Einträge mit dem Tag: Schreiben


NaNoWriMo -Tag 6 im Liveticker

Mehr plotten als schreiben beim NaNoWriMo 2014 - auch gut. Hauptsache, ich bleibe dran. Da hilft das schon ungemein. Am ersten Tag hab ich nebenher sogar noch mein Forum im Webspace installiert, eingerichtet und schreibe seither täglich mindestens einen Beitrag dort. Ist nur noch ein bisschen einsam da. Ich freue mich auf euch!

Donnerstag, 06. November 2014

Das nagelneue Writingwoman Forum. Ich freue mich über weitere Mitglieder, damit dort ein Austausch in Gang kommt.

00:01 Uhr: Habe ein schönes Rezept für die Gestaltung der einzelnen Szenen gefunden und für mich erweitert. Komme voran. Aber jetzt geh ich schlafen, muss morgen früh raus.

Gute Nacht!

14:16 Uhr: Ich habe früher mal echt gerne Exposés geschrieben. Das fiel mir gar nicht schwer und die Verlage hatten auch nie ein Problem damit, dass diese zum Ende hin ewas vager wurden . Bis zu jenem Moment, an dem ich das Exposé zu einem Kinderbuch schreiben wollte (den Vertrag hatte ich schon aufgrund der IDEE bekommen, weil mich die Lektorin gut genug kannnte), und stattdesssen innerhalb von 12 Tagen ein komplettes Manuskript fertig hatte, mit dem ich meine Lektorin erschreckt (und begeistert) habe. Seither hadere ich mit Exposés und dem Plotten. Ich fand es immer gut, ein Gerüst zu haben, an dem ich entlangschreiben konnte, v.a. wenn zwischen Vertrag und Abgabetermin mehr als ein Jahr lag. So wusste ich noch, was ich ursprünglich mal hatte schreiben wollen. Aber ich kriege es einfach nicht ehhr hin. Bei komplexerer Handlung muss ich schreiben (und ggf. dann eben löschen), um mr darüber klarzuwerden, wo ich eigentlich hin will, bzw. welchen Weg ich nehme, wenn das Ziel klar ist. Ich habe mir so ein Zwischending aus Plotten beim Schreiben angewöhnt, so dass die Outline immer ein bischen vorausflattert. Aber erstens ärgert es mich, dass ich das Gerüst nicht vorher bauen kann und zweitens gibt es leider Situationen, in denen ein Verlag / Herausgeber ein Exposé verlangt. Ein Krampf, sag ich euch. Und damit scheine ich ncht alleine zu sein, wie ich heute bei meiner Kollegin Christine Spindler im Schreibtagebuch las. Aber hilft nix, ich muss ja. Wörterzahl bisher heute - ach, reden wir nicht drüber. Grunz.

17:20 Uhr: 7.472 Wörter. Es hilft nichts - die Hirnquetsche kommt zum Einsatz. Klärende Gespräche mit den Figuren, wobei der Protagonist ganz schön pampige Antworten gibt und bisher auch nur mäßig hilfreich war. Desweiteren Kapiteleinteilungen á la: Kapitel 3, in dem das und das passiert. Das hat mir früher auch immer ganz gut geholfen.

Plot, ich krieg dich noch hin! Nicht-Autoren können es sich vielleicht nicht vorstellen, aber diese "Hirnquetsche" kann ziemlich anstrengend sein. Ich merke, dass mein Kopf sich unter den Haarwurzeln total warm anfühlt und irgendwie summt ;-)

Zwischenzeitlich musste ich an 1995 denken, als ich hochschwanger bei 35°C Hitze den Betonboden unseres Badezimmers baute (der Liebste hat den Mischer befüllt, ich hab derweil den Boden wasserwaagengerade aufgefüllt, das war ne Scheißarbeit, auch wenn das so jetzt gar nicht klingt). 12 Stunden waren wir beschäftigt und mich haben zwei Gedanken aufrecht erhalten: Irgendwann werden wir fertig sein. und: Ich habe zwei Kinder geboren, da werde ich doch mit einem lächerlichen Betonboden fertig werden!"

