Einträge mit dem Tag: Krimi


Das Exposé ist fertig (und bringt Erkenntnisse)

Die Überschrift erinnert mich zwar an ein Lied von Peter Cornelius ("Der Kaffee ist fertig", mit Betonung auf dem ee) - was wieder beweist, wie assoziativ Autooren gelegentlich denken - das ändert aber nichts daran, dass es trotzdem stimmt. Fertig und rausgeschickt.

Mittwoch, 03. Dezember 2014

Das Exposé ist fertig! Foto by pathdog - Fotolia.de

Das Exposé ist fertig! Foto by pathdog - Fotolia.de

Weil ich vor der Überarbeitung heute morgen ein wenig beruflich prokrastiniert hatte, ist mir auch endlich klar, weshalb ich so relativ lange für das Exposé gebraucht habe: So sehr ich es mir auch wünsche, ein anständiges Gerüst zu haben, an dem ich entlangschreiben kann - es entspricht einfach nicht meiner Arbeitsweise. Ich kam durch diesen (englischen) Forenbeitrag der US-Autorin Elle Casey darauf:

How I write so many books: A system, some theories, and a few random thoughts.

15 Bücher in 18 Monaten

Elle Casey hat (Stand: Mai 2013) 18 Bücher in 15 Monaten geschrieben, und die waren jetzt nicht unbedingt dünn. Ich fand fünf Bücher in einem Jahr schon sportlich für mich ;-)

Wenn ihr keine Lust habt, den Beitrag zu lesen, fasse ich mal kurz zusammen:

  • Sie tippt schnell, nämlich 2.500 Wörter pro Stunde. Zur Erinnerung: Beim NaNoWriMo sollte man 1.667 Wörter pro Tag schreiben!
  • Sie hat die Story und das vorgesehene Ende ganz grob im Kopf, benutzt aber keine Outlines, sondern lässt sich die Story einfach von ihren Figuren diktieren.
  • Sie setzt sich Schreibziele für den Tag, wobei sie 5.000 Wörter als entspannt betrachtet, weil sie dann vor dem Mittagessen fertig iist ... Ihr Rekord sind 22.500. Wörter. An einem Tag. (Meiner liegt bei 23 Seiten an einem Tag.)
  • Sie setzt sich Monats-Schreibziele, damit sie Ultimo das jeweilige Buch publizieren kann
  • Sie redigiert während des Schreibens, genau wie ich. Schreiben, und am nächsten Tag das tags zuvor Geschriebene überarbeiten.
  • Sie hat Beta-Leser und Korrekturleser
  • Und sie hat Leser, die sie motivieren und anbetteln, sie solle doch mehr schreiben

Ein Buch in 12 Tagen

Obwohl ich einige Punkte dieser Liste schon ziemlich wahnwitzig finde, hat es mich daran erinnert, wie gut ich mich fühlte, als ich Pirates of Plymouth innerhalb von 12 Tagen schrieb. Es waren nur knapp 100 Seiten, aber ich hatte kein Exposé. Das wollte ich eigentlich schreiben, aber da war plötzlich das Buch fertig. Ich hatte den Vertrag nur aufgrund einer Idee erhalten und konnte mich danach quasi austoben. Ich habe damals 16 Stunden pro Tag geschrieben und nicht mal den Wunsch gehabt, währenddessen zu prokrastinieren. Die Lektorin sagte später, sie hätte das Buch supergerne gelesen und gemerkt, dass es wirklich aus einem Guss entstanden ist.

Dieses Gefühl wollte sich später nie wieder einstellen. Immer habe ich mit den Manuskripten gekämpft und bin an Exposés verzweifelt, obwohl mir das vorher gar nicht so schwergefallen war. Und ich habe einfach nicht begriffen, dass es an dieser ganzen Vorarbeit lag.

Nicht vorher alles verrraten

In beinahe jedem Schreibratgeber steht der Tipp, den Inhalt des Manuskripts-to-be vorher niemandem zu erzählen. Die Begründung: Wenn es erst einmal laut gesagt wurde, muss man es nicht mehr aufschreiben. Es ist raus und erledigt. Man würde sich beim Schreiben nur langweilen.

