Einträge mit dem Tag: Autorenleben
Mein Schreibnovember 2026 - ehemals NaNoWriMo
Ich hoffe, ihr hattet ein cooles, gruseliges Halloweenfest. Wir hatten zumindest jede Menge Spaß :)
Dass gestern Halloween war, bedeutet aber auch, dass heute der 1. November ist. Früher der Start des NaNoWriMo, der sich leider durch eine mies ekelhafte Aktion selbst erledigt hat. Natürlich gibt es NaNo 2.0 und andere Initiativen, aber ich dokumentiere meinen Fortschritt lieber hier (und in meinem personlichen Wordcount-Tracker).
Dieser Beitrag wird während des Schreibnovember 2026 öfter upgedatet.
Sonntag, 01. November 2026
Ja, ich schreibe immer noch an #SwedishRomance3 und wünschte auch, das Buch wäre endlich veröffentlicht. Aber hilft ja nix, muss erst geschrieben werden, und ich hoffe, der November hilft mir dabei.
Ich hatte kürzlich schon auf Mastodon erwähnt, dass ich etwas brauche, um meine Szenen verschieben zu können, weil ich im aktuellen Projekt feststecke und endlich Klarheit benötige.
Ich weiß, dass es das in Scrivener und Papyrus gibt, und auch Writer's Café habe ich einst benutzt (das fand ich übersichtlicher als die vorgenannten). Aber ich hatte ein Bedürfnis nach Kärtchen.
Und nachdem ich heute wieder ewig gebraucht habe, um das Manuskript endlich zu tacklen, bin ich drangegangen und habe endlich das Storyboard-Template in Notion zu meinem eigenen gemacht. Und gleichzeitig damit begonnen, Szenen stichwortartig auf Kärtchen zu schreiben. Jetzt werde ich wohl hoffentlich herausfinden, welche Methode für mich besser funktioniert. Vermutlich ist es von Tag zu Tag anders, oder auch eine Mischung aus beidem.
Wir werden sehen. Ich werde euch hier an dieser Stelle auf dem Laufenden halten. Also guckt doch immer mal wieder vorbei.
Sonntag, 1. November 2026
Habe angefangen, die Szenen zu dokumentieren, um sie schieben zu können und neue Ideen zu generieren.
Montag, 2. November 2026
In der Zeit, die mir heute zwischen stundenlang auf den Reifenwechsel warten (Autos waren fertig, aber die haben das mit den Rechnungen nicht hinbekommen) Brainfog bekämpfen, und jetzt endlich mal was zu Essen machen blieb, habe ich damit verbracht, 16 echte und ebenso viele virtuelle Kärtchen mit Szenenbeschreibungen zu versehen. Und - wie ich es mir schon gedacht habe - bekomme ich dadurch ein besseres Gefühl für die Geschichte und für die Reihe. Diese Schweden-Liebesromane, besitzen (bis auf Band 1) den Trope SMALLTOWN ROMANCE, und den Eindruck kann ich durch einige Kniffe noch verstärken.
Am Manuskript geschrieben habe ich zwar nur 234 Wörter, aber hey! - es sind 234 mehr, als ich in den letzten Monaten täglich geschrieben habe ;) Also kann ich trotzdem stolz sein. Insgesamt sind es übrigens 92 Normseiten bisher.
Und es kommt langsam Struktur rein. Das gefällt mir gut.
See you tomorrow!
Dienstag, 3. November 2026
Wochenlang bin ich angehustet worden, weil meine ganze Familie krank war. Ich hatte gar nichts. Jetzt schleicht sich die Erkältung anscheinend doch an, aber ich sitze schon seit über einer Stunde brav am Schreibtisch, schreibe LitBits und notiere Szenen. Schaun mer mal, was am Ende des Tages dabei rauskommt.
So, es ist 17:24 Uhr, und mein Mac hat offenbar keine Lust mehr. Ich nehme das als Zeichen. Immerhin habe ich 353 Wörter geschrieben, während ich weiter Szenen notiert habe. Es wird beim Überarbeiten halt nie so viel, als wenn ich frischen Fließtext schreibe. Aber wenn ich mit den Szenen durch bin (ich bin leider erst auf Seite 24 von 93), wird ja auch wieder ordentlich Neues geschrieben.
Ich war heute ziemlich verspannt, weil ich mir nicht abgewöhnen kann, die Schultern bis zu den Ohren hochzuziehen. Zusammen mit den Halsschmerzen wurde dadurch alles ziemlich mühsam, aber ich habe mich durchgebissen.
Jetzt wisst ihr Bescheid, und wir sehen und morgen wieder.
Mittwoch, 4. November 2026
Na super. Ich habe mir heute ein bisschen Zeit gelassen, weil ich dachte, ich hab ja bis heute abend Zeit. 90 Wörter erst und wenige Szenenkärtchen. Und dann kam plötzlich eine Terminänderung und ich kann den Tag als Schreibtag komplett abhaken. Mist.
Tut mir leid, dass ich nichts anderes berichten kann. Ich hasse es.
Donnerstag, 5. November 2026
Jetzt habe ich die Pharyngitis (Rachenentzündung) also doch endgültig von meiner Familie eingefangen. Schlucken ist sehr aua und das mit dem Sprechen sollte ich besser sein lassen. Aber okay, ich schreibe ja eh, bzw. gerade lese ich. Heute habe ich das Manuskript nämlich spaßeshalber mal auf der bisher letzten Seite 95 geöffnet und "rückwärts" gelesen. Dort befindet sich (was ich gar nicht mehr wusste) der alte Manuskriptanfang vom November 2023. Ja, peinlich, ich weiß. Aber nicht mehr zu ändern.
Einiges davon hatte ich bereits beim neuen Anfang verwendet, anderes nicht. Dabei hat manches davon durchaus Potenzial. Und ganz am Ende fand ich diverse LitBits, die eine nähere Betrachtung verdienen.