Eben dachte ich: Ich habe vier Kinder geboren, da werde ich doch diesen Plot stimmig hinbekommen!

Noch ist es ein zäher Kampf, aber irgendwann habe ich genügend Infos, die sich beinahe magisch zu einem großen Ganzen zusammenfügen werden. Ich weiß das, denn das passiert immer - wenn man nur hartnäckig genuf dran bleibt. Infos sammeln, brainstormen, mit den Protas Tee trinken, Figürchen und Kärtchen schieben. Und manchmal stricken. Das hilft mir ungemein dabei, die Ideen im Unterbewusstsein reifen zu lassen. Und dann kommt irgendwann der Moment in dem "das Ganze von einer vagen Sammlung von Ideen in die Liga eines echten Plots katapultiert" wird, wie Kai Meyer so schön im Eden Tagebuch schrieb.

Leider bin ich noch nicht so weit, aber es brodelt.

18:14 Uhr: 7.842 Wörter. Ich habe mich eben mit der wichtigsten Protagonistin unterhalten. Sie hat mir sehr bereitwillig Auskunft über ihre Kindheit gegeben, und wiie sie zu dem wurde, was sie ist. Dabei ist sie weniger zickig, als man bei dem Künstlernamen denken könnte. Ein nettes Mädel, wirklich. Das hat sie alles echt nicht verdient.

Früher habe ich immer einfach nur "laut nachgedacht" beim Schreiben. Das lief auch ganz gut, endete jedoch oft mit Gejammer darüber, wieso alles nicht so läuft, wie ich mir das so denke. Seit ich die Idee des "klärenden Gesprächs" aus Christine Spindlers soeben erschienenem 50. Buch (Congrats!) Mein Ideengarten nutze, funktioniert es viel besser. Weil ich nicht mehr mit mir selbst rede, sondern zuhöre und Fragen stelle.

Petra

Alle NaNoWriMo-Liveticker-Einträge:

01. Nov. 2014 | 11. Nov. 2014 02. Nov. 2014 | 12. Nov. 2014 03. Nov. 2014 04. Nov. 2014 05. Nov. 2014 06. Nov. 2014 07. Nov. 2014 08./ 09. Nov. 2014 10. Nov. 2014

Ich lebe noch ;-)

Krächz, hust, schnief - was fiebrige Infekte angeht, bin ich eher ein Mann. Jammmerlappen halt. Ich konnte locker (naja) die Schmerzen von vier Entbindungen aushalten, aber gebt mir eine verschwundene Stimme und erhöhte Temperatur und ich sterbe den Heldentod. Es ging mir aber tatsächlich so mies, dass unser Kurzurlaub ins Wasser gefallen ist.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Installationsfreuden

Installationsfreuden. Foto: Petra A. Bauer

Das wäre auch nicht gegangen, da es sich um mindestens 12 Stunden Fahrt gehandelt hätte (Berlin - Bielefeld zum Hertha-Pokalspiel - Zürich und ich am Steuer, wohlbemerkt), plus studenlangem Stehen im Gästeblock - auch noch mit Elfmeterschießen. Da mir heute noch - 3 Tage nach dem Spiel - nach spätestens 5 Minuten Stehen der Kreislauf wegsackt, war die Entscheidung, die Kinder mit dem Fanzug fahren zu lassen und den allerletzten Schweiz-Aufenthalt zu canceln, leider die richtige Entscheidung.

Kleiner Witz am Rande: Um ausschließen zu können, dass es sich - entgegen aller Wahrscheinlichkeit - doch um eine bakterielle Infektion handelt, hat der Doc noch ein Blutbild machen lassen. Die Sprechstundenhilfe flötete heute fröhlich, mein Blutbild sei perfekt. "Nicht mal ein bisschen grenzwertig. Und auch die Leukozyten tt- da ist nicht mal eine Entzündung!" Ich bin ja kein Mediziner, aber wie kann das sein? Bei der Blutabnahme hatte ich Fieber, einen komplett entzündeten Rachen und konnte kaum sprechen. Ob die das immer noch in das Labor geben, das meinem kerngesunden Mann Diabetes andichten wollte, weil sie die Blutproben verwechselt haben?

