Einträge mit dem Tag: Kann Ich Autorin Werden


Erst lesen - dann schreiben!

Wie schreibe ich ein Buch? align="left" vspace="10" hspace="20" />Wie schreibe ich ein Buch? Als Autorin werde ich das häufig gefragt. Meist im selben Atemzug mit Ich hab dafür aber eigentlich keine Zeit. Bedauerlich. Denn mit dem Schreiben alleine ist es ohnehin nicht getan. Vorher müsst ihr nämlich ganz viel lesen.

Mittwoch, 19. März 2014

Eigentlich ist es ja auch ganz logisch: Wenn man nicht (gerne) liest, kann man auch nicht (vernünftig) schreiben. Schließlich lernen wir bei Lesen unterschiedlichster Bücher von diversen Autoren in verschiedenen Genres viel über Stil, Ausdrucksweise, Spannungsaufbau, etc.

Wenn ich also sage, dass vor dem Schreiben das Lesen steht, meine ich keine Schreibratgeber. Obwohl das auch nicht schaden kann, aber darum soll es heute nicht gehen.

Ebook lesen

Foto: Julien Crist, pixelio.de

Bewusstes Lesen

Ich erinnere mich noch genau, wie ich die Wallander-Romane von Henning Mankell beim Lesen zerpflückt habe. Bzw. zerpflücken WOLLTE. Ich wollte herausfinden, wie er das macht mit der Spannung. Ich las zunächst sehr aufmerksam - und plötzlich hatte ich schon wieder zehn Seiten verschlungen und dabei vor lauter Spannung vergessen, auf die Stilmittel zu achten ;-) Das ging mir auch beim zweiten Lesen so, bis ich schließlich zu Zettel und Stift griff und mir nebenbei Notizen machte.

Ich notierte Redewendungen, ob und wann er uns über gewissen Tatsachen im Unklaren ließ, wie er die Figuren agieren ließ, und so weiter.

Keine Kopien

Damit ihr mich nicht falsch versteht: Das Ziel sollte nicht darin bestehen, einen bestimmten Stil zu kopieren, damit ich am Ende so schreiben konnte, wie Henning Mankell. Und es soll auch nicht euer Ziel sein, den Stil eures Lieblingsautors zu imitieren. Denn ihr braucht euren eigenen Stil. Es ist immer etwas trübe, zu schreiben, wie irgendjemand anders. Ich finde es auch deprimierend, wenn auf einem Buchcover oder auf dem Rückseitentext beispielsweise steht: Für Fans von Simon Beckett. Dann denke ich immer, oh, hat da jemand keinen eigenen Stil entwickelt?

Die Buchanalyse soll euch lediglich helfen zu verstehen. Deshalb ist es sinnvoll, möglichst viele Bücher von unterschiedlichen Autoren zu analysieren. Am besten auch von Genres, in denen ihr gar nicht schreiben wollt. Das hilft dabei, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu begreifen. Ihr lernt dadurch viel über den Umgang mit Sprache, könnt euren aktiven Wortschatz erweitern (ohne Witz, ihr könnt Wörter, die ihr selten benutzt in ein Vokabelheft schreiben, für spätere Verwendung) und viel über die unterschiedlichen Mittel von Plot- und Spannungsaufbau lernen.

"Das kann ich auch von Schreibratgebern lernen!"

Mag sein. Aber auch ein Arzt lernt nicht nur aus Büchern. Er seziert Tote um das ganze direkt am Objekt zu lernen. Das bereits geschriebene Buch ist sozusagen die Leiche für Autoren: wir sezieren es, um daran zu lernen und unsere Fähigkeiten nachhaltig zu verbessern. Unser medizinisches Lehrbuch ist der Schreibratgeber (oder das Themenspecial Wie schreibe ich ein Buch? in writingwomans Autorenblog *g*), der uns die Basics zeigt und anhand dessen wir in den "Leichen" Gefundenes bestimmen können.

