3. Dezember

Nun waren wir in writingwomans Adventskalender schon beim dritten Türchen angelangt. Heute entführte ich euch mit Midsummer Love - Mittsommerliebe nach Schweden. Das (selbstverständlich signierte) Buch konntet ihr auch gewinnen.

Dazu wollte ich von euch wenigstens vier Zeilen lesen. Thema war:

Unverheiratete schwedische Mädchen legen in der Nacht vor Midsommar sieben verschiedene Blumen unter ihr Kopfkissen, um von dem Mann zu träumen, den sie später heiraten werden.

Welche sieben Dinge legt ihr heute Nacht unter euer Kopfkissen? Wie sieht euer Traum dazu aus?

MidsummerLove2009

Es kamen lauter wunderbare Beiträge an, die ihr im zweiten Teil des Eintrags (unter "weiter") nachlesen könnt.

Aber es konnte nur einen Sieger geben, und die Gewinnerin heißt Andrea Wladasch Übrigens: Auch meine Kollegin, die Fantasy-Autorin Monika Felten, hat einen wunderhübschen Adventskalender, bei dem es ihre Bücher (und zwei Gastbücher) zu gewinnen gibt.

Und hier einige eurer sieben Gegenstände und Träume (kein Ranking, ich fand alle super und hoffe, ich habe niemanden vergessen, der gerne hier auftauchen wollte):

Die sieben Dinge, die ich unter mein Kopfkissen legen würde sind:

Gewandung (Mittelalterliche Kleidung)
Waschmaschine
Waschmittel
Elektroherd
Radio
Wecker
Seife

Und mein Traum trägt den Titel:

„Meine Begegnung mit dem Mittelalter oder wie „Jugend forscht“ entstand“

Diese vielen tollen Sachen
Werde ich mir zu Nutze machen
Denn mein Traum, so soll es sein
Führt ins 13. Jahrhundert mich hinein.
Mit einer ganz speziellen Mission
Leset nur weiter, dann erfahrt Ihr es schon!

Zuerst einmal brauch ich ein passendes Kleid
Bodenlang und die Ärmel recht weit
Y-Gürtel, French Hood für das Haupt
Sonst wird mir am Ende ja doch nicht geglaubt!
Die Arbeit im Mittelalter ist schwer
Da müssen modernere Hilfsmittel her.
Im Mittelalter die Menschen recht unangenehm riechen
Und diverse Gerüche aus der Kleidung dort kriechen
Drum nehm‘ ich die Kleidung und steck sie direkt
In die Waschmaschine, die Neugierde weckt.
Klar, so ein Teil hat noch keiner gesehen
Wie sollte das mit dem Säubern wohl gehen?

Die Kleidung wird sauber, doch was ist das für ein Graus
Die Leute sehen immer noch schmuddelig aus.
Her mit der Seife, noch Wasser dazu
Auch dieses Problem ist erledigt im Nu
Jetzt riechen Kleidung und Menschen allesamt wieder frisch
Doch Essen steht noch immer nicht auf dem Tisch.

Also ran an den E-Herd, und im Handumdrehen
Kann man schon wieder Neugierde sehen
So schnell kochte keiner Kartoffeln und Lauch
Geschmeckt hat allen am Ende wohl auch
Und sehr zufrieden mit den geleisteten Sachen
Beschloss ich erst einmal Pause zu machen.

Ein bisschen Musik, das wäre jetzt fein
Und so schaltete ich das Radio ein
um mich mit ein paar wohlklingenden Tönen
Nach getaner Arbeit zu verwöhnen.
Um mich herum die Menschen sich scharrten
Und ungläubig auf den Musikkasten starrten

So stand ich auf einmal allein in der Mitte
Ja was soll ich sagen … Neugier die Dritte!