Nach drei Tagen im Bett herumliegen, musste ich heute jedenfalls mal wieder was tun. Ich dachte, für die eKrimiReihe wäre ich nicht fit genug und für den überfälligen Videodreh kam ich nicht in Frage, denn es sollte ja kein Halloween-Zombie-Video werden. Also nahm ich in Angriff, was ich offenbar seit 2009 vorhatte, ähem: Ich installierte ein Forum für meine Autorenwebseite.

Haha, was das Denken und "nicht fit genug" angeht, hätte ich lieber am Manuskript schreiben oder den Plot für das andere Projekt entwickeln sollen, das sich gerade anschleicht. Mit ftp-Kram hatte ich vor über 12 Jahren das letzte Mal zu tun, da ich seither nur mit Blogsoftware arbeite. Und ich kann mich noch sehr genau an 1997 erinnern, als ich zum ersten Mal Dateien via ftp in meinen damaligen Webspace hochlud und Angst hatte, hinterher wäre alles weg oder zumindest kaputt :-D

Es war jedenfalls heute eine ziemliche Fummelei, da ich mich erst mit der Benutzeroberfläche des tatsächlich schon seit fünf Jahren gemieteten und bislang ungenutzten Webspace bekanntmachen musste. Die Forensoftware hatte auch eine längere Anleitung dabei und ein ftp-Programmm besaß ich ja auch nicht mehr. Stundenlanges Rumgefummel schreckt mich ja eigentlich nicht, aber wenn danach nur Banane rauskommt, wurmt mich das schon.

Denn eigentlich sollte ich jetzt das Foren-Installationsprogramm im Browser aufrufen können, abba da kommt nüscht. Unter der Domain steht der alte Spruch, dasss da noch eine Webpräsenz aufgebaut wird und das Unterverzeichnis wird gar nicht erst gefunden. Ich bin mir sicher, dasss der Fehler bei mir liegt, aber zum Glück bin ich ja nicht zu stolz den Support zu fragen und warte nun auf Antwort. Kann nur besser werden.

Wieso ein Forum?

Weil ich in Zukunft besser mit euch kommunizieren können möchte und nach Serienstart Leserunden veranstalten, etc. natürlich gibt es Faceook & Co, aber ich bin ein Anhänger von Daten auf eigenem Serverplatz, weil ich da in der Hand habe, ob ich den Dienst schließe oder nicht.

Falls das in diesem Leben noch was wird mit dem Forum, lasse ich es euch natürlich sofort wissen. Und nu mach ich Feierabend, die Kinder haben das Essen fertig :-)

Verschniefte Grüße

Petra

NaNoWriMo 2012

NaNoWriMo 2012Es ist November und wieder NaNoWriMo-Zeit!

Dienstag, 06. November 2012

50.000 Wörter in 30 Tagen ist auch in diesem November das Ziel. Der Anfang war in diesem Jahr bei mir ein bisschen halbherzig und so habe ich direkt am 1. November völlig verplant, dass der Schreibmarathon-Monat schon angefangen hatte. Am zweiten Tag habe ich dann ein bisschen was geschrieben, war aber sehr abgelenkt und habe entsprechend wenig geschafft. Heute habe ich in relativ kurzer Zeit das "eigentlich" notwendige Pensum von 1.667 Wörtern geschafft. Das ist der Schnitt von 50.000 : 30 Tage. Natürlich müsste ich inzwischen täglich etwa 200 Wörter mehr schreiben um das Pensum noch zu schaffen. Aber da es ja keine "NaNo-Polizei" gibt, ist es natürlich völlig schnupsi, ob ich die 50.000 schaffe oder nicht.

Wer sich jetzt über die Wörterzählerei wundert: Es soll dazu führen, dass man den sog. inneren Zensor mal für eine Weile auf Urlaub schickt und einfach schreibt, was einem als Erstes in den Sinn kommt. Überarbeitet wird später.

