Einträge mit dem Tag: Schreibticker


Einfacher, als gedacht

Draußen tobt nachmittäglicher März-Hagel mit heftigen Sturmböen - so ganz und gar nicht zu dem Foto passend, das ich heute für diesen Beitrag ausgesucht habe. Doch das macht nichts, es soll ja um den Arbeitsfortschritt an meinem ALBATROS-Manuskript gehen, und der kann sich durchaus sehen lassen.

Montag, 02. März 2015

Autorin auf Wiese. Foto: © Merlindo - fotolia.de

Foto: © Merlindo - fotolia.de

Heute Mittag habe ich angefangen mit dem Weitermachen (*g*), denn ich habe mir für den Anfang 800 Wörter pro Tag vorgenommen, um mich nicht wieder selbst zu erschrecken ;-) Wichtig ist, dass ich diesmal täglich dranbleibe, um gar keine “Löcher” mehr aufkommen zu lassen, die dazu führen, dass ich den Kontakt zu den Figuren und somit zur Story verliere. Es ist nämlich immer sehr lästig, alles immer wieder von vorne durcharbeiten zu müssen, weil ich schon wieder vergessen habe, wie ich eigentlich weitermachen wollte. So ging mir das oft, als ich durch meinen Perfektionsanspruch den Widerwillen am Manuskript entwickelt hatte. So wie es jetzt läuft, ist es viel besser.

Ich kenne dich, ich mag dich

Ich bin sehr verblüft, wie leicht mir die Umstellung auf die neue “Hülle” der Hauptprotagonistin fiel, nennen wir sie hier einmal A.

A. ist die Trägerin der Kernidee. In der allerallerersten Version aus dem Jahr 2000 hieß sie noch S. (aus Gründen, die ich euch erklären werde, wenn der Zeitpunkt gekommen ist), und war viel jünger.

Die letzte A. war im gleichen Alter wie die neue, hatte aber ein vollkommen anderes Wesen. Recht spröde, geheimnisvoll und sie wollte ganz offensichtlich zu viel auf einmal. Vermutlich ist die Story auch u.a. daran gescheitert.

Mit der neuen A. bin ich sofort warm geworden, obwohl - oder weil? - sie auch ein komplett neues Setting mitgebracht hat. A. lebt jetzt, hat eine Bürde mitgebracht und ist mir alles in allem sehr sympathisch.

Zu viel Druck? Nö, Ansporn!

Petra van Cronenburg fragte mich heute auf meiner Facebook-Autorenseite, ob es mich nicht furchtbar unter Druck setzen würde, hier über den Fortgang des Manuskripts zu berichten, auch wenn es vielleicht mal gar nicht klappen will. Die Frage ist natürlich berechtigt, aber ich sehe es eher als Ansporn. Und wenn es wirklich mal nichts zu berichten gibt, nehme ich mir eben die Freiheit, einfach nichts dazu zu sagen ;-)

Weiterer Ansporn ist auch mein Wordtracker Ich habe ihn wieder auf Null gesetzt (was ich Anfang des Jahres geschrieben habe, ist ja eh in der Tonne)  und so voreingestellt, dass ich mit dem täglichen Pensum ganz gemütlich in vier Monaten 400 Seiten geschrieben haben könnte.

Es wird schon lebendig

Es ist auch sehr motivierend, dass die Geschichte schon zu einem frühen Zeitpunkt so lebendig ist, dass sie mich bis in den Schlaf verfolgt. Nachts wach liegen, an die Figuren denken und neue Ideen bekommen, findet normalerweise erst zu einem viel späteren Zeitpunkt statt.

Und die Ebook-Serie?

Die eKrimi-Serie liegt jetzt natürlich erst einmal auf Eis, was nicht heißt, dass ich sie nie realisieren werde, aber das ist eine komplett andere Baustelle. Es gibt ja genügend Autoren, die zweigleisig fahren, aber warten muss es jetzt trotzdem. Multitaskerin war ich noch nie ;-)

Ich hoffe, euch interessieren die Einblicke in meine Manuskriptarbeit. Falls ja - stay tuned!