Den Begriff "LitBits" sollte ich vielleicht mal erklären. Den hatte ich mir irgendwann vor vielen Jahren ausgedacht. Lit steht für Literatur und Bits für die kleinen Schnipsel, die mir manchmal random einfallen, und die häufig mit Konjunktiv und vielleicht einhergehen. Wann immer ich eine Idee habe (auch nachts), tippe ich sie mit dem Stichwort wofür die Idee ist (für welches Manuskript, aber auch Stickerideen oder anderes, das ich nicht vergesse möchte) in meine Braintoss-App am Handy. Die schickt dieses Geistesblitze automatisch an mein Mailprogramm und zu Evernote, da doppelt bekanntlich besser hält. Und offenbar habe ich irgendwann die ganzen Notizen bzgl. #SwedishRomance3 am Ende des Dokuments gesammelt hinkopiert. Das kommt gleich auch auf Kärtchen (allerdings nur physische, nicht in Notion), damit ich die Ideen griffbereit habe, wenn ich sie brauchen kann.
Nun muss ich bloß mal sehen, was ich damit anfange, dass viele der Ideen so ganz anders sind, als die, die ich später (also jetzt am Anfang des Dokuments) hatte. Vielleicht kann ich sie kombinieren? Oder mich für eine der Varianten entscheiden?
Das sind so die Freuden des Pantserinnen-Autorinnendaseins. Wer es nicht weiß: Pantser sind Autor:innen, die aus dem Bauch heraus schreiben (writing from the seat of my pants) oder sich von ihren Figuren erzählen lassen, was sie zu tun gedenken. Also der Gegensatz zu plottenden Autor:innen (man könnte auch planenden sagen), die schon vor dem ersten Satz im Manuskript wissen, was am Ende passiert. Und zwischendrin auch. Die müssen natürlich nicht mehr so viel darüber nachdenken, was sie wohin packen, und wer welche Rolle spielt, weil sie das alles vorher festgelegt haben. Viellleicht kriege ich da ja im nächsten Leben hin :D
Ich melde mich heute zum Feierabend wieder und berichte, was sich so getan hat.
19:07 Uhr
Ich hatte völlig vergessen, wie kräftezehrend Schreiben bzw. das Überarbeiten / Szenen umstellen, etc. ist. Ich glaube, am meisten Kraft kostet es mich, den Fokus nicht zu verlieren, und mich immer wieder zu ermahnen am Ball zu bleiben und nichts anderes stattdessen zu machen. Ist mir natürlich nicht gelungen. Wenn es schwierig wird (und ALLE Entscheidungen sind für mein ADHS-Hirn schwierig), dann weiche ich genre aus. Jemand sagte, das ist, als wenn man versuchen würde, einen Flummi mit einem Hammer plattzuklopfen. Ich finde das Bild sehr treffend :D
Kennt das noch jemand?
Und dann habe ich vorhin eine Textstelle gefunden, die ich erst vor zweieinhalb Monaten geschrieben habe. Erwähnte ich, dass ich mich nicht nur nicht entscheiden kann, sondern auch furchtbar vergesslich bin (war ich als Kind schon)? Jedenfalls findet dort eine ziemlich dramatische Sache statt, bei der ich mir damals schon nicht sicher war, wie es genau abgelaufen sein soll. Und weil ich dieses Ereignis vergessen habe, habe ich mittlerweile ein anderes Dilemma gefunden (kürzlich erst, nachdem ich mir den Kopf zerbrochen habe), das mir eigentlich ganz gut gefiel. Und nun das. Vielleicht hätte ich ERST die ganzen Seiten lesen sollen, bevor ich mit den Kärtchen und den Überlegungen zum Plot neu angefangen habe. Nun habe ich den Salat, dass ich mich entweder GEGEN etwas entscheiden muss (das ist NOCH schwieriger, als mich ÜBERHAUPT zu entscheiden), oder versuche beide Ereignisse irgendwie in Einklang zu bringen.
Wegen der vielen Umsortiererei sind es dann heute auch wieder nur 67 NEUE Wörter geworden. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich langsam einen roten Faden finde. Insgesamt sind es bisher übrigens 22.907 Wörter. Für die Statistiker:innen unter euch.
Aber definitiv nicht mehr heute. Hals tut schlimmer weh, ich huste mehr, Augen brennen, und inzwischen habe ich auch Fieber (was ich bisher noch nicht hatte). Sorry, fürs Jammern, aber ich kann auch Männergrippe haben und mich so verhalten ;)
Hoffentlich bis morgen dann, und danke, dass ihr hier so fleißig mitlest.
Eventuelle Tippfehler schiebe ich mal aufs Fieber. Korrigiere ich ggf. morgen.
- -
Sagt doch mal in den Kommentaren, ob ihr die November-Schreib-Challenge (wie immer ihr sie auch nennt) auch mitmacht, oder ob ihr eh diszipliniert rund ums Jahr eure Manuskripte in die Tasten haut. Oder warum ihr sonst hier mitlest. Bin neugierig.
Alles Liebe
Petra
Und was ist jetzt mit dem Schreiben?
Gerade habe ich den Beitrag Ups, ein Jahr ist fast rum! geschrieben. Und natürlich will ich euch auch darüber informieren, was mein Autorinnendasein angeht.
Wer es noch nicht weiß: Unter meinem schwedischen Pseudonym Katarina Andersson-Wallin schreibe ich #SwedishRomance. Ich habe das Genre so genannt, weil es Liebesromane sind, die in Schweden spielen. Wer hätte das gedacht? ;)
Mittwoch, 28. Oktober 2026

August 2026. Die Autorin Petra A, Bauer aka Katarina Andersson-Wallin sitzt im Garten mit Blick auf die
malerische Scheune und schreibt an ihrem dritten Swedish-Romance-Band. Foto: Julia Bauer
Ich hatte vor einer Weile einen Zeitplan erstellt, wann ich nach Mittsommer Romanze und Lussekattertage Band 3, 4 und 5 veröffentlichen wollte. Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass Frau Bauer und Planung so ziemlich unvereinbar ist. Also, Pläne SCHMIEDEN kann ich. Und das macht auch unfassbar viel Spaß. Aber es ist gleichzeitig fast die Garantie dafür, dass ich sie umwerfe. Weil ich mir höchst ungerne etwas vorschreiben lasse. Auch nicht von mir selbst :D
ADHS lässt grüßen. Täglich. Wie das Murmeltier.
Nachdem ich im letzten Beitrag angedeutet habe, dass ich mich 2026 vorwiegend mit meinen Stickern und Print on Demand beschäftigt habe, will ich nicht unerwähnt lassen, dass ich im Sommer endlich wieder am dritten Band geschrieben hatte. Weil ich in Schweden so entspannt war, dass es fast zwangsläufig passiert ist.
