und bei Amazon habe ich auch nichts Brauchbares gefunden. Dabei hätte ich Those were are the days gerne gekauft. Die Blechreiz-Version des Mary Hopkins-Titels hat nämlich durchaus ihren - äh, ja - Reiz!

Hier ist eine alte Blechreiz-Those are the days-Version zu hören: Those were the days. Gestern live war aber schöner.

Ich habe auf youtube noch ein Video gefunden, in dem die Band sich vorstellt und sich außerdem ganz klar von der rechten Szene distanziert. Sehr sympathisch!

Aber ich wollte ja auch über Madness schreiben:

Die Jungs stiegen direkt mit One Step Beyond ein und hatten den Saal damit eigentlich schon im Griff. Es war schön, zu beobachten, wie die Zuschauer sich in Fans der ersten und der zweiten Generation aufteilten, denn bei den neueren Liedern (ich gestehe, ich hatte die neuere Musik der Band nicht mehr verfolgt, und damit war ich offensichtlich nicht alleine), hopsten und gröhlten eher die “Küken”.

Sobald die Klassiker gespielt wurden, waren sich aber alle einig :-)

Zum Glück haben sie auch My Girl gespielt. Das hatte ich nämlich den ganzen Tag vorher schon im Kopf. Aber auch It must be Love, House of Fun, Baggy Trousers, und Our House war dabei - also alles, was die älteren Herrschaften glücklich machte (und da will ich meinen Liebsten und mich gar nicht ausnehmen *g*).

Apropos ältere Herrschaften: Offenbar sind die Madness-Herren doch langsam in dem Alter, wo sie kürzer treten müssen, denn nach einer Stunde und fünfzehn Minuten gingen sie von der Bühne, um fünf Minuten später für eine zehnminütige Zugabe wiederzukommen - und das war es dann. Nicht mal ganz anderthalb Stunden, das war wirklich schade.

Aber die Stimmung war super und ich habe eine neue Band kennengelernt, die mir gefiel - was will der Mensch mehr?

Jemand hat das Internet gestohlen

Zumindest einige von uns haben Schwierigkeiten, ihre Seiten zu erreichen. Ganz offensichtlich liegt es an einem Server-Update der denic, wie der Tagesspiegel eben meldete.

Derweil gibt es empörtes Gezwitscher auf Twitter - das funktioniert nämlich - und Internet-Endzeit-Szenarien werden beschworen.

Ich hatte mir vor einigen Monaten schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie sehr unser Leben und unsere Arbeit sich verändern würde, wenn wir mit einem Mal das Netz nicht mehr hätten. Nix mehr mit mal eben Googlen, wenn man etwas nicht weiß. Zu Hause freiberuflich Arbeiten? No way, das wäre ohne Email nicht möglich und zurück zu Snailmail geht gar nicht, bei dem hohen Tempo, das wir mittlerweile gewöhnt sind.

Wie furchtbar das wäre, ist sehr hübsch in einer South Park Folge verbraten worden. “Someone has stolen the internet!” Was für eine Horrorvorstellung.

Anschauen lohnt sich:


Hörbuch!

An exciting Cruise / Eine abenteuerliche Kreuzfahrt - der erste Band meiner Langenscheidt Kinderkrimis - kommt im August als zweisprachiges Hörbuch heraus!

Es werden zwei Audio-CDs plus Begleitheft sein. Ich bin auf die Umsetzung äußerst gespannt, und das Cover ist ja schonmal schön:

Tag 2 - Das Buch, das ich als nächstes lesen will

Im Rahmen des Blogstöckchens 31 Tage - 31 Bücher beantworte ich heute die zweite Frage: Welches Buch willst du als nächstes lesen?

