ALBATROS [20101112]

Grafik Ihr fragt euch sicher, wie es dem ALBATROS-Buchprojekt geht, weil ich dazu ja seit dem NaNoWriMo-Start nichts mehr geschrieben habe.

Die Rohfassung ist mittlerweile auf knapp 50 Seiten angewachsen. Es gab zwei, drei Tage, da kam ich gar nicht zum Schreiben und zwischendurch lief es mal nicht, weil mir noch einiges unklar war. Wenn ich unterbrechungsbedingt von den Figuren und der Geschichte zu weit weg bin, quäle ich mich sowieso immer mit dem Einstieg herum. Das Zaubermittel dagegen ist: Ich muss mich wieder richtig drauf einlassen. Anstatt Löcher in die Luft zu starren, knöpfe ich mir die Herrschaften vor. Gestern habe ich beispielsweise ein paar Konflikte herausgearbeitet. Eigentlich waren die Konflikte schon da, aber ich habe sie mir nicht bewusst gemacht. Wenn sie ins Bewusstsein rücken, fällt mir aber dazu prompt die nächste Sache ein.

Ich hatte mir außerdem vor längerer Zeit mal die Mindmapping-Software von Buzan zugelegt (ja, es gibt diverse kostenlose Mindmapping-Software, aber diese hatte mich damals überzeugt). Gestern habe ich die neueste Version auf den Rechner geladen und losgemappt. Dabei sind auch Beziehungen unter den Figuren deutlicher geworden. Und alles, was klar und deutlich hervortritt ist gut für den Fortgang der Handlung. Schön an Think Buzan! ist, dass ich Bildchen einfügen kann. Das sieht zwar nach Spielerei aus, aber automatisch beschäftige ich mich noch mehr mit den Figuren, wenn ich passende Bilder im Netz dazu suche. Und wenn ich die Mindmap aufrufe, sind sie gleich präsenter.

Noch ein Tool, das ich installiert habe: Storybook. Damit kann ich den Plot strukturieren, Settings und Figuren auflisten und näher beschreiben. Man kann damit unterschiedliche Erzählstränge anlegen und zeitlich strukturieren. Eine feine Ergänzung zu Papyrus Autor, das ich aber noch nicht reaktiviert habe.

Erst habe ich ja befürchtet, ich würde mich mit der Software-Spielerei nur vor dem Schreiben drücken wollen, aber es hat dann doch eher dazu geführt, dass ich damit weiter vorangekommen bin.

Bloß eines ärgert mich immer noch: Dass es mir nicht gelingt bis zum Ende durchzuplotten, ohne gleichzeitig am Manuskript zu schreiben. Vermutlich ist das Vorhaben zu komplex; daran muss ich mich erst noch gewöhnen. Ich habe mir vom Umfang her doppelt so viel vorgenommen wie bisher, nämlich 450 Seiten. Die wollen auch sinnvoll gefüllt werden. Also schreibe ich so lange weiter, bis alle wesentlichen Fragen geklärt sind und mache eben erst DANN ein anständiges Plotgerüst.

Rohfassung bedeutet ja auch, dass Etliches wieder gestrichen oder geändert weden kann, wenn es nicht passt. NaNoWriMo ist ja ein gutes Mittel dafür, erstmal alles aufzuschreiben, was einem in den Sinn kommt,und den inneren Zensor in dieser Zeit in den Urlaub zu schicken. Das bringt eine Menge Rohmaterial, mit dem ich dann arbeiten kann. Das ist einerseits schön, andererseits ist imir dadurch aber erstmals bewusst geworden, dass ich normalerweise wirklich so schreibe, dass es mir gleich gefällt. Ich schreibe die Szene, wie sie sich auf meiner Hirnleinwand abspielt, aber wenn ich dabei direkt auf einen verqueren Satzbau stoße, ändere ich es sofort, oder spätestens dann, wenn die darauffolgenden Gedanken erstmal auf dem Bildschirm festgehalten sind. Dann gehe ich zurück und biege sie Stelle gerade. Das soll man bei NaNoWriMo ja extra nicht tun, denn das Ziel sind 50.000 Wörter. Ich versuche mich auch grob dran zu halten, auch wenn keiner mit der Peitsche neben mir steht, einfach, weil ich sehen will, wie weit ich damit komme. Aber ganz offensichtlich fühle ich mich nicht ganz so wohl damit.

Was soll's - dann überarbeite ich alles eben im Dezember. Halt, da war doch was? Achja, besinnliche Adventszeit hatte ich mir für 2010 vorgenommen, weil ich die nämlich jahrelang nicht hatte. Deadlines am 31.12. waren nämlich an der Tagesordnung. Schaun mer mal. Kein Zwang also, aber wenn ich den DRANG habe zu schreiiben, hält mich das auch nicht auf ;-)

So, und nun - Tippeditipp!

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