Wenn ihr also Bücher zum Zweck des Schreibenlernens aufmerksam lest, schnappt euch Zettel und Papier oder euer favorisiertes Notizprogramm und achtet auf Folgendes:

  • Sprachliche Stilmittel
  • verwendete Wörter (schreibt euch interessante Wörter in ein Vokabelheft)
  • Verhältnis zwischen Fließtext und Dialogen
  • Wie schreibt der Autor Dialoge?
  • Plotaufbau (Wendepunkte, etc.)
  • Spannungsaufbau = wie spielt der Autor mit Wissen und Nichtwissen bei den Figuren und beim Leser
  • Was gefällt euch an dem Text besonders gut
  • Was stört euch am Text? Was würdet ihr besser machen?

Wenn ihr das an mehreren Büchern erprobt (auch an solchen, die man landläufig "schlechte" Bücher nennt, wie immer man das definieren will), habt ihr schon einen sehr guten Eindruck davon, wie das Handwerkszeug von Autoren beschaffen sein muss. Und dann geht es ans Üben. Oder habt ihr noch keinen blassen Schimmer worüber ihr eigentlich schreiben wollt? Dann schaut beim nächsten Mal hier vorbei, wenn es heißt: Worüber soll ich bloß schreiben?

Liebe Grüße

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Alle Beiträge zum Themenspecial Wie schreibe ich ein Buch? findet ihr hier.

Grundsätzliches:

Figuren Handlung entwerfen (Plotten)

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Jeder kann Autor werden!

Grafik align="left" vspace="10" hspace="20" />"Wie schreibe ich ein Buch?" Ich habe nicht gezählt, wie oft ich das schon gefragt wurde. Gerade am letzten Wochenende kam die Frage wieder auf. Da dies nicht in einem Satz zu beantworten ist und auch nicht in dreien, starte ich heute ein Artikelserie zu diesem Thema. Alle Beiträge dazu sammle ich der Themenspecial-Seite Wie schreibe ich ein Buch? Die könnt ihr schon mal bookmarken ;-)

Montag, 25. Februar 2013

Zur Frage nach dem Bücherschreiben gehört fast zwangsläufig auch der bange Nachsatz: "Kann ich das denn überhaupt?"

Grundsätzlich kann jeder Mensch Autor werden, denn Autor sein heißt ja zunächst nichts anderes, als einen Text verfassen zu können. Man schreibt etwas und ist Autor dieses Textes. Wie gut oder schlecht der Text ist, ob der Verfasser Orthografie und Grammatik beherrscht und in der Lage ist, Spannung aufzubauen, das ist dem Begriff "Autor" nicht anzusehen. Der Begriff ist auch nicht geschützt, also kann sich theoretisch jeder Textverfasser Autor nennen und das auf seine Visitenkarte drucken lassen.

Denn das Wort Autor steht in unserem Sprachgebrauch mittlerweile als Begriff für den Beruf des Autors oder Schriftstellers, wobei dies zwei verschiedene Paar Schuhe sind, aber dazu später. Wer mich also fragt: "Meinst du, ich kann auch Autor werden?", meint eigentlich "Glaubst du, ich kann gut genug schreiben um veröffentlicht zu werden?"

Wer darf sich Autor nennen?

Veröffentlichung ist nämlich das magische Wort für fast alle Menschen, die vom Schreiben träumen. Und auch ich habe mich erst nach meiner ersten Buchveröffentlichung Autorin genannt und nicht etwa bei der ersten veröffentlichten Geschichte in einer Anthologie oder gar noch früher. Sonst wäre ich mir wie ein Hochstaplerin vorgekommen. Aber nach der Veröffentlichung in einem unabhängigen Verlag, der mich selbstverständlich für meine Arbeit bezahlt hat - und nicht etwa umgekehrt! - wusste ich, dass ich ein Buch bis zum Ende schreiben und Leser damit unterhalten kann. Und ich wusste, dass die Arbeit der Autorin fortan mein Beruf sein würde.