Doch was für einen Ton habe ich da gehört
Ich finde, dass er mich empfindlich gar stört
Und will grade loslegen mit dem Gemecker
Da stelle ich fest, ER ist es, mein Wecker
Es ist schon 6 Uhr, ich mag es kaum glauben
und reibe verschlafen mir noch die Augen.

Doch eines ist mal sonnenklar
Meine Mission doch recht erfolgreich war
Denn mit heutiger Technik und Alchemie
Ist das Mittelalter für uns erträglich wie nie
Und im Mittelalter wird nach meinem Besuch in Vor-Vor-Vor-Stufen
Der Wettbewerb „Jugend forscht“ in Leben gerufen ;-)

(Silke Köcher)

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Die sieben Dinge unter meinem Kopfkissen und der Traum.

Sieben Dinge lege ich heute unter mein Kopfkissen. Schön nebeneinander, damit ich nicht lange unter dem Kopfkissen grabbeln muss, wenn ich sie brauche und dabei die Dani wecke.

In dieser Reihenfolge:

Hydraulischer Wagenheber
Wiener Würstchen aus der Metzgerei Eisfelder
Schneeschippe
21-saitige Sitar
Reisszwecke
eine Autogrammkarte
Leberkäs-Semmel in Alufolie aus der Metzgerei Eisfelder

Weil sich mein Bett oft im Traum in ein Auto (manchmal auch in ein Boot, aber heute nacht in ein Auto) verwandelt, habe ich gerne einen hydraulischen Wagenheber dabei. Meistens habe ich keine Ahnung in was für ein Auto sich mein Bett verwandelt und wie die Strassenverhältnisse sind. Wenn man da im Falle einer Reifenpanne noch lange nach dem Wagenheber suchen muss, kann die Zeit knapp werden. (Ein Reservereifen ist immer am Fussende meines Bettes angebracht. Zählt also nicht zu den Siebensachen unter dem Kopfkissen.)

Fast immer begleitet mich der Lustige Lumpi auf diesen Fahrten, liest die Strassenkarte und gibt mir bei den Reifenwechseln wertvolle Tips. Wenn wir fertig sind teilen wir uns das Wiener Würstchen. (Ich würde ja gerne zwei Wiener mitnehmen, aber dann käme ich auf regelwidrige acht Dinge unter dem Kopfkissen) . Ab und zu möchte ich mal was anderes essen, aber der Lustige Lumpi, besteht auf Wiener Würstchen.

Jetzt im Winter habe ich eine Schneeschippe unter dem Kopfkissen, für den Fall, dass ich am Morgen vor dem Aufwachen mit dem Autobett in meine Einfahrt einbiegen will und Helmut war schon mit dem Schneepflug unterwegs. Im Sommer lege ich eine Badehose unter's Kissen, obwohl ich im Traum meistens vergesse sie anzuziehen.

Eine Sitar ist sehr schwer zu spielen und im richtigen Leben kann ich es auch nicht, aber ich habe schon mehrmals geträumt, dass ich wunderschön gespielt habe. Und so nütze ich die Zeit, wenn ich im Traum auf etwas warten muss (auf den Aufschlag nach einem langen, langen Fall oder dass mich das Monster auf der zähen Flucht endlich einholt) für einen kleinen Extratraum:

Ich freue mich immer unbändig, dass ich die komplizierte Notenschrift ganz flüssig lesen und vom Blatt abspielen kann. Immerhin hat die Sitar 21 Saiten. Die Reisszwecke dient dazu, das Notenblatt an den Mangobaum zu heften, unter dem ich spiele. Bisher hat es noch jedesmal ein Windstoss weggeblasen und in den Fluss Mahanadi geweht. Sehr zum Leidwesen meiner zahlreichen, leider nur Hindi sprechenden Zuhörer, die das stets heftig bedauern. Damit sie noch eine Erinnerung an den schönen Abend haben, wenn ich längst wieder aufgewacht bin, teile ich schnell vorher noch meine Autogrammkarte aus. (Ich würde gerne mehr verteilen, aber die Vorgabe, die Vorgabe ... )

