Einträge mit dem Tag: Moleskine


Über Stilfragen und den (Un)Sinn von Perfektion

Gestern hat Johanna Fritz auf Instagram gefragt, ob wir schon einen eigenen Zeichenstil haben. Diese Frage hatte ich mir auch schon gestellt:

Mittwoch, 22. März 2017

Habe ich einen eigenen Zeichenstil?

@planningpabbles ist mein Instagram-Account für Zeichnungen, Planerkram, etc., auf dem ich auch meine Zeichnungen zur #365doodleswithjohannafritz Challenge veröffentliche, und was ich sonst so zeichne. Und da kann man durchaus sehen, dass ich Schwarz mag. Gerne auch mal dickere, schwarze Linien. Ich habe schon länger die äußeren Linien dicker gezeichnet als die inneren. Mich erinnert das teilweise an bleiverglaste, bunte Fenster.

Und es hat mich gefreut, dass man das anscheinend auch erkennt.

Ich habe mir beispielsweise auch abgewöhnt, eine Vorzeichnung mit Bleistift zu machen. Das sah immer irgendwie merkwürdig aus. Ich nutze Bleistift (oder “Bleier”, wie wir in der Schule sagten), nur noch, um ggf. ganz zart die Bildaufteilung zu skizzieren. Was aber nur interessant ist, wenn ich ein Bild abzeichne (siehe nächstes Posting).

Inzwischen zeichne ich direkt mit Fineliner los. Hier nutze ich entweder Office-Line Fineliner 0..4 mm oder einen der schwarzen Copic Multiliner, die es sogar ab 0,05 mm gibt.

Dass ich früher die Bleistiftvorzeichnungen gemacht habe, lag daran, dass ich Angst hatte, Fehler zu machen. Die Zeichnungen sollten hinterher “gut” aussehen. Auf jeden Fall sahen sie langweilig aus, so viel kann ich schon mal sagen. Inzwischen mag ich meine Fehler. Schaut doch mal den “Waschturm” aus dem Hühnerposting an: Da geht die Linie der rechten Seite von Trockner und Waschmaschine direkt durch die geöffnete Tür des Trockners. Was daran liegt, das mir vorher nicht klar war, dass ich die Tür lieber offen zeichnen wollte. Und, ist das nun schlimm? Ich finde nicht.

Vor allem nicht, nachdem ich nochmal The Creative License von Danny Gregory* hervorgeholt habe, das ich mir vor neun Jahren kaufte. Da schreibt er nämlich sinngemäß (natürlich finde ich die Stelle jetzt nicht wieder), dass man ein Foto machen könne, wenn man das Ganze absolut realistisch haben will. Und dass die kleinen “Fehler” (mitunter ist es ja nur die Sichtweise oder die Technik), das Bild erst zu eurem eigenen machen. Das mag vielleicht nicht für Gemälde gelten, die im Museum hängen sollen (andererseits hat Picasso ja auch nicht gerade fotorealistisch gemalt), aber es gilt in jedem Fall für euer Skizzenbuch. Dort geht ihr mit einer bestimmten Haltung ans Zeichnen heran. Wenn ihr euer Frühstück zeichnen wollt, arrangiert ihr es vielleicht vorher nochmal und zeichnet es aus einem bestimmten Winkel. Das Brötchen, das ihr heute Skizziert, würdet ihr morgen vielleicht ganz anderes festhalten. Es gibt an sich kein Richtig und Falsch. Nur ein “Ich mache das jetzt.”

Lest dazu doch auch meinen Beitrag: Schon mal über ein Skizzenbuch nachgedacht?

Und auch ich habe es in einem Workshop schon geschafft, Menschen davon zu überzeugen, dass es völlig egal ist, ob sie glauben, dass sie nicht zeichnen können. Wichtig ist, dass sie es tun. Und das taten sie dann auch. Manche sind heute noch dabei.

FUN FACT:

Beinahe überall auf der Welt hören Kinder (leider) mit ca. elf Jahren auf zu zeichnen. Oft, weil ihnen in der Schule jegliche Kreativität ausgetrieben wird.
Japan bildet da allerdings eine Ausnahme, weil die Jugendlichen so gerne Manga-Fanfiction zeichnen.

Und auch da kommt es nur darauf an, die Hand in Bewegung zu halten und umzusetzen, was IHR in der Vorlage seht. Zeichnen ist eine sehr subjektive Art, an Dinge heranzugehen. Objekte zu SEHEN und der Hand dann auch noch mitzuteilen, wie sie das bitteschön ZU PAPIER BRIGEN soll, sind dabei noch zwei Paar Schuhe.  Und das ist gerade das Interessante. Und es ist spannend, diesen Lernprozess an sich selber zu beobachten. Denn, dass die Auge-Hand-Koordination bei täglichem Üben immer besser wird, daran kommt ihr gar nicht vorbei. Hauptsache ihr vergesst das WOrt PERFEKTION. Sonst verliert ihr ganz schnell die Lust am Zeichnen.

#365doodleswithjohannafritz

Die gestrige Aufgabe hieß “Lippenstift” und dazu fiel mir tatsächlich etwas ein, weil ich auch Text zu meinen Zeichnungen sehr gerne mag:

Immer der gleiche Lippenstift ...

Kennt ihr das auch? Und irgendwie ist die Vorliebe für gleiche Lippenstiftfarben ja auch eine Frage des Stils :-)

Bis bald und liebe Grüße

Petra

*Affliate-Link - Mit einem Klick könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Wir danken euch von Herzen Vielen herzlichen Dank!

Tiger

Gestern hab ich mir mal einen Tiiieeeeschor vorgenommen ;-)

Samstag, 21. August 2010

TigerColour[20100821]

Tusche und Aquarell im Moleskine-Notizbuch

.

TigerMoleskine[20100820]

Tiger sind wirklich wunderschöne Tiere.

Paris im Moleskine

Meine ersten Eindrücke. Ich wusste, dass alle von dieser Stadt schwärmen. Ich wusste nur nicht, weshalb. Ganz einfach: Paris ist einfach magnifique.

Montag, 02. August 2010

iphone_pic

Für größere Ansicht hier klicken.

Notizbuchwärmer ;-)

Was wäre ein Autor (oder Künstler) ohne sein Notizbuch? Klein, groß, bunt, manchmal ist es nur ein Schulheft oder Collegeblock. Immer häufiger greifen Notizbuchliebhaber jedoch zu den legendären Moleskines.

Donnerstag, 27. August 2009

Die sehen jedoch ziemlich gleich aus. Gut, es gibt sie in farbig, aber wer es ganz individuell mag, für den habe ich auf Moleskinerie diese nette Idee gefunden:

Grafik
(c) Marta Ivanovska

Gestrickte Moleskine-Einbände.

Diese sleeves vereinen sozusagen beinahe alle meine Obsessionen. Stammleser wissen, das ich auch wahnsinnig gerne stricke. Das hilft auch, wenn ich mal im Text hänge, weil es eine mechanische Tätigkeit ist, die den Kopf schön freihält.

Ich werde das mit Sicherheit irgendwann ausprobieren, und dann zeige ich das Ergebnis natürlich hier :-)

Falls euch die Idee gefällt und ihr nicht selber stricken möchtet - hier ist Martas Etsy-Shop. Und natürlich twittert Marta auch.

P.S.:
Ich merke gerade, dass ich mir intuitiv ein Foto ausgesucht habe, dessen Einbände farblich ziemlich gut zum Autorenblog passen ;-) Absicht war das nicht; sie gefielen mir nur am besten.

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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