Was die Autorin und ihre Familie so liest

Ich werde öfter gefragt, was ich denn so lese, wo ich doch Autorin bin, und was meine Kinder mögen. Um mir die Antwort zu vereinfachen, habe ich jetzt unten im rechten Seitenrand eine Familien-Buchroll geschaffen, mit Büchern, die wir lesen, gelesen haben, die ich vorgelesen habe, oder die als Hörbuch hier herumschwirren. Ohne jede Wertung.

Freitag, 23. Januar 2009

Eines vorab: Ich lese auch nichts anderes als alle anderen Menschen. Mal was von der Bestsellerliste, gerne Bücher auf Empfehlung, Bücher, die Kollegen mir vermacht haben. Bücher zur Ablenkung, Bücher zur Unterhaltung. Was mich unterscheidet: Ich lese Bücher zur Recherche (meist Fachbücher), und ich lese Bücher anderes, nämlich mit automatischer Anlayse. Es sei denn, das Buch ist so spannend, dass ich gar nicht auf die Idee komme, es zu analysieren :-)
Die Kinder lieben alles von Harry Potter, am liebsten als Hörbücher. Die Kleinen haben gerade Cornelia Funke für sich entdeckt, lesen aber auch manchmal Bücher, die ich so anschleppe. Insgesamt lesen sie natürlich viel weniger, als ich das gerne hätte, aber ich komme ja selbst nicht ausreichend zum Lesen.
Mein Liebster liest in letzter Zeit nur noch schwedische Bücher, z.B. Stieg Larsson im Original.

Die Familien-Buchroll ist selbstverständlich nicht annähernd vollständig, wird aber laufend erweitert. fürs Erste finden sich die Bücher, die mir einfielen, ohne dass ich dafür jedes Mal hätte aufstehen und zum Bücherregal gehen müssen ;-)

Eine großartige Lesung

Im September habe ich in der Franz-Marc-Grundschule in Berlin-Tegel gelesen, und es war mit Abstand die beste Lesung, die ich bisher hatte.

Mittwoch, 05. November 2008

Stellwand zu 'An exciting Cruise' und zur Autorin Petra A. Bauer, gestaltet von Schülern der Franz-Marc-Grundschule in Berlin-Tegel.

Stellwand zu ‘An exciting Cruise’ und zur Autorin Petra A. Bauer, gestaltet von Schülern der Franz-Marc-Grundschule in Berlin-Tegel.

Ich habe ja früher schon seltsame Lesungen erlebt. So zum Beispiel bei einem Kinderlesefestival, als ich in der mir zugewiesenen Schule stand und man mich wie ein lästiges Insekt abwimmeln wollte. Niemand hatte damals darüber Bescheid gewusst, dass ich kommen würde. Dabei hatten die Schüler sogar in der Zeitung gelesen, dass ich an jenem Tag in ihrer Klasse lesen würde, bekamen jedoch gesagt, es stünde ja viel in der Zeitung, das würde also sicher nicht stimmen. Es stimte aber doch, und ich wurde dann widerwillig in die Klasse geschoben und der Lehrer verschwand, froh darüber, der Autorin die komplette Aufsicht über die Klasse in die Schuhe schieben zu können

Außerdem gab es einmal eine deutsch-englische Lesung mit Schülern, die - obwohl ich dies stets ausdrücklich betone - nicht auf die englischen Passagen vorbereitet wurden. Ein Schüler fragte mich nach dem Wort ‘shit’: “Das verstehe ich nicht, ich habe Französisch.” Daraufhin habe ich den gesamten englischen Lesungstext spontan übersetzt. Sehr unbefriedigend für alle Beteiligten.

Die Lesung im Englisch-Profilkurs der Franz-Marc-Grundschule war jedoch ein absolutes Highlight, und ich habe mit dem Bericht extra bis nach dem Homepage-Relaunch gewartet, damit ich die Leistung in einer schönen Umgebung würdigen kann:

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Buchtipp: Mundpropaganda-Marketing

Dienstag, 16. September 2008


„Hören Sie auf, normal zu sein!"

Das ist die wichtigste Message, die ich aus dem neuen Buch von -> Bernd Röthlingshöfer mitgenommen habe. Unterhaltsam und wie immer fundiert, erklärt er auf 200 Seiten, was er damit meint und auf welche Weise der Leser dies umsetzen kann.

Auch wenn der Satz so klingt - Bernd Röthlingshöfer beschreibt in seinem Buch nicht den schnellsten Weg in die Irrenanstalt. Man kann sich das denken, wenn man weiß, dass er kein Psychiater sondern Marketing-Experte ist. Und dann wird auch klar, dass es schlicht darum geht, bei anderen Menschen im Gedächtnis zu bleiben:

Mundpropaganda-Marketing. Was Unternehmen wirklich erfolgreich macht.


Das wollte ich natürlich auch gerne wissen und habe das Buch unter dem Aspekt gelesen, was ich als Autorin eventuell davon mitnehmen kann.

