Einträge mit dem Tag: Fantasy


Fantasy kommt von Fantasie

Ha! Eine Binsenweisheit zum Tage? Naja, mag sein. Aber da das (m)ein Projekttagebuch ist, sollten auch Gedanken zu eigentlich logischen Dingen erlaubt sein.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Und die Logik ist es im Prinzip auch, die mir gelegentlich einen Streich spielt. Also Logik im weitesten Sinne.

ALBATROS spielt ja - wie schon häufiger erwähnt - vor historischem und mythologischem Hintergrund. Ich muss mich da oft bei der Nase packen und schütteln: HINTERGRUND, Mädel! ES IST NICHT DIE STORY! Schließlich will ich weder eine Dokumentation noch einen historischen Roman schreiben. Aber da liegt auch schon die Krux. Die Wissenschaftlerin in mir (Ja auch Gesellschaftswissenschaftler, was ich ja de facto bin, sind Wissenschaftler. Noch so eine Binse!) versucht die historischen Fakten genau so einzuarbeiten, wie sie waren. Und wenn in der Mythologie eine Göttin ihr Unwesen treibt, denkt diese vernünftige, analytische Ecke in meinem Hirn: Das muss jetzt aber bitte so bleiben. Da kann ich jetzt keinen Mann draus machen, sonst verwirre ich die Leser. Und die finden das dann möglicherweise völlig unlogisch bzw. unrealistisch.

Ach du liebes Lieschen!

Du liebe, vernünftige Ecke in meinem Hirn: Wenn ein wenig Vernunft angebracht wäre, meldest du dich doch sonst auch nicht. Oder nicht immer. Könntest du also bitte meinen Roman in Ruhe lassen? Meinen FANTASY-Roman? Da hat Realismus doch nichts zu suchen! Auch wenn ich die Sparte Magischer Realismus gewählt habe, heißt das ja nicht, dass ich die Wahrheit nicht so lange biegen und zwirbeln kann, bis sie zu meiner Geschichte passt, und nicht umgekehrt. Wichtig ist doch, dass ich als Autorin ganz selbstverständlich damit umgehe und sage: Doch, das ist jetzt genau so und nicht anders. Weil es MEINE Welt ist.

Vielleicht wäre alles einfacher, wenn die Geschichte im Jahre 4735 auf dem durchsichtigen Planeten Frkmynalikowskaja spielen würde, wo nur Gedanken wohnen, die sich gegenseitig das Leben schwer machen. Oder so. Nun habe ich mir aber blöderweise die Erde ausgesucht. Im Jahre 2012 und rd 500 Jahre vorher. Hier gibt es Schwerkraft, Könige, und Menschen, die an etwas so Seltsames wie Götter glaubten und es - was ich noch viel seltsamer finde - auch heute noch tun. Eigentlich ist das schon Fantasy genug :-D Aber sich sklavisch an die Fakten zu halten, wann welcher König was getan hat und wer welchen Gott wie genannt hat, das ist einfach nur ... ach, mir fehlt das Wort dafür.

Dämlich wäre ganz hübsch, aber es trifft den Kern nicht ganz. Mit kompliziert und überflüssig kommen wir der Sache schon näher. Natürlich könnte ich die Fakten tatsächlich so belassen und die Geschichte quasi dazwischenweben. Aber dann bekomme ich die Schere aus Realität und Fantasie nie aus meinem Kopf. Außerdem machte es den ganzen Plot tasächlich zu kompliziert.

Ich will doch nur meine Geschichte erzählen. Und wenn da jemand übermenschliche Kräfte haben sollte, dann gibt es keinen Grund, weshalb beispielsweise ein tatsächlich gelebt habender König in meiner Geschichte nicht einfach eine Königin sein kann. Oder ein königlicher Mops. Oder ein umgestülpter Wassereimer. Aber das meiner Hirn-Ecke klarzumachen ist nicht ganz einfach.

Es ist nicht so, dass ich keine Fantasie hätte. Sonst hätte ich nicht schon so viele Bücher geschrieben. Aber meine Fantasie neigt dazu, sich an realen Gegebenheiten zu orientieren und in diesem Rahmen die Geschichten zu spinnen. Das muss ich ihr noch austreiben.

Versteht ihr, wie ich das meine oder war das gerade zu verschwurbelt?