Wenn die Frage also bedeuten soll: "Glaubst du, ich werde gut genug schreiben können, um eines Tages veröffentlicht zu werden, ohne dass ich dafür jemanden bezahlen muss?", antworte ich: "Es kommt darauf an, was du dafür zu tun bereit bist."

Talent schadet nicht

Es gibt die Verfechter der These, dass man Autor nur mit Talent werden kann. Talent schadet natürlich nicht, und Menschen mit einem gewissen Schreibtalent fällt es höchstwahrscheinlich leichter, die Regeln zu verinnerlichen und kreativ zu nutzen, auf die es beim Schreiben ankommt. Nur denke ich, dass es auch möglich ist mit Leidenschaft und Fleiß ans Ziel zu kommen. Vorausgesetzt, man ist bereit, das Schreibhandwerk zu erlernen und seine Texte auch selbstkritisch zu betrachten, bzw. konstruktive Kritik anzunehmen.

Gesetzt den Fall, du hast eine Idee über die du gerne schreiben möchtest - schreib! Vielleicht nicht gleich 400 Seiten, sondern fang einfach erst einmal an. Du wirst rasch an einen Punkt kommen, an dem deine Geschichte feststeckt. Die Idee war vielleicht gut, aber eine einzige Idee trägt keinen ganzen Roman. Spätestens jetzt solltest du den Schreibratgeber auspacken, dieses Themenspecial weiter verfolgen oder dir Rat von anderen holen. Oder alles zusammen. Dabei lernst du sprachliche Stilmittel kennen und wie du sie am effektivsten einsetzen kannst. Du lernst, wie man einen Plot so aufbauen kann, dass eine spannende Handlung entsteht und vieles mehr. Und du solltest andere Autoren lesen, egal ob sie gute oder schlechte Bücher geschrieben haben, wie immer man das auch definieren möchte. Das ist nämlich eine gute Methode, um die Anwendung der theoretisch erlernten Stilmittel in freier Wildbahn kennenzulernen. Und mitunter lernst du von den schlechten Büchern sogar mehr als von den guten, denn es fällt dir mit dem neu erlernten theoretischen Hintergrundwissen auf, wie du es lieber nicht machen möchtest. Und dann schreibst du selber. Und überarbeitest. Und schreibst neu. Und irgendwann zeigst du dein Manuskript jemandem, der sich mit der Materie auskennt und hältst das Feedback aus. So wirst du Schritt für Schritt dem Ziel näherkommen Autor zu werden.

Oder, kurz gelistet:

  • Idee haben
  • Schreibhandwerk erlernen
  • Kritikfähig sein
  • Schreiben
  • Lesen
  • Schreiben
  • Schreiben
  • Lesen
  • Schreiben
  • Schreiben
  • Schreiben
  • Dranbleiben
  • Durchhalten
  • Durchbeißen
  • Kritikfähig bleiben
  • Weiterschreiben
  • ENDE schreiben

Wenn du jetzt schon sagst: "Puh, ach, so viel Arbeit ist das?", dann wirst du höchstwahrscheinlich auch daran scheitern, ein Buch tatsächlich bis zum Ende zu schreiben. Es gibt viele Schreibenwoller mit Schubladen voller Romananfänge. Dranbleiben und Durchhalten ist jedoch das Zauberwort, das dich auf dem Weg zum echten Autorendasein weiterbringt. Und an der Technik feilen wir noch ;-)

Ich freue mich, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder reinschaut, wenn es heißt: Ich würde gerne ein Buch schreiben, habe aber leider gar keine Zeit dafür.

Liebe Grüße und keep on writing -

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Alle Beiträge zum Themenspecial Wie schreibe ich ein Buch? findet ihr hier.

Grundsätzliches:

Figuren Handlung entwerfen (Plotten)

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

 

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Themenspecial: Wie schreibe ich ein Buch?

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