Auch wenn das vielleicht ein bisschen übespitzt formuliert ist und sicher nicht auf jeden Autor zutrifft, so ist doch ein Körnchen Wahrheit darin. Und was bedeutet ein Exposé zu schreiben denn anderes, als den Inhalt des potenziellen Buches schon vorher laut zu erzählen? Ich musste mich zigmal zurückhalten um beim Kopfzerbrechen über den Plot von "Hardboiled Weichei" nicht einfach direkt die Szenen zu schreiben, die mich dann weiterbringen würden. So musste ich das mit wilden Notizen und Kopfkino abhandeln. Ich hoffe, es ist beim Schreiben dann noch aufregend genug.

Wie sehr ich mich mit dem Plotten quäle, konntet ihr ja schon in aller Ausführlichkeit beim ALBATROS BUCHPROJEKT erkennen. Vermutlich wäre die Trilogie schon längst fertig, wenn ich sie einfach geschrieben hätte, anstatt mir über seltsame Hypothesen den Kopf zu zerbrechen.

Wenn man ein Buch im Verlag unterbringen will, möchten sie dort aber in den allermeisten Fällen zuvor ein aussagekräftiges Exposé haben - was ich durchaus verstehe. Das ist mit ein Grund, weshalb ich mich nach 15 Buchveröffentlichungen in Verlagen (auch) dem Selfpublishing zuwenden möchte. "Hardboiled Weichei" ist noch für einen Verlag konzipiert, aber danach kümmere ich mich erstmal nicht wiieder um ein Exposé, sondern werde es genießen, einfach zu schreiben.

Weshalb muss ich immer erst mit der Nase auf solche simplen Erkenntnisse gestoßen werden?

Liebe Grüße

Petra

Zeitplanung

Da ich unter Druck am besten arbeiten kann, habe ich heute meine Zeitplanung erstellt. Was ich bis Ende des Jahres geschafft haben will und in welchen "Häppchen", hatte ich neulich schon für mich definiert. Da eine Reihe jedoch auch von regelmäßiger Veröffentlichung lebt, habe ich versucht herauszufinden, was realistisch ist.

Montag, 20. Oktober 2014

Zeitplanung eKrimiReihe von Petra A. Bauer

Natürlich werde ich auch dabei noch detaillierter - spätestens wenn ich weiß, wann Lektorat und Grafiker fertig sein können. Und das Lektorat kann ja erst anfangen, wenn Band 1 so weit ist.

Der Plan sieht trotzdem erst einmal vor, Band 1 und 2 im Februar 2015 zu veröffentlichen, Band 3 im Juli und Band 4 im November.

Besagter erster Band wird gerade heftig von mir bearbeitet. Passagen, die mich schon länger genervt haben (v.a. bei Lesungen), fliegen in hohem Bogen raus. Ich stelle Szenen um, verändere die Struktur, stocke das Personal so auf, wie es die neue Form verlangt, und tippe den Rest des Textes ab. Ich könnte die verbleibenden Textpassagen natürlich per Copy & Paste aus dem alten Manuskript einfügen, habe aber festgestellt, dass das neuerliche Tippen dem Text insgesamt gut tut, da ich dabei gleich Holperstellen ausmerze oder alle nochmal anders schreibe, auch wenn ich vorher dachte, ich könne es so lassen.

Wozu der Aufwand?

"Warum schreibt sie dann nicht gleich was völlig Neues?", höre ich euch fragen. Oder zumindest wäre das wohl meine Frage, wenn ich das in einem anderen Autorenblog lesen würde.

Der Grund sind einige meiner Figuren, die sowohl meinen Lesern als auch mir damals ans Herz gewachsen sind. Weshalb ich den von den Lesern gewünschten zweiten Band nie veröffentlicht habe - obschon er halb fertig geschrieben war - hatte ich schon öfter erzählt. Inzwischen bin ich aus mehreren Gründen davon überzeugt, dass diese Entscheidung auch richtig war.

Trotz allem hatte ich seit damals immer wieder überlegt, eine andere Form der Veröffentlichung zu wählen, da man schlecht mit dem zweiten Teil einer (potenziellen) Reihe zu einem anderen Verlag wechseln kann. Dann kam viel anderes dazwischen, aber jetzt ist der geeignete Zeitpunkt gekommen, um die Ärmel hochzukrempelnn und zu tun, was getan werden muss :-)

Wie findet ihr die Entscheidung, die ersten beiden Bände gleichzeitig zu veröffentlichen - oder zumindest ganz knapp nacheinander? Welche Alternative besser wäre, die Frage stelle ich mir auch noch. Ich tendiere mehr zu "gleichzeitig". Welche Erfahrungen habt ihr (als Autor oder Leser) damit gemacht?

