Einträge mit dem Tag: Diät


80 Kilo in einem Jahr abnehmen? Das geht!

Keine einseitige Kohlsuppen-, Hollywood-, Atkins- oder sonstige Diät, keine Wundermittel und Abnehmpülverchen, sondern konsequente Ernährungsumstellung und Sport - das machte aus dem stark übergewichtigen Sascha buchstäblich eine halbe Portion. Vielleicht macht euch der Beitrag Lust darauf, eurem Schweinehund ein paar Manieren beizubringen ;-)

Donnerstag, 26. Mai 2011

Es war ein Silvestervorsatz, wie er in jedem Jahr von Millionen Menschen auf der Welt gefasst und meist nicht durchgehalten wird: Endlich abnehmen!

Allerdings handelte es sich bei dem damals 31Jährigen, nicht um ein paar Pfund zuviel oder hier und da ein Wonneröllchen. Sascha wog 163 Kilo und hatte es buchstäblich satt. Er ging kaum noch aus dem Haus und das wollte er ändern.

Wie oben bereits zu lesen war - er hat es geschafft. Seht selbst:

Wie Sascha in einem Jahr 80 Kilo abnahm. Vorher - Nachher

Foto mit freundlicher Genehmigung von Sascha Ahlmann

Ich lernte Sascha über das Sportportal Dailymile kennen und war so beeindruckt von dieser Abnahme, dass ich euch unbedingt davon berichten wollte. Auch Men's Health widmet ihm eine Doppelseite in der aktuellen Ausgabe.

Zunächst machte er sich klar, dass Burger und Pizza, sowie Cola und Limo auf seinem Speiseplan nichts mehr zu suchen hatten. Wasser, vernünftiges Frühstück und abends keine Kohlenhydrate mehr, das war ein Weg zum Erfolg. Der andere lag ihm buchstäblich zu Füßen, denn er zog sich Laufschuhe an und begann zu joggen.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, und weil Sascha seinen Schweinehund offenbar sehr effektiv im Griff hat, ging das Gewicht stetig bergab:

Gewichtsabnahmekurve. Fast 80 Kilo in einem Jahr kontinuierliche Abnahme

Diese Kurve ist fast schon eine Gerade :-) Inzwischen trainiert er auch im Fitnessstudio, und wenn ihn doch mal die Lust auf einen Burger überkommt, dann läuft er eben zwei, drei Kilometer länger.

Ihr seht - es geht. Und es hat anscheind einen völlig anderen Menschen aus ihm gemacht:

Wie Sascha in einem Jahr 80 Kilo abnahm

Foto mit freundlicher Genehmigung von Sascha Ahlmann

Hut ab!

Und euer Schweinhund so?

P.S: Besser erstmal zum Arzt, falls ihr auch eine solch hohe Gewichtsabnahme plant. Einfach um Vorerkrankungen auszuschließen. Besser ist das.

Jogging - Der letzte Versuch

Jogging also. Ich wollte nie wieder joggen. Was habe ich mich immer gequält! Aber ein Buch hat mich dann doch wieder inspiriert und mich innerhalb von gut zwei Wochen von einer auf 60 Minuten katapultiert.

Mittwoch, 04. Mai 2011

running

Ich hatte bei jedem Jogging-Versuch denselben Fehler begangen: Ich war zu arrogant.

Wieder und wieder habe ich gelesen, dass man als Anfänger einminütige Laufpausen einlegen soll. Also beispielsweise zwei Minuten Joggen, eine Minute Gehen im Wechsel. Das ist doch kein richtiges Joggen, dachte ich hochnäsig und bin gejoggt, bis mir die Lunge gegen die Schienbeine schlug und die Beinmuskulatur brannte, was meist schon nach spätestens 200 Metern der Fall war. Getreu dem Motto: Immer über die Grenzen gehen, nur das bringt auf Dauer Leistungssteigerung, habe ich mich dann weitere 200 Meter geschleppt, bis meine Familie den Notarzt holen wollte, weil das rhythmische Vogelgezwitscher aus meiner Kehle lebensbedrohlich klang.