Jedenfalls ist es keine Gesetzesübertretung, in einem Fantasy-Roman die Geschichte zu biegen, wie man es will. Dazu habe ich ein hübsches Zitat von Markus Heitz für euch, aus einem Video-Interview mit der Lausitzer Rundschau:

Markus Heitz hatte irgendwo mal den Satz gelesen: Die Katholische Kirche kennt 60 Drachenheilige. Er wusste überhaupt nicht, was das sein soll und hat recherchiert. Dabei hat er sogar über 80 Drachenheilige ausfindig gemacht und die Nachfahren dieser Drachenheiligen in die 20er Jahre verlegt: “Ich hab die 20er Jahre ein bisschen modifiziert, also die Nazis sind jetzt draußen und die russische Revolution ist ausgefallen, weil das alles zu kompliziert wird. Dann habe ich den Drachen auch verschiedene Gesichter und Eigenschaften gegeben, wie sie sie auch schon aus der Mythologie mitbringen, was total spannend ist. Und alles nur, weil ich über diesen Satz gestolpert bin.”

Stimmt, so funktioniert das mit den Ideen. Aber einfach die Historie zu verändern bis sie passt, das ist es, wogegen meine Hirn-Ecke sich sträubt. Aber das kriege ich auch noch hin. Ich muss mich wohl einfach mal ein bisschen locker machen :-)

Oder wie seht ihr das? Wie sehr würdet ihr euch in einem Fantasy-Roman an die Fakten halten? Oder seid ihr sowieso eher die Liebhaber völlig frei erfundener Welten? Ich würde mich freuen, wenn darüber eine Diskussion zustande käme, egal ob ihr Autorenkollegen oder Leser seid.

Liebe Grüße

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Antagonisten

Mit dem oder den Antagonisten hatte ich bei ALBATROS bisher die meisten Probleme

Montag, 15. Oktober 2012

Ihr Lieben, ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende! Zumindest in Berlin war das Wetter traumhaft und hat mich so beflügelt, dass ich am Samstag zum ersten Mal im Leben 10 Kilometer gejoggt bin, yeah!

An dem Tag war ich dann auch bald recht müde und untätig, aber am Sonntag waren die Kinder sportmäßig alle (!) ausgeflogen, sodass mein durchgepustetes Hirn in aller Ruhe stürmen konnte *g*

Ich hatte ganz zu Beginn der Arbeit an ALBATROS ja die Schwierigkeit, unterschiedliche Ebenen übereinanderzubringen (historische, mythologische, reale), und dabei hat sich der Antagonist besonders gewehrt. Es war auch nicht ganz einfach herauszufinden, WER eigentlich der Hauptfeind sein sollte. Da waren mehrere, die Interesse gehabt hätten, meiner Protagonistin das Leben schwer zu machen. Da ich jedoch eine Trilogie konzipiere, ist es sinnvoll, zusätzlich “Etappenfeinde” zu haben. Der Hauptfeind steht im Showdown des dritten Teils, aber in den Bänden davor dürfen gerne auch noch andere Bösewichter zu bekämpfen sein.

Gestern habe ich nochmal recherchiert, und da würden sich zwei anbieten, die ohnehin mit meinem Hauptfeind im Zusammenhang stehen. Allerdings frage ich mich noch, ob ich es mir (und meinen Lesern) so einfach machen will. Und je länger ich darüber nachdenke, umso eher komme ich zu dem Schluss, dass ich das lieber nicht tue. Obwohl es möglich ist, dass es gar nicht so einfach wird, wie ich jetzt glaube.

Außerdem habe ich einige interessante Fakten über meine Protagonisten erfahren, die sie mir bisher noch nicht erzählt hatten. Auch mein Hauptfeind hat mir ein bisschen was Privates von sich verraten, was gut ist, weil er ja nicht durch und durch böse sein soll. Angeblich gibt es das nämlich nicht. Obwohl ich mir bei manchen Zeitgenossen da wirklich nicht sicher bin.

Übrigens hat eines der Symbole inzwischen eine stärkere Bedeutung gewonnen als gedacht, was ganz hervorragend in die Story passt.