Liebe Grüße

Petra

Ich stelle alles auf den Kopf

Ich konnte übers Wochenende die Überlegungen für das Ebook-Reihenkonzept ein bisschen sacken lassen. Was dazu führte, dass sich noch mehr ändern wird, als ich ohnehin schon geplant hatte.

eKrimiReihe von Petra A. Bauer

Montag, 31. März 2014

Ich brüte das Reihenkonzept aus.

Ich habe meine Mindmap-Notizen wieder ausgepackt und erweitert. Karteikarten rausgekramt und vollgekritzelt, z.B. mit den Elementen, die die einzelnen Bände der Reihe enthalten sollen. Und auf anderen Karten einzelne Erzählstränge / Handlungsbögen skizziert. Also das, was hinzu kommen wird. Vom ursprünglichen Buch werden tatsächlich noch weniger Elemente übrig bleiben, als zunächst gedacht. Im Grunde könnte ich es eigentlich auf einige der handelnden Personen beschränken, aber ganz so drastisch will ich es dann doch nicht machen.

Habe auch Feedback von meiner Lektorin bekommen. Alles sehr erfreulich :-)

Daneben habe ich mich wieder neu in Papyrus Autor eingearbeitet, einigen Text eingepflegt und ein paar Einträge in die Figurendatenbank getätigt. Sehr praktisches Tool. Demnächst muss ich mir auch die Handhabung des Zeitstrahls mal näher reinziehen.

Mir macht das sehr viel Spaß und ich bin jetzt schon gespannt, wie es euch gefallen wird. Aber da müsst ihr euch leider noch eine Weile gedulden. Und ich mich auch, weil ich nämlich bald schon wieder dienstlich unterwegs bin und dann wieder ein paar Tage nicht zum Plotten komme. Sehr ärgerlich einerseits, aber ich freue mich auch schon sehr auf das Promi-Interview, das ich in der Schweiz führen darf :-)

Jetzt bin ich aber erstmal hundemüde, weil ich wieder total mit der Zeitumstellung zu kämpfen habe. Montags bringe ich meinen Liebsten ja immer zum Flughafen und muss um 5:30 Uhr aufstehen. Da die Umstellung gerade erst war, war es für meinen Körper heute Morgen erst halb fünf. Und das merke ich jetzt.

Liebe Grüße und gute Nacht!

Petra Flattr this

Es geht voran mit dem Reihenkonzept

In meinem Do it yourself-Posting hatte ich euch verraten, dass ich endlich auch wieder zu meinem Kerngeschäft zurückkehre: nämlich zu den Büchern. Und dass ich damit beginne, ein altes Buch zu überarbeiten, in ein Reihenkonzept einzubinden und weshalb ich damit den Weg des Selfpublishing ausprobiere. Jetzt, zwei Tage später, weiß ich endlich wieder, wie sehr ich mein Autoren-Ich vermisst habe.

eKrimiReihe von Petra A. Bauer

Donnerstag, 20. März 2014

Autorennotizen

Auffrischung

Nun muss ich ehrlich zugeben, dass ich nach der langen Bücherpause, in der ich fast ausschließlich kürzere Onlinetexte geschrieben habe, ziemlich eingerostet bin. Ich habe das Schreiben natürlich nicht verlernt, aber auch früher schon habe ich gelegentlich meine Schreibratgeber um mich versammelt, um neue Impulse zu erhalten. Man (oder zumindest ich) kann nicht immer an alle Dinge gleichzeitig denken. Gelegentlich erinnere ich mich nicht an Tricks und Kniffe, mit denen ein Text gewinnen würde, auch wenn ich es eigentlich weiß. Und deshalb wirkt mein derzeitiger Griff zu Schreibratgebern wie eine Mischung aus Auffrischungskurs und Ideenbooster.

Planung

Parallel zeichne ich an einer Mindmap, die grundlegende Dinge aufzeigen soll. Einmal möchte ich neue Elemente in das alte Buch einbringen, mit denen die Saat für Ereignisse in späteren Bänden gelegt werden soll. Dann möchte ich einigen Nebenfiguren mehr Raum geben, sie näher vorstellen. Kurz: vermutlich werden Leser des damaligen Buches, den dann ersten Band der Reihe nicht mehr wiedererkennen - und das ist auch gut so.