Wenn ich Glück habe, ist es gerade die Zeit der Mangoernte und ich werde mit reifen Mangos, die ich sehr gerne esse, überhäuft. Wenn es noch keine gibt, kann ich die Leberkäs-Semmel aus der Metzgerei Eisfelder auswickeln und …

. . . aber dabei wacht die Dani garantiert auf und weckt mich ebenfalls aus meinem Traum. Dann teilen wir uns die Semmel, lächeln uns noch einmal zu und schlafen wieder ein.

(Reinhard Häpp)
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Es geht ja nun die Legende, dass man den Inhalt eines Buches verinnerlicht, wenn man es unter das Kopfkissen legt und darauf seiner Nachtruhe pflegt; und so werde ich unter mein Kopfkissen legen: erstens ein Kochbuch, damit meine Familie nicht mehr so zu leiden hat; zweitens das Werk 'So werde ich ein organisierter Mensch', warum, sage ich nicht; drittens ein Französischlehrbuch, damit ich besser bei den Hausaufgaben helfen kann; viertens den Duden in der allerallerneuesten Auflage, damit ich endlich mal durch die Rechtschreibung durchblicke; fünftens das Telefonbuch, damit ich Leute mit meinem immensen Gedächtnis beeindrucken kann; sechstens eine Anleitung zum Ausfüllen der Steuererklärung; siebtens und letztens die Bibel.

Wenn ich mit diesem Bücherstapel unterm Kopfkissen wirklich noch sollte schlafen können, werde ich vermutlich träumen, ich sei eine Prinzessin, die im Regen umherspaziert, in ein Schloss eingeladen wird und dort auf dem schiefen Turm von Pisa übernachten soll ...

Inken Weiand

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Ich lege heute folgende Dinge unter mein Kopfkissen...
Einen Stern, damit wir immer Licht auf der Erde haben,
Brot, dass keiner Hunger hat,
Eine Decke, für alle die frieren,
viele Schlüssel, damit alle Menschen frei denken können,
Medizin für alle Kranken auf der Welt,
Bücher, damit jeder sich bilden kann
und einen Laptop für jeden zur Kommunikation und dem daraus erwachsenen besseren Verständnis.
Und einen achten hab i noch --- Spiele für alle zur puren Freude am Leben!

(Susanne Haun)

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Um in süßen Träumen zu schwelgen, lege ich heut eine Feder unter mein Kissen, ein Bild von einem Strand in Südafrika, ein Kleeblatt, Rosenblüten, ein Silberkreuz, ein Bild meiner Familie und ein leeres Blatt Papier.

Die Feder steht für sanfte, sachte Träume, Das Strandbild soll mich in ferne Länder entführen, das Kleeblatt bringt natürlich Glück, die Rosenblüten verzaubern mit ihrem Duft, das Kreuz sagt mir das Gott immer bei mir ist und mich, und meine Familie behütet und das leere Blatt, das ist für all die Ideen, die man darauf einfangen könnte.

In meinem Traum malt sich ein Bild von einem traumhaften Land und es entsteht langsam, wie Pinselstriche auf einer weißen Leinwand malt es sich vor meinen Augen.
Exotische Düfte verzaubern mich und ich verbringe eine wundervolle, unbeschwerte Zeit, höre meine Kinder lachen, liege in den Armen meines Mannes und möchte am liebsten in diesem Traum verweilen.
(Petra Henneberg)

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Drei Nächte hintereinander nur Albträume! Dagegen muss ich dringend etwas unternehmen. In irgendeiner Zeitschrift habe ich gelesen, dass man sich sieben Gegenstände unter das Kopfkissen legen soll und dann genau von diesen Gegenständen träumt. Einen Versuch ist es wert.

