Einträge mit dem Tag: Autor Werden


Ich würde gerne ein Buch schreiben, habe aber leider gar keine Zeit dafür.

Grafik align="left" vspace="10" hspace="20" />"Wie schreibe ich ein Buch?" Jeder Autor bekommt diese Frage früher oder später gestellt. Und ich habe beschlossen euch darauf hier im Autorenblog zu antworten. Beim letzten Mal habe ich erzählt, dass im Prinzip jeder Mensch Autor werden kann. Heute kommt die Zeitfrage: Woher nehme ich die Zeit ein Buch zu schreiben?

Samstag, 12. Oktober 2013

"Ich würde gerne ein Buch schreiben, habe aber leider gar keine Zeit dafür."
"Na, dann lass es! Niemand verlangt das von dir!"

Diese Antwort liegt mir häufig auf der Zunge, wenn ich den "keine Zeit" Satz höre. Und ich höre ihn praktisch jedes Mal, wenn mich jemand kennenlernt und erfährt, dass ich Autorin bin. "Ich will ja auch ein Buch schreiben. Aber ich habe leider gar keine Zeit dafür." Ja, ihr Lieben, man HAT die Zeit für solche Dinge selten. Aber wenn es euch wirklich wichtig ist, dann müsst ihr euch die Zeit NEHMEN.

Es schwingt ja auch immer unterschwellig der Satz mit: "So viel Zeit wie du möchte ich auch mal haben!", wobei hartnäckig die Tatsache ignoriert wird, dass Schreiben mein Beruf ist. Ich würde einem Tierpfleger im Zoo auch nicht neiden, dass er den ganzen Tag mit Tieren zu tun hat. Es ist eben sein Job, für den er bezahlt wird. Das mag bei Musikern, Künstlern und eben Autoren leider selten jemand begreifen. Weshalb wir ja auch ständig gratis arbeiten sollen, aber das steht auf einem anderen Blatt und soll ein andermal erzählt werden (und an einer Stelle habe ich auch schon darüber geschrieben, und zwar beim Thema Lesungen).

Wie wichtig ist es für euch, tatsächlich ein Buch zu schreiben?

Also, wenn du glaubst, keine Zeit für dein Buchprojekt zu haben, dann NIMM sie dir. Zeit hat man nämlich nie, wenn es danach geht etwas umzusetzen, was Arbeit macht. Seien es tägliche Sporteinheiten oder tägliche Manuskriptseiten. Aber wenn man etwas wirklich will, dann findet man auch Zeit dran zu arbeiten. Ansonsten gehe ich davon aus, dass es euch nicht wichtig genug ist. Sonst wärt ihr nämlich kreativ genug um irgendwo die Möglichkeit zum regelmäßigen Schreiben herzunehmen.

Relativ oft ist dieses "Ich will auch ein Buch schreiben!", ohnehin nur so halbherzig dahin gesagt. Meist dann, wenn mein Gesprächspartner davon überzeugt ist, ein unglaublich interessantes Leben zu führen. Von denen würde allerdings nie jemand das Bücherschreiben wirklich in die Tat umzusetzen. Es klingt nur unglaublich gut, so etwas zu behaupten (denken diese Menschen. Solcherart zugetextete Autoren denken das nicht *g*).

Aber es gibt die anderen - und zu denen zähle ich euch. Sonst würdet ihr diesen Beitrag nämlich nicht lesen.

Regelmäßige Termine bringen euch weiter

Am besten, ihr tragt euch Schreibzeiten in den Terminkalender ein, als wäret ihr selbst euer Kunde, für den es Termine einzuhalten gilt. Noch besser ist es, wenn ihr dafür auch eine feste Zeit habt und nicht nur alle sieben Pfingsten mal einen Schreibtermin eintragt. Meist muss man dafür etwas anderes opfern, z.B. Schlaf, wie der Jurist John Grisham. nachdem er beschlossen hatte, der Welt mitzuteilen, welche grausamen Geschichten tatsächlich auf der Welt passieren:

John Grisham begann nun konsequent, an einem Buch zu schreiben. Er stand um 5 Uhr morgens auf, um einige Stunden daran zu arbeiten, bevor er in die Arbeit musste. Wie besessen tippte er Zeile für Zeile und nutzte jede freie Minute für sein Buch. John Grisham brauchte drei Jahre und eine große Portion Ausdauer, um seinen ersten Roman „Die Jury“ zu vollenden.
Quelle: Motivationsgeschichten