Damals haben sehr viele Leser nach einer Fortsetzung gefragt (ich habe hier schon mehrmals erläutert, weshalb ich das dann nicht gemacht habe), und ich mag die Idee und die Figuren an sich immer noch. Aber in knapp 10 Jahren habe ich dann doch dazugelernt (wäre ja dramatisch, wenn nicht), und das dürft ihr dann auch gerne merken :-)

Frühlingspower für die Autorenseele

Ich weiß nicht, vielleicht ist es ja der Frühling: Aber die Zeit, in der ich weder (Bücher) schreiben noch lesen wollte (ja, ist so!) ist sowas von vorbei und ich stürzte mich energiegeladen und kribbelig auf die frische Aufgabe und auf alles, was Buchstaben hat. Die kreative Pause vom Schreiben hat mir ausgesprochen gut getan und ich komme zügig voran.

Und ich bestücke meine Blogs trotzdem - zum Teil drei Beiträge für verschiedene Blogs an einem Tag, was mir sonst nie gelingt.

Also nutze ich die Power, so lange sie noch so mächtig ist und empfehle nur schnell noch mein Themenspecial Wie schreibe ich ein Buch?, für das ich gestern einen frischen Beitrag geschrieben habe, bevor ich mich wieder meiner Planung zuwende..

Liebe Grüße

Petra Flattr this

Do it yourself

Neue Wege gehen, Wünsche verwirklichen, das mochte ich schon immer. Und es wird Zeit für neue Bücher!

eKrimiReihe von Petra A. Bauer

Dienstag, 18. März 2014

Bücher schreiben

Foto: Rainer Sturm, pixelio.de Meine Stammleser wissen, dass ich meiner Schreibtätigkeit in letzter Zeit verstärkt online nachgehe. Seien es die Beiträge hier oder im Gartenblog, im Fußballblog und ganz besonders natürlich die im Lifestylemagazin.

Arbeiten an unterschiedlichen Projekten fällt mir immer sehr schwer, weil ich mich meist voll und ganz auf eine Sache einlasse, bevor ich "Luft" für die nächste habe. Das ist allerdings sehr unpraktisch, v.a. wenn man so viele Interessen hat, wie ich.

Und da ich gerne auch wieder längere Texte (Bücher!) schreiben möchte, versuche ich gerade einen Modus zu finden, wie ich beides in Einklang bringen kann.

Die Personenliste

Ich starte mit grundlegenden Vorarbeiten. Ich plane Fortsetzungen (eine Reihe) zu einem bestehenden Buch und habe zunächst das Personal des existierenden Bandes aus dem Manuskript "herausgelesen" und in eine Excel-Tabelle gepackt. Die Liste der handelnden Figuren muss mir beim Tod des letzten Rechners abhandengekommen sein. Dabei habe ich Hauptfiguren, die in jedem weiteren Band vorkommen werden, in eine Rubrik gepackt, dann Figuren, die nur im ersten Band auftraten, sowie zuletzt die Statisten aus Band 1. Die könnten ja möglicherweise später irgendwo nochmal wichtig werden. Ich liebe Verknüpfungen über mehrere Bände hinweg. Schließlich begegnet man sich IRL ja auch immer zweimal ;-)

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          Wie schreibe ich einen Bestseller?*

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Papyrus Autor

Ich hatte vor Urzeiten mit Papyrus Autor gearbeitet und das Programm aus den Augen verloren (u.a. auch wegen des kaputten Rechners). In der Zwischenzeit hat sich dabei so viel getan, dass ich das neueste Update installiert habe und mich nun schrittweise neu einarbeite. Ich fand nämlich diverse Möglichkeiten damals schon gut, wie die Notizzettel direkt neben dem Text oder die Möglichkeit, Personen, Orte, Stichworte, direkt aus dem Manuskript heraus mit der Datenbank zu verknüpfen. Dann muss ich nicht in Unterlagen wühlen, um zu schauen, ob Nebenfigur XY nun braune oder blaue Augen hatte. Ein Klick auf den verknüpften Namen genügt

Inzwischen ist noch ein Zeitstrahl hinzugekommen und auf die Arbeit damit bin ich besonders gespannt.

Selbst ist die Frau

Last but not least wird die entstehende Reihe von Anfang an professionell begleitet. Der bestehende Band soll komplett überarbeitet werden, wozu ich bereits die Lektorin meines Vertrauens eingespannt habe. Für die Covergestaltung bin ich noch auf der Suche.