Gut, bei meiner letzten Jogging-Verabredung mit mir selbst bin ich immerhin vier Kilometer weit gekommen. Bis mir klar wurde, wenn ich weiter halbtot durch den Wald krieche (mich überholten auch langsame Spaziergänger, Weinbergschnecken und Rückwärtsläufer), könnte ich auch nicht mehr wegrennen, wenn Gefahr drohen sollte (wenn ich mal alleine lief). Und plopp - erleichtert nahm ich diese Ausrede hin, um meinem Schweinehund zu füttern. Und ich sagte mir: Jogging ist einfach nicht mein Sport. Das habe ich dann tatsächlich geglaubt.

Nie wieder joggen?

Im März 2011 bin ich eines abends beim Zappen bei Markus Lanz hängengeblieben. Die Sendung war schon weit fortgeschritten, aber ich dachte, vielleicht sagt Til Schweiger ja noch was. Er sagte nicht mehr viel, dafür erzählte der Comedian Bernd Stelter Interessantes. Nämlich, wie er mit dem Laufen von 130,5 Kilo runterkam. 30 und mehr Kilo hatte er schon verloren.

Es wirkte irgendwie inspirierend. Wer auch mal schauen möchte, man kann die Markus Lanz-Sendung vom 16.3.2011 in der zdf-Mediathek sehen. Ab 50:26 kommt Bernd Stelter zu Wort.

Irgendwas hatte das wohl in mir ausgelöst, denn ich ging am nächsten Tag beiläufig an der Flurgarderobe vorbei und sah nach, was meine Joggingjacken so machen ... Sie taten folgendes: Sie hingen da herum, und sie teilten mir bereitwillig mit, wie lange schon, denn in einer davon (die andere hatte noch das Etikett, war ergo nie benutzt) waren diverse Bons vom Einkauf nach dem letzten Jogging. Datum: 11. September 2007.

Autsch.

Seit dreieinhalb Jahren hatte ich, außer zwischendurch hin und wieder Fitnessstudio (aber das auch sporadisch), nix gesportelt. Ob die Methode mit den Gehpausen vielleicht doch was für mich wäre?

Als erste Maßnahme bestellte ich Bernd Stelters Buch. Ich bin nicht verwandt oder verschwägert, ich mag Wer abnimmt hat mehr Platz im Leben einfach bloß sehr gerne.

Ich las also erstmal und lief noch nicht.

Kleine Anreize schaffen - z.B. neue Klamotten

Dann geriet ich mit meiner Familie einige Zeit später beim Bummeln zu Karstadt Sport und da entdeckte ich ein witziges Nike-Shirt, das zusammen mit meinen Joggingsachen in den Koffer durfte, als ich für die Osterferien in der Schweiz packte. Und schon am ersten Tag leistete ich dort der Aufforderung Folge:

Ich schleppte die komplette Familie mit. Wir sahen aus, wie ein eigener Lauftreff. Ich beschloss eine Minute zu Joggen, eine MInute zu gehen, insgesamt 15 Minuten in eine Richtung und 15 Minuten wieder zurück. Nach 45 Sekunden dachte ich, hey, eine Minute ist doch lächerlich, laufe ich doch gleich zwei, aber als das Bimmeln meines iPhones die vollen 60 Sekunden verkündete, war ich froh um die Gehpause.

Beim vierten Intervall tauchte auch der nervige Vogel in meinen Bronchien wieder auf. Nach insgesamt kanpp zehn Minuten verodnete mein Schatz mir den Rückweg.

An diesem Tag war ich also 20 Minuten unterwegs, davon zehn Minuten gejoggt. Hochroter Kopf und ich musste mit dem Fahrstuhl in die erste Etage fahren ... Allerdings war ich nicht ganz so kaputt wie mit der früheren Methode ohne Pausen.

Der zweite Tag ging schon besser; ich war 30 Minuten unterwegs, fühlte mich nur mitteltot und fiepte nicht mehr.

Am dritten Tag lief ich zwischendrin zehn Minuten am Stück, weil ich keinen Grund fand um aufzuhören. Aber die zehnte Minute war dann doch mühselig. Übrigens: Es ist wirklich hilfreich, jede Minute einen Wecker bimmeln zu lassen, das teilt die Strecke in leichter zu bewältigende Häppchen auf. Und es ist interessant wie unterschiedlich schnell diese Minuten vergehen!

