Einträge mit dem Tag: Schreiben


ALBATROS [20101215] - Näheres zur Arbeitsweise

Grafik Mindmapping ist gut, Aufschreibing ist besser ;-)

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Jedenfalls für mich.

Ich habe eine professionelle Mindmapping-Software, die ich auch nutze. Zumindest gelegentlich, wie zu Beginn des ALBATROS-Projekts. Doch ich stelle ja - auch im Büroalltag bei der Ablage von Geschäfts- und Familienkorrespondenz - immer wieder fest, dass ich zu blöd zum Katalogisieren bin. Vermutlich bin ich dafür zu wenig linkshirnig veranlagt ;-) Ich will die Dinge immer in mehrere Kategorien einsortieren, weil ich später garantiert sowieso nach dem falschen Stichwort suche (daher mag ich tags, weil man davon unzählige verschiedene vergeben kann).

Deshalb halte ich mich auch viel zu sehr damit auf, wie ich die einzelnen Zweige der Mindmap benenne und welche Bildchen ich dazusortiere. Die Bilder und Einzelwörter sollen ja beim kreativen Denken helfen. Das leuchtet mir so weit auch ein. Aber wenn anderen Mindmappern ein Wort genügt, dann wirkt diese Beschränkung bei mir eher als Denkbremse, weil ich mich ja auf ein einziges Wort beschränken soll. Und dass ich mich nicht besonders gut entscheiden kann, das hatten wir ja neulich schon irgendwo. Ach nee, das war im Texttreff, aber egal.

Jedenfalls bin ich heute an einer Stelle im Rohmanuskript wieder auf eine offene Frage gestoßen. Derer gibt es natürlich viele, doch diese ist ziemlich wesentlich und hat mit der Vergangenheit meiner Antagonisten zu tun. Ich habe also die Frage genauer formuliert und in weitere Fragen unterteilt. Dann habe ich mir mein Strickzeug geschnappt, weil ich weiß, wenn ich solche Fragen bei einer monotonen Tätigkeit im Hinterkopf behalte, komme ich der Antwort näher.

Was soll ich sagen? Ich hatte kaum das Strickzeug zur Hand genommen und zwei Maschen (!) gestrickt, da kam mir schon die zündende Idee! Ich fing an, alles, was mir dazu einfiel, einfach in das Rohmanuskript zu tippen. Ich habe quasi wieder laut überlegt. Dabei bin ich auf Dinge gestoßen, die ich nochmal recherchieren musste und habe auch die Überlegungen dazu laut gedacht. Das ist für mich so viel wertvoller als ne Mindmap. Die nutze ich eher hinterher, um die Ergebnisse festzuhalten. Beim Denken ist sie für mich hinderlich. Das hätte ich nicht gedacht, aber nun habe ich das auch endlich herausgefunden :-)

Nun schreibe ich schon fast elf Jahre beruflich, aber die Aha-Erlebnisse zu meiner Arbeitsweise hatte ich alle erst in den letzten Wochen. Möglicherweise liegt es daran, dass ich nun auch mal die Zeit habe, mir das von Weitem anzusehen und drüber nachzudenken. So habe ich ja auch gelernt, dass die Wörter-Bolzerei beim NaNoWriMo eigentlich nicht meinem Naturell entspricht. Mein Rohmanuskript, mit allen Überlegungen ist inzwischen auf 87 Seiten und 24.200 Wörter angewachsen, noch nicht ganz die Hälfte dessen, was eigentlich das NaNo-Novemberziel war. Mir wurscht. Es geht kontinuierlich voran, und all den Wust extrahiere ich momentan in ein anderes Dokument (das ich auch für meine Testleserin aufbereite, denn im Rohmanuskript würde sie sich verlaufen *g*). Das sieht dann so aus:

