Einträge mit dem Tag: Malen
Malkurs mit Andreas Mattern - Reichstag
Schon vor einigen Wochen habe ich mich zu "Malen im Freien" bei Andreas Mattern angemeldet. Die Vorfreude wurde ein wenig durch das miese Wetter getrübt, aber Malen im Regen funktioniert auch.
Freitag, 27. August 2010

Wie hoffentlich zu erkennen, war der Reichstag das Motiv unseres ersten Maltages.

Mein Arbeitsplatz im Regen und plötzliche Motiv-Verschwindung ;-) [zum Glück nur für zehn Minuten]

Wir haben es erst ganz unter freiem Himmel versucht, sind aber recht bald in den Kaffeegarten des Berlinpavillons geflüchtet.
Erste Anlage meines Bildes:

Ich beim Malen (Foto von Susanne Haun):

Susanne Haun beim Malen:

Unter Bäumen und Sonnenschirmen bei Kakao und Kuchen malte es sich gleich viel besser.

Der Meister bei der Arbeit:


Wir hatten auch Zaungäste:

Susanne zeichnet ja lieber Pflanzen anstatt Architektur zu malen. Blümchen gab es dort nicht, stattdessen hat sie diesen schicken Pilz gefunden:

Der wurde natürlich gleich verewigt:

Ich bin mit dem Bild nicht ganz fertig geworden, weil die erforderlichen Trockungszeiten sich bei Regen logischerweise verlängern.

Im Laufe der nächsten Woche, werde ich dem Bild noch den letzten Schliff verpassen. Aber morgen malen wir erst einmal die Gedächtniskirche.
Susanne Haun und Andreas Mattern haben über den Tag auch mit vielen Fotos gebloggt:
Aquarellieren im Freien -Der Reichstag - Aquarell von Andreas Mattern
Der Reichstag - Zeichnung von Susanne Haun
Herbstwind
Noch ist es zwar erst Mitte August, aber was sich mir in den letzten Tagen beim Blick nach draußen präsentiert, hat sich den Begriff 'Herbst' redlich verdient. In dieser Stimmung, aber noch nicht ganz von der Hoffnung auf Sommer verlassen, habe ich gestern dieses Acrylbild gem alt:
Montag, 16. August 2010

Am Anfang stand die Zeichnung eines Regenschirms. Man denkt ja gar nicht darüber nach, wie kompliziert so ein Ding eigentlich zu zeichnen ist. Ich habe also einen aufgespannt und losgelegt:

Das Schwierigste war die Bildkomposition. Erst wollte ich das Mädchen ganz auf dem Bild haben, mit Straße und Wolken im Hintergrund. Doch bei 30 x 30 cm wäre das alles zu futzelig geworden, nicht aussagekräftig genug. Und an größere Formate traue ich mich momentan noch nicht heran. Also habe ich das Motiv gedanklich herangezoomt und das Ergebnis anschließend auf die Leinwand übertragen:
Dann habe ich mit dem Acryl losgelegt und zum Schluss noch Highlights und die schwarzen Konturen hinzugefügt:
La Tour Eiffel
Ich hätte niemals gedacht, dass ich von Paris so beeindruckt sein würde. Da lag es für mich nahe, dass mein erster „freihändiger“ Kräftig-Aquarell-Versuch (nach dem angeleiteten von gestern), den Eiffelturm als Motiv bekommen würde. Et voilá …
Montag, 02. August 2010

22. Juli 2010
Mein Liebster sagte sofort, das Bild würde ihm viel besser gefallen als das gestrige, und wenn ich ehrlich bin, geht mir das genauso. Vielleicht, weil es ganz „meins“ ist: Die Bildaufteilung, die Farbwahl.
Vorlage war ein Foto, das ich ein paar Tage zuvor in Paris gemacht und auf mein Netbook geladen hatte:

Ich fing, wie auch bei der Tower Bridge mit groben Umrissen an.

Dann kümmerte ich mich um den Himmel.
Dann war die Straße dran, wobei ich darauf achtete, die weißen Linien gleich auszusparen:

Ich habe lange gegrübelt, wie ich die Farbgestaltung machen wollte. Es sollte nicht wieder so werden, wie gestern, also habe ich den Eiffelturm zunächst violett gestaltet und hinterher mit ein wenig Kobaltblau (und Schwarz am Schluss) verfeinert. Bei den Häusern hatte ich erst gar keine Ahnung und habe alles aus dem Bauch heraus gemacht. Das Türkisblau auf der Straße wollte ich dazu als Kontrast haben, und ich denke, es passt ganz gut. Bei den schmalen Linien an den Fenstern und Balkons, durften sogar Olivgrün und Ocker mitspielen.

