4. Dezember

Tag vier des Weihnachtscountdowns. Gestern konntet ihr meinen Krimi-Erstling gewinnen: Wer zuletzt lacht, lebt noch.

Auch diesmal gab es wieder eine kreative Aufgabe, weil ich keine Lust hatte, den Ich-nehme-alles-kommt-egal-was-Einsammlern Vorschub zu leisten.

In unsäglichen Gewinnspielforen, postet einer die Lösungen aus allen möglichen Adventskalendern und alle anderen Einsammler schauen sich den Kalender gar nicht mehr an, sondern senden nur noch eine copy & paste-Mail. Besonders peinlich, wenn der einzige Rätsler keine Ahnung hat und ein falsches Lösungswort wählt, wie es bei mir kürzlich geschah. Gut zu erkennen an zig gleichlautenden Fehleinsendungen. Tja. Das kommt davon.

Wer meine Bücher gewinnen will, soll sie auch wirklich (kennenlernen) wollen. Bei eBay verticken kann ich sie nämlich selber, wenn ich das wollte. Übrigens: In diesen Foren werden zum Teil gehässige Kommentare dazu gemacht, dass es "richtig in Arbeit ausartet, all die Adventskalender abzuklappern". Und man macht sich darüber lustig, dass viele Betreiber von Adventskalendern aus den Vorjahren, in diesem Jahr keinen mehr anbieten. Ja, warum wohl? Abgesehen von den Kosten, benötigt man auch viel Zeit. Alleine das Zahlenbild zusammenzupuzzeln hat Stunden gedauert. Die Fragen muss ich mir ausdenken, die Einsender in Tabellen eintragen, ausdrucken, der Glücksfee übergeben, auslosen lassen, Gewinn signieren, verpacken, zur Post bringen.... In der Adventszeit komme ich nicht wirklich zum Schreiben oder gar Plätzchen backen für die Familie.

Wir Autoren tun das einerseits, weil wir zu Weihnachten Lesern eine Freude machen möchten. Aber wir möchten bei all der Arbeit auch, dass die Leute uns und unsere Bücher kennenlernen, weil sie neugierig auf das sind, was wir geschrieben haben. Wir möchten keine lästige "Station" sein, die es "auch noch abzuklappern" gilt, damit irgendwelche Schmarotzer hinterher sagen können: "Ich hab bei 100 Adventskalendern 78 Preise gewonnen!" (ja, es gibt tatsächlich Leute, die machen jeden Tag bei 100 und mehr mit) Für den Keller, für den Müll, für den Flohmarkt, für ebay, was weiß ich.

Also, diesen "Sammlern" habt ihr es zu verdanken, dass ich meine Aufgaben inzwischen umfangreicher gestalte. Aber, wie ich erfahren durfte, freuen sich etliche Mitspieler darüber, weil sie mit einem mal Lust zum Schreiben bekommen haben, was ich natürlich sehr schön finde.

Gestern hatte ich mir gewünscht, dass ihr folgenden Dialog aus meinem Krimi, mit mindestens 40 Wörtern (nicht Zeichen!) weiterführt. Nicht, was wirklich an der Stelle im Buch steht war entscheidend, sondern was ihr draus gemacht habt:

Robina Bernhardt wollte wutschnaubend davonstürmen. Dann besann sie sich eines Besseren.
"Sie kommen jetzt beide mit zur Befragung aufs Präsidium. Und mir ist scheißegal, was Schramm dazu sagt."
Als sie voranging, hörte sie hinter sich Karsten Obelhoff, der auf Amelie Goldbach einredete.
"Schatz, die kriegt sich schon wieder ein. Und das wird noch ein Nachspiel haben. Die wissen wohl nicht, ...

Und ab hier wart ihr gefragt :-)

Ich danke allen Mitspielern! Es sind wieder tolle Einsendungen angekommen, die ich im zweiten Teil dieses Blogpostings veröffentlicht habe.

Um gerecht zu sein, habe ich das Los entscheiden lassen, aber ich habe sehr oft lachen müssen und freue mich wirklich darüber, dass euch das Bearbeiten der Aufgaben offenbar Spaß macht!