Ich suche im Rohmanuskript nach den Stellen, die ich chronologisch in das "echte" Manuskript einfügen möchte. Wenn ich die Stelle gefunden habe, lese ich sie durch und schaue, wo sie optimierbar ist. Sprachlich überarbeite ich also, und / oder füge nähere Beschreibungen ein, etc. Das macht die Figuren für mich schon wieder plastischer. Denn auch hier gilt: Stures Abarbeiten von Figuren-Fragebögen fällt wieder in das Kategorisierungsproblem und ist nicht Petra-kompatibel. Auch das war mir früher nicht bewusst. Gerne trage ich HINTERHER in die Fragebögen ein, was ich über die Figur erfahren habe. So als Erinnerungszettel, damit nicht aus Versehen die Augenfarbe variiert. Wie die Figur charakterlich ist und wie sie aussieht, muss sie mir während der Story schon selber sagen ;-)

Wenn ich dann mit der Stelle zufrieden bin, kopiere ich sie in das "echte" Manuskript. Dort lese ich sie im Zusammenhang mit den vorherigen Szenen. Dabei fallen mir Dinge ein, die ich ergänzen möchte. Manchmal überarbeite ich es dabei sprachlich erneut. Damit ich nun aber nicht von zwei verschiedenen Versionen im Rohmanuskript und im anderen Mansukript verwirrt werde, gleiche ich die Passage im Rohmanuskript auch wieder an.

Klingt voll umständlich, ist es sicher auch, aber sehr effektiv :-)

Ich bin jedenfalls kein Mensch, der streng nach Lehrbuch arbeiten kann. Und wenn ich ehrlich bin, dann will ich das auch nicht. Ich will keine Schema-F-Plots, wo vorher schon klar ist, dass der Böse um die Ecke gucken muss, bloß weil gerade der erste Plotpoint fällig wäre und ich mich an einen 7-Stufen-Plot klammere, oder das Ganze in 12 Teile oder drei Akte untergliedere. Das kann man am Anfang mal ausprobieren um ein grundsätzliches Gefühl für Dramaturgie zu bekommen. Aber irgendwann müssen die Figuren die Geschichte so erzählen dürfen, wie sie sich zugetragen hat. Und wenn es denn, obwohl ich es mir wirklich gewünscht habe, nicht so funktioniert, dass ich für das ganze große Projekt ein detailliertes Plotgerüst erstellen kann, an dem ich dann "entlangschreibe", dann ist es eben so und ich muss damit leben. Vielleicht muss ich auch einfach noch viel mehr Hintergrund dazu wissen, aber dann bin ich vermutlich mit der Häfte des ersten Bandes schon fertig ;-)

So what?

15. Dezember

Neun Tage noch! Zeit, Weihnachtsgeschenke zu kaufen, oder ist euch das noch zu früh? ;-) Vielleicht könnt ihr ja noch eines gewinnen, für Kind, Nichte, Enkel, Nachbarkind, Patenwicht... Nachdem gestern der erste Band um Alina, Leon und Lucy verlost wurde, steckt Band zwei hinter der heutigen Tür: The Pirates of Plymouth - Die Piraten von Plymouth.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Im Buch kommt ein Zirkus vor, in dem Laien-Kinder und erwachsene Akrobaten auftreten. Heute dürft ihr wieder zwischen zwei Aufgaben wählen: Ich möchte gerne mindestens 40 Wörter lesen

a) über euer lustigstes / schrecklichstes / skurrilstes Erlebnis mit bzw. in einem Zirkus oder

b) Welcher Akrobat würdet ihr sein wollen, wenn ihr die Fähigkeit hättet, alles was man dazu braucht innerhalb von drei Stunden zu lernen? Und warum gerade das?

Herumspinnen ist wieder ausdrücklich erlaubt :-)

(und nicht vergessen zu sagen, ob ich es hier ggf. veröffentlichen darf, mit Initialen z.B.)

Die Teilnahmebedingungen findet ihr wie immer auf der Adventskalender-Startseite. Der Betreff für die heutige Mail lautet: 15.12.

Viel Spaß und viel Glück!

