Weg isser, der Funkmast in Frohnau

In meiner Erinnerung stand er schon immer dort, der rot-weiße Sendemast aus Stahl. Man sah ihn, wenn man aus Hamburg nach Berlin hineinfuhr (über die A 111), auf dem Weg zum Poloplatz oder beim Spaziergang über den ehemaligen Todesstreifen. Doch er wird nicht mehr benötigt.

Vor rd. 30 Jahren für die abhörsichere Kommunikation zwischen West-Berlin und Westdeutschland erbaut, hatte er knapp zwanzig Jahre nach dem Mauerfall seinen Sinn völlig verloren.
Er hätte stehenbleiben können; die Wartungsarbeiten verschlangen jedoch in jedem Jahr rd. 50.000 Euro, und so musste er gestern aus dem Stadtbild verschwinden.

Gegen 12:45 Uhr war auf der Neubrücker Str. praktisch kein Durchkommen mehr, und so bogen wir kurzerhand auf einen Privatparkplatz ab und liefen über einen Acker bis wir gut sehen konnten. Viele hundert Menschen haten sich auf dem Feld bereits versammelt; alle starrten auf den Sendemast. Es hatte etwas von einer Anbetungszeremonie bzw. erinnerte mich an die Sonnenfinsternis-Zuschauer. Einige Wildschweine galoppierten auch über das Feld - es gab also genug zu sehen.

Mein Kamera-Akku war schon relativ leer, also vertraute ich darauf, dass vor der Sprengung, die ursprünglich für 13:00 Uhr angekündigt war, ein Signalton erklingen würde.
Statt dessen explodierte unvermittelt so gegen zehn nach eins eine Sprengladung im oberen Drittel des Turms, und bis ich die Kamera endlich an hatte, war nur noch der letzte Rest der fallenden Spitze zu sehen. Toll. Wer es trotzdem anschauen möchte (die flüchtenden WIldschweine sind auch dabei), kann ja hier mal mein Flickr-Set zur Sendemastsprengung begutäugeln

Für alle anderen habe ich stellvertretend eines der Zillionen Youtube-Videos zur Sprengung eingebunden, das auch in der Nähe unseres Standorts entstanden sein muss:

Und wieder ein historischer Tag.

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