3.8. 2007 Erster Stop Mulhouse / 4.8. Ankunft in Béziers

Ferienhausanlage Golf de Saint Thomas
Wir hatten für die Fahrt nach Béziers zwei Tage eingeplant. Das war auch gut so, denn es war proppevoll, und wir haben am Freitag schon knapp elf Stunden von Berlin nach Mulhouse benötigt, wo ich vorab zwei Zimmer in einem Etap-Hotel reserviert hatte. Kurz vor der Reise hatten wir uns noch ein Navigationsystem gegönnt, was uns problemlos zum Hotel brachte. Wie alle Etap-Hotels lag es außerhalb der Stadt in einem Gewerbegebiet; zumindest war es ziemlich tot dort. An der Rezeption kramte ich meine 27 Jahre alten Französischkenntnisse vor, und das klappte erstaunlich gut. Überall hört man, dass Franzosen sich weigern, eine andere Sprache zu sprechen als Französisch, aber der Portier schwenkte auf Englisch um, nachdem ich unter Beweis gestellt hatte, dass ich mich bemühte, seine Sprache zu sprechen. War dann wohl doch nicht so toll, wie ich dachte *g*
Auf der Suche nach etwas Essbarem, wurde uns ein "Resto" empfohlen, wo es nicht teuer sein sollte. Haha. Wir waren in Frankreich. Vielleicht für Franzosen nicht teuer, aber was soll's. Wir kamen an einem seltsamen Wohnhof vorbei, es sah beinahe aus, wie ein Ghetto. Ich vergaß ein Foto zu machen, als es noch hell genug war, daher Mulhouse leider ohne Foto.
Unser aller Französisch war dann doch sehr eingerostet, das dictionnaire war im Hotel geblieben, und wir haben uns fröhlich durch die Speisekarte geraten. Auf diese Art kam ich zu einer Spargelcremesuppe. Und Galette de Pomme ist offenbar ein Kartoffelpuffer. Kartoffelkeks, wörtlich übersetzt.
Unsere Jüngste (9) wollten wir dann losschicken, wenigstens schon mal Cola bestellen, aber sie geriet in Panik und rief: "Ich kann nur 'la vache'!" Das war ein ziemlicher Lacherfolg bei uns, und so sind die komischen Deutschen gleich mal aufgefallen.
Next morning sind wir ohne Frühstück los und haben stattdessen an einer Tankstelle ein paar köstliche Croissants eingefangen, und wurden sogar Deutsch angesprochen.
Wir gerieten in ein paar kleinere Staus, aber das Übelste haben wir umfahren, weil es in Frankreich die geniale Erfindung eines Senders gibt, der nur Verkehrshinweise sendet. Nach unerfindlichen Kriterien auch gelegentlich in Englisch. Leider hat der Navi es nicht ohne weiteres geschnallt wenn wir die Autobahn verlassen haben. Das Ding wollte uns immer zurückschicken. Aus Frust - nehme ich an - hat das Teil uns irgendwann eine Serpentinenstrecke verpasst. Aber zum Glück war das nur kurz und wir konnten bald darauf auf die Autoroute zurückkehren. So kamen wir noch in den zweifelhaften Genuss, uns brennende Büsche an der Autobahn anzuschauen. Schon Stunden zuvor wurde es angesagt, und als wir den Brand passierten, liefen gerade zwei(!) Feuerwehrmännchen mit einem Schlauch (wo wollten sie den nur anschließen?) hinter den Leitplanken entlang zum Feuer.
Latsch, latsch, die Heide brennt, oder in diesem Falle die Camargue.
Navi ließ sich dann noch einen tollen Ackerweg einfallen, auf dem letzten Stück von der Autobahn zu unserer Unterkunft am Golfplatz Saint Thomas. Aber immerhin - nach wieder elf Stunden kamen wir an, wo wir hinwollten, und das auch noch so pünktlich, dass uns noch jemand den Schlüssel aushändigen konnte. Nach zwei Tagen Fahrt (ich war die ganze Zeit über gefahren, weil ich mich nicht langweilen wollte), war ich dann auch mal platt.

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