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Schreibblockade bekämpfen - Teil 1

Jeder Autor kennt sie zur Genüge: Die Schreibblockade, im englischsprachigen Raum Writers Block genannt. Häufig ist es gar keine echte Blockade, sondern einfach eine massive, unerklärliche Unlust. Mails schreiben, Bloggen, alles kein Problem, nur an den Text mit dem man Geld verdienen will / soll / könnte / muss, geht man nicht heran. Das ANFANGEN ist das Kardinalproblem. Doch ob Unlust oder Blockade - irgendetwas muss der blockierte Autor unternehmen, damit sich die Seiten wieder füllen.

Freitag, 01. Juni 2007

Den ultimativen Tipp kann ich nicht geben, denn jeder AutorIn helfen andere Dinge. Manchen hilft auch jedes Mal etwas anderes, dazu zähle ich mich. Dieselbe Anti-Blockade-Methode zweimal hintereinander? No way!

Also kann man der Methoden nie genug parat haben, und - als Service für meine werten Leser - habe ich etliche gesammelt und möchte sie nach und nach hier vorstellen.

Bei meinen Recherchen bin ich auch über -> Problogger.net gestolpert und habe gelernt, dass es diese Blockade witzigerweise auch bei Bloggern gibt. Diese wird dann folgerichtig Bloggers Block genannt und erwischt vorwiegend Blogger, die mit ihrem Blog Geld verdienen. Man könnte beinahe auf die Idee kommen, dass der Mensch allergisch gegen das Geldverdienen ist, oder zumindest gegen alles, was irgendwie in echte Arbeit ausartet ;-)

Probloggen dürfte in unseren Breitengraden zwar bisher noch extrem selten sein, aber die Anti-Blockade-Tipps, die Darren Rowse von Problogger.net eingestellt hat, machen deutlich, dass es ziemlich viele Parallelen zur herkömmlichen Schreibblockade gibt. Somit können seine Tipps zu deren Bekämpfung auch ‚normalen' Autoren (hey, welcher Autor ist schon normal? *g*) weiterhelfen. Diese sind also – z.T. modifiziert - ebenfalls in meine Tipps zur Bekämpfung der Schreibblockade eingeflossen.

Ich hoffe auf weitere Ideen in den Kommentaren, denn wenn ein Autor im Motivationsloch sitzt, ist buchstäblich alles willkommen, das beim wieder Hinausklettern hilft.

Tipp 1: Speedwriting

Auch wenn es so klingt, als sei das eine Idee des Amerikaners – das Speedwriting habe ich mir ausgedacht, und zwar kam mir die Idee ursprünglich in der Form des Parallel-Speedwriting

Zunächst die einfache Form:

Du setzt dich an den Monitor*, öffnest die Seite, an der du weiterschreiben müsstest und liest den letzten Absatz durch. Dann schließ die Augen und lass die Finger völlig ohne System über die Tastatur zappeln. Das ist zum einen eine Lockerungsübung, die deiner inneren Nervensäge suggeriert, dass ja alles gar nicht schlimm ist, und es sich schon gar nicht um Arbeit handelt. Zum anderen steckt in der Ansammlung zufällig angeordneter Buchstaben meist etwas, das eine Assoziationskette auslöst. Schreib jetzt alles auf, was zu deinem eigentlichen Text passt, ganz schnell und ohne nachzudenken. Editiert wird später. Du wirst sehen, dass es schon allein dadurch vorangeht, dass du dich schreibend mit dem Text beschäftigst, aber gleichzeitig so tust, als sei es nicht wichtig. Alles, was dich zum Schreiben bringt, ist gut!

* der Einfachheit halber gehe ich jetzt davon aus, dass der Schreibprozess am Rechner stattfindet. Tipps zum handschriftlichen Bekämpfen der Schreibblockade werden gesondert gekennzeichnet.

Das Parallel-Speedwriting geht noch einen Schritt weiter: Wie der Name schon sagt, schreibst du parallel an verschiedenen Texten; das können zwei oder mehr sein, je nachdem, was anliegt. Bei mir aktuell ein Krimi, ein Jugendbuch, eine Kurzgeschichte, ein Magazinartikel.

Alle Dokumente sind offen, und ich switche alle paar Sätze zu einem anderen Projekt. Das klingt verrückt, und ich sage auch nicht, dass damit druckreife Texte entstehen. Aber es ist eine Möglichkeit a) um wieder hineinzufinden und b) etwas zu produzieren, das später editiert werden kann. Im schlechtesten Fall landet der Kram im virtuellen Papierkorb, und du weißt, was du NICHT schreiben willst (und das ist ja auch schon was), im besten Fall bist du eine oder mehrere Seiten weiter.

Dabei spielt es auch keine Rolle, welches Projekt dabei ‚das Rennen macht'. Denn an einem wirst du über kurz oder lang hängen bleiben. Wichtig ist nur, so schnell wie möglich zu schreiben, am besten ohne nachzudenken.

Und hinterher geht es dann zum Speed-Dating ;-)

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