Natürlich hätte ich ohnehin geschrieben, aber ich nehme den November zum Anlass, mit ein bisschen Spaß und Wettbewerb das Manuskript einen großen Schritt voranzubringen. Ich habe im Exposé die grobe Richtung skizziert, weiß also ungefähr was als nächstes kommt. Jetzt entwickle ich während des Schreibens den Weg zur nächsten "Base" um mal in Baseballsprech zu verfallen. Damit meine ich den Punkt von dem ich schon weiß, was dort geschehen wird.

Da ich jedoch meist erst noch durchlese, was ich vorher geschrieben habe, findet die Überarbeitung des bisherigen Textes beinahe automatisch statt. Was nun dazu führte, dass ich die Textprobe des Exposés optimiert habe. NACHDEM ich das Exposé auf Wunsch einer Lektorin rausgeschickt habe. War ja klar ;-) Vorher ist mir auch nach x-maligem Lesen nicht aufgefallen, was sich da noch für Potenzial verbirgt. Nunja, das nennt man wohl Schicksal *g*

Was ich übrigens sehr hübsch finde: Hilke vloggt jeden Abend über ihren jeweiligen NaNoWriMo-Tag auf Youtube: Monat des Schreibens: Das Schreibtagebuch. Mich hat es schon motiviert :-)

Sooo, der Abend ist noch frisch - 2.400 Wörter habe ich heute schon getippselt - da sind noch ein paar drin ;-) Den Fortschritt könnt ihr in der rechten Sidebar sehen, wiee in jedem Jahr. Und wer sich zu meinen Writing Buddies gesellen möchte: Hier ist mein NaNoWriMo-Account.

Liebe Grüße

Grafik

NaNoWriMo-Experiment: Gewonnen!

NaNoWriMo WinnerDer diesjährige National NovelWriting Month liegt seit Mitternacht hinter uns. Ich habe zum dritten Mal am NaNoWriMo teilgenommen und diesmal die erforderlichen 50.000 Wörter in den vorgegebenen 30 Tagen auch erreicht. Zu meinen Bedingungen.

Donnerstag, 01. Dezember 2011

Ich hatte mich offiziell mit ALBATROS angemeldet. Aus Gründen hatte ich mich allerdings kurz nach dem Start an 1. November einem anderen Exposé / Manuskript gewidmet. Außerdem hatte ich ein Experiment vor, da mir klar war, dass ich mit dem neuen Projekt die 50.000 nicht schaffen würde, wenn ich mich nicht völlig verausgaben wollte. Und - Überraschung! - das wollte ich nicht.

Jedes Wort zählt

Das Projekt - nennen wir es im Blog einfach mal C-PUNKT - hatte noch kein fertiges Gerüst an dem ich hätte entlangschreiben können. Ich hatte also viel Brainstorming und Outlining vor mir. Dass auch das zum Erreichen der NaNo-Ziellinie nicht reichen würde, war mir von vorneherein klar. Und da man mich ja nicht schlagen oder sonstigen Repressalien aussetzen würde, wenn ich mich nicht sklavisch an diese eine "novel" hielte, habe ich beschlossen mal zu schauen, wieviel ich denn ÜBERHAUPT so am Tag schrieb. Egal ob C-PUNKT, andere Manuskripte, Mails, Tweets, Beiträge bei Google+ oder facebook, alles zählte, und auch Blogpostings rechnete ich mit ein. Hauptsache am Rechner getippt. Ich wollte wissen, wie weit ich damit bei der Zählung kommen würde. Dazu habe ich ALLES, was ich geschrieben habe, per copy and paste in ein .doc kopiert, um einen Überblick über die Anzahl der Wörter zu haben.

Ein riesiger Wörterberg

Vom Ergebnis bin ich fast ein wenig geschockt (kann man "ein wenig" geschockt sein? So ein kleines Schöckchen vielleicht? *g*). All das Zeug, das ich täglich so in den Rechner hacke, war etwa das durchschnittliche NaNoWriMo-Wörterziel (man benötigt im Schnitt 1.667 Wörter pro Tag um pünktlich am 30. November 50.000 Wörter zu erreichen). Ohne, dass ich mich jetzt extra angestrengt hätte. Einfach das, was täglich so anfiel. Dafür habe ich nicht sonderlich viel Zeit gebraucht, denn man weiß ja, eine Mail ist schneller geschrieben als selbst die schlampigste Rohfassung eines Manuskripts. Aber es hat mir eines gezeigt: Mit einem engmaschigen Plot- bzw. Szenengerüst, wäre ich durchaus in der Lage, ein nicht ganz dünnes Buch innerhalb eines Monats zu verfassen (ich hab mal eines in 12 Tagen in einem Rutsch durchgeschrieben, das hatte allerdings auch nur 80 Normseiten und die Muse hatte mich zu diesem Zeitpunkt heftigst geknutscht). Leider waren nur ca. 20% der gesamten Textmenge manuskriptbezogen. Sollte uns das zu denken geben? Ich denke - vielleicht.

