Einträge mit dem Tag: Karriere


Meine Karriere - wat nu?

Der letzte Eintrag stammt von der Leipziger Buchmesse, und wenn es euch interessiert, dann könnt ihr nebenan lesen, weshalb es hier so lange ruhig war. Aber das ist nicht der einzige Grund:

Dienstag, 26. Mai 2015

Meine Karriere - wat nu? Foto: Petra A. Bauer 2015

Neben all dem bevorstehenden Babychaos und der bereits erfolgten Möbelräum- und Aufbauaktion, war ich kürzlich auch beim jährlichen Workshopwochenende mit meinen geliebten Textinen. Diese intensiven Wochenenden (ich habe seit 2005 an allen teilgenommen, von damals 25 Teilnehmerinnen zu heute 123 Frauen), bringen nicht nur jedes Mal einen enormen Kreativitätsschub, sondern werfen manchmal auch existenzielle Fragen auf. Zum Beispiel:

WIE GEHT ES WEITER?

Ich habe diverse Workshops besucht, z.B. zu den Themen “Potenziale deiner unternehmerischen Persönlichkeit”, Selfpublishing, Evernote und Fotografie. Und habe viele andere tolle Workshops verpasst, weil Zerteilen nicht zu meinen Kernkompetenzen gehört.

Gerade bei den unternehmerischen Potenzialen bin ich wieder in die Falle getappt, die man Hochstaplersyndrom nennt (hier habe ich Tipps zusammengestellt, wie man das Hochstaplersyndrom überwinden kann). Ich habe meine erreichten Ziele kleingeredet, und bei der Aufgabe, zwanzig Gründe zu finden, weshalb ich eine gute Unternehmerin bin, wäre es mir leichter gefallen, 50 zu finden, weshalb ich es nicht bin.
Dü-dümmmm ....

Was mich am meisten ärgert: Das ist dieses scheiß Frauending. Männer stellen sich einfach hin und sagen:

ICH BIN GROSSARTIG!

Das bin ich auch, aber ich vergesse es immer wieder. Ich habe im Leben schon so viel erreicht, aber da ich dazu neige, alles in Heller und Pfennig zu messen, ist mein Ego ständig am ducken.

Und dass ich ein Entscheidungsfindungsproblem habe (Prioritäten setzen fällt mir ADS-bedingt wahnsinnig schwer), steht definitiv fest und macht mich zunehmend unglücklicher. Es arbeitet sich nicht besonders gut, wenn ich ständig meinen Fokus verliere.

Also habe ich beschlossen, mich intensiver dem zu widmen, was ich eigentlich will. Was ich gerne mag, was ich überhaupt nicht mag. Was ich gemacht habe, was andere mögen und was ich mal vertiefen könnte. Was ich total gerne mal ausprobieren würde. Und dann habe ich von all den DIngen versucht Schnittmengen zu bilden. Das habe ich mit einer Art Sketchnotemindmapping gemacht. Ganz analog mit Stiften im Notizbuch.

MEDIUM WECHSELN

Ich habe nämlich kürzlich mal meinen Arbeitsplatz leergeräumt (ja-haaaa, das kommt vor! *g*). Und kaum hatte ich diese enorme freie Fläche, schon hatte ich das unbändige Bedürfnis zu zeichnen und mit Stiften herumzukritzeln. Das war sehr befreiend, weil ich mich oft seh eigeengt fühle, obwohl ich durch das Internet ja mit der ganzenWelt verbunden bin. Aber immer nur Tippen tötet meine Kreativität.

Ich kann aus dieser Erfahrung heraus nur empfehlen, öfter mal das Medium zu wechseln. Warum nicht mal irgendwas basteln, um den eigenen Wünschen und Bedürfnissen näherzukommen? Oder um die Schlüsselszene eines Plots auszuarbeiten? Kein Mensch zwingt euch, am Rechner sitzen zu bleiben, wenn ihr euch lieber bewegen wollt oder etwas anderes mit euren Händen tun möchtet.

Ich habe durch diese Form des Nachdenkens zwar noch kein konkretes Projekt am Start, das ich als nächstes realisieren will (einige langfristige Sachen laufen ja eh nebenher), aber ich hatte einige Aha-Effekte. Und ein paar vielversprechende Ideen, die ich weiter ausarbeiten und dann umsetzen möchte.

OMA IM JOB

Und dann fällt mir wieder ein, dass ich gar keine Ahnung habe, ob ich in nächster Zeit überhaupt etwas anderes tun kann, als ein weinendes Baby zu beruhigen, während meine Tochter in der Schule ist. Und dann werde ich ja sehen, was meine Tipps bei mama-im-job.de eigentlich wert seind ;-)  Naja, immerhin bin ich ja deutlich älter und langsamer als junge Mütter, also zählt das nicht so ganz.

Auf jeden Fall bleibt alles spannend - mein weiterer Karriereweg auf der einen Seite und das Baby-Überraschungsei auf der anderen Seite.

Stay tuned ;-)

Alles Liebe

Petra

 

 

Speedlinking - Fix verknüpft am 20. November 2009

Interessantes aus dem Netz gefischt

Donnerstag, 19. November 2009

° Sex, Musik und Saufen auf dem Dorf
SexDrugsBlognRoll hat Mirjam Dreer interviewt, 22jährige Autorin des Buches Kleinstadtschlampe.

° Freilaufende Bücher
Wer es immer noch nicht kennt: bookcrossing.com ist die Plattform für Menschen, die mehr Bücher als Platz im Regal haben. Bücher wegwerfen? Das kommt für bibliophile Menschen einem Mord gleich. Aber Aussetzen geht gerade noch, v.a. wenn man davon ausgehen kann, dass das

Baby

Buch in gute Hände kommt und man ggf. seinen Weg sogar weiterverfolgen kann.

° Weise Worte zum Thema Karriere
Ich füge noch hinzu: Wer exzellent sein will muss leiden (Tim Renner, Musikmanager, Interview in Junge Karriere 1/2009).

° Procrastinators unite
Alle Aufschieber und Prokrastinösen unter euch, werden dieses kleine Video lieben! Thema: Aufschieberitits. What else?

° Filme zum Lesen
Wer schon immer mal einen Blick in Original-Drehbücher werfen wollte, zum Beispiel, um daran zu lernen, selbst welche zu schreiben, oder einfach nur um zu schauen, wob der Lieblingsfilm auch wirklich 1:1 umgesetzt wurde, der wird bei SimplyScripts fündig werden. Neben Oscar-Filmen gibt es dort auch deutsche Drehbücher.

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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