Das Buch hat Silke Köcher gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! WZLLN_aktuell

Der vorgegebene Anfang:

Robina Bernhardt wollte wutschnaubend davonstürmen. Dann besann sie sich eines Besseren.
“Sie kommen jetzt beide mit zur Befragung aufs Präsidium. Und mir ist scheißegal, was Schramm dazu sagt.”
Als sie voranging, hörte sie hinter sich Karsten Obelhoff, der auf Amelie Goldbach einredete.
“Schatz, die kriegt sich schon wieder ein. Und das wird noch ein Nachspiel haben. Die wissen wohl nicht, ...
Die eingesandten Fortsetzungen:

...mit wem sie es hier zutun haben. Ich werde alle Hebel in Bewegung setzen, dass diese Dame demnächst nur noch im Keller Akten sortiert."

Völlig unbeeindruckt geleitete Bernhardt das Paar zu ihrem Wagen und hielt die Tür auf: "Natürlich dürfen Sie bei mir mitfahren, wo ihr Auto doch, wie sie gerade ausgesagt haben "gestohlen" wurde."

Das "gestohlen zog sie dabei bewusst in die Länge und schaute halb belustigt, denn Obelhoff kochte innerlich vor Wut und man konnte es sehen.

Auf dem Präsidium ließ sie Karsten und Amelie in zwei verschiedene Vernehmungszimmer setzen und dort erstmal ein paar Minuten allein. Sie sollten Zeit zum nachdenken haben, Angst bekommen, Fehler machen... Bei der Frau war das wahrscheinlicher, denn sie wurde zunehmend nervöser und Robina beobachtete es auf dem Bildschirm der Kamera, die in jedem der Räume befestigt war. Eine Sicherheitsmaßnahme, doch auch äußerst praktisch um Zeugen und Verdächtige einschätzen zu können. Da Obelhoff wahrschein ohnehin zu abgebrüht war, um etwas auszuplaudern ging Kommisarin Bernhardt zuerst zu Amelie Goldbach und begann mit dem Verhör.

"Möchten sie etwas trinken Frau Goldbach? Sie wirken angeschlagen, geht es Ihnen nicht gut?"
Die Angesprochene sah auf, und man sah, dass sie mit den Tränen zu kämpfen hatte:
"Ich..." Sie stockte. "Ich wollte das alles nicht. Es fing alles so harmlos an. Er hat gesagt das..." Ängstlich sah Amelie sich um. "Wenn er erfährt das ich über ihn rede, dann... Er kann sehr wütend werden."
Robina legte beruhigend ihre Hände auf die der jungen Frau und sagte:
"Von wem reden Sie? Ist es Karsten Obelhoff? Hat er Ihren Mann ermordet? Droht er Ihnen? Sie können Polizeischutz bekommen, ich werde mich persönlich dafür einsetzen da Ihnen nichts geschieht Frau Goldbach, aber sie müssen mit mir reden."
Man sah wie sie mit sich kämpfte, dann resigniert die Schultern hängen ließ und begann:
"Gut, es wird wahrscheinlich mein Ende sein, aber ich kann nicht mehr. Ich werde Ihnen alles erzählen, was ich weiß."...

(Petra Henneberg)

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…wen sie vor sich haben. Ruf bitte Oberberg an und sag ihm Bescheid. Die Nummer findest du in meinem Organizer auf dem Schreibtisch.“

Amelie sah aus dem Küchenfenster zu, wie Karsten von Kommissarin Bernhardt zu deren Dienstfahrzeug begleitet wurde. Sie bemerkte auch Karstens unwirsche Handbewegung, bevor er im Fond des Wagens verschwand. Diese unwirsche Handbewegung und eine ganze Reihe anderer Handbewegungen, von denen keine Positives bedeutete, kannte sie gut. Sie ging langsam durch den Flur auf Karstens Büro zu, doch plötzlich blieb sie stehen. Nein. Nein, sie würde Oberberg nicht anrufen, damit der seine Beziehungen spielen ließ, um ihrem Mann behilflich zu sein. Amelie haßte Oberberg fast so sehr, wie sie ihren Mann haßte. Diese Erkenntnis traf sie wie ein Schlag mit solcher Härte, dass sie kurze Zeit wankte wie eine Betrunkene.