Gemischte Planungs- und Schreibphase

Ich müsste ein vollkommen anderer Mensch sein - also komplett frei von ADS und dafür extrem durchstrukturiert - um das durchhalten zu können. Außerdem kommen mir viele Ideen für ein Manuskript, während ich artfremde Dinge schreibe. Dann kommt noch hinzu - ich hatte es schon häufiger festgestellt, dass ich zumindest anfangs gleichzeitig plotten und schreiben muss, um während des Schreibens wichtige Hinweise auf den Fortgang der Geschichte zu erhalten. Erst, wenn mir dadurch von Anfang bis Ende alles klar ist, kann ich dieses Gerüst kontinuierlich mit "Fleisch" füllen. Und dieser Anfang dauert dadurch eben deutlich länger. Doch letztlich denke ich, es ist egal, ob ich VORHER gründlichst plane um dann in einem Rutsch durchzuschreiben, oder ob sich die Planungs-und Schreibphase vermengen. Immerhin habe ich herausgefunden, dass ich auch kein reiner Bauchschreiber bin. Ich will schon vorher wissen, wohin die Reise geht.

Meine NaNoStatistik 2011

Zurück zum NaNoWriMo. Ich habe hier mal meine Statistik für euch:

nanowrimoENDE

Seht ihr die abgeplattenen Teile der Kurve? Das sind die Wochenenden, an denen ich mehr mit meiner Familie rumturne als am Rechner zu sitzen. Das letzte NaNo-Wochenende war besonders rechnerfrei, daher kam ich in den letzten beiden Tagen dann doch ein wenig dahin, mehr zu schreiben als ich eigentlich ohne Anstrengung (also ohne extra auf NaNo.Wörter zu achten, anstrengend ist es ja eh nicht) gemacht hätte. Was aber auch nicht schlimm war, weil ich merkte, dass auch knapp 6.000 Wörter am Tag kein echtes Problem darstellen. Mein Rekord lag ja auch bei 22 Manuskript-Normseiten für einen Krimi. Wenn man bei den 1.800 Wörtern pro Normseite einfach mal von durchschnittlich sechs Buchstaben pro Wort ausgeht, sind das bei 22 Seiten 6.600 Wörtern - es käme also auf dasselbe heraus.

Witzig finde ich, dass ich zur Halbzeit - also nach 15 Tagen - exakt 25.000 Wörter geschrieben hatte.

Jetzt zum Ende habe ich alle 50.846 Wörter in Normseiten formatiert. Das Ergebnis: 244 (!) Normseiten in 30 Tagen geschrieben. Da kann man einerseits sehen, was ich für ein Plappermäulchen bin, andererseits sehe ich, dass ich REICH sein könnte, gelänge es mir, das alles zu kanalisieren ... Jeden Monat ein Buch (theoretisch). Traumhaft :-)

Wer weiß, vielleicht ziehe ich - und ihr? - aus meinem kleinen Experiment ja eine großartige Erkenntnis? Nur umsetzen müssten wir die dann noch :-)

Und, wie war euer NaNoWriMo so?

ALBATROS [20101215] - Näheres zur Arbeitsweise

Grafik Mindmapping ist gut, Aufschreibing ist besser ;-)

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Jedenfalls für mich.