Ich bin jetzt an dem Punkt angelangt, an dem die Geschichte zu jeder Tages- und Nachtzeit präsent ist. D.h., mir fallen unerwartet Dinge ein, die ich sofort notieren muss oder ich grüble bei Alltagstätigkeiten wie Duschen oder Putzen daran herum. Das ist stets ein gutes Zeichen, weil es bedeutet, das sich die Figuren und die ganze Geschichte nicht mehr beiseite schieben lassen. Sowas funktioniert aber nur, wenn ich die Chance habe, auch wirklich dranzubleiben. Mit den Arbeitsprotokollen ist es glücklicherweise auch nach Unterbrechungen einfacher geworden die wichtigsten Dinge rasch wieder in den Kopf zu bekommen. Trotzdem nerven Unterbrechungen, weil ich dann immer die innere Pause-Taste drücken muss, wie jetzt auch gleich wieder. Dabei würde ich auf den Termin auch ohne die Arbeit am Plot liebend gerne verzichten.

Naja, wat mutt, dat mutt.

Liebe Grüße

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Ein echter Szenenplan

Wie bereits im vorherigen Projekttagebuch-Eintrag gesagt, habe ich mich gestern dem Szenenplan von ALBATROS gewidmet. Was mich umso mehr erstaunt, als ich bislang davon überzeugt war, dass ich nicht in der Lage sei, einen solchen zu schreiben.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Lange hatte ich immer wieder wieder versucht ein Szenengerüst zu schreiben, an dem ich mich entlanghangeln könnte, wenn ich das Manuskript dann tatsächlich schreibe. Stammleser wissen, wie ich daran verzweifelt bin. Irgendwann dachte ich, ich könne bestenfalls parallel am Manuskript schreiben und ein bisschen zeitversetzt die nächsten Szenen entwerfen.

Als ich die Arbeit an ALBATROS jetzt wieder aufnahm und vieles Vorhandene einfach rauswarf (Stichwort: Kill your darlings!), beschäftigte ich mich intensiver mit den (Haupt-)Figuren, ihren Beziehungen und Motiven. Und plötzlich schrieb ich nicht am Manuskript weiter, sondern notierte lediglich die Szenen, die auf meine neue (ausformulierte) Einstiegsszene folgen sollten. Und dann folgten (unsortiert) viele weitere Szenen, immer nur ein Satz oder zwei, von denen ich weiß, dass sie für die Handlung wichtig werden. Drei Seiten voll habe ich heute in kurzer Zeit geschrieben und sie zum großen Teil auch in einem zweiten Word-Dokument in die richtige Reihenfolge gebracht. Selbst wenn sie weiter hinten im Manuskript erst auftauchen sollten.

Niemand war überraschter als ich, dass dies so einfach geht und mit einem Mal wie die einzig mögliche Variante erscheint.

Bei dieser Gelegenheit tauchten auch zwei nagelneue Figuren auf. Eine sollte eigentlich nur illustrieren, an welchem Ort sich meine Protagonistin befindet. DIe zweite kam beinahe zwangsläufig dazu, obwohl ich sie gar nicht darum gebeten hatte. Und dann kristallisierten sich beide als ziemlich wichtig für die weitere Handlung heraus - weil sie nämlich Probleme lösen werden, die meine Protagonistin noch bekommen wird. Das sind die Momente, die mich zum Grinsen bringen.

Bei der heutigen Arbeit wurde mir aber auch bewusst, was für ein dickes Stück Kuchen ich mir da auf den Teller gelegt habe: Ich habe eine Trilogie von dreimal rd. 450 Seiten geplant, und die wollen gefüllt werden. Die Protagonisten werden sich auch durch die Gegend bewegen, und das müssen sie möglichst spannend tun, damit meine Leser nicht dabei einschlafen und ich auch selbst beim Schreiben nicht das Interesse daran verliere. Es wird also viele Begegnungen geben und viele Nebenfiguren werden auftauchen. Das ist eine tolle Herausforderung, und ich nehme sie mit Freuden an!

Erinnert mich mal daran, wenn ich später hier herumjammern werde, was ich mir bei dem Projekt eigentlich gedacht habe ;-)

Liebe Grüße

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Der Plot kommt in die Pötte

Das Switchen zwischen unterschiedlichen Buchprojekten bringt die beiden Haupt-Projekte merklich voran. Da ich das eine überarbeite, während ich ALBATROS weiterhin konzeptioniere und schreibe, kann ich mir die Dinger je nach Stimmung vornehmen.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Solange ich mir alle anderen Manuskripte versagte, tat ich mich relativ schwer mit der komplexen ALBATROS-Plotstruktur. Seit ich gleichzeitig den Krimi überarbeite, kommen mir dabei sogar Ideen für das Fantasyprojekt, die mich weiter voranbringen.