Liebe Grüße

Petra

Rohmanuskript Stand 2. März 2015:


9 Normseiten, 2.280 Zeichen

Das Exposé ist fertig (und bringt Erkenntnisse)

Die Überschrift erinnert mich zwar an ein Lied von Peter Cornelius ("Der Kaffee ist fertig", mit Betonung auf dem ee) - was wieder beweist, wie assoziativ Autooren gelegentlich denken - das ändert aber nichts daran, dass es trotzdem stimmt. Fertig und rausgeschickt.

Mittwoch, 03. Dezember 2014

Das Exposé ist fertig! Foto by pathdog - Fotolia.de

Das Exposé ist fertig! Foto by pathdog - Fotolia.de

Weil ich vor der Überarbeitung heute morgen ein wenig beruflich prokrastiniert hatte, ist mir auch endlich klar, weshalb ich so relativ lange für das Exposé gebraucht habe: So sehr ich es mir auch wünsche, ein anständiges Gerüst zu haben, an dem ich entlangschreiben kann - es entspricht einfach nicht meiner Arbeitsweise. Ich kam durch diesen (englischen) Forenbeitrag der US-Autorin Elle Casey darauf:

How I write so many books: A system, some theories, and a few random thoughts.

15 Bücher in 18 Monaten

Elle Casey hat (Stand: Mai 2013) 18 Bücher in 15 Monaten geschrieben, und die waren jetzt nicht unbedingt dünn. Ich fand fünf Bücher in einem Jahr schon sportlich für mich ;-)

Wenn ihr keine Lust habt, den Beitrag zu lesen, fasse ich mal kurz zusammen:

  • Sie tippt schnell, nämlich 2.500 Wörter pro Stunde. Zur Erinnerung: Beim NaNoWriMo sollte man 1.667 Wörter pro Tag schreiben!
  • Sie hat die Story und das vorgesehene Ende ganz grob im Kopf, benutzt aber keine Outlines, sondern lässt sich die Story einfach von ihren Figuren diktieren.
  • Sie setzt sich Schreibziele für den Tag, wobei sie 5.000 Wörter als entspannt betrachtet, weil sie dann vor dem Mittagessen fertig iist ... Ihr Rekord sind 22.500. Wörter. An einem Tag. (Meiner liegt bei 23 Seiten an einem Tag.)
  • Sie setzt sich Monats-Schreibziele, damit sie Ultimo das jeweilige Buch publizieren kann
  • Sie redigiert während des Schreibens, genau wie ich. Schreiben, und am nächsten Tag das tags zuvor Geschriebene überarbeiten.
  • Sie hat Beta-Leser und Korrekturleser
  • Und sie hat Leser, die sie motivieren und anbetteln, sie solle doch mehr schreiben

Ein Buch in 12 Tagen

Obwohl ich einige Punkte dieser Liste schon ziemlich wahnwitzig finde, hat es mich daran erinnert, wie gut ich mich fühlte, als ich Pirates of Plymouth innerhalb von 12 Tagen schrieb. Es waren nur knapp 100 Seiten, aber ich hatte kein Exposé. Das wollte ich eigentlich schreiben, aber da war plötzlich das Buch fertig. Ich hatte den Vertrag nur aufgrund einer Idee erhalten und konnte mich danach quasi austoben. Ich habe damals 16 Stunden pro Tag geschrieben und nicht mal den Wunsch gehabt, währenddessen zu prokrastinieren. Die Lektorin sagte später, sie hätte das Buch supergerne gelesen und gemerkt, dass es wirklich aus einem Guss entstanden ist.

Dieses Gefühl wollte sich später nie wieder einstellen. Immer habe ich mit den Manuskripten gekämpft und bin an Exposés verzweifelt, obwohl mir das vorher gar nicht so schwergefallen war. Und ich habe einfach nicht begriffen, dass es an dieser ganzen Vorarbeit lag.

