NaNoWriMo -Tag 6 im Liveticker

Mehr plotten als schreiben beim NaNoWriMo 2014 - auch gut. Hauptsache, ich bleibe dran. Da hilft das schon ungemein. Am ersten Tag hab ich nebenher sogar noch mein Forum im Webspace installiert, eingerichtet und schreibe seither täglich mindestens einen Beitrag dort. Ist nur noch ein bisschen einsam da. Ich freue mich auf euch!

Das nagelneue Writingwoman Forum. Ich freue mich über weitere Mitglieder, damit dort ein Austausch in Gang kommt.

00:01 Uhr: Habe ein schönes Rezept für die Gestaltung der einzelnen Szenen gefunden und für mich erweitert. Komme voran. Aber jetzt geh ich schlafen, muss morgen früh raus.

Gute Nacht!

14:16 Uhr: Ich habe früher mal echt gerne Exposés geschrieben. Das fiel mir gar nicht schwer und die Verlage hatten auch nie ein Problem damit, dass diese zum Ende hin ewas vager wurden . Bis zu jenem Moment, an dem ich das Exposé zu einem Kinderbuch schreiben wollte (den Vertrag hatte ich schon aufgrund der IDEE bekommen, weil mich die Lektorin gut genug kannnte), und stattdesssen innerhalb von 12 Tagen ein komplettes Manuskript fertig hatte, mit dem ich meine Lektorin erschreckt (und begeistert) habe. Seither hadere ich mit Exposés und dem Plotten. Ich fand es immer gut, ein Gerüst zu haben, an dem ich entlangschreiben konnte, v.a. wenn zwischen Vertrag und Abgabetermin mehr als ein Jahr lag. So wusste ich noch, was ich ursprünglich mal hatte schreiben wollen. Aber ich kriege es einfach nicht ehhr hin. Bei komplexerer Handlung muss ich schreiben (und ggf. dann eben löschen), um mr darüber klarzuwerden, wo ich eigentlich hin will, bzw. welchen Weg ich nehme, wenn das Ziel klar ist. Ich habe mir so ein Zwischending aus Plotten beim Schreiben angewöhnt, so dass die Outline immer ein bischen vorausflattert. Aber erstens ärgert es mich, dass ich das Gerüst nicht vorher bauen kann und zweitens gibt es leider Situationen, in denen ein Verlag / Herausgeber ein Exposé verlangt. Ein Krampf, sag ich euch. Und damit scheine ich ncht alleine zu sein, wie ich heute bei meiner Kollegin Christine Spindler im Schreibtagebuch las. Aber hilft nix, ich muss ja. Wörterzahl bisher heute - ach, reden wir nicht drüber. Grunz.


17:20 Uhr: 7.472 Wörter. Es hilft nichts - die Hirnquetsche kommt zum Einsatz. Klärende Gespräche mit den Figuren, wobei der Protagonist ganz schön pampige Antworten gibt und bisher auch nur mäßig hilfreich war. Desweiteren Kapiteleinteilungen á la: Kapitel 3, in dem das und das passiert. Das hat mir früher auch immer ganz gut geholfen.

Plot, ich krieg dich noch hin! Nicht-Autoren können es sich vielleicht nicht vorstellen, aber diese “Hirnquetsche” kann ziemlich anstrengend sein. Ich merke, dass mein Kopf sich unter den Haarwurzeln total warm anfühlt und irgendwie summt ;-)

Zwischenzeitlich musste ich an 1995 denken, als ich hochschwanger bei 35°C Hitze den Betonboden unseres Badezimmers baute (der Liebste hat den Mischer befüllt, ich hab derweil den Boden wasserwaagengerade aufgefüllt, das war ne Scheißarbeit, auch wenn das so jetzt gar nicht klingt). 12 Stunden waren wir beschäftigt und mich haben zwei Gedanken aufrecht erhalten: Irgendwann werden wir fertig sein. und: Ich habe zwei Kinder geboren, da werde ich doch mit einem lächerlichen Betonboden fertig werden!”

Eben dachte ich: Ich habe vier Kinder geboren, da werde ich doch diesen Plot stimmig hinbekommen!

Noch ist es ein zäher Kampf, aber irgendwann habe ich genügend Infos, die sich beinahe magisch zu einem großen Ganzen zusammenfügen werden. Ich weiß das, denn das passiert immer - wenn man nur hartnäckig genuf dran bleibt. Infos sammeln, brainstormen, mit den Protas Tee trinken, Figürchen und Kärtchen schieben. Und manchmal stricken. Das hilft mir ungemein dabei, die Ideen im Unterbewusstsein reifen zu lassen. Und dann kommt irgendwann der Moment in dem “das Ganze von einer vagen Sammlung von Ideen in die Liga eines echten Plots katapultiert” wird, wie Kai Meyer so schön im Eden Tagebuch schrieb.

Leider bin ich noch nicht so weit, aber es brodelt.

18:14 Uhr: 7.842 Wörter. Ich habe mich eben mit der wichtigsten Protagonistin unterhalten. Sie hat mir sehr bereitwillig Auskunft über ihre Kindheit gegeben, und wiie sie zu dem wurde, was sie ist. Dabei ist sie weniger zickig, als man bei dem Künstlernamen denken könnte. Ein nettes Mädel, wirklich. Das hat sie alles echt nicht verdient.

Früher habe ich immer einfach nur “laut nachgedacht” beim Schreiben. Das lief auch ganz gut, endete jedoch oft mit Gejammer darüber, wieso alles nicht so läuft, wie ich mir das so denke. Seit ich die Idee des “klärenden Gesprächs” aus Christine Spindlers soeben erschienenem 50. Buch (Congrats!) Mein Ideengarten nutze, funktioniert es viel besser. Weil ich nicht mehr mit mir selbst rede, sondern zuhöre und Fragen stelle.

Petra

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