Außerdem habe ich spaßeshalber mal meine alten Schreibratgeber wieder hervorgekramt und dabei festgestellt, dass diese wunderbar als Inspirationsquelle dienen. Ich kann das nur empfehlen, zumal manche Tipps ja im Laufe eines Autorenlebens auch wieder in Vergessenheit geraten.

Jedenfalls habe ich die Erzählstränge inzwischen schon ganz gut ausgearbeitet. Lange Zeit habe ich mit der Struktur gehadert. Ich hatte einen - wie meine Testleser und ich fanden - schönen Anfang. Doch ich habe mich entschieden, die dortigen Ereignisse sowohl den Lesern als auch meiner Protagonistin erst häppchenweise im Laufe der Geschichte zu verraten. Sonst hätte ich da nämlich einen Prolog stehen, und ich habe festgestellt, dass mich Prologe zunehmend nerven. Obwohl - oder weil *g* - ich in meinen Krimis immer einen geschrieben habe. Ich möchte aber die Leser in die Geschichte hineinziehen und nichts erzählen, was sie auch später erfahren können. Nämlich zu einem Zeitpunkt, an dem das viel spannender ist. Denn ich hätte bei der alten Variante tatsächlich schon viel zu viel verraten.

So puzzle ich stattdessen herum, wann und wie ich diese Informationshäppchen streuen kann. Und das macht eine Menge Spaß! Und ist das nicht die Hauptsache am Schreiben? Ich bin der Meinung, dass auch Leser merken, ob der Autor Spaß an seiner eigenen Geschichte hat oder ob er nur ein Soll erfüllt.

Wer neu in meinem Blog ist, wird sich vielleicht wundern. Ich erwähne ja gerne mal, dass ich bereits fünfzehn Bücher geschrieben und veröffentlicht habe, und was ich gerade blogge, klingt ein wenig so, als stünde ich völlig am Anfang. Die bisherigen Veröffentlichungen hatten jedoch maximal 230 Buchseiten Umfang, und da ist es nicht möglich eine solch komplexe Plotstruktur unterzubringen, wie sie auf rd. 1.200 Seiten funktioniert. Daher ist dies in gewisser Weise auch Neuland für mich.

Ich denke, ich kann auch langsam verraten, dass es kein reiner Fantasyroman werden soll und schon gar keine High-Fantasy. Die Liebhaber dieses speziellen Genres mögen mir verzeihen, aber ich habe Probleme damit, wenn ich erst eine völlig neue Sprache lernen oder mich zumindest durch höchst ungewöhnliche Namen mit vielen Bindestrichen, Apostrophen oder sonstigen Lese-Erschwernissen kämpfen muss. Und auch völlig erfundene Welten reizen mich nicht.

Klar, auch ich habe meinen Tolkien gelesen. Und zwar war das Anfang der 80er, Der kleine Hobbit und Herr der Ringe noch in der alten Fassung. Und so weit ich mich erinnere, hatte ich auch meinen Spaß daran. Ein guter Freund hatte mich darauf gebracht, wir tauschten uns darüber aus und ich mochte es. Als Jahrzehnte später die Verfilmungen im Fernsehen liefen, wusste ich nicht einmal mehr, wer da alles mitspielte, und um was es eigentlich ging. Um den Ring, klar, aber die restliche Geschichte war völlig aus meinem Gedächtnis verschwunden. Vermutlich, weil es nichts “Reales” gab, an das ich mich klammern konnte. Denn es gibt diverse Bücher, bei denen ich auch nach zwanzig Jahren noch genau weiß, was da los war.

Also keine High Fantasy bei ALBATROS. Eher Urban Fantasy bzw. Magischer Realismus, allerdings mit einer historischen Ebene, die mir besonders viel Freude bereitet.

Magischer Realismus in der Literatur, das charakterisiert Wikipedia folgendermaßen:

Der magische Realismus vermischt die Grenzen zwischen Realität und Phantasie. Volkskultur, Mythologie, Religion, Geschichte und Geographie verschmelzen in den Texten und sind immer erkennbar. Er kombiniert zwei Konzepte, die in den Industrienationen als gegensätzlich gelten: Realität und Mythologie/Phantasie/Magie – doch der Gedanke ist, dass diese beiden im Sinne eines Balanceakts sehr wohl nebeneinander existieren können und nicht zwangsweise im Konflikt stehen.

Und ich denke, das trifft ALBATROS ziemlich genau.