Achso, ja, beinahe vergaß ich es zu erwähnen: Nach 15 Büchern, die von mir in regulären Verlagen (ohne DKZV!) erschienen sind, nehme ich dieses Projekt selber in die Hand. Das hat diverse Gründe, angefangen damit, dass man keinem Verleger den zweiten und weiteren Band einer Reihe verkaufen kann, deren erster Band vor längerer Zeit in einem anderen Verlagshaus publiziert worden ist und eigentlich als Einzelband geplant war.

Natürlich gibt es weitere Gründe. Ich probiere gerne Neues aus und bin gespannt auf die Möglichkeiten, die sich durch unabhängiges Publizieren ergeben. Völlig freie Hand zu haben, hat schon was. Und ich schließe absolut nicht aus, auch wieder mit Verlagen zusammenzuarbeiten. Bei diesem »Baby« möchte ich aber mal andere Wege gehen.

Ich hoffe, ihr begleitet mich auf dem Weg.

Liebe Grüße

Petra Flattr this

*Affliate-Link - Mit einem Klick könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Wir danken euch von Herzen Vielen herzlichen Dank!

Kommende Buchrezensionen und Frage an euch

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Hier haben sich allerlei Rezensionsexemplare angesammelt. Ich komme derzeit zwar kaum zum Lesen, aber ich ackere mich nach und nach da durch.

Samstag, 05. Oktober 2013

Übrigens: Wer weitere Infos zu meiner Arbeit an Albatros vermisst: Daran arbeite ich wegen des Lifestylemagazins und diverser anderer Projekte derzeit eher in homöopathischen Dosen. Jedenfalls gibt es keine bahnbrechenden neuen Entwicklungen, die ich hier verkünden könnte.

Wer noch kein Stammleser ist: Es gab bei mir einen Break nach 15 Buchveröffentlichungen. Ich hatte in einem Jahr so viele Manuskripte gleichzeitig fertigzustellen, dass ich völlig leergeschrieben war und die Zeit danach nutz(t)e, mich völlig neu zu sortieren. Was u.a. dazu führte, dass ich das lang geplante Lifestylemagazin für berufstätige Mütter endlich realisieren konnte. Außerdem lassen die Entwicklungen auf dem Buchmarkt und in der Verlagswelt derzeit vieles in einem anderen Licht erscheinen.

Mein Plan, evtl. meinen allerersten Krimi als eBook neu aufzulegen und evtl. den von den Lesern lang ersehnten zweiten Teil (der damals an ungünstigen Vertragsbedingungen scheiterte, obwohl das Buch schon halb fertig war) auf diesem Wege auch endlich zu veröffentlichen, hakt bisher an meiner Unentschlossenheit. Seid ihr denn trotzdem noch an Fortsetzungen von Robina Bernhardt und Holger Schultze-Diepersdorf interessiert, auch wenn so viel Zeit ins Land gegangen ist? Soll ich? Sagt mal was, bitte. Ich brauche Entscheidungshilfe ;-)

Alles Liebe

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Gastbeitrag: Liebeserklärung an den Tatort

Grafik Wie schon 2011, stand auch am Jahresende 2012 wieder das Textinen-Blogwichteln an. Diesmal haben wir es jedoch wegen akuten Weihnachtsstresses mit der Deadline nicht so eng gesehen und so freue ich mich mich, heute Textine Jutta Scherer im Autorenblog begrüßen zu dürfen. Sie hat ein Thema gewählt, das bestens zu mir als Krimiautorin passt:

Montag, 07. Januar 2013

Tatort und kein Ende. Und das ist gut so!

Eine Liebeserklärung. Von Jutta Scherer

Mit dem Tatort haben wir das Alte Jahr verabschiedet, mit ihm haben wir das Neue begrüßt, gleich gestern folgte die nächste Episode. Ich war jedes Mal dabei, auch wenn mir am Neujahrstag das Wachbleiben schwer fiel… Den Tatort verpasst man eben nicht. Sonntags ist er Pflichttermin – für mich und Millionen andere.

Warum ist das so? Darüber haben sich schon viele kluge Menschen Gedanken gemacht – meist aber aus neutraler Distanz. Die habe ich nicht: Ich melde mich hier als glühende Anhängerin zu Wort. Was also macht den Tatort für mich einzigartig?