Das wäre also eine Methode, sich Schreibzeit abzuzwacken: Morgens eine halbe Stunde oder Stunde früher aufstehen oder abends später schlafen gehen. Oder beides. Ihr solltet es nur regelmäßig machen, dann bekommt ihr auch etwas weggeschafft und das Durchhalten bis zur letzten Zeile fällt euch leichter. Und wenn ihr kurze Zeitfenster wählt, bleibt auch keine Zeit zum Prokrastinieren. Dann geht ihr gleich in die Vollen bei eurem Text. Und wenn ihr jeden Tag nur einen Satz schreibt, habt ihr in ein paar Jahren auch ein Buch zusammen.

TV killed the Schreib-Shootingstar

Schaut ihr viel Fernsehen? Wenn es euch mit dem Bücherschreiben ernst ist: lasst die Kiste aus! Habt ihr euch mal ernsthaft eingestanden, wieviel Zeit ihr damit verschwendet, Werbung und drittklassige Serien zu gucken? Nur, weil sich das irgendwie eingebürgert hat, und ihr nach einem anstrengenden Tag gerne auf dem Sofa hängt und euch berieseln lasst? Dagegen ist auch absolut nichts einzuwenden. Aber dann erzählt mir nicht, ihr hättet keine Zeit ein Buch zu schreiben. Sagt lieber: Ich bin zu faul mir die Arbeit mit so einem Buch zu machen. Dazu ist mir das alles nicht wichtig genug. Oder sagt am besten gar nichts;-)

Es ist nämlich oft so, dass Leute gar kein Buch schreiben wollen, sondern gerne eines geschrieben HÄTTEN. Am besten ohne etwas davon zu bemerken. Nach dem Motto: "Hups, wie schön, da liegt ganz plötzlich ein dicker Wälzer auf dem Tisch in der Buchhandlung, und da steht mein Name drauf!" Aber so läuft det nich. Also setzt euch hin und überlegt, auf welche Tätigkeiten ihr verzichten könntet, oder welche ihr reduzieren könnt, um ein bisschen Schreibzeit freizuschaufeln. Und die nutzt ihr dann für das Buchmanuskript und nichts anderes.

Ich wünsche euch dabei viel Erfolg!

Beim nächsten Mal spreche ich dann über das Thema: Erst lesen, dann schreiben
Liebe Grüße

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Alle Beiträge zum Themenspecial Wie schreibe ich ein Buch? findet ihr hier.

Grundsätzliches:

Figuren Handlung entwerfen (Plotten)

Jeder kann Autor werden!

Grafik align="left" vspace="10" hspace="20" />"Wie schreibe ich ein Buch?" Ich habe nicht gezählt, wie oft ich das schon gefragt wurde. Gerade am letzten Wochenende kam die Frage wieder auf. Da dies nicht in einem Satz zu beantworten ist und auch nicht in dreien, starte ich heute ein Artikelserie zu diesem Thema. Alle Beiträge dazu sammle ich der Themenspecial-Seite Wie schreibe ich ein Buch? Die könnt ihr schon mal bookmarken ;-)

Montag, 25. Februar 2013

Zur Frage nach dem Bücherschreiben gehört fast zwangsläufig auch der bange Nachsatz: "Kann ich das denn überhaupt?"

Grundsätzlich kann jeder Mensch Autor werden, denn Autor sein heißt ja zunächst nichts anderes, als einen Text verfassen zu können. Man schreibt etwas und ist Autor dieses Textes. Wie gut oder schlecht der Text ist, ob der Verfasser Orthografie und Grammatik beherrscht und in der Lage ist, Spannung aufzubauen, das ist dem Begriff "Autor" nicht anzusehen. Der Begriff ist auch nicht geschützt, also kann sich theoretisch jeder Textverfasser Autor nennen und das auf seine Visitenkarte drucken lassen.

Denn das Wort Autor steht in unserem Sprachgebrauch mittlerweile als Begriff für den Beruf des Autors oder Schriftstellers, wobei dies zwei verschiedene Paar Schuhe sind, aber dazu später. Wer mich also fragt: "Meinst du, ich kann auch Autor werden?", meint eigentlich "Glaubst du, ich kann gut genug schreiben um veröffentlicht zu werden?"

Wer darf sich Autor nennen?