Hmmmm, schwierig, schwierig…

Ihr könnt es euch denken: Da ich Parallel-Leserin bin, gibt es natürlich auch mehrere Bücher, die ich als nächstes lesen möchte. Darunter auch welche, die mir liebe Kolleginnen geschenkt und signiert haben. Wobei mir einfällt, dass ich auch dringend Bücherpakete verschicken wollte, aber ich schweife ab…

Wieder ohne Ranking und unsortiert: 

Tag 1 - Das Buch, das ich zur Zeit lese

In vorgenanntem Blogstöckchen zum Thema Bücher (31 Tage - 31 Bücher), soll ich mich am ersten Tag darüber auslassen, welches Buch ich zur Zeit lese.

Buch? Bücher!

So wenig multitaskingfähig ich normalerweise bin, Bücher lese ich sehr oft parallel. Spitzfindige werden sagen: Echtes Multitasking gibt es sowieso nicht - alle Aufgaben werden nacheinander abgearbeitet. Recht habt ihr, aber es kommt eben vor, dass ich hier ein Stück lese, da ein Kapitel und dort ein paar Zeilen. Mitunter ist es abhängig vom Ort (im Bad liegen andere Bücher als im Schlaf- oder im Wohnzimmer), manchmal aber auch von der Stimmung oder der derzeitigen Interessenlage bzw. vom Recherchethema. Manchmal alles auf einmal.

Nun, hier also eine kurze Aufzählung der Bücher, die ich aus den unterschiedlichsten Gründen gerade am Wickel habe, völlig ohne Wertung und ohne Ranking:

31 Tage - 31 Bücher

Wo wir gerade beim Bücherwahnsinn waren: Ich habe in Alexandras Blog auch noch dieses Stöckchen eingesammelt: 31 Fragen rund um Bücher und ich werde versuchen an jedem Tag eine zu beantworten.

Tag 1Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 2Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
Tag 3Dein Lieblingsbuch
Tag 4Dein Hassbuch
Tag 5Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
Tag 6Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Tag 7Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
Tag 8Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Tag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast
Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/diener Lieblingsautorin
Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
Tag 12 – Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… empfohlen bekommen hast
Tag 13 – Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
Tag 14 – Ein Buch aus deiner Kindheit
Tag 15 – Das 4. Buch in deinem Regal v.l.
Tag 16 – Das 9. Buch in deinem Regal v.r.
Tag 17 – Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen
Tag 18 – Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt
Tag 19 – Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest
Tag 20 – Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 21 – Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 22 – Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat
Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat
Tag 24 – Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast
Tag 25 – Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt
Tag 26 – Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest
Tag 27 – Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist
Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!
Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???
Tag 30 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 31 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst

Ich werfe das Stöckchen weiter an Creezy, Nicole Rensmann, Susi und Berlinessa. Wer mag, darf es sich natürlich auch so nehmen :-)

Büchersammelsucht - Wie alles begann

Nach längerer Zeit nehme ich wieder mal an einer Blogparade teil. Alexandra Künzler von Bücherwahnsinn hat sie ins Leben gerufen, und zwar zum Thema Büchersammelsucht.

Dabei geht es eigentlich um das EINE Buch, das die Sammelleidenschaft ausgelöst hat, doch das könnte ich nicht benennen, weil ich Bücher besitze und sammle, seit ich denken kann.

Doch ich kann mich an eines erinnern, von dem ich fast sicher bin, dass es das erste ist, das ich im Alter von 5 Jahren verschlungen habe, nämlich Dolly sucht eine Freundin, der erste DOLLY-Band von Enid Blyton. Dieser war in vieler Hinsicht wegweisend für mich, da es auch das Buch war, dessen Wörter ich gezählt habe, um herauszufinden, wie lang das Buch wohl sein müsste, das ich eines Tages schreiben wollte.

