Reisetagebuch Südfrankreich (3)

Dienstag, 7.8. 2007 Am Morgen war es grau, kalt und regnerisch. Wir haben gechillt, soll heißen, der Liebste hat seinen nagelneuen Nintendo DS Lite mit Sudoko gequält, ich habe gelesen und mir außerdem Notizen zum Krimi gemacht. Die Kinder haben geschlafen, gelesen gespielt. Nachmittags sind wir zum Golfplatz gelatscht und haben für den nächsten Tag eine Tee-Time (Für die Nicht Golfer, es handelt sich um die Zeit, an der wir unsere Golfrunde starten werden, nicht um den 5 'o clock tea *g*) ausgemacht: 14:28 Uhr.. Versteh einer die Franzosen.
Mittlerweile wurde es wärmer, und die Kinder waren froh, als wir zurück waren, weil sie dann endlich den Pool stürmen konnten. Ich mache mir nicht allzu viel aus kaltem Wasser. Bisher haben nur meine Beine was vom Pool gesehen :-)
Statt dessen habe ich mir das Notebook geschnappt und mich auf die Terrasse gesetzt. Ich sprudle gerade vor Ideen über und muss das ausnutzen. Das habe ich v.a. der Tatsache zu verdanken, dass ich hier keine Internetverbindung habe. Das Haus ist ziemlich dürftig bis gar nicht ausgestattet, und so gibt es auch keinen Sonnenschirm. Wegen der Sonne musste ich mir also ein Zelt für das Notebook bauen: Die Nachbarn schauen von ihrer Terrasse aus sehr skeptisch herüber, weil sie nicht sehen, was unter dem Zelt verborgen ist, hihi. Immer diese verrückten Deutschen, denken sie wohl ;-) 21:04 Uhr. Abendessen und ein Fläschchen Rotwein liegen hinter uns. Der Wind hat aufgefrischt, ein bleigrauer Himmel liegt über uns, und es ist wieder für Anfang August und Mittelmeer viel zu kalt. Irgendwie haben wir mit der Mediterranean Sea kein Glück. Schon im letzten Jahr Ostern in Ligurien bzw. an der Cote d'Azur war es kälter, als man von dieser Gegend gewöhnt ist. Meine Sippe spielt unten auf der Straße mit anderen Deutschen Fußball. Auch der Liebste ist als einziger Erwachsener dabei. Ich blicke auf die im spanischen stil gehaltenen Häuser unseres umzäunten Touri-Ghettos hinunter und friere ein wenig vor mich hin, während ich den Krimi weiterschreibe. Ich sehe es hier nicht als Arbeit an; ebenso gut könnte ich ja lesen, was ich zwischendurch auch tue. Genaugenommen habe ich nach drei Tagen mein erstes Buch bereits durch. Wie immer, stimmt es mich traurig, die sympathischen Figuren zu verlassen. Weiß gar nicht, ob ich noch ein Buch mit habe. Könnte höchstens von den anderen was schnorren. Der Wind passt eher an die Nordsee und pustet mir fast die Ohren weg, aber ich genieße es. Genieße das Zwitschern der Vögel, das Zirpen der Grillen und die Tatsache, dass ich nichts renovieren, aufräumen oder putzen muss. Kann dem föhlichen Geschrei der Fußballer lauschen und dem Geklicker meiner Notebooktasten. Das Schriftstellerleben ist schön. Ich verstehe jetzt, wieso so viele Autoren woanders so gerne schreiben, fernab von ihren üblichen Verpflichtungen. Hatte ich erwähnt, dass ich in Béziers nicht mal ein Internetcafé gefunden habe? Hier hat jemand ein WLAN-Netzwerk, aber brav WEP-geschützt. Naja, besser ist das. So bin ich wenigstens nicht abgelenkt. P.S: Habe später festgestellt, dass es kostenloses WLAN bei McDonalds gab. Hatte aber keine Lust mein Notebook auf die Ausflüge mitzuschleppen. Béziers ist ja doch rd. 10 km weg. Mittwoch, 8.8.2007 Ich hätte so gerne schreiben wollen, aber wir waren den ganzen Tag auf dem Golfplatz und abends so tot, dass gar nix mehr ging.

» » Ja, es gibt mich noch :-)

« « We Seeed!




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