Veröffentlichung ist nämlich das magische Wort für fast alle Menschen, die vom Schreiben träumen. Und auch ich habe mich erst nach meiner ersten Buchveröffentlichung Autorin genannt und nicht etwa bei der ersten veröffentlichten Geschichte in einer Anthologie oder gar noch früher. Sonst wäre ich mir wie ein Hochstaplerin vorgekommen. Aber nach der Veröffentlichung in einem unabhängigen Verlag, der mich selbstverständlich für meine Arbeit bezahlt hat - und nicht etwa umgekehrt! - wusste ich, dass ich ein Buch bis zum Ende schreiben und Leser damit unterhalten kann. Und ich wusste, dass die Arbeit der Autorin fortan mein Beruf sein würde.

Wenn die Frage also bedeuten soll: "Glaubst du, ich werde gut genug schreiben können, um eines Tages veröffentlicht zu werden, ohne dass ich dafür jemanden bezahlen muss?", antworte ich: "Es kommt darauf an, was du dafür zu tun bereit bist."

Talent schadet nicht

Es gibt die Verfechter der These, dass man Autor nur mit Talent werden kann. Talent schadet natürlich nicht, und Menschen mit einem gewissen Schreibtalent fällt es höchstwahrscheinlich leichter, die Regeln zu verinnerlichen und kreativ zu nutzen, auf die es beim Schreiben ankommt. Nur denke ich, dass es auch möglich ist mit Leidenschaft und Fleiß ans Ziel zu kommen. Vorausgesetzt, man ist bereit, das Schreibhandwerk zu erlernen und seine Texte auch selbstkritisch zu betrachten, bzw. konstruktive Kritik anzunehmen.

Gesetzt den Fall, du hast eine Idee über die du gerne schreiben möchtest - schreib! Vielleicht nicht gleich 400 Seiten, sondern fang einfach erst einmal an. Du wirst rasch an einen Punkt kommen, an dem deine Geschichte feststeckt. Die Idee war vielleicht gut, aber eine einzige Idee trägt keinen ganzen Roman. Spätestens jetzt solltest du den Schreibratgeber auspacken, dieses Themenspecial weiter verfolgen oder dir Rat von anderen holen. Oder alles zusammen. Dabei lernst du sprachliche Stilmittel kennen und wie du sie am effektivsten einsetzen kannst. Du lernst, wie man einen Plot so aufbauen kann, dass eine spannende Handlung entsteht und vieles mehr. Und du solltest andere Autoren lesen, egal ob sie gute oder schlechte Bücher geschrieben haben, wie immer man das auch definieren möchte. Das ist nämlich eine gute Methode, um die Anwendung der theoretisch erlernten Stilmittel in freier Wildbahn kennenzulernen. Und mitunter lernst du von den schlechten Büchern sogar mehr als von den guten, denn es fällt dir mit dem neu erlernten theoretischen Hintergrundwissen auf, wie du es lieber nicht machen möchtest. Und dann schreibst du selber. Und überarbeitest. Und schreibst neu. Und irgendwann zeigst du dein Manuskript jemandem, der sich mit der Materie auskennt und hältst das Feedback aus. So wirst du Schritt für Schritt dem Ziel näherkommen Autor zu werden.

Oder, kurz gelistet:

  • Idee haben
  • Schreibhandwerk erlernen
  • Kritikfähig sein
  • Schreiben
  • Lesen
  • Schreiben
  • Schreiben
  • Lesen
  • Schreiben
  • Schreiben
  • Schreiben
  • Dranbleiben
  • Durchhalten
  • Durchbeißen
  • Kritikfähig bleiben
  • Weiterschreiben
  • ENDE schreiben

Wenn du jetzt schon sagst: "Puh, ach, so viel Arbeit ist das?", dann wirst du höchstwahrscheinlich auch daran scheitern, ein Buch tatsächlich bis zum Ende zu schreiben. Es gibt viele Schreibenwoller mit Schubladen voller Romananfänge. Dranbleiben und Durchhalten ist jedoch das Zauberwort, das dich auf dem Weg zum echten Autorendasein weiterbringt. Und an der Technik feilen wir noch ;-)

Ich freue mich, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder reinschaut, wenn es heißt: Ich würde gerne ein Buch schreiben, habe aber leider gar keine Zeit dafür.

Liebe Grüße und keep on writing -

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Grundsätzliches:

Figuren Handlung entwerfen (Plotten)

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

 

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Themenspecial: Wie schreibe ich ein Buch?

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