Nicht vorher alles verrraten

In beinahe jedem Schreibratgeber steht der Tipp, den Inhalt des Manuskripts-to-be vorher niemandem zu erzählen. Die Begründung: Wenn es erst einmal laut gesagt wurde, muss man es nicht mehr aufschreiben. Es ist raus und erledigt. Man würde sich beim Schreiben nur langweilen.

Auch wenn das vielleicht ein bisschen übespitzt formuliert ist und sicher nicht auf jeden Autor zutrifft, so ist doch ein Körnchen Wahrheit darin. Und was bedeutet ein Exposé zu schreiben denn anderes, als den Inhalt des potenziellen Buches schon vorher laut zu erzählen? Ich musste mich zigmal zurückhalten um beim Kopfzerbrechen über den Plot von “Hardboiled Weichei” nicht einfach direkt die Szenen zu schreiben, die mich dann weiterbringen würden. So musste ich das mit wilden Notizen und Kopfkino abhandeln. Ich hoffe, es ist beim Schreiben dann noch aufregend genug.

Wie sehr ich mich mit dem Plotten quäle, konntet ihr ja schon in aller Ausführlichkeit beim ALBATROS BUCHPROJEKT erkennen. Vermutlich wäre die Trilogie schon längst fertig, wenn ich sie einfach geschrieben hätte, anstatt mir über seltsame Hypothesen den Kopf zu zerbrechen.

Wenn man ein Buch im Verlag unterbringen will, möchten sie dort aber in den allermeisten Fällen zuvor ein aussagekräftiges Exposé haben - was ich durchaus verstehe. Das ist mit ein Grund, weshalb ich mich nach 15 Buchveröffentlichungen in Verlagen (auch) dem Selfpublishing zuwenden möchte. “Hardboiled Weichei” ist noch für einen Verlag konzipiert, aber danach kümmere ich mich erstmal nicht wiieder um ein Exposé, sondern werde es genießen, einfach zu schreiben.

Weshalb muss ich immer erst mit der Nase auf solche simplen Erkenntnisse gestoßen werden?

Liebe Grüße

Petra

 

NaNoWriMo 2014 - Liveticker-Experiment und Fazit

Ihr Lieben, wir haben Dezember und der NaNoWriMo 2014 ist Geschichte! Und ich habe - erwartungsgemäß - das 50.000 Wörter-Ziel nicht erreicht. Wenn ihr meine Liveticker-Einträge verfolgt habt, dann war euch das sicher auch spätestens nach der größeren Pause in der letzten Woche bewusst. Danke, dass ihr mich trotzdem in dieser Zeit begleitet habt!

Montag, 01. Dezember 2014

NaNoWriMo-Teilnehmerin 2014

Sehen wir uns die traurige Realität (die ich allerdings nicht ganz so zum Heulen finde, wie man denken könnte) mal an:

Zur Erinnerung: Die grünen Kästchen kennzeichnen die Tage, an denen ich mindestens 1.667 Wörter geschrieben habe. Die roten sind die, an denen ich kein einziges Wort getippt habe. Gelb bedeutet: ein bisschen was geschrieben, und die orangefarbenen Kästchen stehen für: relativ viel geschrieben, aber keine 1.667 Wörter geschafft.

Falls ihr vorher gar nichts von NaNoWriMo 2014 bei mir gelesen habt, mag euch die Rotlastigkeit des Word Count Widgets irritieren. Gerade zum Schluss war Umzugshilfe und Familie-geht-vor der Grund. Für mich ist das vollkommen in Ordnung, weil ich überhaupt erst sehr kurzfristig über eine NaNoWriMo-Teilnahme in diesem Jahr nachgedacht hatte. Unter anderem auch deshalb ist es keine Niederlage für mich, nur etwas mehr als ein Fünftel der Wörter geschrieben zu haben. Ich bin insgesamt sehr zufrieden, weil es mich überhaupt dazu “gezwungen” hat, mir intensivere Gedanken über meine Zukunft als Autorin und über das Exposé zu machen, das ich erfreulicherweise schreiben darf.