So richtig ins Lesefieber kam ich mit dem Bücherbus. An einige wenige Bücher kann ich mich erinnern und habe direkt noch den Geruch in der Nase, den dieser Bus verströmte. Ein Buch handelte von einem Indianerjungen namens “Harka”. Ich sehe gerade bei Amazon, dass die Serie offenbar “Die Söhne der Großen Bärin” hieß, und Band 1 “Harka” von 1967 war :-) Ich habe dies jedoch erst Anfang der 70er gelesen, als ich mit einer Freundin wirklich jeden Freitag zum Bücherbus ging und mir stapelweise Schnöker auslieh. Damals war ich dick und fett in der Indianerphase, besaß aber kaum eigene Bücher zum Thema, mit Ausnahme der “Winnetou"-Bände aus dem Jahre 1951, die mein Opa mir schenkte.
Die sechs Bände um den Dakota-Jungen Harka gibt es übrigens auch im Sammelschuber aus dem Jahre 2004. Vielleicht sollte ich die mal lesen? Wobei ich schon bei den Dolly-Büchern enttäuscht war, dass die moderne Übersetzung so gar nichts mehr vom Charme der alten Bände hätte. Die allerdings wieder meinen Kindern nicht zusagten. Ich kann mich erinnern, dass die Große, als ich ihr mein altes Dolly-Buch in die Hand drückte, auf den ersten paar Seiten ständig gefragt hatte. “Was heißt denn das? Was bedeutet denn jenes?” Klar, Worte wie “Pedell” kennt man heute noch weniger als ich damals.

Aber ich schweife ab, es geht um Bücher, die ich BESITZE. Da wäre zum Beispiel Hat Florian das Huhn geklaut? von Jane Dor aus dem Jahre 1972. Ich habe eben erst erfahren, dass es noch weitere Bände gab, aber ich kannte und besitze nur dieses. Florian ist ziemlich frech, wird aber auch zu Unrecht verdächtigt und ich hatte es damals schon mit der Gerechtigkeit, vielleicht habe ich das Buch deshalb wieder und wieder gelesen. Ich hatte allerdings damals im Atlas nachsehen müssen, wo Meran liegt, denn dort spielt das Buch, wenn ich mich recht entsinne.

Ein weiteres, heißgeliebtes Buch ist Die Glückspilze. Es muss ebenfalls von meinem Opa stammen, denn es ist 1955 erschienen. Ich wollte es letztens nochmal lesen, hatte es aber nicht gefunden, aber irgendwo muss es noch stehen. Es geht dort um die Familie Pilz: Jede Menge Kinder, kein Vater und eine Mutter, die die Familie mit der Reparatur von Regenschirmen über Wasser hält (man stelle sich das in der heutigen Zeit nur mal vor!). Die Kinder gehen irgendwie zum Zirkus und mir sind zwei Dinge in Erinnerung geblieben: Wie eines der Kinder eine Schnur auf den Boden legt und darauf Seiltanzen übt, und wie (ich glaube, das Buch ist aus der Erzählperspektive einer großen Schwester geschrieben) erzählt wird, dass der Jüngste in der Familie bei “O du fröhliche” immer inbrünstig “knabenbringende Weichnachtszeit” singt (wohl, weil er an Weihnachten geboren ist, aber das weiß ich nicht mehr genau).

Meine Leseleidenschaft blieb der Familie natürlich nicht verborgen. Meine Eltern fragten mich immer ab, weil sie nicht glauben konnten, dass ich ein ganzes Buch innerhalb kürzester Zeit tatsächlich GELESEN hatte (ich war ja ziemlich jung, als das anfing). Und meine Tante begann irgendwann mir rororo Taschenbücher zu schicken. Immer eines zum Geburtstag und eines zu Weihnachten: Titel wie “Der Dieb XY” von Rüdiger Stoye, “Garnets verwunschener Sommer” oder “Maud wird erwachsen” habe ich noch im Kopf, ohne dass ich hoch zum Bücherregal gehen müsste.

Ich habe diesen Beitrag bereits am 11. April angefangen *hüstel* daher will ich nun auch zum Schluss kommen. Nur eine Anekdote noch:

In der 4. oder 5. Grundschulklasse bat unsere Lehrerin, wir mögen doch einmal nachschauen, wie viele Bücher wir besitzen. Manche Kinder hatten gerade mal ein Buch - ich habe bei 260 aufgehört zu zählen :-)

Tomaten auf der Feuertreppe

Das Gartenthema begleitet mich in allen Lebenslagen, und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich es auch bei A Heart in New York, dem dritten Band meiner zweisprachigen Mädchenroman-Reihe verarbeitet habe.

