Was motiviert mich?

"Was motiviert mich?" ist die Frage für den zweiten #autor_innensonntag 2024 auf Instagram.
Darüber musste ich tatsächlich eine Weile nachdenken, denn es ist teilweise ziemlich komplex, was mich täglich dazu bringt, an einem meiner Manuskripte zu schreiben. Weil mein AD(H)S.Hirn manchmal ziemlich originell tickt.

Foto: Adobe Stock

Grundsätzlich motiviert mich zum Bücherschreiben das Wissen, dass es da draußen viele Leser:innen gibt, die es mögen, wie ich schreibe.

Schon bei meinem Debütkrimi hatte ich eine Fanbase und viele fanden meinen Ansatz und mein Ermittlerduo witzig und verlangten nach Band 2. Das hat mich eigentlich damals auch sehr motiviert, aber andere Buchverträge - und letztlich ich selbst - standen dem im Weg. 

Es folgte eine lange Schreibblockade, die so viele Gründe hatte, dass es hier den Rahmen sprengen würde. Jedenfalls konnte ich mich in dieser Zeit zu gar nichts motivieren - schon gar nicht zum Schreiben.

Inzwischen sind die Voraussetzungen völlig andere, und das Leserinnen-Feedback - gerade zu Lussekattertage - zeigt mir, dass ich mit meinem Schreiben genau erreicht habe, was ich immer wollte: Emotionen bei den Leserinnen auslösen und ihnen ein paar schöne Stunden bereiten, in denen sie nicht an ihren eigenen Alltagsmist denken müssen. Und natürlich motiviert es mich extrem, wenn ich gefragt werde, wann Nachschub kommt. Dehshalb fällt es mir besonders leicht weiterzuschreiben, wenn ich gerade eine postive Rezension erhalten habe. Ich habe sogar eine Sammlung der schönsten Aussagen aus Rezensionen meiner Bücher angefangen, die mich im Falle eines tiefergehenden Motivationslochs wieder beflügeln.

Tägliche Motivation

Ich habe zwei Tools, die dafür sorgen, dass ich auch an einem Montag irgendwann in die Pötte komme und an einem Manuskript schreibe. Ich schreibe bewusst: "an einem Manuskript", weil ich nicht unbedingt immer am selben Buch schreibe. Ich versuche mich zwar auf ein Projekt zu konzentrieren - und meist funktioniert das auch - aber es gibt Phasen, in denen ich unbedingt etwas anderes machen muss, um meinem Hirn frisches Futter zu geben.

Mein erstes Tool ist mein selbstgeklöppelter Wordcounttracker, den ich in Google Tabellen erstellt habe, und der mir eine schöne Kurve ausspuckt. Ich liebe Kurvengrafiken!

Das zweite wichtige Tool ist mein Schreib- und Arbeitstagebuch auf Patreon. Ich schreibe dort quasi in Echtzeit auf, was ich gerade getan habe. Und da kann ich mich nicht wochenlag hinstellen und schreiben: "Och, ich hatte keine Lust!"

Aktuell verwandle ich das 2023er Tagebuch, das im Prinzip ein Making of meiner ersten beiden #SwedishRomance-Bände ist, für euch in ein Ebook. Für meine Autorenkolleg:innen zur Motivation und für meine Leser:innen, damit sie mal sehen können, womit eine Autorin und Eigenverlegerin sich den ganzen Tag herumschlagen muss. Und da - wie oben erwähnt - mein Hirn sehr lustig tickt, kann ich euch versichern, dass ein Arbeitstag bei mir selten geradlinig verläuft ;-)

Lesen

Und wenn das alles zur Motivation nicht ausreicht, dann lese ich.  Und zwar alles mögliche - es muss nicht das eigene Genre sein. 

Sogar Schreibratgeber finde ich immer wieder mal motivierend. Auch, weil ich jedes Mal feststelle, dass ich längst umsetze, was darin steht. Und zwar ohne zu plotten und Wendepunkte extra festzulegen, weil ich die jahrtausendealte grundlegende Erzähltechnik nach all den Büchern offenbar verinnerlicht habe. Und das motiviert mich, selbst wenn ich mal irgendwo festhänge, weil ich weiß: ich finde da wieder raus.

Und manchmal lese ich ganz alte Sachen von mir und staune, was ich da so aufgeschrieben habe.

Coworking vs. Alleinarbeit

Auch Coworking (z. B. auf Twitch) und anders gearteter Austausch mit Kolleg:innen motiviert mich extrem (wobei es mich an manchen Tagen zu sehr ablenkt). In diesem Zusammenhang ist Benchmarking ein durchaus nicht zu vernachlässigender Faktor. Mich spornt das einfach an.

Was mir sehr hilft: Von morgens bis abends allein zu Hause am Rechner sitzen, ohne von Terminen unterbrochen zu werden. Das bedeutet: Ich schlafe aus, bin dadurch schon fit fürs Schreiben und arbeit dann manchmal bis nach MItternacht. So habe ich ausreichend Zeit um zu schreiben und alles zu machen, was zum Veröffentlichen von Büchern dazugehört. Dabei hüpfe ich zwischen Schreiben, Überarbeiten, Social Media, Coverdesign und Buchsatz. Gerade wenn ich ein Cover für das Buch designe, das ich gerade schreibe, visualisiere ich, wie es sein wird, wenn es fertig ist. Dabei komme ich dann wieder auf frische Ideen. Deshalb warte ich selten damit, bis ein Manuskript fertig ist.

Money, Money, Money

Last but not least motiviert es mich, dass mein Mann bald in Rente geht und ich irgendwie kompensieren will, was dann fehlt. Da muss ich allerdings noch ganz schön ranklotzen, da ich nach dreizehn Jahren Pause mit meinem Neustart und Pseudonym quasi wieder bei null angefangen habe.

Auch wenn viele nicht gerne über Geld sprechen: Es ist völlig legitim, dass Autor:innen mit dem Schreiben Geld verdienen möchten. Nur weil etwas Spaß macht, muss ich ja nicht gleich einen auf "Armer Poet" machen, leiden und auf Geld verzichten. Ich halte es da ganz mit dem Spruch: Joy ist not the enemy of work. Und dass Geld ein großer Motivator für alles Mögliche ist, will wohl niemand ernsthaft bestreiten.

Was motiviert euch zum Bücherschreiben und Dranbleiben?

 

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25 Jahre writingwoman | Autorin Petra A. Bauer

 
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