Ohne die Teilnahme am Nationalen Schreibmonat wäre ich vielleicht nicht so weit, wie ich jetzt bin. Ich habe nach den letzten Buchveröffentlichungen länger keine Projekte mehr umgesetzt (aus diversen Gründen, die ich schon häufiger eläutert habe). Jeder Autor, der eine längere Schreibpause hinter sich hat, wird wissen, wie schwierig es sein kann, in den Schreibprozess und die Routine zurückzufinden. Vor allem, wenn man sich in der Pause weiter- oder woanders hin entwickelt hat.

Selbstverständlich wäre es sinnvoller gewesen, das Exposé VOR dem NaNoWriMo fertig zu haben. Dann hätte ich mich während der 30 Schreibtage voll und ganz auf das Füllen des Plotgerüsts konzentrieren können. Hätte, hätte, Fahrradkette. Dazu hätte ich früher von dem Projekt wissen müssen, für das ich das Exposé schreibe. Das war aber nun mal nicht so, also werde ich nicht jammern, sondern das Gerüst, das im Prinzip in meinem Kopf und in zig Notizen fertig ist, jetzt, nach dem Ende des Schreibmonats in eine Form bringen, die als Exposé taugt. Ich hatte dafür in meinem ersten Autorenleben eine Methode, die sich zumindest für dieses Projekt als nicht besonders praktikabel erweist, also gehe ich einen anderen Weg. Ziel ist, spätestens morgen damit fertig zu sein und dann noch eine kurze Textprobe zu schreiben.

Je nach Geschwindigkeit der Antwort kann ich dann direkt mit dem Manuskript loslegen oder mich um die weitere Konzeption meiner eKrimiSerie kümmern. Oder ein Manuskript schreiben, das als Exposé schon lange in der Schublade liegt und noch nicht umgesetzt wurde. Das wird sich ziemlich zwangsläufig ergeben. Aber egal was es ist - ich freue mich darauf.

Danke, NaNoWriMo 2104, dass du miich wieder in die Spur zurückgebracht hast!

Und was ist euer NaNo-Fazit?

Liebe Grüße

Petra

P.S: Den “Schreibticker” möchte ich trotzdem gerne beibehalten, wann immer es etwas zu berichten gibt. Also stay tuned! ;-)

NaNoWriMo - Tag 28 im Liveticker

Ich war eine Woche lang nicht am Rechner - und konnte somit auch nichts für den NaNoWriMo schreiben - weil ich meinem Liebsten in der Schweiz beim Kisten packen geholfen habe. Vier Jahre Arbeiten in Zürich sind jetzt vorbei und es ist Zeit für neue Herausforderungen ab 2015 in Hamburg. Das ist nur noch zwei Autostunden von hier entfernt und spart locker monatlich 1.000 € Wochenendflugkosten.

Donnerstag, 27. November 2014

Veterinärapotheke im Heimatmuseum Oberweningen, CH.

Vier Jahre und wir stellen fest, dass wir so vieles nicht gemacht / geschafft haben. Ich war auch seltener da, als ich wollte, und auch sowas fällt erst am Schluss auf. Und das Heimatmuseum, das sonst immer nur am Wochenende offen hatte, haben wir kürzlich nur durch Zufall besucht, denn es war Markt in Oberweningen (das ist der Ort im Zürcher Unterland in dem mein Liebster diese sensationell-geniale Wohnung bewohnte) und zu diesem Anlass war es geöffnet, weil der Markt direkt vor der Tür stattfand. Ein entzückendes Museum ist das, betrieben von sehr netten Menschen, und die Apotheke des Veterinärmediziners oben im Bild, ist nur eines der vielen Exponate.

Das nur zur Erklärung, weshalb hier im Blog und NaNoWriMo-mäßig so gar nichts passiert ist. Die 50.000 NaNo-Wörter kann ich abhaken für dieses Jahr, ich werde aber trotzdem am Exposé weiter arbeiten, auch wenn ich das längst fertig haben wollte, aber das geht ja nicht, wenn ich nicht mal am Rechner war.

