Brest

24. Juli 2010, Bretagne.
Schweigen wir über Brest. Die bretonische Hafenstadt wird als hässlichste Stadt ever in meine Erinnerungen einfließen. Tut mir wirklich leid, dass Brest in World War II wochenlang bombardiert wurde, bis praktisch nichts mehr übrig blieb. Aber muss man deshalb direkt danach die Stadt ein zweites Mal zerstören und völlig planlos so dermaßen fiese Betonbatzen hinklatschen?

Kind 2 hat der Stadt immerhin noch eine Chance gegeben. Es müsse doch irgendwo etwas Hübsches geben, und ich solle doch bitte nicht so schnell urteilen.
Dann hat sie eine Postkarte von Brest entdeckt. Auf Ansichtskarten sind normalerweise die hübschesten Stadteile verewigt. Ähm, ja.

Der einzige Ort unserer Reise, an dem ich kein einziges Foto geschossen habe. Ach doch, eins, hihi:

Das einzige Foto von Brest

Immerhin haben wir K3 mit ein paar wirklich coolen Schuhen von Footlocker eine Freude machen können und dabei einen Schuhverkäufer entdeckt, der ziemliche Ähnlichkeit mit Christiano Ronaldo hatte (er wird es doch nicht gewesen sein? *g*).

Und es wurde am Fließband geheiratet. Aus dem Rathaus quollen im Fünfminutentakt Brautpaare mit Anhang heraus. Das erklärte auch das in Weiß und Schwarz gekleidete Pärchen, das wir kurz davor im danebenliegenden Coffeeshop sahen. In dem Laden hat uns der Ober übrigens zur Begrüßung angegrunzt. Wenn ich in dieser Stadt leben müsste, würde ich vermutlich auch grunzen.

Wir sind dann recht schnell geflüchtet.

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