Ob sich Kommissarin Bernhardt für die Schuhe interessieren würde, die in der Garage standen? Karsten hatte sie, starrend vor Dreck, abgestellt, damit sie, Amelie, sie putze. Das hatte sie auch pflichtbewusst getan, die Sohlen vom Lehm befreit und die Schuhe gebürstet. Dabei fielen ihr zwei dunkle Flecken an den Schnürsenkeln auf. Konnte das Blut sein? Die Kommissarin sagte, der alte Mann sei erschossen worden…

(Marion Penzkofer)

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"Die wissen wohl nicht, was wir wissen!"
Amelie schaut erstaunt: "Was meinst Du"
"Na, denk doch mal nach! Erinnere Dich an das Ding vor drei Monaten!"
"Ach so, Du meinst, als..."
"Pssst, nicht verraten!" fiel Karsten Obelhoff ihr ins Wort "Wir wollen doch unseren Trumpf jetzt noch nicht ausspielen!"

(Monika Meurer)

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...dass mein Vater ein Dutzfreund ihres Chefs ist. Lass mich ihn schnell anrufen, dann kann die Bernhardt ihre Karriere vergessen und sie wird sehen, was sie davon hat, uns zu belästigen."
"Ach, Karsten, Du hast wohl vergessen, dass Frau Bernhardt einen neuen Chef hat und Dein Vater Dir deswegen nicht mehr helfen kann. Werd endlich erwachsen, ich habe keine Lust mehr, mit einem Kind zusammen zu sein, benimm Dich doch nur einmal wie ein Mann", flüsterte Amelie ihm genervt zu.
Karsten wollte wieder aufbrausen, besann sich aber eines Besseren, schluckte hörbar und sagte zu Robina Bernhardt:
"Gut, ich komme mit."
Betont langsam ging er hinter Robina her und warf Amelie einen eisigen Blick zu, der besagte: Wir sprechen uns später noch, wenn wir allein sind.
Amelie lief ein unheilvoller Schauer über den Rücken. Auf wen hatte sie sich da nur eingelassen?

(Anja William)

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...dass ich Beziehungen zum Rundfunk habe. Und zum Fernsehen. Und ins Internet."
Bei den letzten Worte hob er ganz offensichtlich die Stimme, damit sie ihn auch sicher hörte.
Robina entschied sich dafür, so zu tun, als habe sie nichts verstanden. "Mein Onkel, der ist Bundespräsident", summte sie vor sich hin.

(Inken Weiand)

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... wer wir sind?“ Er blieb kurz stehen und flüsterte, für Robina kaum hörbar, Ameilie das Folgende ins Ohr: "Aber das wäre auch nicht ratsam, wenn wir denen sagen, dass wir von Geheimdienst sind. Stell dir mal den Aufruhr vor, wenn rauskommt, dass Bundesagenten auf Berlins Straßen unterwegs sind? Weil wir den Tipp bekommen haben, dass mutmaßliche Terroristen für Weihnachten einen Anschlag planen? Die Lokalpresse würde das breittreten und eine Massenhysterie unter der Bevölkerung auslösen! Das ist nicht im Sinn unsere Behörde!“

„Ja ist gut und was sagen wir denen dann?“

„Lass mich nur machen, wozu haben wir denn unsere ‘Beziehungen‘? Ich ruf Günni an, der soll das deichseln!“

(Verena Spangler)

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...mit wem sie es zu tun haben! Sobald wir im Präsidium angekommen sind, ruf ich meinen Anwalt an, aber bis dahin, müssen wir uns auf eine Geschichte einigen! Wir waren zusammen nur einen Kaffee trinken, ok? Wir hatten beide Mittagspause und wollten uns in der Zeit unsere Beziehung unterhalten, mehr nicht! Weich bloß nicht von dieser Geschichte ab, sonst sind wir beide geliefert. Hast du das verstanden?"
Amelie schluckte und antwortete leise: "Gut Schatz, ich bleib dabei. Wir wussten beide nichts vom Vorfall und wurden davon überrascht. Ich spiel einfach die Unwissende." Karsten setzte eine selbstsichere Mine auf. "Am Besten heulst du noch ein bisschen rum, geht ja schließlich um deinen Ehemann, der da gefunden wurde." Die beiden sahen sich an und grinsten.

(F.K.)