#SwedishRomance3 hat übrigens noch immer keinen Namen. Dabei war der Titel Lussekattertage bei Band 2 das erste, was ich überhaupt hatte.
Ich habe mich im Schwedensommer mit den Figuren und deren Motivation beschäftigt und etliche Szenen geschrieben. Insgesamt rd. 6.500 Wörter. Das schreiben andere Autorinnen im der Woche (mitunter sogar am Tag). Aber wenn ich eins gelernt habe, dann, dass ich mich besser nicht mit anderen Autorinnen vergleichen sollte.
VIELSCHREIBERINNEN
Kleine Anekdote am Rande: Mein Mann und ich waren kürzlich zu einer größeren Geburtstagsfeier in Konstanz eingeladen. Ich kannte praktisch niemanden und kam mit vielen Leuten ins Gespräch. Natürlich auch über den Buchmarkt.
Ich sprach über Verlage und Selfpublishing und darüber, dass die wichtigste Währung SICHTBARKEIT ist. Und wie schnell die nachlässt. Ich erklärte, was Plotten ist, und wie schwer mir das fällt. Und dass ich deshalb nicht in der Lage bin, alle zwei Monate einen neuen Band zu veröffentlichen, wie etliche Kolleginnen das problemlos hinbekommen.
Sofort kam von einer vollkommen fachfremden Person:
"DIE MACHEN DAS ALLES MIT KI!"
Da ist mir echt die Hutschnur geplatzt. Ich WEISS, dass es mit guter Planung absolut möglich ist, auch ein Buch alle vier Wochen zu veröffentlichen. Natürlich keine 700-Seiten-Wälzer, aber davon spricht ja auch niemand. Und ich wies darauf hin, dass keine Autorin, die etwas auf sich hält, ihre Bücher von einer KI schreiben ließe.
Die Dudes, die sowas machen, sind kleine Bürschchen zwischen zwanzig und Mitte dreißig, die mit KI alles abkupfern, das nicht bei drei auf dem Baum ist, weil sie Kohle verdienen wollen. Und die ihre Kurse wie man selber klaut und veröffentlicht direkt noch dazu verkaufen.
Aber die haben auch nie voll Inbrunst gesagt: "Ich möchte ein Buch schreiben!"
NICHT VERGLEICHEN
Das hat mich echt aufgeregt. Wie gesagt, ich bekomme das mit der Planung nicht hin, und es wäre mir viel zu stressig meine ganzen anderen Interessen zu bekämpfen, um mich an einen selbst auferlegten Zeitplan zu halten. Denn ich müsste nicht nur mit Zeitkorsett schreiben, sondern auch lange im Vorhinein Termine für Testlesende, Lektorat, etc. ausmachen, Weil diese Menschen ja nicht automatisch Zeit haben, wenn ich glaube, dass ich fertig bin und das sofort alles erledigt haben will. Und Kolleginnen, die auch Buchsatz und Coverdesign auslagern, jonglieren noch mehr herum. Wem das liegt - go for it!
Ich bin dagegen diejenige, die tausend Dinge gleichzeitig macht, wenn mir der Sinn danach steht. Und wenn etwas fertig ist, muss es raus, sonst wird es nie fertig. So ist es auch mit Blogbeiträgen. Wenn ich die nicht an einem Tag fertig habe und online stelle, beiben sie für immer in den Entwürfen liegen.
Deshalb kümmere ich mich ums Coverdesign, während testgelesen und lektoriert wird (und weil ich Designen liebe). Und während ich den Buchsatz mache, korrigiere ich restliche Tippfehler und ändere gelegentlich noch Formulierungen. Ja, richtig. Während des Buchsatzes. So bin ich halt.
TÄGLICH NEUE MOTIVATIONSSTRATEGIEN
Nicht neurodivergente Personen können das alles nicht nachvollziehen und kommen gerne mal mit Begriffen wie Disziplin um die Ecke. Joa, vielleicht hätte ich dann lieber bei ADHS nicht "Hier!" schreien sollen.* Und ich hätte besser nicht schon mit fünf lesen und schreiben können, damit ich in der Schule nicht ignoriert worden wäre, weil ich alles schon konnte. Dann hätte ich vielleicht mal Lernen gelernt und vielleicht sogar dieses blöde Wort mit D.
*Falls ihr noch mehr in mein verstrubbeltes Hirn gucken wollt, von dem einer meiner Söhne immer sagt, ich sollte es nach meinem Tod unbedingt der Wissenschaft vermachen :D kann ich euch mein Ebook BÜCHER SCHREIBEN MIT ADHS empfehlen.
Stattdessen muss ich ständig neue Tricks anwenden, um das, was fertig werden soll (im diesem Fall der dritte Band), auch fertigzumachen und mich nicht auf anderes zu stürzen. Dafür habe ich im Sommer beispielsweise einen alten Schreibratgeber vorgekramt und mich davon inspirieren lassen. Habe sehr viel gelesen. Freue mich an geliehenen und verkauften Büchern von Band 1 und 2, sowie der Menge der gelesenen Seiten. Und ich blogge ;)
Und gerade bin ich wieder in Schweden. Das reicht eigentlich schon, aber die Erinnerung an den NaNoWriMo hilft auch. Es war zwar viel besser, als es den echten NaNo noch gab, weil wirklich alle gleichzeitig auf derselben Plattform waren. Jetzt ist alles sehr zerfasert, aber der NaNo ist zu Recht Geschichte.
Im vorletzten Beitrag habe ich Links zu Alternativen gesetzt, und gucke, ob ich mich irgendwo anmelde. Aber sonst habe ich meinen eigenen Daily Wordcount Tracker und tausche mich mit anderen Autorinnen im Fediverse aus. Derzeit habe ich jedenfalls ein gutes Gefühl. Und hoffe, dass ich nicht wieder Schwierigkeiten mit dem Umschalten habe, wenn ich gleich wieder in Berlin bin. Das war im Sommer nämlich ein Problem.
Aber ich schreibe, und das ist gut, wie es momentan ist. Der Sichtbarkeit helfen meine großen Veröffentlichungsabstände nicht gerade, aber erfahrungsgemäß ziehen weitere Bände die davor erschienenen mit. Und darauf freue ich mich auch schon.