Ich schreibe das hier noch am 27. abends, weil ich eigentlich noch ein bisschen am Exposé arbeiten wollte, aber mich überfallen gerade üble Genickschmerzen, sicher auch, weil heute zum Teil ein sehr hässlicher Tag war.

8:15 Uhr: Schaue auf den Kalender und bemerke dass meine Mom heute 77 Jahre alt geworden wäre.

Bevor ich NaNo-mäßig am Exposé weiterschreiben kann, muss ich noch die monatliche Gartenkolumne für Romberg schreiben und hochladen. Das habe ich in Zürich natürlich auch nicht geschafft.

10:40 Uhr: Romberg-Kolumne ist online. Muss nur noch freigeschaltet werden. Ich muss jetzt zum Arzt und Besorgungen machen. Ich ahne, dass mich der Tag exposémäßig nicht viel weiterbringen wird ...

15:13 Uhr: Ich habe richtig geahnt. Hat alles länger gedauert, als gedacht. Freie Autorin zu sein, heißt manchmal leider auch, nicht zum Autorin-Sein zu kommen.

17:52 Uhr: Ich habe wenigstens den Überblick über die Handlungsstränge wieder und konnte hier und da etwas ergänzen. Jetzt ruft die Küche und gleich darauf der Flughafen: Der Liebste kommmt zu seinem letzten Wochenend-Break aus Zürich, bevor er in einer Woche die hübsche Schweiz ein für alle Mal verlässt. Spätere Urlaube selbstverständlich nicht ausgeschlossen.

NaNoWriMo - Tag 20 im Liveticker

Heute wird es nicht so viel zu tickern geben. Autobahn, ich sagte es gestern. Überraschend bin ich heute doch nicht auf der Autobahn. Und gestern war auch mal wieder mal Bluescreen-Time ... Update: Und überhaupt, ein SCHEISSTAG! :-((((( #traurig

Donnerstag, 20. November 2014

Bluescreen again.

00:17 Uhr: 11.467 Wörter. Das Exposé wird langsam richtig “rund”. Ohne Unterbrechungen wäre es schon fertig. Als die Kinder klein waren, war es irgedwie einfacher ;-)

Gute Nacht und schös Tägli ;-)

P.S: Ich hab mich vorhin für die Leipziger Autorenrunde (#lar15) im nächsten März (Buchmesse) angemeldet. Ich glaub, 2012 war die erste Runde, da war ich auch dabei, aber es scheinen jetzt schon wesentlich mehr Teilnehmer zu ein. Seh ich euch auch?

15:52 Uhr: 11.860 Wörter. Ich fahre nun doch erst später und habe somit einen Schreibtag gewonnen. Der gestaltet sich zwar aus diversen Gründen echt zäh, aber es geht voran und ich sage euch wie:

Ich glaube, ich hatte kürzlich mal erwähnt, dass ich bislang in meinen Exposés der Einfachheit halber immer eine Einteilung von 20 Kapiteln vorgenommen habe. Ob es am Ende mehr oder weniger sind, ist nicht relevant, aber für den Lektor ist es gut eine Überrsicht zu haben, á la: das ist Kapitel 5 und dafür ist dieses oder jenes Ereignis vorgesehen.

Ich habe in den vergangenen Tagen Backstorys für die einzelnen Figuren erstellt (Hintergrundgeschichten, keine Kuchenherstellungsgeschichten *g*) und grob das gesponnene Plotnetz im Kopf. Eigentlich könnnte ich jetzt losschreiben. Das wäre mir auch viel lieber, aber der Herausgeber möchte ein anständiges Exposé. Ich nehme also Schlüsselszenen, und verteile diese stichwortartig auf die Kapitel. Den Schluss kann ich ganz gut platzieren, auch was kurz vorher passieren soll. Bei anderen Situationen bin ich nicht ganz sicher und schreibe sie erstmal unter eine Kapitelüberschrift, mit der Option, sie notfalls zu verschieben.