PiratesofPlymouth2008

Wollt ihr mal sehen, wie ich arbeite? - Teil 1

Ich bin ja sehr neugierig, das dürfte Stammlesern bekannt sein. Und so sehe ich auch gerne Menschen beim Arbeiten über die Schulter. Weil ich davon ausgehe, dass ihr auch neugierig seid, weil ihr sonst dieses Blog nicht lesen würdet, lade ich euch heute mal zum Zuschauen ein:

Freitag, 27. November 2009

Nun könnte man ja denken, Autoren, die tippen vor sich hin, bis das Manuskript fertig ist, dann überarbeiten sie es, und schicken es ins Lektorat. Im Prinzip stimmt das auch, aber jeder Autor hat andere Arbeitsmethoden. Und manchmal ist auch einiges an Fummelarbeit zu erledigen, v.a. wenn man in verschiedenen Programmen schreibt. In diesem Video arbeite ich am zweiten Kappe-Krimi (der Unschuldsengel-Nachfolger). Gezeigt wird die Phase, in der ich neben dem Schreiben noch an der Gliederung arbeite. Das geht zu Beginn eines Buchprojektes bei mir meist noch Hand in Hand.

Das fertige Manuskript schicke in als Word-.doc an die Lektorin, aber ich arbeite gerne in Papyrus Autor, weil ich mir damit eine schöne Übersicht erstellen kann, indem ich Szenen markiere und Anmerkungen schreibe, die Papyrus dann in eine Inhaltsübersicht umwandelt. Bei der Überarbeitung einzelner Szenen vereinfacht das die Suche sehr, zumal man den unterschiedlichen Arbeitsfortschritt in der Übersicht markieren kann (unfertig, überarbeiten, Feinschlif, etc.). Sollte es dann nötig werden, einzelne Szenen zu verschieben, verändert sich die Übersicht mit.

Noch ein Feature, das ich an Papyrus Autor mag, stelle ich im Video vor: DIe Verknüpfung von Namen / Orten / Textteilen, etc. mit Datenbanken, die ich zum jeweiligen Projekt erstelle.

Und nun die Frage an euch: Was wollt ihr noch sehen? Ich filme weiter aus meinem Arbeitsalltag und nehme noch Sonderwünsche entgegen :-)

Damit ihr nicht denkt…

... ich würde nur noch malen und zeichnen: Dem ist natürlich nicht so.

Dienstag, 25. August 2009

Meinen Kinderkrimi, der im Dezember erscheinen wird, habe ich mit einigen Überarbeitungen wieder ans Lektorat zurückgeschickt.
Den neuen Berlinkrimi aus der Kappe Reihe (Band 11, der im Jahr 1930 spielt) konzipiere ich gerade.
Ich mache mir Gedanken über Projekte in 2010; ein Buch möchte ich im Non-Fiction-Bereich ansiedeln und habe schon viele Ideen dafür, Texte, Mindmaps. Ich staune, wie konkret das Projekt schon ist, und ich hoffe, es bald meinem Agenten anbieten zu können, der schon signalisierte, dass er glaubt, das Thema wäre gut unterzubringen.

Und viele dieser Ideen sind beim Malen und Zeichnen entstanden.

Dafrüber hinaus helfe ich dem Ältesten flügge zu werden. Zum Selbständig-Werden zieht er in knapp 3 Wochen in eine eigene Wohnung. Ich beobachte interessiert, nach welchem Nicht-System er seine Umzugskartons bestückt. Er wird in der neuen Wohnung sicher viel Spaß beim Suchen haben ;-)

Achja, und Fahrten widerwillig zu unternehmen endet bei uns offenbar immer mit dem Verrecken des jeweiligen Autos... Das gibt zusätzliche Arbeit. Samstagnacht wurden wir nach dem Bosshoss-Konzert, auf das wir beide eigentlich keine Lust hatten, die 40km von der Wuhlheide nach Hause geschleppt, direkt vor die Werkstatt in der benachbarten Straße, weil das Auto kurz nach dem Anfahren auf einer Kreuzung liegenblieb. Anstelle von zwei Autos haben wir also gerade gar keines (der Multivan dürfte inzwischen Würfelform angenommen haben), und ich hoffe inständig, dass es wirklich nur die Zündspule ist und der Schaden rasch behoben werden kann.

Und dem ADAC werde ich gelegentlich eine Dankeskarte schreiben :-)

Bücher und Schriftliches wird es jedenfalls weiterhin genügend von mir geben.


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Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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