Bernd Röthlingshöfer ist ein Marketingexperte der besonderen Art. Nicht die Old-School Werbung ist sein Spezialgebiet, sondern ungewöhnliche Werbeformen, die möglichst wenig Kosten verursachen, gleichzeitig jedoch große Wirkung erzielen. Mit „Mundpropaganda-Marketing" ist kürzlich sein viertes Buch zum Thema erschienen.

Mundpropaganda, das haben wir ja alle schon mal gehört.
Wikipedia meint: „Der Begriff Mundpropaganda steht für die Verbreitung von Informationen oder Empfehlungen durch mündliche Weitergabe im persönlichen Gespräch ‚von Mund zu Ohr', also in ungesteuerter, nicht flächendeckender Weise."

Der Haken an der Sache steht schon mit in der Definition: Mundpropaganda verläuft ungesteuert.

Und doch gibt es Tricks, wie man ein wenig nachhelfen kann.

Netzwerke spielen dabei natürlich eine besondere Rolle, denn wo viele Leute zusammenkommen – völlig unabhängig davon, ob das on- oder offline geschieht – da tauscht man sich aus. Und zwar über Bemerkenswertes. Und was bemerkt man? Nicht die Dinge, die sich seit Ewigkeiten nicht verändern. Aber die pinkfarbene Bushaltestelle unter lauter gelb-weißen, die fällt garantiert auf.

„Alda, hast du die rosa Haltestelle ehmt gesehen?" „Ej, krass, ist die schwul oder was?", so würden unsere lieben Pubertisten das vermutlich kommentieren und die außergewöhnlich gefärbte Haltestelle vielleicht künftig sogar als Treffpunkt nutzen, weil es schneller geht zu sagen: „Wir treffen uns an der rosa Halte", als „Wir treffen uns an der Haltestelle Niemeyerstraße Ecke Wurzelzwergweg." Also: Haltestelle fällt auf und spricht sich herum.


Das ist es, was Bernd Röthlingshöfer meint, wenn er sagt: „Hören Sie auf, normal zu sein!"


Den Kunden zu überraschen, was bei Autoren wohl in erster Linie „Leser oder Buchändler überraschen" bedeuten dürfte, ist ein wichtiger Punkt. Nicht die 1.000 Weihnachtskarte schreiben, sondern etwas Unerwartetes tun, aus der Masse herausragen.
Wenn man besonders gut ist, oder den Nerv der Zeit trifft, hat dies schon immer für Mundpropaganda gesorgt. Am ehesten ist das wohl in der Popmusik zu beobachten, weil es gerade in der oben zitierten Gruppe der 14 bis 20jährigen einfach DAS Thema ist, zu wissen, was angesagt ist und auch mal Geheimtipps auszutauschen, die dann bald keine mehr sind. Denn dann hat die Mundpropaganda den gewünschten Effekt erzeugt. Wenn man gerade nicht mehr so gut ist, helfen Skandale weiter, die ja auch eine Art Überraschung sind. Wenn man nicht mehr im Gespräch ist, lässt man sich eben betrunken ohne Slip in einem Auto ablichten, und schon steigen die Plattenverkäufe wieder.

Ich habe jetzt nicht vor, nackt durch die Straßen zu laufen, nur mit dem aufgemalten Cover meines Buches auf dem Hintern, aber hilfreich wäre es unter Umständen schon ;-)

Bei Büchern ist vielleicht eher eine gewisse Legendenbildung von Vorteil, um das Gespräch anzukurbeln. Die Story, von der allein erziehenden Mutter, die in Cafés auf Servietten ihr Buch schrieb hat sicher nicht unwesentlich zum Erfolg von Harry Potter beigetragen. Ob die Geschichte wahr oder erfunden ist, spielt hierbei keine Rolle.

Wie so etwas angestoßen werden kann, dazu gibt es diverse Beispiele in diesem Buch, und Bernd Röthlingshöfer erläutert verschiedene Strategien, wie zum Beispiel die, die Kunden zum Mitmachen zu bewegen. Man kann den Kunden einen Mehrwert bieten, sie einem erlauchten Kreis angehören lassen, etc.

Ich möchte nicht dem ganzen Inhalt vorgreifen, sondern lieber direkt zum Fazit vorstoßen:

Auch wenn ich nicht zur im Titel angesprochenen Zielgruppe gehöre: Allein beim Lesen sprudelten die Gedanken nur so, wie ich als Autorin die erläuterten Maßnahmen umsetzen könnte. Denn das geht absolut. Dass Bernd Röthlingshöfer einen sehr angenehm lockeren Schreibstil hat, ist neben den wertvollen Informationen sozusagen der Mehrwert :-)

Mein Befehl an alle, die etwas zu vermarkten haben, lautet daher: Kaufen!

Bernd Röthlingshöfer
Mundpropaganda-Marketing. Was Unternehmen wirklich erfolgreich macht.
Beck Wirtschaftsberater im dtv
ISBN: 3-423-50914-5
200 Seiten
10,00 Euro


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Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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