Alles Liebe
?Petra
Ups, ein Jahr ist fast rum!
"Was waren das noch für Zeiten, als man als Autor dem 1. November entgegenfieberte ...", schrieb heute eine Userin auf Mastodon (hier mein Account). Ich finde das auch immer noch sehr schade, und dann fiel mir ein, dass ich zum Thema #NaNoWriMo im letzten Jahr hier im Blog etwas geschrieben hatte. Ich sah nach, und stellte entsetzt fest, dass eben dieser Beitrag von 6. November 2025 war, und auch der bislang letzte in diesem Blog ...
Mittwoch, 28. Oktober 2026

Habt ihr ein bisschen Zeit? Nehmt euch einen Kaffee :)
Jedenfalls, als wäre das nicht schlimm genug, war auch vorher schon anderthalb Jahre Funkstille hier. Unter anderem wegen der Sache mit den Fotos, worüber ich im Beitrag ausführlicher berichte, und in dem Zusammenhang auch wegen meines untergetauchten Admins.
Abgesehen davon, schreibe ich weiterhin Woche für Woche mein Schreibtagebuch bei Patreon.
Wobei "Schreibtagebuch" ein bisschen hochgestapelt ist, ging es dort doch in den letzten Monaten vorwiegend um meine handgezeichneten Sticker und um einen Print-on-Demand-Shop für T-Shirts, Tassen und anderen Schnökedöns.
Ich möchte aber eigentlich nicht immer nur Bloggen, um zu erklären, weshalb ich so lange nicht gebloggt habe. Das ist sowohl für euch als auch für mich unbefriedigend. I mean, ich gehe ja immer damit hausieren, dass dieses* Blog eines der ältesten deutschsprachigen Autorenblogs ist. Seit 2002 habe ich euch an meinem Schreibdasein teilhaben lassen, und würde das auch gerne weiterhin tun.
Ich werde niemals freiwillig "DER Blog" sagen. Sorry an alle jungen Leser:innen, die den Ursprung nicht kennen.
?Aber es ist schwieriger geworden. Mit allem. Da wären einmal meine blöden Schreibblockaden. Wenn ich nicht schreibe, gibt es nicht viel über mein Autorinnendasein zu berichten. Außer, dass ich mir die Haare raufe und alles mögliche andere tue, als mich an mein Manuskript zu setzen.
Dann diese ganzen bürokratischen Hürden. Sowohl für Bloggende, als auch für Kleinunternehmerinnen. Dinge, die nicht nur nerven, sondern auch Zeit fressen. Und abgesehen davon, scheint Bloggen auch ziemlich tot zu sein. Zumindest, wenn man den finanziellen Aspekt dabei betrachtet. Wer keinen Clickbait betreibt wird - Überraschung! - nicht geklickt.
Fun Fact: Ich habe früher für meine Blogbeiträge immer ganz gut Geld von der VG Wort bekommen. Diesmal waren es 17 Euro, und zwar für einen einzigen Blogbeitrag. Genauer: Für ein 12 Jahre altes Interview mit Tamina Kallert von "Wunderschön" aus dem WDR. Das hat hoch sechsstellige Zugriffszahlen (über vierhunderttausend Aufrufe) und wird bis heute geklickt. Alle anderen Beiträge, in die ich viel Herzblut gesteckt hatte, werden ignoriert (oder anscheinend nur von Bots besucht). Kommentare sind ebenfalls tot. Nicht mal die nervigen Spamkommentare tauchen noch auf. Nicht, dass ich die wiederhaben wollen würde.
Hätte ich öfter Promis interviewen sollen? Hätte ich hier als Überschrift "Aus aktuellem Anlass: Große Veränderung im Autorenblog" schreiben sollen? Wäre gelogen gewesen, genau wie die vielen anderen Headlines im Netz. Und das ist nicht mein Stil.
Noch was: Ich mag die Blog-Optik hier überhaupt nicht mehr. Der Text war wegen des hellen Grautons schon immer schlecht zu lesen, und es stört mich immer mehr. Ich kann auch den Blogheader nicht austauschen, um wenigestens dort "Autorinnenblog" zu schreiben. Weil der Admin abgetaucht ist und ich selbst unter der Motorhaube praktisch nichts ändern kann. Das betrifft alle Blogs, die mit dieser Software erstellt wurden.
Was wieder mal bestätigt, was ich schon immer wusste: Wenn ich nicht alles selber mache(n kann), bin ich irgendwann aufgeschmissen. Delegieren war nie meins und wird es auch nicht mehr werden.
Schon lange überlege ich deshalb, alle Beiträge in ein anderes System umzuziehen. Aber: Das würde bedeuten, dass ich tausende von Beiträgen sichern und woanders einstellen müsste. Natürlich könnte ich das machen, aber dann käme ich WIRKLICH zu nichts anderem mehr. Zumal das Problem mit den Bildern nach wie vor nicht gelöst ist. Die Fotos, die bei den letzten Beiträgen zu sehen sind, habe ich über einen Umweg eingefügt.
UND WAS IST JETZT MIT DEM SCHREIBEN?
Nun habe ich genug übers Bloggen gejammert. Und damit nicht wieder ein Beitrag darüber zuoberst steht, wieso ich nicht gebloggt habe, gibt es den Schreib-Beitrag hier:
Und was ist jetzt mit dem Schreiben?
Ich hoffe, ihr nehmt mir diese Teilung nicht übel Ist mir eben erst eingefallen, nachdem ich ein Beitragsbild zusammengeklöppelt hatte, das ich nicht hier unten verstecken will.
Also bis gleich hier.
Warum es hier so lange still war
Ihr Lieben,
es ist deutlich über anderthalb Jahre her, dass ich im Autorenblog etwas geschrieben habe. Anhand der Aufrufzahlen auf der ersten Blogseite sehe ich aber, dass von eurer Seite durchaus Interesse besteht, mehr von mir zu lesen. Sowohl Blogbeiträge als auch Bücher. Der letzte Beitrag aus dem Februar 2024 hat sogar über 47.000 Aufrufe.
Dass hier so lange Funkstille war, hat mehrere Gründe, aber keiner ist eigentlich so richtig plausibel. Deshalb möchte ich mich hiermit bei euch entschuldigen.