Ich hatte mächtig viel Spaß beim Malen und war die ganze Zeit über sehr gespannt, wie das Endergebnis wohl aussehen würde.

Mir gefällt das Bild besser als die originalgraue Stadtvorlage. Ich kann gar nicht mehr wegschauen.
Wir mal’n mal’n mal’n auf der Autobahn ...
Heute bin ich mit den beiden Kleinen zur Autobahnbrücke gefahren und hab mich dort in die Büsche geschlagen:
Dienstag, 06. Juli 2010

Kaum hatten wir alles aufgebaut, stellten wir fest, dass ich alles dabei hatte - nur meine Aquarellfarben und -stifte nicht. Also bin ich nochmal nach Hause gedüst und hab die fehlenden Sachen geholt.
Derweil wurde trotzdem schon eifrig gezeichnet:

Als ich dann loslegen konnte, fiel mir wieder ein, was mich beim letzten Mal (als ich die Bananienallee kolorierte) schon genervt hatte: Die Farben sind mir zu knuffig. Ich habe nur einen ganz kleinen Aquarellkasten von Windsor & Newton. Und insbesondere die Grüns (Grüne? Grüntöne!) finde ich furchtbar. Das eine sieht aus wie Plastikfrosch, das andere, wie die Gesichtsfarbe von Seekranken. Da kann ich noch so viel mischen, am Ende kommt irgendwas Dreckig-Popelgrünes heraus. Und ich WEISS, dass es angenehme Grüntöne gibt!

Nunja, letzten Endes ist das Ergebnis so gar nicht, wie ich es wollte. Alles insgesamt zu blass und es wirkt, wie ein Kinderbild. Aber es ist ja nur ein weiterer Versuch.
Quer geflötet
Nein, kein Vuvuzela-Meckereintrag. Ich mag die sogar. Am Rande kommen sie sogar vor, aber die Hauptrolle spielt heute die Querflöte.
Montag, 05. Juli 2010

Kind 4 spielt seit einem Jahr im Rahmen eines Bläserklassen-Projekts Querflöte. Bläserklase bedeutet: Die Schüler in ihrer Klasse hatten am Anfang der 7. die Gelegenheit alle Blasinstrumente kennenzulernen, konnten sich dann für eines entscheiden und haben seither mehrere Stunden pro Woche Einzel- uns Gruppenunterricht. Dafür, dass die Kinder vorher alle noch nie so ein Instrument gespielt hatten, gab es ziemlich schnell vorzeigbare Ergebnisse. Und jetzt, nach einem Dreivierteljahr, macht es richtig was her.
Im Rahmen des Schulsommerfests am Samstag (vorher gab es in der Schulmensa Public Viewing, sonst hätten wir den sensationellen 4:0 Sieg der Deutschen über Argentinien verpasst, und das geht ja nun gar nicht *g*) und beim Tegeler Brückenfest am Sonntag (gestern) konnten sie zeigen, was sie alles gelernt haben - und das ist wirklich eine Menge.
Eines der Lieder führten sie auch mit Vuvuzelas auf, die in den Taktpausen die Leute mit TrötTröt zum Schmunzeln brachten (in den Vuvus wurde auch hinterher Geld gesammelt, das kam gut an).
Gestern war ich auch beim Einspielen dabei und habe auf eienr Galerie hinter den Kindern mit einem kleinen Moleskine und dünen Copics gesessen.
Da es schnell gehen musste, sind die Skizzen proportional ziemlich verunglückt.

Deshalb musste Kind 4 mir heute nochmal Modell stehen, was sie sogar sehr gerne tat und gleich dabei übte ;-)
Ich habe mit 0,3 Copicstift vorskizziert und bin dann in den Garten gewandert um dem Ganzen mit Aquarellstiften Atmosphäre zu geben. Ich finde ja, das außenrum was fehlt, aber ich hatte ein bischen Angst, dem BIld zuviel zuzumuten. Auf Deutsch: Ich wollte es nicht versauen ;-)
Rumprobieren geht über Studieren. Tröööt!