Fortschritte - und Rückschritte

Die Erwartungen stiegen und damit kamen die Misserfolge. Ich fand den Rhythmus nicht, kam schneller außer Puste und K2 - die einizge die regelmäßig weiterhin mit mir lief - ging es ähnlich.

Ich sah ein, dass ich weiterhin erst 1eine Minute joggen musste, mit Gehpause danach, um meinem Körper mitzuteilen, dass jetzt Sport angesagt war. Und schau an, am 11. Tag bin ich 22 Minuten am Stück gelaufen. Ich begann es zu genießen, dass rechts die Kuhglocken bimmelten, links die Butterblumenfelder blühten und über mir die Raubvögel kreisten - und es waren keine Geier!

Am 12. Tag lief ich mit Gehpausen erst eine, dann zwei, dann drei, dann vier, dann fünf Minuten, dann 30 (!) am Stück und hopste anschließend die Treppe zur Wohnung hoch. 50 Minuten Bewegung - ich fühlte mich großartig!

Dann hatte ich drei Tage Pause, wegen Terminen und Abreise, doch gleich am letzten Feriensonntag machten sich K2 and me wieder auf den Weg. Eine Strecke, die wir nicht kannten. Wir liefen rd. 20 Minten da herum, es war anstrengender als ich dachte, aber ich dachte, besser so, als gar nicht bewegt.

Dranbleiben!

Am nächsten Morgen suchte ich mir eine andere Strecke. Ich ließ Anfangsminute weg und lief gleich ohne Pause. Ich habe ca. 20 min. gebraucht, bis ich meinen eigenen Rhythmus hatte. Das kann manchmal so lange dauern, v.a. wenn man den Kopf voll hat. Aber da wurde es dann plötzlich immer leichter. Udnd als ich von Asphalt auf Waldboden wechselte, dachte ich, ich fliege. Da waren schon 35 Minuten rum. Ach, dachte ich, dann kann ich ja mal sehen, ob ich auch 45 schaffe. Ich war mitllerweile längst die ganze Strecke zurückgelaufen und nochmal wieder ein Stück in die andere Richtung, und dann bog ich plötzlich in ein Wohngebiet ab. Wieso sollte ich aufhören, es lief doch gut. Ich sah Orte, die ich überhaupt nicht kannte und andere, wo ich ewig nicht war. Ich atmete plötzlich wieder durch die Nase (etwas, das bei mir eigentlich fast nicht geht), und konnte mir gemütlich die Umgebung anschauen. Nach 60 Minuten hörte ich aus Vernunftgründen auf, stieg ins Auto und warte auf den Durstflash oder das große Geschnaufe. Nichts. Ich hatte nicht mal einen roten Kopf, wie in den Tagen davor. Ich war einfach nur entspannt und happy.

Ob das wohl schon Runner's High war?

Schön, vom Tempo her, müsst ihr euch das vorstellen, als würde eine Zwergspitzmaus versuchen eine nasse Toastbrotscheibe über Waschbetonplatten zu schieben. Aber ich fühlte mich nicht so schlapp wie ein nasses Toastbrot, und das ist der entscheidende Unterschied zu allen vorherigen Laufversuchen.

Ich habe jetzt nicht vor, immer und immer länger zu laufen. Aber dreimal pro Woche 30 Minuten sollten genügen um fit zu bleiben und dabei auch abzunehmen. Wobei der Fettverbrennungseffekt noch steigt, wenn man ein bisschen Krafttraining einbaut, mal schauen. Ich merke nur, ich fühle mich gut, und K2 ist ebenso begeistert.

Positive Nebeneffekte

Man wird ja nicht nur körperlich fitter und nimmt ab, z.B. wenn man abends gleichzeitig auf das Kohlehydratgedöns verzichtet (ich hab jetzt drei Kilo runter), sondern allen möglichen Forschungsergebnissen zufolge kann man auch dem Alzheimer weglaufen. Kreativer macht es auf jeden fall, und selbst wenn der Effekt auf das gehirn nicht ganz so groß sein mag, wie bei den Mäusetests - bei meiner genetischen Vorbelastung (meine Omi und ihre beiden Töchter - sprich: meine Mutter und meine Tante) haaten / haben Alzheimer - sollte ich den Effekt nicht unterschätzen. Und wenn ich damit nur ein paar Jahre gewinne.