Ich habe eine professionelle Mindmapping-Software, die ich auch nutze. Zumindest gelegentlich, wie zu Beginn des ALBATROS-Projekts. Doch ich stelle ja - auch im Büroalltag bei der Ablage von Geschäfts- und Familienkorrespondenz - immer wieder fest, dass ich zu blöd zum Katalogisieren bin. Vermutlich bin ich dafür zu wenig linkshirnig veranlagt ;-) Ich will die Dinge immer in mehrere Kategorien einsortieren, weil ich später garantiert sowieso nach dem falschen Stichwort suche (daher mag ich tags, weil man davon unzählige verschiedene vergeben kann).

Deshalb halte ich mich auch viel zu sehr damit auf, wie ich die einzelnen Zweige der Mindmap benenne und welche Bildchen ich dazusortiere. Die Bilder und Einzelwörter sollen ja beim kreativen Denken helfen. Das leuchtet mir so weit auch ein. Aber wenn anderen Mindmappern ein Wort genügt, dann wirkt diese Beschränkung bei mir eher als Denkbremse, weil ich mich ja auf ein einziges Wort beschränken soll. Und dass ich mich nicht besonders gut entscheiden kann, das hatten wir ja neulich schon irgendwo. Ach nee, das war im Texttreff, aber egal.

Jedenfalls bin ich heute an einer Stelle im Rohmanuskript wieder auf eine offene Frage gestoßen. Derer gibt es natürlich viele, doch diese ist ziemlich wesentlich und hat mit der Vergangenheit meiner Antagonisten zu tun. Ich habe also die Frage genauer formuliert und in weitere Fragen unterteilt. Dann habe ich mir mein Strickzeug geschnappt, weil ich weiß, wenn ich solche Fragen bei einer monotonen Tätigkeit im Hinterkopf behalte, komme ich der Antwort näher.

Was soll ich sagen? Ich hatte kaum das Strickzeug zur Hand genommen und zwei Maschen (!) gestrickt, da kam mir schon die zündende Idee! Ich fing an, alles, was mir dazu einfiel, einfach in das Rohmanuskript zu tippen. Ich habe quasi wieder laut überlegt. Dabei bin ich auf Dinge gestoßen, die ich nochmal recherchieren musste und habe auch die Überlegungen dazu laut gedacht. Das ist für mich so viel wertvoller als ne Mindmap. Die nutze ich eher hinterher, um die Ergebnisse festzuhalten. Beim Denken ist sie für mich hinderlich. Das hätte ich nicht gedacht, aber nun habe ich das auch endlich herausgefunden :-)

Nun schreibe ich schon fast elf Jahre beruflich, aber die Aha-Erlebnisse zu meiner Arbeitsweise hatte ich alle erst in den letzten Wochen. Möglicherweise liegt es daran, dass ich nun auch mal die Zeit habe, mir das von Weitem anzusehen und drüber nachzudenken. So habe ich ja auch gelernt, dass die Wörter-Bolzerei beim NaNoWriMo eigentlich nicht meinem Naturell entspricht. Mein Rohmanuskript, mit allen Überlegungen ist inzwischen auf 87 Seiten und 24.200 Wörter angewachsen, noch nicht ganz die Hälfte dessen, was eigentlich das NaNo-Novemberziel war. Mir wurscht. Es geht kontinuierlich voran, und all den Wust extrahiere ich momentan in ein anderes Dokument (das ich auch für meine Testleserin aufbereite, denn im Rohmanuskript würde sie sich verlaufen *g*). Das sieht dann so aus:

Ich suche im Rohmanuskript nach den Stellen, die ich chronologisch in das "echte" Manuskript einfügen möchte. Wenn ich die Stelle gefunden habe, lese ich sie durch und schaue, wo sie optimierbar ist. Sprachlich überarbeite ich also, und / oder füge nähere Beschreibungen ein, etc. Das macht die Figuren für mich schon wieder plastischer. Denn auch hier gilt: Stures Abarbeiten von Figuren-Fragebögen fällt wieder in das Kategorisierungsproblem und ist nicht Petra-kompatibel. Auch das war mir früher nicht bewusst. Gerne trage ich HINTERHER in die Fragebögen ein, was ich über die Figur erfahren habe. So als Erinnerungszettel, damit nicht aus Versehen die Augenfarbe variiert. Wie die Figur charakterlich ist und wie sie aussieht, muss sie mir während der Story schon selber sagen ;-)

Wenn ich dann mit der Stelle zufrieden bin, kopiere ich sie in das "echte" Manuskript. Dort lese ich sie im Zusammenhang mit den vorherigen Szenen. Dabei fallen mir Dinge ein, die ich ergänzen möchte. Manchmal überarbeite ich es dabei sprachlich erneut. Damit ich nun aber nicht von zwei verschiedenen Versionen im Rohmanuskript und im anderen Mansukript verwirrt werde, gleiche ich die Passage im Rohmanuskript auch wieder an.