Sonntag, 26. Oktober 2025
Der vermutlich wesentlichste Grund: Das fotolose Blog*.
* Das ist kein grammatikalischer Fehler. Ich gehöre zu jenen Bloggerinnen aus der Blogsteinzeit, die noch wissen, dass es sich bei "Blog" um eine Symbiose aus "Web" und "Logbuch" handelt. Und da es "das Logbuch" heißt, war es nur folgerichtig "das WeBLOGbuch", also "das Blog" zu sagen. Und dabei bleibe ich.
Aufgrund eines saublöden Fehlers meinerseits und einer sehr pingeligen und geldgierigen Abmahnkanzlei, musste meine Fotodatenbank unzugänglich gemacht werden, da nicht nur das sichtbare Foto (das sich auf ein eingebettetes Video im Twitterblog bezog, bei dem ich die Quelle angegeben hatte und das beim Foto direkt darunter nicht wiederholt hatte) beanstandet wurde, sondern auch die Tatsache, dass es sich überhaupt in der Datenbank befand. Da vier meiner Blogs zusammenhängend als Portal über dieselbe Software laufen, sind in allen Blogs seither nur noch Platzhalter für die Fotos zu sehen.
Kleiner Hinweis: Lasst lieber das Einbetten von Videos. Der Spaß hat mich einen vierstelligen Betrag gekostet.
Es tat mir schlicht weh, diese "Gerippe" anzusehen, zumal es mich immer an diese blöde Sache erinnert hat. Urheberrechte sind mir wichtig, und mir war nicht klar, dass ich doppelt und dreifach auf die Quelle hätte hinweisen müssen, zumal das weit über 10 Jahre her war.
Es hätte vielleicht eine Möglichkeit gegeben, die anderen Fotos irgendwie wieder einzubinden, aber 23 Jahre Bloggen produziert eine Menge Bilder und ich kann zwar eine ausreichende Menge HTML, hatte aber von jeher schon Pech mit der Nutzung von FTP-Zugängen und habe lieber die Finger davon gelassen.
Vielleicht ist euch aufgefallen, dass zumindest auf der Startseite des Blogs und vereinzelten anderen Beiträgen wieder Fotos zu sehen sind. Mich hat der Anblick so genervt, dass ich eine externe Lösung gefunden habe. Aber ich finde längst nicht alle Bilder auf meinen Rechnern wieder. Und der Aufwand ist beträchtlich.
Ein weiterer Grund: Ich hing beim dritten #SwedishRomance-Band fest.
Und zwar seit Ende März 2024.
Ich hatte eine Menge Ideen und habe auch recht viel geschrieben. Pläne und Ideen für #SwedishRomance4 und #SwedishRomance5 hatte ich ebenfalls, und der Plan war, dass alle drei Bände auch 2024 erscheinen sollten. ROFL. Um es mal altmodisch auszudrücken. Damit habe ich mich unnötig unter Druck gesetzt, und was bei ADHS-Hirnen dann passiert, dürfte hinlänglich bekannt sein.
Ich habe mal quer durch einige Patreon-Tagebucheinträge von 2024 gelesen und offenbar war die Zeit eine einzige große Prokrastination. Ich hatte Handwerker da, hab viel rumgeräumt, habe ich mit Schreibsoftware beschäftigt und habe das Petraversum überarbeitet. Dabei habe ich überlegt, Paula Bernhardt, der Cousine meiner Kommissarin Robina, eine eigene Reihe zu geben. Dafür habe ich Ideen gesammelt und ein bisschen was geschrieben. habe mir alle möglichen alten Schreibprojekte angesehen. Und dann habe ich Ende 2024 meinen Schneideplotter aus dem Keller geholt, der seit 2017 original verpackt dort stand.
Grund Nummer 3: Der Aufbau eines Stickershops
Schon vor rd. 20 Jahren habe ich mir Notizen dazu gemacht, dass ich gerne Sticker, Postkarten, Lesezeichen, etc. verkaufen möchte. Wiedergefundene Notizzettel und Kalendereinträge aus verschiedenen Jahren belegen das. Ich habe eine unerklärliche Affinität zu den klebrigen Dingern. Vor längerer Zeit hatte ich einen Shop mit digitalen Stickern bei Etsy angefangen, aber das ist nicht dasselbe.
Ich habe mich also monatelang (ohne Witz!) mit dem Schneideplotter herumgeschlagen, bis er endlich tat, was er sollte: Bestimmte Stickerlinien mitsamt dem Trägerpapier durchschneiden (Die Cut) und bei anderen nur das Stickerpapier schneiden (Kiss Cut. Z.B. bei Stickerbögen). Ich wurde Expertin für die unterschiedlichsten Stickerpapiere und deren Einstellungen am Plotter (und trotzdem klappt es längst nicht immer).
Dann begann ich Aufkleber zu produzieren und in einem zweiten Etsy Shop anzubieten.
Währenddessen jammerten allüberall die Kolleginnen aus dem Small Sticker Business über Etsy. Der Algorithmus mal wieder. Kleine Shops - die es auch noch wagen Versandkosten zu erheben - werden einfach nicht angezeigt. Habe ich auch gemerkt.
Irgendwann habe ich dann beschlossen, einen eigenen Stickershop aufzubauen. PABBYS WORLD wurde geboren. Da habe ich nicht nur die Freiheit, mir eigene Kategorien auszudenken und die Artikel auch mehreren gleichzeitig zuzuordnen, sondern es verschaffte mir auch die Möglichkeit, meine selbst verlegten Taschenbücher dort anzubieten, die ihr euch auf Wunsch auch signieren lassen könnt.
Denn wenn ich schon nix verkaufe, dann lieber in meinem eigenen Shop. Petra-Logik mal wieder.
Ich muss vermutlich nicht erwähnen, was das auch wieder für ein Berg an Arbeit war (und ist). Ich habe auch nur einen Softlaunch hingelegt, und die Shop-Eröffnung nicht mit TamTam und Trara angekündigt. In Marketingfragen war und bin ich auch immer noch schlecht. Aber ich bin eifrig dabei, neue Sticker-Ideen umzusetzen. Es sind auch noch gar nicht alle im Shop, die schon fertig sind. Unter anderem auch wegen:
Grund Nummer 4: Schmerzen in der Schulter, höllische.