Meine Haut sieht auch irgendwie anderes aus, viel glatter. Und außerdem sieht man was von der Gegend.

Ich habe mir nämlich vorgenommen, Berlin laufend zu erkunden. Es gibt so viele tolle Ecken, die man sonst nie sieht. Das sind z.B. die Aussichten der letzten Tage hier in der Stadt:

Meine gesammelten Lauf-Aussichtsbilder (werden buchstäblich laufend aktualisiert *g*) könnt ihr in meinem flickr-Album WHILE RUNNING anschauen.

Ich hoffe, ich konnte euch vielleicht ein bisschen inspirieren. Ich hätte es jedenfalls nicht für möglich gehalten, dass sich so schnell so große Fortschritte einstellen, und dass mir Jogging tatsächlich mal Spaß machen könnte und ich nicht das Gefühl haben würde, mich zu quälen.

Und ihr so?

Erzählt doch mal: Lauft ihr auch? Wie erging es euch dabei? Welche postivien Effekte habt ihr an euch bemerkt? Und wollt ihr über meine Lauferei auf dem Laufenden bleiben? ;-)

Rechts in der Sidebar ist so ein kleiner Kilometerzähler (ich habe mal nachträglich via jogmap ausgetüftelt, wie weit ich gekommen bin). Wenn der sich länger niciht bewegt, tretet mir bitte in den Hintern! :-)

Unheimliche Begegnung der bärigen Art

Bald ist es wieder so weit: Networkingtreffen mit dem Lieblingsnetzwerk in der wendländischen Pampa! Eine Oase im Arbeitsalltag, auf die wir uns alle in jedem Jahr sehr freuen. Für 2009 waren alle Plätze innerhalb von elf Minuten ausgebucht.

Mittwoch, 22. April 2009

Fünfzig Frauen arbeiten in diesen vier Tagen jeweils sehr hart an ihrer beruflichen Weiterbildung. Spaß inklusive. Geradezu legendär ist auch die Rundumverpflegung im Seminarhaus: Vier äußerst reichhaltige Mahlzeiten pro Tag, sehr bio und so lecker, dass noch keine von uns diesem Kalorieninferno freiwillig entflohen wäre. Vor diesen Treffen eine Diät zu beginnen ist in etwa so sinnvoll, als würde man einen Garten frisch anlegen und anschließend eine Horde Wildschweine hindurchtreiben.

Abends, wenn wir uns gestatten, das Business hinten anstehen zu lassen, wird es gemütlich: Wir plaudern bis in die frühen Morgenstunden. Doch im letzten Jahr landete eines Abends eine Schüssel mit Gummibärchen auf einem der Tische. Falls Sie das für einen sprachlichen Lapsus halten, kann ich Sie beruhigen: Die Schüssel kam aus dem Nichts, wie ein Ufo. Niemand wollte es gewesen sein, keine von uns wollte die Verantwortung dafür übernehmen, und so kann ich mit vollem Recht von ‚landen’ sprechen. Fortan liefen die Gespräche in eine vollkommen andere Richtung:

A.: „Wir haben doch gerade erst gegessen!“ A. suchte sich ein rotes Gummibärchen heraus und reichte die Schüssel stöhnend weiter.

B: „Waah, stell die nicht zu mir, sonst ess ich die noch!“ B. nahm sich ein Gummibärchen, griff noch zweimal zu und schob die Schüssel nach links.

C: „Ich bin sooo satt!“ C. nahm sich ein Gummibärchen, ließ die Schüssel stehen und pickte sich immer wieder welche heraus. Nur weiße.

B. hatte inzwischen die leere Tüte entdeckt: „Da haben acht Stück SECHSUNDSECHZIG Kalorien!“

C.: „Ups, ich hatte deutlich mehr als acht!“ Sie brachte die Schüssel mit listigem Blick an den Nebentisch und wandte sich dem Büffet zu. „Furchtbar diese Fresserei hier immer!“ Sprach’s und nahm sich noch eine nächtliche Portion Kartoffelsalat. B. und A. taten es ihr nach.

Business as usual.

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

 

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