Jetzt wisst ihr also schon wieder ein bisschen mehr über ALBATROS und ich widme mich jetzt weiterhin meinem Szenenplan :-)

Liebe Grüße

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Das Lied von Eis und Feuer - Interview mit George R.R. Martin

Dennis Scheck im Gespräch mit Bestsellerautor George R.R. Martin, dem Schöpfer von Das Lied von Eis und Feuer, das als Game of Thrones verfilmt wurde.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

  Ein interessantes Interview, wie ich finde. Es macht Appetit auf die Reihe, die ich bislang noch nicht gelesen habe, die allerdings schon seit einiger Zeit auf meiner To-Do-Liste steht. Außerdem habe ich mir George R.R. Martin ganz anders vorgestellt. Nicht ganz so seebärig-behäbig vielleicht ;-) Sehr sympathisch übrigens, dass er sich wünscht, anstelle der sieben verschiedenen Reiche vielleicht doch lieber nur fünf gewählt zu haben. Es geht also allen Autoren irgendwann so. Aber das ist wohl menschlich.

Liebe Grüße
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Namensfindung

Grafik Meist sind die Namen meiner Protagonisten einfach da. Plupp. Manchmal gestaltet sich die Wahl des Namens jedoch auch schwieriger. Und manchmal stoße ich bei der Recherche auf herrliche Fundstücke.

Mittwoch, 02. November 2011

Das Fundstück zeige ich euch weiter unten, ich sage nur: FIL - der geistige Vater von Didi & Stulle und Kumpel von Sharkey :-)

Aber zurück zu den Namen. Namen sind ein sehr wichtiger Teil unserer Persönlichkeit. Die meisten Menschen sind unangenehm berührt, wenn ihr Name falsch geschrieben oder von den falschen Menschen verballhornt wird. Etliche hassen ihre Namen, manche haben sich einfach irgendwie dran gewöhnt, und es gibt sicher auch Leute, die ihren Namen lieben. - Das gilt übrigens für Vor- und Nachnamen gleichermaßen.

Der Name muss passen

Auch wir Autoren tragen mit der Namensgebung eine gewisse Verantwortung. Die Leser sollen die Namen als angenehm empfinden, nicht als Störfaktor. Der Name sollte zum Protagonisten passen, damit er nicht immer aus der Rolle fällt, es sei denn, genau das ist das Ziel. Dann hat man eine Figur, die ihren Namen hasst und dadurch möglicherweise in bestimmten Handlungen beeinflusst wird.
Ein schlecht gewählter Name kann natürlich auch das Gegenteil von dem bewirken, was wir damit vorhaben. Nicht zuletzt deshalb ist auch das Namefinding im Marketing in den letzten Jahren immer wichtiger geworden, aber darum soll es hier nicht gehen.

Als Autor kann man seinen “Babys” Namen geben, die man den eigenen Kindern nicht geben konnte. Man kann sich an Trends orientieren oder Fantasienamen benutzen. Gerade in der High Fantasy stoße ich oft auf seltsame Namenskonstrukte, und das ist interessanterweise häufig ein Grund für mich, das Buch sofort mit spitzen Fingern wieder fallen zu lassen. Was nicht bedeutet, dass ich nur moderne Namen mag, aber ich brauche einen bestimmten Klang und auch das Gefühl, dass es wirklich ein Vorname ist und keine bloße Aneinanderreihung merkwürdiger Silben. Und er muss natürlich zur Geschichte passen.

Namen in meinen Büchern

Meist hatte ich Glück, und meine Namen wurden akzeptiert. So habe ich, als kleinen Scherz, in einen meiner Krimis mal einen Emil Weinhaus eingebaut. Wer das nicht auf Anhieb versteht, versuche das mal amerikanisch nuschelnd auszusprechen ;-)

Weniger Glück hatte ich mit Ola [sprich: Ula] , weil jemand partout nicht begreifen wollte, dass dies ein sehr verbreiteter schwedischer MÄNNLICHER Vorname ist. Und das Buch spielte in Schweden. Der Gegenvorschlag “Ole” wurde vehement von mir abgelehnt, da dieser Name a) eher in Dänemark beheimatet ist, b) in Schweden zehnmal seltener vorkommt als Ola und c) vor meinem geistigen Auge beim Namen Ole nur blonde Rotzlöffel im Grundschulalter entstehen und keine attraktiven schwedischen Wikingertypen ;-)


Ich habe meinen Prota dann Micke genannt, was der schwedische Spitzname meines Mannes ist, der allerdings auch nicht wie ein Wikinger aussieht. Für mich wird die männliche Hauptrolle aus Midsummer Love deshalb weiterhin Ola heißen, auch wenn im Buch etwas anderes steht.