Die 16jährige Nina Clark (aus den beiden ersten Bänden bekannt als beste Freundin der Protagonistin Britt Solvenstein) zieht mit ihren Eltern nach New York. Sie haben ein Appartement im angesagten Brooklyner Stadtteil Williamsburg. In der folgenden Szene geht sie gerade von der Schule nach Hause:

Ich erinnerte mich daran, dass ich auf dem Weg zur Williamsburg Bridge immer an einem kleinen Blumenladen vorbeigekommen war. Nebenan war eine Hofeinfahrt, wo der Ladenbesitzer Blumenerde und Pflanzen verkaufte.
Zum Glück war der Laden offen, und ich wanderte zwischen den Plastiktöpfen herum.
„May I help you, Ma’am?” Der Blumenhändler hatte mich entdeckt, als ich ein wenig ratlos auf die vielen Pflanzen starrte.
„I’m looking for some plants to place on my fire escape. Do you have strawberries?”
„It’s not the best time for strawberries now, but what about a little pot with tomatoes?”
Er streckte mir einen Topf entgegen, in dem eine Tomatenpflanze schon viele Blüten ausgebildet hatte. Ich fand die Idee gut, und nahm noch einen Topf Schwarzäugige Susanne, deren orangefarbene Blüten mit dem schwarzen Punkt in der Mitte mich freundlich anlachten. Aber ich wollte noch einen dritten Topf, und er hatte genau das Richtige für mich:

„What about nasturtium? You can use your fire escape as a trellis [Spalier] for its vines [Ranken].”
Ich hatte das Wort nasturtium noch nie gehört, doch die runden Blätter kannte ich genau. Es handelte sich um einen Topf Kapuzinerkresse. Diese Blumen würden hoffentlich das rostige Geländer schön beranken, genau, wie der Blumenhändler es vorschlug. Und vielleicht konnte ich sogar ein paar Cocktailtomaten ernten.

Zu Hause kramte ich drei leere Bohnen-Dosen wieder aus dem Müll-Container. Nachdem ich sie gesäubert hatte, piekte ich am oberen Rand jeder Dose mit dem Dosenöffner zwei Löcher hinein. Der nette Blumenhändler hatte mir noch eine Rolle Blumendraht zum halben Preis gegeben, weil ich nicht genug Geld dabei gehabt hatte. Diesen benutzte ich nun dazu, um die Dosen am Geländer der Feuertreppe zu befestigen. Dann stellte ich meine drei Pflanzen hinein, gab ihnen etwas Wasser und begutachtete mein Werk. Ob von der Treppe aus oder aus meinem Fenster - es sah schon ganz gut aus. Und es machte gute Laune.

Als Izzy klingelte, musste ich ihr das Ergebnis sofort zeigen.
“Looks lovely! Once you’re harvesting your tomatoes, you have to celebrate Thanksgiving out on the fire escape!”

Das Buch ist für Mädchen ab 12 Jahren (ca. 3. / 4. Lernjahr Englisch). Rund 50% Englischanteil lockert den Text auf und unbekannte Vokabeln sind direkt auf der Seite erklärt. Für Pflanzenfans, New York-Liebhaberinnen und alle, die die Liebe mögen :-)

Mehr Infos und weitere Leseproben zu

Lehrervergleichstest

Meine heutige Kolumne auf der Meinungsseite der Berliner Zeitung handelt von den Vergleichsarbeiten, kurz VERA genannt, die derzeit in Berliner Schulen stattfinden.

Insbesondere habe ich die Vergleichstests in den 3. Grundschulklassen aufs Korn genommen.
Die Redaktion hat dazu den Titel Der freundliche Piranha ausgesucht.