In der ganzen Zeit der Schreib-Abstinenz habe ich jede Menge gelesen. Romance hauptsächlich. Und ich habe mich endlich wieder mit #SwedishRomance3 beschäftigt. Ich taste mich langsam wieder heran und versuche die Stellen zu "heilen", die mich am Weiterschreiben gehindert haben. Ich versuchte gerade eine Balance zwischen Schreiben und Stickermaking zu finden, als mich etwas anderes vom Rechner fernhielt:
Eines abends habe ich meine Lieblingshose geflickt. Es dauerte lange und offenbar hatte ich eine saublöde Haltung eingenommen. Am nächsten Tag hatte ich grässliche Schulterschmerzen. Die waren mal da und mal weg, und anfangs verschwanden sie vor allem durch Ablenkung beim Arbeiten. Bis ich nicht mehr am Rechner sitzen konnte. Danach hing ich nur noch rum, und war trotz Schmerzmitteln zu nichts mehr zu gebrauchen. Echt zu gar nichts. Das kostete mich den größten Teil des Oktober, wo ich eigentlich wirklich viel vorhatte. Von einem Tag auf den anderen waren die Schmerzen dann - Poff! - weg. Stattdessen habe ich random den ganzen Tag über erhöhte Temperatur / Fieber, wo sich auch keine Gesetzmäßigkeit fertsellen lässt. Aber wenigstens hindert es mich nicht mehr daran, mich an den Schreibtisch zu setzen.
Und da habe ich zuallererst mal das Autorenblog ein bisschen aufgeräumt.
So, nun wisst ihr Bescheid.
Gleich kommt die Family, ich koche Butterchicken und muss jetzt mal in die Küche hopsen. Wenn ich den Beitrag jetzt nicht geich rausschicke, dann dauert es wieder ewig. Ich kenne mich ;)
Ich gelobe, euch ncht mehr so lange hängenzulassen. Und wenn ihr zweimal pro Woche lesen wollt, was ich so tue, dann folgt mir gerne bei Patreon.
Ihr könnt auch meinen Studioletter abonnieren. Der kommt maximal einmal pro Monat, also keine Angst ;) Tut das am besten über diesen Link hier und nicht über "Mein Newsletter" in der linken Seitenleiste, weil darüber seit Monaten nur Spam-Anmeldungen kommen, die ich sofort lösche.
Alles Liebe
Petra
Bookbirthday! BÜCHER SCHREIBEN MIT ADHS ist erschienen!
Meine erste Veröffentlichung im Jahr 2024 ist weder Liebesroman noch Krimi, sondern ein Sachbuch. Ein Erfahrungsbericht. Ein Tagebuch. Inspiration und Motivation für Autor:innen. Blick hinter die Kulissen für Leser:innen.
Dafür habe ich bei lion23book die Abteilung lion23bookNONFICTION eingerichtet.
Dienstag, 06. Februar 2024

Klappentext:
Bücher schreiben mit ADHS ist ein Schreibtagebuch (kein Schreibratgeber!), in dem die 15fache Verlagsautorin Petra A. Bauer live und ungeschönt aus ihrem Arbeitsalltag als Autorin und Eigenverlegerin im Jahr 2023 berichtet. Die Bereiche Schreiben, Coverdesign, Buchsatz, Veröffentlichung und Vermarktung gehen dabei mitunter verschlungene Wege, da ihr kreatives AD(H)S-Gehirn, sich nicht immer an geradlinige Strategien halten möchte. Da entstehen plötzlich Bücher, die gar nicht geplant waren, und ein Pseudonym taucht überraschend auf. Warum das alles gar nicht so schlimm ist, wie es für Außenstehende klingt, und wieviel Aufwand trotzdem dahinter steckt, erfahren alle, die der vierfachen Mutter in diesem Buch über die Schulter schauen.
Neben diversen Buchprojekten, die sie 2023 weit vorangetrieben hat, veröffentlichte Petra A. Bauer 2023 unter dem Pseudonym Katarina Andersson-Wallin zwei in Schweden spielende Liebesromane, die sie #SwedishRomance nennt, und begann mit dem Schreiben von Band 3.
Bei der Entstehung dieser Veröffentlichungen lässt uns @writingwoman quasi in Echtzeit teilhaben. Ein "Making of" in Buchform, wenn man so will. Jedes Kapitel ist eine Kalenderwoche in 2023.
Zahlreiche Anekdoten und Informationen würzen dieses Arbeitstagebuch, das interessierten Leser:innen Einblicke in die Arbeit einer Indie-Autorin bietet. Ebenso dient es der Motivation und Inspiration von Autor:innen, die vielleicht auch nicht immer den geradlinigen Weg wählen.
Der Buchsatz mit einem anderen Satzprogramm als Vellum hat ewig gedauert, und beim Hochladen gab es so massive Probleme, dass ich beinahe schon aufgegeben hätte. Dieses Buch, das ich im Jahr 2023 neben Mittsommer-Romanze und Lussekattertage geschrieben habe, hat in der Endproduktion so viel mehr Arbeit gemacht, als beide #SwedishRomance-Bücher zusammen.
Aber das ist Verlegerinnen-Schicksal ;-)
Vellum - Buchsatz-Software und Motivationshilfe
Kürzlich habe ich mir Vellum gekauft (das gibt es leider nur für den Mac). Das ist dann wohl Werbung, aber ich habe das Programm selbst bezahlt (das müsst ihr nicht gleich am Anfang tun*). Wenn ihr noch ein bisschen wartet, habe ich einen Affiliate-Link für euch und bekomme eine winzige Provision, wenn ihr Vellum dann irgendwann kauft. Für euch wird es nicht teurer, aber ihr könnt meine Schreibprojekte unterstützen. Leider gestaltet sich die Registrierung ein wenig kompliziert.
Eigentlich ist Vellum eine Buchsatz-Software, mit der man Ebooks und Taschenbücher sehr einfach und hübsch in Form bringen kann. Durch Zufall habe ich entdeckt, dass sich das Programm prima zur Schreibmotivation eignet. Zumindest für mich, aber vielleicht hilft es euch ja auch.