Leon oder Finn? Phil oder FIL?

Heute brauchte ich dann mal wieder Starthilfe bei der Namenssuche, weil der Name auch in eine bestimmte Zeit passen musste, und da wäre ich mit “Finn” oder “Leon” nicht weit gekommen. Auf einer dieser Vornamensseiten fand ich dabei ein Video unseres Berliner Lieblingskomikers FIL zum Thema Finn und Leon, das ich euch unbedingt zeigen muss. FIL hat seinen ganz eigenen Humor, der vielleicht nicht bei jedem ankommt, aber wir lieben ihn! Und als ich direkt auf die YouTube-Seite ging, stellte ich auch noch fest, dass dieser Clip von Spreeblick eingestellt wurde. Da soll nochmal einer sagen, dieses Internet sei kein Dorf *ggg*

Im übrigen hat auch FIL ziemlich an seinem Namen herumgeschraubt: Wir haben erstmals von ihm gehört, als er sich noch Phil Tägert nannte. Geboren wurde er als Philip Tägert, nannte sich dann auch mal Fil Tegert, bis irgendwann einfach FIL übrig blieb. Und das passt irgendwie auch am besten :-)

Nun aber zu Mein Kind ist geiler als dein Kind:

 

 

20. Dezember

Heute gibt es noch einmal mein zweisprachiges Fantasybuch The Prophecy - Die Prophezeiung zu gewinnen.

Montag, 20. Dezember 2010

In dem Buch steht “The Little Folk” unter der Bedrohung der “Army of darkness”. Die Kreativen unter euch, also diejenigen, die gerne ihre Phanstasie spielen lassen, dürfen sich selbst ausdenken was das für eine Armee sein könnte und mir das Ergebnis in rd. 40 Wörter mitteilen. Für die anderen gibt es einen Hinweis darauf in der Leseprobe.
Ob ihr mir “meine” Armee nennt oder die, die eurer Fantasie entsprungen ist, ich freue mich wie immer auf eure Mails! So kurz vor Heiligabend wollte ich zumindest eine “Schnellvariante” anbieten, da die frei verfügbare Zeit doch bei vielen merklich schrumpft…

Gewonnen hat

Denise Sensky

Herzlichen Glückwunsch!

Übrigens, ich freue mich, wenn ihr mich auf meiner Facebook-Fanpage besucht und auf “Gefällt mir” klickt. Momentan dominiert dort der Adventskalender, doch normalerweise gibt es dort nur Berufliches und ich streue dort hin und wieder Infos ein, die ihr weder im Blog noch auf meiner persönlichen Facebookseite lesen könnt.

Außerdem habe ich noch einen Newsletter. Keine Panik, dieser erscheint nicht allzu oft, macht eure Mailbox also nicht unnötig voll. Falls ihr daran interessiert seid, könnt ihr ihn hier abonnieren.

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10. Dezember

Hinter dem zehnten Türchen von writingwomans Adventskalender versteckt sich als Gewinn mein zweisprachiges Fantasybuch The Prophecy - Die Prophezeiung. Prima zum spielerischen Englischlernen für Kinder ab zehn Jahren.

Freitag, 10. Dezember 2010

Heute ist wieder eure Fantasie gefragt:

Auf dem Titelbild sind die Elfen Twister und Whirlwind zu sehen. Whirlwind liegt im Sand, neben sich ein Bruchstück der Tafel mit der Prophezeiung. Wenn ihr euch dieses Bild anschaut: Was könnte passiert sein? (Tipp: Auf dieser Seite könnt ihr das Cover anklicken, um es größer zu sehen. Dort versteckt sich auch eine Leseprobe, aber nicht für diese Szene.)
Ich will dabei von euch nicht wissen, was wirklich im Buch passiert ist, sondern was ihr euch dazu ausdenken würdet. Das Übliche: Mindestens 40 Wörter, aber ihr müsst keinen ganzen Roman schreiben ;-) Einfach kurz die Szene, die euch dabei in den Kopf kommt.

And the Winner is….

Yvonne de Buhr

Herzlichen Glückwunsch!

Einige der tollen Einfälle zur Cover-Illustration könnt ihr lesen, wenn ihr unter dem Cover auf “Weiterlesen” klickt!
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Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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