Erstens: die Erzählqualität. Wohl kaum eine andere Serie glänzt immer wieder mit so herausragenden Drehbüchern, meisterhaft umgesetzt von Top-Regisseuren und Darstellern. Regelmäßig werden gesellschaftliche Themen aufgegriffen, die unter den Nägeln brennen. (Oder brennen sollten.) Blutrausch, perverse Frauenquäler und Massenmörder – beliebte Sujets in US- und skandinavischen Krimis – bleiben beim Tatort die Ausnahme: Hier werden keine Grausamkeiten zelebriert, sondern Geschichten über Menschen erzählt. Im Vordergrund steht die Psychologie von Täter und Ermittlern, ihr soziales Umfeld. Die kleinen Tragödien des Alltags, die Emotionen, die ganz normale Menschen den Kopf verlieren lassen, die Intrigen und Eifersüchteleien hinter Deutschlands Jalousien. Kurz: Der Tatort hat etwas zu sagen. Er bietet intelligente Unterhaltung.

Zweitens: der einzigartige Mix aus Vielfalt und Kontinuität. Woche für Woche kann ich mich auf wechselnde Teams und Orte freuen – und mich dabei doch auf ein bewährtes Gesamtkonzept verlassen. Ich kenne die Grundzutaten, und dennoch wird nichts eintönig. Zumal mit den Drehorten und Darstellern auch Autoren, Regisseure und Kameraleute wechseln. Damit liefert der Tatort auch ein, wie ich finde, hervorragendes Beispiel für eine starke Marke: Wer wäre wohl nicht in der Lage, spontan ein paar unveränderliche Merkmale der Serie aufzuzählen? Und das, obwohl jedes Produktionsteam seiner Folge einen ganz eigenen Stempel aufdrückt.

Drittens: Tatort ist wie Familie. Diesen Sonntag die Hamburger? Prima, mag ich. Von Leipzig dagegen bin ich öfter mal genervt, aber zuweilen überraschen sie mich… Ja: So, wie ich in der Verwandtschaft den einen lieber trifft als die andere, so sind mir die Ermittlerteams unterschiedlich sympathisch. Und das Gute daran: Keines davon kann mir wöchentlich auf den Geist gehen. Es bleibt beim gesunden, nie ganz vorhersehbaren mehrmonatigen Rhythmus, der die Wiedersehensfreude umso mehr verstärkt. Lange waren die skurrilen Münsteraner meine Lieblinge. Wären sie aber wöchentlich über den Schirm geflackert, hätte mich das ziemlich angestrengt. Erst recht seit der Posse vom letzten Dezember. (Börne und Thiel: Ich hab euch lieb, aber ich brauch jetzt erst mal ne Pause von euch…) Andererseits – auch das ist Tatort: Wir verzeihen ihnen. Solange sie sich in der nächsten Folge wieder fangen.

Viertens: Tatort atmet regionalen Geist. Okay, okay – ich weiß, das tut er nicht immer ganz authentisch. Mein Onkel kann sich zum Beispiel sehr darüber ereifern, dass im Ludwigshafener Team nur eine Einziger – der Kriminaltechniker – wirklich Vorderpfälzisch spricht. Von den Ermittlern tut das keiner (Kopper klingt sogar nach Berlin); die Sekretärin babbelt Hessisch. Ähnliches gilt auch für andere Teams. Aber egal. Fakt bleibt: Der Tatort beleuchtet regionale Eigenheiten. Dass er von von unterschiedlichen Sendeanstalten produziert wird, hat man gekonnt zum besonderen Merkmal ausgebaut. Auch das hebt die Serie gegenüber anderen ab: Sie spiegelt die regionale Vielfalt im deutschsprachigen Raum – oft mit einem Augenzwinkern.

Die drei Tatorte zum Jahreswechsel lieferten für alles Gesagte wunderbare Beispiele: drei sehr unterschiedliche Erzählweisen, aber alle drei erste Sahne. Ich hoffe, von der Sorte bekommen wir noch viel, viel mehr zu sehen! Und freue mich schon auf Ulmen, Tschirner, Schweiger und alle anderen, die wir sonntagsabends bei ihren Ermittlungen begleiten dürfen.

***

GrafikJutta Scherer schreibt, redigiert und übersetzt für Firmenkunden verschiedener Branchen. Klarer Schwerpunkt sind Texte für interne und externe Unternehmenskommunikation – vom Geschäftsbericht bis zur Website. (Texte über Freizeitthemen schreibt sie nur gelegentlich und nur zum Vergnügen oder für liebe Kolleginnen. :-)) Mit ihrem Redaktionsbüro JS textworks ist Jutta seit 11 Jahren selbständig. Zuvor war sie lange als Communication Specialist bei einer großen Managementberatung beschäftigt. Jutta lebt und arbeitet in München.

