Einträge mit dem Tag: Kino


Filmfestival Locarno 2013

Mehr zufällig machten wir während des Festivals Urlaub am Lago Maggiore (unser Dank für den wunderbaren Tipp im niedlichen Ascona zu urlauben und nicht in Lugano oder Locarno geht an meine liebe Kollegin Micaela Jary). Da haben wir die Gelegenheit wahrgenommen, uns wenigstens einen Film auf der Piazza Grande anzuschauen.

Donnerstag, 22. August 2013

Unsere Wahl fiel auf Mr. Morgan’s last Love mit dem wie immer fantastischen Michael Caine und der beeindruckenden Clémence Poésy (was für ein Name!), der gerade in unseren Kinos angelaufen ist.

Von der Berlinale sind wir frühzeitige Kartenvorbestellungen im Netz gewöhnt oder langes Schlangestehen in der Kälte vor den Kinos. In Locarno sind wir nachmittags gechillt zum Ticketschalter gegangen (niemand vor uns, und es war heiß!) und haben uns dann zunächst in den Außenbereich einer Pizzeria direkt neben der Bestuhlung der Piazza Grande gesetzt und Pizza gefuttert. Am Schalter hatte man uns geraten, etwa eine Stunde vorher die Plätze aufzusuchen, da diese frei wählbar sind. Wir merkten allerdings schnell, dass wir besser beraten wären, doch früher rüberzugehen. Zumal ein großer Teil der 8.000 Plätze für die VIPs abgesperrt war.

Filmfestival Locarno Piazza Grande

Wir hätten im Prinzip auch bleiben können, wo wir waren, denn ca. 90 Minuten vor Filmbeginn kamen die Scannermädels auch in den Außenbereichen sämtlicher Restaurants herum und haben alle Tickets gescannt. Wer keines hatte, musste vermutlich gehen, aber da saßen wir dann schon auf der Piazza Grande, denn wir wollten näher an der Leinwand sein. Zur Erinnerung: ich bin ein Blindfisch. Da nutzt auch die größte Outdoor-Leinwand Europas nichts, wenn ich zu weit hinten sitze. Die Bestuhlung war gewöhnungsbedürftig, da sich die Plastiklehnen extrem weit nach hinten bogen, aber während des Films haben wir irgendwann nicht mehr darauf geachtet.

Bevor es losging wurde jedoch erst das Publikum gefilmt. Es war interessant zu beobachten, dass praktisch alle gleich reagierten: erst leerer Blick, dann das Erkennen, lachen. Nachbar anstupsen, zeigen, meist winken. Und jedes Pärchen küsste sich, nachdem es sich auf der Leinwand gesehen hatte.

Sandra Nettelbeck, die deutsche Regisseurin des Films, wurde gefragt, wie die Arbeit mit Michael Caine war. Sie leitete ihre Antwort mit dem ausdruck der Freude darüber ein, wie fantastisch es war schon einige Jahre zuvor einen Film auf der Piazza Grande präsentieren zu dürfen, und wie glücklich sie sei, diese Ehre noch einmal haben zu dürfen. Sie kriegte sich kaum noch ein und schloss mit den Worten: “What was the question?”

Sehr sympatisch :-) Wir erfuhren dann aber doch noch, dass Michael Caine ihr die Zusammenarbeit sehr leicht gemacht hatte.

Caine dreht inzwischen schon wieder mit Chris Nolan in Canada und konnte daher nicht persönlich anwesend sein, sandte jedoch eine Video-Grußbotschaft.

Michael Caine sandte eine Video-Grußbotschaft

Den Film mochte ich, denn obwohl er ein trauriges Thema behandelt, blickt die Story mit einem Augenzwinkern darauf und lässt den Zuschauer am Ende mit Hoffnung zurück. Ich mag keine traurigen Filme, da bin ich komisch. Ich weine nicht gerne vor Publikum, kann das dabei aber oft nicht verhindern. Zum Glück gibt es diverse amüsante Momente, wie z.B., dass das Sprachenlernen von Ausländern liebevoll auf die Schippe genommen wird, sodass ich um die Heulerei herumgekommen bin. Ich hoffe, dass die kleinen Wortspiele auch in der deutschen Synchronisation gut umgesetzt wurden.

Den Goldenen Leoparden hat der Film zwar nicht gewonnen, aber Preise bekommen ja ohnehin oft die Filme, wo sich das Publikum fragt: “Hä?” Und so war es diesmal wohl auch. Auch die Medien wunderten sich, wieso ausgerechnet Historia de la meva mort gewonnen hat, in dem Casanova auf Dracula trifft, und der stellenweise extrem langweilig gewesen sein soll.

Alles in allem war es ein wirklich schöner Abend. Unglücklich nur, dass anschließend noch ein Film gezeigt wurde. Erstens mussten wir Mr. Morgan’s last Love genügend Raum zum Nachsacken einräumen, da passte kein brutaler Rachethriller mehr hintendran. Und zweitens fuhr der letzte Bus nahch Ascona eine halbe Stunde nach dem ersten Film. Wir waren direkt von der Isola Brisaggo mit dem Schiff nach Locarno gefahren und deshalb ohne Auto da. Mir tat es für die Jungs von Blue Ruin leid, dass offenbar ein ziemlich großer Teil der Zuschauer zumindest unser Busproblem teilte. Der Abend dürfte für sie vor dieser Kulisse trotzdem unvergesslich gewesen sein.

Zum Schluss hat mich der Liebste noch auf dem roten Teppich abgelichtet: völlig ramponiert vom Tag, der so warm war, dass wir zwischendurch fast weggeflossen wären.

Petra A. Bauer auf dem roten Teppich in Locarno

Mal schauen, ob es dann 2014 Cannes ist ;-)

Liebe Grüße

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Morning Glory

Wir waren am Samstag im Kino. Und ich habe tatsächlich Tränen gelacht!

Mittwoch, 26. Januar 2011

Die sympathisch hyperaktive Becky Fuller (Rachel McAdams) erwartet in ihrem TV-Sender eine Beförderung und wird stattdessen gefeuert. Entgegen dem Ratschlag ihrer Mutter verfolgt sie ihren Traum weiter und bewirbt sich im ganzen Land, bis Jeff Goldblum sie schließlich für DAYBREAK einstellt, eine heruntergekommenen Morgensendung aus New York. Jeden Morgen berichten Colleen Peck (Diane Keaton, wie immer mit Traumfigur - in dem Alter!) und ein schnöseliger Co-Moderator über langweilige Dinge und geben Hausfrauentipps. Das Letzte, was dort gewünscht wird, ist Veränderung. Die kommt jedoch mit Becky Fuller, deren erste Schwierigkeit darin besteht, den echt alt gewordenen Harrison Ford in der Rolle des Mike Pomeroy (da musste ich automatisch an Dinner for One denken) ins Boot zu holen. Den Pulitzer-Preisträger zu einer Morgensendung zu überreden bleibt jedoch nicht die einzige Schwierigkeit…

Unsere ganze Familie hat sich köstlich amüsiert - siehe oben. Lachtränen sind bei mir selten.

Wenn ihr auf amerikanische Kinokömdien steht - Hingehbefehl!

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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