*Ihr müsst Vellum übrigens nicht sofort kaufen: Ihr nutzt es kostenlos und die Zahlung wird erst fällig, wenn ihr TATSÄCHLICH das Taschenbuch oder Ebook erstellt. Ich Dussel hatte das nur vergessen.
Samstag, 15. Mai 2021

Das #CATC2 Rohmanuskript schreibe ich seit geraumer Zeit in Scrivener. Meine15 Verlagsbücher sind alle ganz schnöde in Word entstanden, und das war auch ok.
Ich habe dann mal Papyrus Autor probiert, fand die vielen (beinahe zu vielen) Möglichkeiten auch großartig, bin dann aber nach weiterem Herumprobieren bei Scrivener plus oldschool Karteikarten hängen geblieben.
Figurenblätter, Recherche, Notizen, etc. alles an einem Platz zu haben,finde ich in Scrivener zwar sehr praktisch, aber mit den vielen Anmerkungen, Notizen und dem durchgestrichenem Text (im Foto ganz rechts) wurde mir das jetzt langsam zu unübersichtlich. Wie gesagt, es ist das Rohmanuskript, in das wirklich ALLES hineinkommt.
Den Anfang von ÜBERDOSIS ROCKMUSIK übertrage ich derzeit Stück für Stück in Vellum und lese es mir auf der rechten Bildschirmseite durch, wo es genau so aussieht wie später das Taschenbuch-Interior (auf dem Foto in der Mitte).
Ich kann auch gucken, wie es auf meinem Kindle Paperwhite aussehen würde. Oder auf dem iPhone. Es gibt noch mehr Ansichten, aber meist switche ich zwischen diesen dreien hin und her.
Wenn ich Fehler finde oder etwas ergänzen bzw. anders formulieren will, ändere ich den Text im linken Bildschirmbereich von Vellum, kopiere die Änderung und füge sie an der entsprechenden Stelle in Scrivener ein, damit alles auch im ursprünglichen Rohmanuskript erscheint und nichts verloren gehen kann.
Das klingt furchtbar umständlich, ist es auch, ist aber eben auch echt Petra :-D
Es motiviert mich extrem, dass ich sehen kann, wie meine Leser:innen es später lesen werden. Und ich bemerke doofe Fehler viel schneller. Es fällt mir auch viel leichter auf diese Weise zu erkennen, was wo hingehört und was im Plot noch fehlt.
Die ersten 50 Seiten sind schon „schick“ und das gesamte Rohmanuskript hat inzwischen fast 50.000 Wörter.
Dank Vellum schreibe ich nach der langen Pause auch endlich wieder jeden Tag und freue mich drauf. Dank der vielen Formatierungsmöglichkeiten habe ich passende Ornamental Breaks eingefügt (üblicherweise sind es drei Sternchen), und wenn dieses Manuskript in Vellum fertig "gesetzt" ist, werde ich auch #CATC Band 1 nochmal entsprechend anpassen. Die Notizen für #CATC3 und das Spin-off werden auch langsam mehr.
Welchen coolen #Motivationstrick wendet ihr an?
Wenn ihr noch Fragen zu Vellum habt, könnt ihr sie gerne in den Kommentaren stellen. Die (englischsprachige) Website bietet auch viele Infos und natürlich könnt ihr auch im rogramm selbst einfach herumprobieren, was am besten aussieht.
Liebe Grüße
#MeetTheBloggerDE21 | Mein Arbeitsplatz
Tag 3 der Aktion #MeetTheBloggerDE21 von Anne Häusler, die eigentlich für Instagram erfunden wurde, wo ihr meine Beiträge natürlich bei @writingwoman auch findet. Heute geht es um den Arbeitsplatz, der bei mir schon immer im Homeoffice war - nicht erst seit der Pandemie, wie bei so vielen heute. Deshalb war diese Situation für mich natürlich auch völlig natürlich.
Montag, 03. Mai 2021
Mein Arbeitsplatz ist das auf dem Foto allerdings nicht (wenn auch meine Hand, mein Elch, meine Tasse und meine Schreibmaschine, etc.).
Ich hätte auch grundsätzlich nichts dagegen, meine Bücher von Rosenblüten umgeben in unserem Wintergarten zu schreiben. Aber ich ziehe meinen iMac dann doch einer Schreibmaschine vor, und der steht in unserer Wohnküche genau dort, wo das Leben tobt.
Das mag merkwürdig klingen, weil jeder davon ausgeht, dass Autor:innen zum Schreiben Ruhe brauchen. Und ich habe tatsächlich meinen Schreibplatz in den letzten 28 Jahren schon an diversen Stellen gehabt:
- im Keller (das war auf Dauer zu dunkel und stickig)
- auf dem Dachboden am Schreibtisch (da musste ich im Winter mit Handschuhen schreiben)
- auf dem Dachboden im Bett (während ich meinen Dreifach-Bandscheibenvorfall hatte, und mich nirgendwo anders schmerzfrei aufhalten konnte)
- in einem zwischenzeitlich leeren Kinderzimmer (was dann anderweitig benötigt wurde)
- im Gartenhaus (da hatte ich das Kälteproblem sogar im Hochsommer, weil die Hütte so gut isoliert ist.
Seit Miss Vorschulkind geboren wurde, habe ich mich schon aus Betreuungsgründen für den Platz am Küchentisch entschieden. Und dass ich ziemlich lange überhaupt nicht zum Schreiben gekommen bin, weil die Süße ein sehr einnehmendes Wesen hat - und ich nur zu bereit war, mich von ihr ablenken zu lassen - steht auf einem ganz anderen Blatt :-)
Inzwischen ist es so, dass ich es eher genieße, wenn um mich herum alle ihren eigenen Tätigkeiten nachgehen. Gerade am Wochenende hat es trotz allen Trubels etwas Friedvolles, wenn die Jungs Darts spielen, die Kleine mit Lego baut oder Teekränzchen mit ihren Kuscheltieren veranstaltet, ihre Mama Klavier spielt oder alle fernsehen. Und das immer nur max. 5 Meter von mir entfernt. Ich nehme an, dass andere da schon durchgedreht wären :-D Aber ich habe ja auch problemlos fünfeinhalb Jahre lang mit meinem Mann in einer Ein-Zimmer-Wohnung gelebt.