10 Jahre writingwomans Autorenblog

GrafikIch bin zu spät. Ich weiß nicht, wie das passieren konnte, aber ich habe mein eigenes Blogjubiläum verpennt. Am 22. September 2002 erblickte mein Blog das Licht der Welt. Wer die Blogosphäre ein wenig kennt, weiß vielleicht, wie viele Blogs die ersten paar Monate nicht überstehen. Deshalb bin ich schon ein bisschen stolz darauf, dass ich euch in den vergangenen zehn Jahren an meinen Gedanken rund ums Schreiben teilhaben lassen konnte. Aber auch Dinge, die mich berührten oder die einfach Spaß machten kamen immer wieder vor und ich werde auch weiterhin "artfremde" Dinge bloggen. Denn ich habe vor, dieses Blog auch in den nächsten zehn Jahren weiterzuführen und hoffe, dass ihr mir auch weiterhin treu bleibt oder dass ich euch neu zu meiner Leserschaft zählen darf.

Donnerstag, 04. Oktober 2012

Klar, zwischendurch herrschte hier auch Funkstille. Mal, weil ich meine anderen Blogs gefüttert habe, mal, weil ich gelegentlich auch ein Offline-Privatleben habe oder einfach, weil ich glaubte, nichts zu erzählen zu haben. Ganz sicher jedoch nicht, weil Blogs ja in unregelmäßigen Abständen immer totgesagt werden. Auf jeden Fall ist autorenblog.writingwoman.de nicht im virtuellen Mülleimer gelandet und auch kein Wörterfriedhof in den Weiten des Internets. Es gibt mich hier noch und das wird auch so bleiben.

Zehn Jahre, das ist so ein Jubiläum an dem man Resümee zieht, also mache ich das jetzt auch mal.

Dass ich überhaupt blogge, kann ich ruhigen Gewissens Susi Ackstaller in die Schuhe schieben. Die Texttreff-Gründerin hat ein paar Tage vor dem 22. September 2002 ihr Textblog aus der Taufe gehoben - damals noch bei blogspot.com. Darüber berichtete sie auch im Texttreff, dem tollen Netzwerk, dem ich schon so lange angehöre, und ich dachte: Cool, das will ich auch! Kurz darauf war ich ebenfalls bei blogspot.com angemeldet. Das war so spontan, dass das Blog (jahaaa - vor zehn Jahren hatte noch niemand in Frage gestellt, dass es DAS Blog heißt *g*) zunächst ein paar Monate unter dem Namen Familienblog lief. Aber schnell war klar, dass ich ohnehin hauptsächlich über meine Arbeit bloggte, so dass ich das Blog kurzerhand in Autorenblog umbenannte. Noch immer war es bei Blogspot gehostet.

Irgendwann bin ich mit meinen Inhalten zu Wordpress umgezogen. Dort war ich nach einiger Zeit jedoch unzufrieden und die Updates, die man eigentlich hätte machen sollen, nervten auch. Vermutlich hatte ich Glück, dass niemals etwas passiert ist, denn dadurch, dass ich die Updates hartnäckig ignoriert hatte, gab es wohl eklatante Sicherheitslücken.

Ich habe mir das Blog, meine Hauptseite writingwoman.de und alles Drum & Dran schließlich im Jahr 2008 professionell durch Carola und Oliver von blogwork.de aufsetzen lassen. Seither laufen diese Seiten mit einer Expression-Engine-Software und ich muss nichts tun außer zu bloggen, weil die beiden sich um die Technik kümmern, hach! Und weil es so schön ist, kamen 2009 noch die Blogs bauerngartenfee.de und treffpunkt-twitter.de dazu :-) Derzeit wird noch an etwas ganz Neuem geschraubt, aber dazu verrate ich erst mehr, wenn es so weit ist. Denn eigentlich geht es in diesem Beitrag speziell um das Blog, das ihr gerade lest.

Ihr dürft und durftet mir also beim Schreiben und konzipieren über die Schulter schauen. Das war von Anfang an der Sinn dieses Blogs. In unregelmäßigen Abständen schreibe ich hier beispielsweise über die Fortschritte (gelegentlich auch Rückschritte *g*) zu Konzeption und Manuskript meiner Fantasy-Trilogie, die im Blog den Kategorienamen ALBATROS erhalten hat. Aber auch Tipps für (angehende) Kollegen in Schrift und Video waren mir immer wichtig. So ist meine kleine Serie zum Thema Erste Hilfe bei Schreibblockaden so gut angekommen, dass Auszüge daraus jetzt sogar in Schulbüchern für den Deutschunterricht zu finden sind.

