Wie konnte ich das vergessen!

Das Publikum hat Klaus Kordon natürlich auch Fragen z useiner Arbeitsweise gestellt. Ich wollte beispielsweise wissen, wie lange die Arbeit an Julians Bruder gedauert hat. Ein halbes Jahr Recherche, ein Jahr Schreiben, das ist nicht viel, für einen 600-Seiten-Wälzer. KK lässt außer seiner Frau niemanden vorher im Manuskript lesen (sehr löblich!!!) und er schreibt seine Bücher tatsächlich mit der Hand! Faszinierend in der Welt der Computer, aber so kann man bei Überarbeiten tatsächlich von verschiedenen Fassungen sprechen. Wenn ich am Rechner die Szenen verändere, die mir nicht gefallen, dann sind sie weg, versenkt im virtuellen Mülleimer. KK lässt die Rohfassung abtippen, kritzelt im Getippten herum, zerstört es wieder, wie er sagt. Dann wieder abtippen - bis zu zehn Mal, so geschehen bei "Krokodil im Nacken".
Ich hätte ihn gerne noch vieles gefragt, aber nicht vor der Masse an Zuhörern, das wäre zu speziell gewesen. Aber auch so habe ich viel für mich mitgenommen und den Abend sehr genossen. Die beiden Großen waren auch wieder beeindruckt (vor ein paar Jahren haben sie eine KK-Lesung in der Suttner-Schule erlebt; damals las er "Der leztte Frühling", das fanden wir auch schon sehr eindringlich). Jedenfalls kann niemand behaupten, meine Kinder kriegen keine Kultur mit. Es war sauspät, wir haben heute morgen auch alle ein wenig verschlafen, aber solche Erlebnisse sind m.E. wichtiger als das Pillepallezeug, das sie in der Schule beigebracht bekommen (v.a. in den Grundschulen *grusel*)

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Nicht wundern: Aufgrund eines größeren technischen Problems sieht man auf all meinen ExpressionEngine-Blogs derzeit statt der Fotos nur Platzhalter. Das sieht grässlich aus, ist aber erstmal nicht zu ändern. Ich hoffe, ihr lasst euch nicht davon abschrecken :)
Einige Bilder ersetze ich nach und nach durch externe Verlinkung.

 

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