Klingt voll umständlich, ist es sicher auch, aber sehr effektiv :-)

Ich bin jedenfalls kein Mensch, der streng nach Lehrbuch arbeiten kann. Und wenn ich ehrlich bin, dann will ich das auch nicht. Ich will keine Schema-F-Plots, wo vorher schon klar ist, dass der Böse um die Ecke gucken muss, bloß weil gerade der erste Plotpoint fällig wäre und ich mich an einen 7-Stufen-Plot klammere, oder das Ganze in 12 Teile oder drei Akte untergliedere. Das kann man am Anfang mal ausprobieren um ein grundsätzliches Gefühl für Dramaturgie zu bekommen. Aber irgendwann müssen die Figuren die Geschichte so erzählen dürfen, wie sie sich zugetragen hat. Und wenn es denn, obwohl ich es mir wirklich gewünscht habe, nicht so funktioniert, dass ich für das ganze große Projekt ein detailliertes Plotgerüst erstellen kann, an dem ich dann "entlangschreibe", dann ist es eben so und ich muss damit leben. Vielleicht muss ich auch einfach noch viel mehr Hintergrund dazu wissen, aber dann bin ich vermutlich mit der Häfte des ersten Bandes schon fertig ;-)

So what?

15. Dezember

Neun Tage noch! Zeit, Weihnachtsgeschenke zu kaufen, oder ist euch das noch zu früh? ;-) Vielleicht könnt ihr ja noch eines gewinnen, für Kind, Nichte, Enkel, Nachbarkind, Patenwicht... Nachdem gestern der erste Band um Alina, Leon und Lucy verlost wurde, steckt Band zwei hinter der heutigen Tür: The Pirates of Plymouth - Die Piraten von Plymouth.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Im Buch kommt ein Zirkus vor, in dem Laien-Kinder und erwachsene Akrobaten auftreten. Heute dürft ihr wieder zwischen zwei Aufgaben wählen: Ich möchte gerne mindestens 40 Wörter lesen

a) über euer lustigstes / schrecklichstes / skurrilstes Erlebnis mit bzw. in einem Zirkus oder

b) Welcher Akrobat würdet ihr sein wollen, wenn ihr die Fähigkeit hättet, alles was man dazu braucht innerhalb von drei Stunden zu lernen? Und warum gerade das?

Herumspinnen ist wieder ausdrücklich erlaubt :-)

(und nicht vergessen zu sagen, ob ich es hier ggf. veröffentlichen darf, mit Initialen z.B.)

Die Teilnahmebedingungen findet ihr wie immer auf der Adventskalender-Startseite. Der Betreff für die heutige Mail lautet: 15.12.

Viel Spaß und viel Glück!

PiratesofPlymouth2008

Wollt ihr mal sehen, wie ich arbeite? - Teil 1

Ich bin ja sehr neugierig, das dürfte Stammlesern bekannt sein. Und so sehe ich auch gerne Menschen beim Arbeiten über die Schulter. Weil ich davon ausgehe, dass ihr auch neugierig seid, weil ihr sonst dieses Blog nicht lesen würdet, lade ich euch heute mal zum Zuschauen ein:

Freitag, 27. November 2009

Nun könnte man ja denken, Autoren, die tippen vor sich hin, bis das Manuskript fertig ist, dann überarbeiten sie es, und schicken es ins Lektorat. Im Prinzip stimmt das auch, aber jeder Autor hat andere Arbeitsmethoden. Und manchmal ist auch einiges an Fummelarbeit zu erledigen, v.a. wenn man in verschiedenen Programmen schreibt. In diesem Video arbeite ich am zweiten Kappe-Krimi (der Unschuldsengel-Nachfolger). Gezeigt wird die Phase, in der ich neben dem Schreiben noch an der Gliederung arbeite. Das geht zu Beginn eines Buchprojektes bei mir meist noch Hand in Hand.