Da ich sehr vielseitig interessiert bin, habe ich auch immer mal wieder Abstecher in andere kreative Bereiche gemacht. So habe ich viele Einträge zum Thema Kunst gebloggt, deren erfolgreichster wohl Schon mal über ein Skizzenbuch nachgedacht ist, den ich euch immer noch wärmstens ans Herz legen möchte.

Aus meinen Versuchen etwas zu zeichnen, ist auch die Cartoonfigur Pabbles entstanden, die zumindest einen einzigen Fan hat, nämlich die Freundin meines Kollegen Tom Finn, die mich immer wieder anpiekst, damit ich einen neuen Pabbles-Cartoon oder Comic-Strip zeichne. Ich bin auch wieder fällig, denn sie vermisst die Kleine. Zurecht - das letzte mal erschien Pabbles vor einem Dreiviertel Jahr hier im Blog *hüstel*

Übrigens - ich liebe es abzuschweifen ... - wisst ihr, wieso sie Pabbles heißt und nicht Pebbles? Es kommt von PABbles. PAB, wie Petra A. Bauer :-)

Zwischenzeitlich hatte ich ja immer mal Bedenken, wenn ich hier zu weit vom Thema Schreiben abschweife, aber in verschiedenen Blogkommentaren wurde mir versichert, man sei immer sehr gespannt darauf, was mir so als nächstes einfällt :-)

Apropos Blogkommentare: Wenn ich mir anlässlich von zehn Jahren im WWW etwas wünschen dürfte, dann, dass die Kommentare wieder mehr in den Blogs stattfinden und nicht verteilt auf alle möglichen Social Networks. Hier, das ist sowas wie "Zuhause". Und in meinem Haus habe ich das Hoheitsrecht und nicht Mark Zuckerberg oder sonstwer. Ich muss also nicht ständig im Hinterkopf behalten, dass alles, was ich hochgeladen habe irgendwann einfach weg sein könnte. Das wäre nämlich sehr bedauerlich, v.a. wenn man mal wieder in Erinnerungen schwelgen möchte, wie ich es heute anlässlich dieses Blogpostings tat. Und ich finde es beinahe unglaublich, wie viel ich in diesen Jahren geschrieben, gemalt, gezeichnet und fotografiert habe. Etliche Videos und ein bisschen Musik habe ich auch gemacht :-)

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in den letzten zehn Jahren begleitet haben und natürlich auch bei allen, die meine Bücher gekauft haben. Ich hoffe, ihr haltet mir weiterhin die Treue. Vielleicht seid ihr aber auch heute zum ersten Mal hier, und dann heiße ich euch hiermit herzlich willkommen. Vielleicht begleitet ihr mich ja auch eine Weile auf meiner Reise durch die kreativen Gefilde des Lebens.

Und bevor ich jetzt noch vollkommen schwülstig und rührselig werde, mache ich euch mal lieber noch rasch auf meinen neu erschaffenen Rezensenten-Club aufmerksam. Nach 15 veröffentlichten Büchern hing ich in einer Phase der Neuorientierung fest (auch ein Grund, weshalb es hier zwischenzeitlich ruhig war), weshalb ich auch keine neuen Bücher veröffentlicht hatte. Das wird sich aber demnächst wieder ändern (geplant ist: noch vor Weihnachten). Und dann gibt es auch wieder etwas zu rezensieren. Dafür (bei Intresse jedoch auch für meine bisher erschienenen Bücher) ist ab sofort die Rezensenten-Liste eröffnet, für die ihr euch bewerben könnt, wenn ihr ein Bücherblog besitzt oder Buchbesprechungen auf YouTube bzw. in Bücherforen schreibt. Ihr bekommt dann Rezensionsexemplare zugeschickt, aber bevor ich mich wiederhole - ihr könnt das alles hier nachlesen.

Wenn ihr noch Fragen zum Blog, zu mir oder zu irgendetwas anderem haben solltet, könnt ihr diese unter fragen at writingwoman.de stellen.

Und nun ist aber Schluss mit dem Posting. Danke fürs Durchhalten!

Liebe Grüße von

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die sich jetzt wieder der Krimiüberarbeitung zuwendet :-)


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