Zuerst einmal denke ich gründlich darüber nach, denn ich möchte keinen Gegenstand auswählen, der mich in Angst und Schrecken versetzt. Das Biologielehrbuch lasse ich wohl lieber im Schrank stehen, ich möchte nicht von gruseligen Skeletten träumen, die mich mit klapperndem Gebiss durch die Nacht jagen. Das erste passende Teil, das mir einfällt, ist mein Motorradschlüssel. Das Motorrad selbst ist leider zu groß, um es unter mein Kopfkissen zu legen. Glücklicherweise gibt es im Traum keine Grenzen, keine Gefahren, das heißt, ich kann ohne Sicherheitsvorkehrungen, ohne Verkehrsregeln auf einer verlassenen, nur für mich angefertigten Straße mit voller Geschwindigkeit die kühle Fahrtluft genießen. Passend dazu wähle ich meine Lieblingslederjacke und eine schöne weiße Feder aus, die die Freiheit symbolisiert.

Der dritte Gegenstand ist ebenfalls schnell gefunden. Ohne zu Zögerne lege ich meine Lieblings-CD zu den anderen Sachen. Aufgrund mangelnder weiterer Ideen schneide ich das Tageshoroskop aus der Zeitung aus und lege es dazu. Nicht, dass ich daran glauben würde, aber heute stehen nur positive Aussichten darin. Also was soll's. Weiter geht es mit einer Tafel Schokolade - der Inbegriff des Paradises-, selbstverständlich gut verpackt, damit sie weder zerdrücken noch schmelzen kann. Und zu guter Letzt lege ich einen meiner Milchzähne unter mein Kopfkissen, da ich die Unbeschwertheit, die man als Kind an den Tag legt, im Traum nicht missen möchte.

Ausnahmsweise kann ich es gar nicht erwarten, schlafen zu gehen. Ich bin sehr gespannt - und sehr skeptisch - ob dieser Trick funktioniert. Obwohl ich ein wenig aufgeregt bin, fallen mir fast sofort die Augen zu ....

Ich sitze auf einem Zweirad, aber schnell merke ich, dass es sich hierbei nur um ein Mofa handelt. Mit maximal 25 km/h spürt man nicht gerade viel von dem Fahrtwind. Meine Lederjacke trage ich zwar, aber die ist nicht schwarz, sondern pink. Aufgrund der niedrigen Geschwindigkeit habe ich ziemlich viel Bewegungsfreiheit. Verwirrt taste ich mit der rechten Hand meinen Rücken ab und falle fast vom Mofa, als ich merke, dass irgendetwas daran befestigt ist. Ein kurzer Blick nach hinten zeigt mir, dass ich Flügel habe!

Als ich meine Taschen durchsuche, finde ich einen zusammengefalteten Zettel. Ich halte an und sehe mir das Schriftstück genauer an. Die Überschrift verschlägt mir die Sprache: "Eine Gebrauchsanleitung für Zahnfeen". Was soll das denn?, denke ich. Auf einmal fährt mein Mofa von alleine los, ohne dass ich etwas dagegen tun kann und im Hintergrund ertönt Musik: "Highway to Hell" von ACDC ...

Ich schrecke mit aufgrissenen Augen hoch. Im ersten Moment kann ich keinen klaren Gedanken fassen, doch langsam wird mir klar, dass dieser Traum tatsächlich von der beschrieben Methode in der Zeitschrift herrührt. Gratulation, denke ich. Es hat funktioniert. Alle Gegenstände, die unter meinem Kissen lagen, kamen im Traum vor. Doch leider, leider, liebe Journalisten, war dieser Traum schlimmer als alle, die ich jemals hatte. Ich möchte definitiv keine Zahnfee sein, die mit einem Mofa auf dem "Highway to Hell" rast ...

(N.Z.)

» » 4. Dezember

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Kommentare:


Glückwunsch Andrea!

Petra Henneberg  am  04. Dezember 2010




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