Schon mal über ein Skizzenbuch nachgedacht?
"Ich kann doch nicht zeichnen!", denkt ihr vielleicht, aber - hey! - ich kann das eigentlich auch nicht und tue es trotzdem. Und je mehr man zeichnet, umso besser wird es irgendwann. Weshalb solten Autoren also nur schriftliche Notizen machen? Kleine Skizzen geben der Kreativität vielleicht einen ganz anderen Anstoß. Ein inspirierendes Buch dazu (auf Englisch) ist "An illustrated life" von Danny Gregory.
Mittwoch, 16. September 2009

Ich habe es mit kürzlich zugelegt und schmökere viel darin herum. Es sind Auszüge aus Skizzenbüchern diverser Künstler, Illustratoren, Designer, die auch viele Notizen integriert haben.
“Aha!”, höre ich jetzt den einen oder anderen sagen, “also doch alles Künstler! Ich kann selbst keine gerade Linie hinbekommen!”
Das macht auch überhaupt nichts, denn so ein Skizzenbuch ist ja nicht in erster Linie dazu da, dass Seiten daraus eines Tages in einem Buch veröffentlicht werden, sondern vielmehr um den Kopf frei zu kriegen und - für die Autoren unter uns - eine neue Inspirationsquelle zu erschließen.
Danny Gregory selbst begann mit dem Zeichnen, nachdem seine Frau einen Unfall hatte und seither querschnittsgelähmt war. Seine Zeichnungen sind im Laufe der Zeit durch tägliches Üben immer besser geworden und zig Skizzenbücher sind gefüllt.
Ein zweites (englisches) Buch von Danny Gregory, das ich allerdings noch nicht habe, heißt: The Creative License: Giving yourself the permission to be the artist you truly are. Hier wird schon im Titel klar, dass man keinen Abschluss an der Kunsthochschule braucht, um sich zu trauen, in ein Skizzenbuch zu zeichnen.
Im Grunde hat man am Ende ein gezeichnetes Tagebuch, das das Gefühl für die jeweilige Situation möglicherweise viel besser abrufbar machen kann (auch wenn man das Buch nach Jahren wieder hervorholt), als bloßer Text es je könnte. Viele der vorgestellten Künstler schreiben, dass sie sich genau erinnern können, in welcher Stimmung sie die einzelnen Zeichnungen erstellt haben. Neben diversen Auszügen aus Skizzenbüchern, beschreiben die Künstler, wie sie dazu kamen ein Skizzenbuch zu führen, weshalb sie dabei blieben, wo sie überall zeichnen, und welches Material sie dafür benutzen. Viele der vorgestellten Zeichner schwören auf Moleskine-Bücher, manche binden ihre Sketchbooks selbst aus ihrem bevorzugten Papier. Allen gemeinsam ist, dass sie das Buch überall mit hin nehmen und in jeder erdenklichen Situation zeichnen.
Es ist spannend, die Hintergrundgeschichten zu lesen, und vielleicht springt der Funke der Inspiration ja auch bei euch über.
Mehr Anregungen kann man sich beispielsweise auch in diversen Flickr-Gruppen holen, die sich mit Notebookism, Moleskines, sketchbooks oder drawing - um nur einige tags zu nennen - beschäftigen. Meine derzeitige Lieblingsgruppe ist “What I wore today”, deren Mitglieder zeichnen, welche Klamotten sie am jeweiligen Tag trugen. Das ist ein guter Einstieg, vor allem, wenn ihr euch fragt, was ihr denn zeichnen sollt. Mit eurer Kleidung ist das Thema vorgegeben und wenn ihr euch vor den Spiegel stellt, könnt ihr gut versuchen abzubilden, was zu sehen ist. In dieser Gruppe kann man auch sehr gut die unterschiedliche Fertigkeit der Zeichner sehen - ein weiterer Hinweis darauf, dass man nicht perfekt sein muss.

Erklärungen zu den Bildern hier .
Ich hoffe, ich konnte euch animieren, es auch einmal auszuprobieren. Ihr werdet staunen, wie sich diese neue Kreativität auch auf euer Schreiben auswirken wird!
Update v. 4. Mai 2010:
Unten im amazon-Widget findet ihr noch einige Buchtipps. Ich besitze diese Bücher alle und sie inspirieren mich stets aufs Neue.
“Facial Expressions” und “Figure Drawing” dienen dabei v.a. als Vorlage für Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen. Sehr hilfreich!
- Was plane ich denn so?
Montag, 24. Oktober 2011 - NEUAUFLAGE! A Heart in New York - Ein Herz in New York
Mittwoch, 10. August 2011 - VÖLLIG NEU AUFGELEGT - San Francisco Love Affair
Donnerstag, 27. Januar 2011
Petra A. Bauer bei
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Petra : Lieber Reinhard, danke für das Kompliment! Die Beispiele fallen mir manchmal...
Reinhard : Hi, Petra, Chapeau. Faszinierend wie du die Dinge auf den Punkt bringst resp....
Petra : Freut mich immer, wenn ich helfen kann :-)
Reinhard : Hi, Petra, das hast du fein herausgearbeitet. Ich benutze beide Ausdrücke,...
Petra : :-) Dann freut es mich, dass ich dich anscheinend *g* ein wenig “erleuchten”...
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