Das fertige Manuskript schicke in als Word-.doc an die Lektorin, aber ich arbeite gerne in Papyrus Autor, weil ich mir damit eine schöne Übersicht erstellen kann, indem ich Szenen markiere und Anmerkungen schreibe, die Papyrus dann in eine Inhaltsübersicht umwandelt. Bei der Überarbeitung einzelner Szenen vereinfacht das die Suche sehr, zumal man den unterschiedlichen Arbeitsfortschritt in der Übersicht markieren kann (unfertig, überarbeiten, Feinschlif, etc.). Sollte es dann nötig werden, einzelne Szenen zu verschieben, verändert sich die Übersicht mit.

Noch ein Feature, das ich an Papyrus Autor mag, stelle ich im Video vor: DIe Verknüpfung von Namen / Orten / Textteilen, etc. mit Datenbanken, die ich zum jeweiligen Projekt erstelle.

Und nun die Frage an euch: Was wollt ihr noch sehen? Ich filme weiter aus meinem Arbeitsalltag und nehme noch Sonderwünsche entgegen :-)

Damit ihr nicht denkt…

... ich würde nur noch malen und zeichnen: Dem ist natürlich nicht so.

Dienstag, 25. August 2009

Meinen Kinderkrimi, der im Dezember erscheinen wird, habe ich mit einigen Überarbeitungen wieder ans Lektorat zurückgeschickt.
Den neuen Berlinkrimi aus der Kappe Reihe (Band 11, der im Jahr 1930 spielt) konzipiere ich gerade.
Ich mache mir Gedanken über Projekte in 2010; ein Buch möchte ich im Non-Fiction-Bereich ansiedeln und habe schon viele Ideen dafür, Texte, Mindmaps. Ich staune, wie konkret das Projekt schon ist, und ich hoffe, es bald meinem Agenten anbieten zu können, der schon signalisierte, dass er glaubt, das Thema wäre gut unterzubringen.

Und viele dieser Ideen sind beim Malen und Zeichnen entstanden.

Dafrüber hinaus helfe ich dem Ältesten flügge zu werden. Zum Selbständig-Werden zieht er in knapp 3 Wochen in eine eigene Wohnung. Ich beobachte interessiert, nach welchem Nicht-System er seine Umzugskartons bestückt. Er wird in der neuen Wohnung sicher viel Spaß beim Suchen haben ;-)

Achja, und Fahrten widerwillig zu unternehmen endet bei uns offenbar immer mit dem Verrecken des jeweiligen Autos... Das gibt zusätzliche Arbeit. Samstagnacht wurden wir nach dem Bosshoss-Konzert, auf das wir beide eigentlich keine Lust hatten, die 40km von der Wuhlheide nach Hause geschleppt, direkt vor die Werkstatt in der benachbarten Straße, weil das Auto kurz nach dem Anfahren auf einer Kreuzung liegenblieb. Anstelle von zwei Autos haben wir also gerade gar keines (der Multivan dürfte inzwischen Würfelform angenommen haben), und ich hoffe inständig, dass es wirklich nur die Zündspule ist und der Schaden rasch behoben werden kann.

Und dem ADAC werde ich gelegentlich eine Dankeskarte schreiben :-)

Bücher und Schriftliches wird es jedenfalls weiterhin genügend von mir geben.


Seite 2 von 2 Seiten insgesamt.  < 1 2

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

 

über 10 Jahre writingwomans Autorenblog

Flattr this Mit flattr mal für writingwomans Autorenblog spenden,
als kleines Dankeschön für die Inhalte.
Wie es geht, steht hier.

Themenspecial: Wie schreibe ich ein Buch?

Grafik

 

Q & A - Verlag finden

Empfehlungen

...

Follow Me on Pinterest

 

 

Grafik

 

MEIN TWITTER-BLOG: Treffpunkt Twitter

Grafik

Blogverzeichnisse Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis