Einträge mit dem Tag: Motovation


Und was ist jetzt mit dem Schreiben?

Gerade habe ich den Beitrag Ups, ein Jahr ist fast rum! geschrieben. Und natürlich will ich euch auch darüber informieren, was mein Autorinnendasein angeht.

Wer es noch nicht weiß: Unter meinem schwedischen Pseudonym Katarina Andersson-Wallin schreibe ich #SwedishRomance. Ich habe das Genre so genannt, weil es Liebesromane sind, die in Schweden spielen. Wer hätte das gedacht? ;)

Mittwoch, 28. Oktober 2026

Wo kann man besser Swedish Ronce schreiben als in Schweden?

August 2026. Die Autorin Petra A, Bauer aka Katarina Andersson-Wallin sitzt im Garten mit Blick auf die
malerische Scheune und schreibt an ihrem dritten Swedish-Romance-Band. Foto: Julia Bauer

Ich hatte vor einer Weile einen Zeitplan erstellt, wann ich nach Mittsommer Romanze und Lussekattertage Band 3, 4 und 5 veröffentlichen wollte. Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass Frau Bauer und Planung so ziemlich unvereinbar ist. Also, Pläne SCHMIEDEN kann ich. Und das macht auch unfassbar viel Spaß. Aber es ist gleichzeitig fast die Garantie dafür, dass ich sie umwerfe. Weil ich mir höchst ungerne etwas vorschreiben lasse. Auch nicht von mir selbst :D

ADHS lässt grüßen. Täglich. Wie das Murmeltier.

Nachdem ich im letzten Beitrag angedeutet habe, dass ich mich 2026 vorwiegend mit meinen Stickern und Print on Demand beschäftigt habe, will ich nicht unerwähnt lassen, dass ich im Sommer endlich wieder am dritten Band geschrieben hatte. Weil ich in Schweden so entspannt war, dass es fast zwangsläufig passiert ist.

#SwedishRomance3 hat übrigens noch immer keinen Namen. Dabei war der Titel Lussekattertage bei Band 2 das erste, was ich überhaupt hatte.

Ich habe mich im Schwedensommer mit den Figuren und deren Motivation beschäftigt und etliche Szenen geschrieben. Insgesamt rd. 6.500 Wörter. Das schreiben andere Autorinnen im der Woche (mitunter sogar am Tag). Aber wenn ich eins gelernt habe, dann, dass ich mich besser nicht mit anderen Autorinnen vergleichen sollte.

VIELSCHREIBERINNEN

Kleine Anekdote am Rande: Mein Mann und ich waren kürzlich zu einer größeren Geburtstagsfeier in Konstanz eingeladen. Ich kannte praktisch niemanden und kam mit vielen Leuten ins Gespräch. Natürlich auch über den Buchmarkt.

Ich sprach über Verlage und Selfpublishing und darüber, dass die wichtigste Währung SICHTBARKEIT ist. Und wie schnell die nachlässt. Ich erklärte, was Plotten ist, und wie schwer mir das fällt. Und dass ich deshalb nicht in der Lage bin, alle zwei Monate einen neuen Band zu veröffentlichen, wie etliche Kolleginnen das problemlos hinbekommen.

Sofort kam von einer vollkommen fachfremden Person:

"DIE MACHEN DAS ALLES MIT KI!"

Da ist mir echt die Hutschnur geplatzt. Ich WEISS, dass es mit guter Planung absolut möglich ist, auch ein Buch alle vier Wochen zu veröffentlichen. Natürlich keine 700-Seiten-Wälzer, aber davon spricht ja auch niemand. Und ich wies darauf hin, dass keine Autorin, die etwas auf sich hält, ihre Bücher von einer KI schreiben ließe.
Die Dudes, die sowas machen, sind kleine Bürschchen zwischen zwanzig und Mitte dreißig, die mit KI alles abkupfern, das nicht bei drei auf dem Baum ist, weil sie Kohle verdienen wollen. Und die ihre Kurse wie man selber klaut und veröffentlicht direkt noch dazu verkaufen.
Aber die haben auch nie voll Inbrunst gesagt: "Ich möchte ein Buch schreiben!"

NICHT VERGLEICHEN

Das hat mich echt aufgeregt. Wie gesagt, ich bekomme das mit der Planung nicht hin, und es wäre mir viel zu stressig meine ganzen anderen Interessen zu bekämpfen, um mich an einen selbst auferlegten Zeitplan zu halten. Denn ich müsste nicht nur mit Zeitkorsett schreiben, sondern auch lange im Vorhinein Termine für Testlesende, Lektorat, etc. ausmachen, Weil diese Menschen ja nicht automatisch Zeit haben, wenn ich glaube, dass ich fertig bin und das sofort alles erledigt haben will. Und Kolleginnen, die auch Buchsatz und Coverdesign auslagern, jonglieren noch mehr herum. Wem das liegt - go for it! 

Ich bin dagegen diejenige, die tausend Dinge gleichzeitig macht, wenn mir der Sinn danach steht. Und wenn etwas fertig ist, muss es raus, sonst wird es nie fertig. So ist es auch mit Blogbeiträgen. Wenn ich die nicht an einem Tag fertig habe und online stelle, beiben sie für immer in den Entwürfen liegen.

Deshalb kümmere ich mich ums Coverdesign, während testgelesen und lektoriert wird (und weil ich Designen liebe). Und während ich den Buchsatz mache, korrigiere ich restliche Tippfehler und ändere gelegentlich noch Formulierungen. Ja, richtig. Während des Buchsatzes. So bin ich halt. 

TÄGLICH NEUE MOTIVATIONSSTRATEGIEN

Nicht neurodivergente Personen können das alles nicht nachvollziehen und kommen gerne mal mit Begriffen wie Disziplin um die Ecke. Joa, vielleicht hätte ich dann lieber bei ADHS nicht "Hier!" schreien sollen.* Und ich hätte besser nicht schon mit fünf lesen und schreiben können, damit ich in der Schule nicht ignoriert worden wäre, weil ich alles schon konnte. Dann hätte ich vielleicht mal Lernen gelernt und vielleicht sogar dieses blöde Wort mit D.

*Falls ihr noch mehr in mein verstrubbeltes Hirn gucken wollt, von dem einer meiner Söhne immer sagt, ich sollte es nach meinem Tod unbedingt der Wissenschaft vermachen :D kann ich euch  mein Ebook BÜCHER SCHREIBEN MIT ADHS empfehlen.

Stattdessen muss ich ständig neue Tricks anwenden, um das, was fertig werden soll (im diesem Fall der dritte Band), auch fertigzumachen und mich nicht auf anderes zu stürzen. Dafür habe ich im Sommer beispielsweise einen alten Schreibratgeber vorgekramt und mich davon inspirieren lassen. Habe sehr viel gelesen. Freue mich an geliehenen und verkauften Büchern von Band 1 und 2, sowie der Menge der gelesenen Seiten. Und ich blogge ;)

Und gerade bin ich wieder in Schweden. Das reicht eigentlich schon, aber die Erinnerung an den NaNoWriMo hilft auch. Es war zwar viel besser, als es den echten NaNo noch gab, weil wirklich alle gleichzeitig auf derselben Plattform waren. Jetzt ist alles sehr zerfasert, aber der NaNo ist zu Recht Geschichte. 

Im vorletzten Beitrag habe ich Links zu Alternativen gesetzt, und gucke, ob ich mich irgendwo anmelde. Aber sonst habe ich meinen eigenen Daily Wordcount Tracker und tausche mich mit anderen Autorinnen im Fediverse aus. Derzeit habe ich jedenfalls ein gutes Gefühl. Und hoffe, dass ich nicht wieder Schwierigkeiten mit dem Umschalten habe, wenn ich gleich wieder in Berlin bin. Das war im Sommer nämlich ein Problem.

Aber ich schreibe, und das ist gut, wie es momentan ist. Der Sichtbarkeit helfen meine großen Veröffentlichungsabstände nicht gerade, aber erfahrungsgemäß ziehen weitere Bände die davor erschienenen mit. Und darauf freue ich mich auch schon.

Alles Liebe
?Petra

Nicht wundern: Aufgrund eines größeren technischen Problems sieht man auf all meinen ExpressionEngine-Blogs derzeit statt der Fotos nur Platzhalter. Das sieht grässlich aus, ist aber erstmal nicht zu ändern. Ich hoffe, ihr lasst euch nicht davon abschrecken :)
Einige Bilder ersetze ich nach und nach durch externe Verlinkung.

 

Meine Buchveröffentlichungen in Eigenregie:

(Verlagsbücher findet ihr bei autorin.writingwoman.de)

 

 

#SwedishRomance (Band 1)

Mittsommer-Romanze. Ein sommerlicher Schweden-Liebesroman von Katarina Andersson-Wallin (Pseudonym von Petra A. Bauer).

Mittsommer-Romanze von Katarina Andersson-Wallin (Pseudonym von Petra A. Bauer) hier kaufen.

Midsummer-Romance (english Ebook)

 

#SwedishRomance (Band 2):

Lussekattertage. Ein Schweden-Liebesroman von Katarina Andersson-Wallin für die kuschligste Zeit des Jahres.

Lussekattertage hier kaufen oder gratis mit Kindle Unlimited lesen.

KRIMI:

CRIME AND THE CITY

Wer zuletzt lacht lebt noch

Das Schreibtagebuch 2023:

BÜCHER SCHREIBEN MIT ADHS. Mein Schreibtagebuch 2023. Einblicke in mein Autorinnenleben.

 

 

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