Am schwierigsten ist es noch, den POV festzulegen, den Point of View, die jeweilige Erzählperspektive. Ich werde nämlich diesmal nicht nur eine Perspektive haben. Und ich kenne zwar die Backstorys, aber die drücke ich dem Leser ja nicht ins Gesicht, sondern muss sie in den Szenen durchschimmern lassen. Ich behelfe mirr derzeit damit, dass ich dann schreibe: “Kapitel 5, in dem der Leser erfährt, dass ...” Wie ich es letztlich ausgestalte, wird sich beim Schreiben ergeben.

Und wie immer, wenn ich gerade so richtig gut drin bin, muss ich unterbrechen. Emilia Karotti, mein Schlappohr-Kaninchen, frisst nicht, sitzt nur in der Ecke und macht komische Geräusche beim Atmen :-( Also machen wir uns mal auf den Weg zum Tierarzt ...

19:38 Uhr: Scheiße. Die Karotte ist vorhin in meinen Armen gestorben :-((((((

Obwohl Kaninchen keine Geräusche machen, waren ihre letzten Seufzer sehr laut und schrecklich. Die Tierärztin meinte schon, sie befürchtet, es sei nichts mehr zu machen, dabei sah das erst gar nicht so schlimm aus. Sie muss was Falsches gegessen haben; vielleicht war die Überstreu schuld, die ich gekauft hatte. Vielleicht ist es aber auch nur einfach so passiert, Kaninchen sind wohl recht empfindlich. Sie muss sich gefühlt haben, wie wir, wenn wir zu viel Weihnachtsgans gegessen haben, sagte die Ärztin. Nur, dass Kaninchen sich nicht übergeben können und dazu noch einen Stopfmagen haben. Heißt: Es geht nur was raus, wenn iben was Neues reinkommt. Und wenn das alles nicht klappt, versagt der Kreislauf ziemlich schnell. Aber ich konnnte doch nicht zum Arzt gehen, bevor wir überhaupt was gemerkt haben! Heute Vormittag war noch alles ok.

Das kleine Puschelschwänzchen und die dicken Hinterpfoten - all das war noch genau so kuschelig, wie vorher. Sie sah nur aus, als würde sie schlafen. Die Kinder hatten sie mir im Mai m Geburtstag geschenkt - sie wurde nicht mal ein Jahr alt, war dafür aber echt riesig. Vor kurzem haben wir ihr ein kleinnes schwarzes Kaninchenmädchen dazugesetzt, damit sie nach dem Tod von Terry (ein weißes Kaninchen mit einem seltsamen Kieferdefekt; wir haben da echt kein Glück) nicht mit den beiden Meerschweinchenjungs allein sein musste. Die dicke Karotte war vorher ein bisschen durchgeknallt, aber seit die Kleine (sie hat immer noch keinen Namen) da war, war sie voll lieb und wie eine Ersatzmama für die Kleine.

Gerade gestern habe ich noch Fotos gemacht:

Emilia Karotti ist tot :-(

Emilia Karotti, Miki und die Kleine. 19.11..2014, einen Tag vor Karottis Tod.

Traurige Grüße

Petra

NaNoWriMo - Tag 19 im Liveticker

Asche auf mein Haupt :-( Der letzte Liveticker ist vom 15.11. und genaugenommen war der 14.11. der letzte Tag, an dem ich mich um den NaNoWriMo und um das Exposé von Hardboiled Weichei kümmern konnte bzw. gekümmert habe. Wat sind die Ausreden?

Mittwoch, 19. November 2014

Kein NaNoWriMo, sondern ...

11:55 Uhr: Das Stoppok-Konzert im Postbahnhof am Ostbahnhof, klar. Hamma war das wieder. Und ich so: iPhone zu Hause vergessen :-( Passiert mir sonst nie. Aber der Liebste hat ein Foto gemacht (das ganz links). Vorher noch Aufräumaktion für den Geburtstag von K3 am nächsten Tag. Sonntag Familientag, Montag zum Teil auch nsoch. Und gestern? Da war ich so aus dem NaNo-Trott raus, da bin ich meinem Pflanzenspleen erlegen und habe einen großen Blumenkasten mit Zimmerpflanzen bestückt und einen DIY-Muschel-Zimmerspringbrunnen gleich mit eingepflanzt. Und alle Pfanzen hier drin gewässert und gedüngt. Sowas passiert manchmal einfach. Ist aber auch gut für die Kreativität :-)