Und so lange mich niemand direkt anspricht, ist das alles wunderbares Untermalungsgemurmel, wofür ich früher oft die künstliche Caféhausgeräuschkulisse von coffitivity.com auf den Ohren hatte. Als erfahrene ADSlerin weiß ich schließlich, dass "weißes Rauschen" prima gegen Ablenkung hilft. In einem total stillen Raum würde ich nämlich durch jedes Knacken der Dielen abgelenkt werden. Und in all den Jahren habe ich auch gelernt, relativ entspannt mit echten Unterbrechungen umzugehen, auch wenn ich dabei manchmal einen Satz verliere und kurz grummele.
Mit am Arbeitsplatz ist immer eine Flasche Mineralwasser und Schwarzer Tee mit Milch. Ohne geht nicht. Karteikasten, Notizbücher, Recherchematerial, Bullet Journal, jede Menge Stifte und Zettelchaos ist da natürlich auch. Und die eine oder andere Bastelei von Miss Vorschulkind <3
Wie sieht euer Homeoffice-Arbeitsplatz aus?
Liebe Grüße
?
MeetTheBloggerDE21 | Das bin ich
Auf Instagram gibt es nun schon im sechsten Jahr die Aktion #MeetTheBloggerDE die von @annehaeusler (annehaeusler.de) ins Leben gerufen wurde. Und 2021 bin ich zum ersten Mal dabei. Ich hätte das natürlich für alle meine Blogs und Insta-Accounts machen können, habe mich aber auf @writingwoman beschränkt. Und dann dachte ich: Das wären doch auch schöne Blogbeiträge :-)
Unten im Beitrag könnt ihr sehen, welche Themen in den nächsten 14 Tagen dran sind. Tag 2 "Mein bester Tipp" habe ich übrigens per Zufall bereits im gestrigen Beitrag beantwortet, nämlich, dass es wichtig ist, beim Schreiben und Plotten klare Entscheidungen zu treffen.
Samstag, 01. Mai 2021
Die Berliner Autorin Petra A. Bauer mitten in einem Mohnfeld.? Foto: Julia Bauer
Diese Aktion nehme ich zum Anlass, um mich auch meinen neuen und alten Bloglesern nochmal vorzustellen:
Ich bin Petra, werde in drei Tagen 57 Jahre alt (fühle mich aber kein bisschen so alt) und bin Autorin. Das hättet ihr in einem Autorenblog nicht für möglich gehalten, was? ;-)
Mit meinem Mann Michael bin ich seit 38 Jahren zusammen, deshalb ist auch der 23. April nicht in erster Linie Welttag des Buches für mich, sondern "Omas und Opas Liebestag", wie Miss Vorschulkind immer sagt <3 Wir haben vier gemeinsame Kinder und ein Enkelkind (hier zumächst als #Babytörtchen, dann als #MissKleinkind, inzwischen als #MissVorschulkind bekannt). Kind 3 und 4, sowie Miss Vorschulkind leben mit meinem Mann und mir noch in unserem Haus in unser aller Geburtsstadt Berlin. Michael pendelt inzwischen seit zehn Jahren beruflich. Erst Zürich - Berlin, dann fünf Jahre lang Hamburg - und aktuell wieder Zürich - Berlin. Allerdings hier wie da coronabedingt momentan im Homeoffice.
Mit sechs Jahren stand für mich fest, dass ich Schriftstellerin werden will. Daraufhin begann ich die Wörter in meinen zahlreichen Büchern zu zählen. Schließlich musste ich doch wissen, wie viele Wörter in so ein Buch gehören :-D Ich habe mich nämlich auch immer gefragt, wie Musiker es schafften, ein Lied exakt so lang zu machen, dass es auf eine Single passte (sorry, ich war halt erst sechs). Für die Küken: Eine Single war eine kleine Schallplatte (das müsst ihr jetzt googeln *g*) auf die zwei Lieder passten: eins vorne, eins hinten.
Tatsächlich habe ich mein erstes Buch dann mit 40 Jahren veröffentlicht. 15 Bücher habe ich insgesamt bisher in verschiedenen Verlagen veröffentlicht. 2018 habe ich nach Erfüllung des letzten laufenden Verlagsvertrags beschlossen, mich dem AbenteuerSelfpublishing mit dem Label lion23book.de* zuzuwenden, und ich lerne immer noch dazu. Gerade gestern habe ich einen neuen Blogbeitrag geschrieben, der auch damit zu tun hat.
* bzw. planer-und-lernen.de - ich muss das alles mal vernünftig aufräumen, weil ich da unterschiedliche Verträge habe und einen gekündigt habe, ohne über die Auswirkung nachzudenken ...
#WritingwomansAutorenblog wird im nächsten Jahr übrigens schon 20 Jahre alt! Wenn ihr mehr über mein #Autorinnenleben wissen möchtet: Fragt mich alles!
Liebe Grüße


- Bücher schreiben mit ADHS
Dienstag, 06. Februar 2024 Aktuelles und Neuerscheinungen - Lussekattertage - Ein Schweden Liebesroman
Dienstag, 09. Januar 2024 Aktuelles und Neuerscheinungen - Was plane ich denn so?
Dienstag, 07. November 2023 In Arbeit oder Planung
Einige Bilder ersetze ich nach und nach durch externe Verlinkung.
Meine Buchveröffentlichungen in Eigenregie:
(Verlagsbücher findet ihr bei autorin.writingwoman.de)
#SwedishRomance (Band 1)
Mittsommer-Romanze von Katarina Andersson-Wallin (Pseudonym von Petra A. Bauer) hier kaufen.
Midsummer-Romance (english Ebook)
#SwedishRomance (Band 2):

Lussekattertage hier kaufen oder gratis mit Kindle Unlimited lesen.
KRIMI:

Das Schreibtagebuch 2023:
Noris : Der Gedanke, dass nicht nur Inhalte, sondern auch das Medium irgendwann nicht...
Petra : Sehr gerne, liebe Ilka :) Ich hatte jetzt wegen des zweiten...
Illa Sabin : Wie lieb von dir! Ich danke für den Link. Viel Erfolg für die zwanzigtausend...
R23 : Glückwunsch und viel Erfolg mit deinem Patreon Profil. Ich selbst habe in...
Renate : 20 Jahre, das ist eine sehr lange Zeit. Herzlichen Glückwunsch;)
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