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… dass wir verdeckte Ermittler von Scotland Yard und einer wirklich großen Sache auf der Spur sind. Die hat wohl niemand informiert. Und wenn man uns nur noch ein wenig mehr Zeit gelassen hätte, dann hätten wir längst sämtliche Beweise zusammen. Jeden dritten Sonntag im Monat geht unser Nachbar in seinen Garten und gräbt unter seinen Rosen. Montags drauf geht er – jedes Mal zu einer anderen - Bank und tauscht ein Bündel Pfund-Noten in Euro-Scheine. Das kann doch nun wirklich nichts anderes heißen, oder? Unser lieber Nachbar HAT die Beute aus dem großen Postraub von 1963 in England unter seinen Rosen vergraben. Jede Wette! …

Ich denke, dass den beiden irgendwie noch niemand geglaubt hat. Denn von den gestohlenen 2.631.684 Pfund konnten meines Wissens nur rund 330.000 wiedergefunden werden. Der Rest der Beute ist nach wie vor verschwunden ….

(Silke Köcher)

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„ … dass Schramm mit der Staatsanwältin Tennis spielt. Was ist ...Amelie, lass meine …“
„Schnauze!“
Robina fuhr herum - und blickte in den Lauf einer Pistole.
Amelie Goldbach trat ein paar Schritte zurück. „Pfoten hoch, Bulle!“
„Aber Schatz, die Kommisarin will uns doch nur …Gib meine Pistole zurück.“
„Nix mit Schatz. Du hältst jetzt die Klappe. Und du dreh dich um, Bulle!“
Langsam drehte Robina ihr den Rücken zu. „Ich warne Sie, Frau Goldbach, so kommen Sie nicht davon.“
„Du auch nicht, Bulle!“
„Aber Amelie, die Pistole …“
„Halt endlich die Klappe oder ich knall dich mit ab!“
„Amelie, das kannst du nicht ...“
„Das kann ich schon!“
Robina hörte ein Klick-klick und dann noch einmal ein Klick.
„Amelie, ... um Gottes Willen ... ich lauf doch nicht mit einer geladenen Pistole herum.“

(Reinhard Häpp)

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… mit wem sie es hier zu tun haben. Schließlich ist mein Onkel der Chef von dem Laden. Demnächst wird die Olle hier keinen Fuß mehr hineinsetzen dürfen, höchstens als Putzfrau.“
Robina Bernhardt drehte sich mit einem breiten Lächeln um. Ihre Wut war einer wonnigen Schadenfreude gewichen.
„Mein lieber Neffe, was muss ich da hören? Du weißt es also noch nicht: dein Onkel gehört erstens zu den Guten, die sich zweitens nicht so leicht übers Ohr hauen lassen und hat drittens mich letzte Woche geheiratet. Wenn du ihn auch nur einmal in den letzten elf Jahren besucht hättest, wüsstest du das. Aber jetzt, wo ich deine Tante bin, hat auch sicher keiner etwas dagegen, wenn ich dir einmal kräftig die Hände schüttle“ - und dich mit einem gekonnten Judogriff auf den Boden befördere, fügte sie in Gedanken hinzu.

(Jeannine Reiher)

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...mit wem sie es zu haben! Ein Anruf beim Bürgermeister, und der Polizeichef höchstpersönlich wird sich bei dir dafür entschuldigen, dich wie eine Verbrecherin behandelt zu haben."
"Meinst du wirklich?", fragte Amelie mit leicht zitternder Stimme. Die Aussicht, nur eine Stunde oder gar eine ganze Nacht im Polizeirevier verbringen zu müssen, behagte ihr ganz und gar nicht.
Karsten umarmte sie sanft und hauchte ihr einen Kuss ins Haar. "Ganz sicher", flüsterte er. Robina verdrehte die Augen. Männer!
Sie war sich ohnehin sicher, dass die Goldbach log um Obelhoff ein Alibi zu geben. Oh sicher, sie glaubte ihm, dass er an fraglichen Abend nur mit seinen Kumpels ein paar zu viel in der Kneipe gehabt zu haben und die Polizei ihn dann wegen Fahren unter Alkoholeinfluß anzeigen konnte. Deswegen war Obelhoff auch den ganzen Abend bei ihr gewesen, und sie haben es sich im Wohnzimmer mit einer Flasche Wein gemütlich gemacht und zur Vorbereitung auf den Opernbesuch heute abend die Aida gehört. Natürlich.