Ganz hatte mich die Grünmeise heute noch nicht losgelassen. Ich musste unbedingt die Monstera in einen großen Topf pflanzen (doch, ich MUSSTE *g*) , damit die mal anständig wächst. Und habe ziemlich genau 15 Jahre nach dem Tod meines Vaters den riesigen Übertopf endlich in Betrieb genommen, den er mal für meine Mutter getöpfert hatte. Dauert eben alles immer ein bisschen länger bei mir.

Ja, und dann stieß ich vorhin noch auf einenen Bericht über die hochinteressante pub’n'pub-Veranstaltung, der ich am 12. beiwohnte und stellte fest, dass die Schreibdilettanten mich darin sehr nett erwähnt haben :-) [auf diesem Wege ein fröhliches Huhu hinüber zu Marcus und Axel! Ich hätte gerne Hallo gesagt, war an dem Abend aber grausam verpeilt]

Und vielleicht kriege ich es jetzt edlich fertig, mich auf mein Exposé zu stürzen, da ich morgen mal wieder den ganzen Tag auf der Autobahn bin und somit auch wieder ein rotes NaNoWriMo-Kästchen kassieren werde. Also hopp!

14:33 Uhr: 10.511 Wörter. Puh, ich musste mich erst wieder eingrooven und in den Autorinnen-Modus zurückversetzen. Gar nicht so einfach an Tagen wie diesem. Das gelingt am besten, wenn ich erst einmal das lese, was ich bisher geschrieben habe. Also nicht alles, nur das letzte Stück, damit ich zurück in die Spur komme. Und schon standen die Personen und die Story wieder klar vor meinem geistigen Auge. Es ist immer dieselbe Krankheit: ANFANGEN.

Und WEITERMACHEN. Das tue ich jetzt. Ich werde meine bisherigen Erkenntnisse in der Figurenentwicklung des Exposés festschreiben und die wichtigsten Momente in der Kapitelstruktur verewigen.

Bis dann!

15:25 Uhr: 10.800 Wörter. Während ich einzelne Figurenentwicklungen schrieb, ergaben sich automatisch weitere Ideen für andere Figuren. Das Handlungsnetz webt sich dadurch automatisch immer dichter. So soll das sein. Also weiter ...

Petra

NaNoWriMo - Tag 15 im Liveticker

Ich bin ja gestern mit meinem Abwasch-Trick mit dem Plot für das Exposé super vorangekommen. Dass ich dann den Ticker so abrupt beendet hatte, lag daran:

Samstag, 15. November 2014

00:30 Uhr: Ich musste doch unseren Jungs beim Spielen zugucken :-) Und ich stimme nicht in das Gemecker mit ein von wegen “Mimimi, nur 4:0!” Gut, ich habe die zweite Halbzeit nicht gesehen, weil ich den Liebsten vom Flughafen eingesammelt habe, aber die erste Hälfte war äußerst unterhaltsam.

Eben habe ich noch Kind 3 von einer LAN-Party abgeholt und wäre dann jetzt gut wach (ungefähr dreihundertmal wacher als üblicherweise zwischen ca. 7 und 16 Uhr), könnte also prima weiterplotten. Ich werde aber im Bettchen erwartet ;-) Und das geht vor NaNoWriMo und Exposé.

Achso, ja, heute ist Halbzeit beimst NaNoWriMo. Und ich habe grad mal ein fünftel der Wörtermenge. Dazu könnt ihr im gestrigen Liveticker nachlesen, wieso ich das nicht schlimm finde.

Gute Nacht allerseits!