(Yvonne de Buhr)

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... auf wen sie sich da einlassen. Wenn ich erst mal Brune angerufen habe, sind wir schneller wieder zu Hause, als denen lieb ist".
Amelie starrte ins Leere als sie von Robina Bernhard ins Polizeiauto gestossen wurde. Sie drückte Karstens Hand und merkte erst jetzt, dass sie eiskalt und verschwizt war. Brune war ihr Anwalt, Karsten und er kannten sich noch aus Studientagen. Augenscheinlich hatte auch er mehr Angst, als er zugeben wollte. Wie sollten sie je beweisen, dass sie mit den verschwundenen Akten nichts zu tun hatten - und noch weniger mit dem Mord. Sie dachte an ihre kleine Tochter, die gerade aus der Schule kam und vor der leeren Wohnung stehen würde. Sie hoffte, dass Vivian, wie so oft, auch heute mit zu ihrer Freundin nach Hause gehen würde. Denn Amelie wußte, dass er in der Wohnung auf Vivian warten würde.

(Yvonne Cornils)

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...dass Schramms Freundin da auch ein Wörtchen mitzureden hat!"

Was sie dann nicht mehr hörte, ihr aber viel Ärger erspart hätte, war, dass Obelbach die Goldbach anwies, im Präsidium auf die Damentoilette zu gehen, um von dort aus dann Schramms Freundin anzurufen.

(Bärbel Giessmann)

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..., dass ich mit dem Chef der Presseabteilung der BILD befreundet bin.
Dem erzähle ich, dass die Bernhardt uns ins Revier geschleppt hat.
Und dass, obwohl wir gerade zum Spendenball wollten, um dort 100.000 zu spenden."
Robina schaute sich um und und sah Obelhoff an. "Der führt doch wieder was im Schilde!" dachte Sie.
Aber sie blieb konsequent bei ihrem Entschluss.
(Susanne Haun)

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... worauf sie sich da eingelassen hat!“

Robina schmunzelte.

Natürlich wusste sie genau, worauf sie sich eingelassen hatte und sie konnte sich auch ausmalen, was Schramm dazu sagen würde, wenn sie seine beiden Hauptdarsteller auf das Präsidium entführte und den Beweis ihrer Vermutung lieferte. Zugegebenermaßen, sie entsprang der kitschigen Welt der Vorurteile und Verbrechenstrivialitäten, allerdings gefiel Robina der Gedanke, dass sie ihrem Kollegen die Sache mit dem Kaffee heimzahlen konnte. Zufrieden umspielte sie ihr Handy in der Jackentasche mit den Fingern, während sie in Richtung Ausgang lief.

„Wenn mein Mann das erfährt!“, hörte Robina Amelies Goldbachs schluchzende Piepsstimme hinter sich. „Wenn er von uns erfährt! Er wird uns umbringen!“

„Den Mord kann sie uns damit aber nicht anhängen“, gab Karsten Obelhoff zischend zurück. „Sie hat keine Beweise! Und jetzt sei ruhig, es bringt doch nichts, hier herumzuheulen.“

Wo er Recht hat, dachte Robina sich und schmunzelte, als sie nach einem kurzen Blick auf den Aufzug des Theaters ('Außer Betrieb') die Tür zum Treppenhaus aufstieß und den beiden aufhielt. „Nach den Herrschaften“, meinte sie und deutete auf die dunkle Treppe.

Amelie Goldbachs Gesichtsausdruck machte alles wieder wett und zufrieden sah Robina den beiden Schauspielern nach, die langsam die Treppe hinuntergingen.

(Katharina Sponsel)

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......mit wem die hier sprechen, immerhin sind wir nicht irgendwer. Aber das wird sich schnell herausstellen, und dann ist ja klar, wer hier die Probleme bekommt."
Amelie Goldbach sagte dazu nur: "Ich hoffe, Sie finden es schnell raus und wir sind bald wieder am Theater. Du weißt, wie der Direktor reagiert, wenn man nur mal eine Minute zu spät kommt. Ich will gar nicht wissen, was er sagen würde, wenn er von dieser Geschichte hier erführe."

(Annika Endres)

Vielen Dank an alle Einsender!

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