Petra

 

NaNoWriMo - Tag 14 im Liveticker

Ich war vorhin ein bisschen hintendran mit dem Ticker; so richtig live war es da nicht, aber jetzt! Und ich hatte heute auch keine richtige Idee für ein Foto, also gibt es mal Catcontent:

Freitag, 14. November 2014

Monsieur Katz auf unserem Wohnzimmerteppich

16:00 Uhr: Ich habe heute sehr viel herumgedacht, nicht nur am Plot, sondern auch darüber, was ich sonst noch schreiben will. Wörter hat das wieder mal keine gebracht. In irgendeinem Jahr hatte ich allerdings alles gezählt, was ich überhaupt geschrieben habe. Da wäre ich dann heute sehr weit gekommen, denn es war eine ellenlange Mail an eine liebe Kollegin dabei, sowie einige Beiträge in einem Autorenforum. Muss absolut auch sein - NaNoWriMo hin oder her.

Ich versuche jetzt, die Backstorys endlich fertig zu schreiben und etwas wie ein Grobexposé zu skizzieren, als Grundlage für das endgültige Exposé. Ich habe nur ständig den Eindruck, ich muss das per Hand machen oder in einem anderen Programm. Papyrus Autor ist toll, aber ich habe momentan das Gefühl, es engt mich ein, zumal ich für die verschiedenen Brainstorming- und Backstoryphasen jeweils ein anderes Dokument brauche. Oder zu brauchen glaube, um den Überblick nicht zu verlieren.

16:50 Uhr: Verteile die Szenen-Ideen auf die Kapitelstruktur. Ich gehe anfangs immer von 20 Kapiteln aus, die ich je nach Bedarf erweitere (oder kürze). Hat sich bei mir bewährt, weil ich so en Überblick behalte, und der Lektor damit auch sehen kann, was ihn erwartet. Wenn man so will, ist es eine Art Storyboard. Da werden ggf. auch noch Szenen hin und her geschoben. Wobei ich jetzt nicht jede einzelne Szene in die Struktur schreibe, sondern nur die wesentlichen Punkte.

18:35 Uhr: Unterbrechungen machen mich wütend. Vor allem, wenn ich es bin, die sich unterbricht. Heute reicht es schon, dass ich darüber nachdenke, was ich alles noch machen muss, das mit dem Schreiben / Plotten nichts zu tun hat. Morgen und übermorgen sind Geburtstagsvorbereitungen und Geburtstag von Kind 3 gewidmet. Putzen und son Mist. Und nach Hamburg soll ich eigentlich auch morgen mit, aber wann soll ich dann Kuchen backen? Da musss der Liebste wohl diesmal auf mich verzichten. Zerteilen kann ich mich nicht. Und abends, nach dem Stoppok-Konzert, mache ich keinen Handschlag mehr, schwöre!
Das hilft mir jetzt alles nicht wirklich dabei, wieder konzentriert in die Materie zu kommen. Dabei ist mir der NaNoWriMo im Moment ziemlich wurscht - aber ich will endlich das Exposé fertig haben, damit ich mich wieder der eKrimiSerie widmen kann, bis dann hoffentlich eine positive Rückmeldung vom Herausgeber kommt. Hmpf.

19:13 Uhr: Mache den Abwasch. Per Hand. Ich rede dabei mit mir über den Plot. Laut. Nicht mal die Katze iist hier, also wundert sich niemand.
Hauptsache, es hilft.

20:00 Uhr: 10.158 Wörter. Ha! Nach drei Tellern und Selbstgespräch sprudelten die Ideen nur so! ich habe jetzt das Wichtigste plausibel zusammengefügt und mit meinen Notizen im Manuskript / Exposé endlich die 10.000er-Marke geknackt, die ich laut NaNoWriMo-Kalender eigentlich vor acht Tagen hätte erreichen sollen *hust*
So what? Der Weg ist das Ziel

Nur der Abwasch ist noch lange nicht fertig.

20:17 Uhr: 10.267 Wörter. Weitere Teller, weitere Ideen. Das Plotnetz wird immer weniger löchrig. Dafür wird das Abwaschwasser kalt.


20:31 Uhr: 10.362 Wörter. Ich werde jetzt immer abends alle wegschicken und beim Abwaschen oder Putzen plotten :-)


Petra


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