Einträge mit dem Tag: Buch


Buchtipp: Neues aus Geocaching von Bernhard Hoëcker

Schon wieder ist es ein Promi-Buch, das ich euch im Rahmen der Blogparade 12 Bücher in 12 Monaten vorstelle. Und wenn ich so meinen SUB betrachte, wird das in den folgenden Monaten noch häufiger geschehen. Wieso auch nicht? Heute handelt es sich um Neues aus Geocaching* von Comedian Bernhard Hoëcker

Mittwoch, 12. März 2014

Buchtipp: Bernhard Hoëcker: Neues aus Geocaching

Bernhard Hoëcker bemerkte ich zum ersten Mal in der Spielshow Genial daneben, wo er durch witzige Klugscheißerei und nicht ernst gemeintem Dauerbattle mit dem Spielleiter Hugo Egon Balder auffiel.

2008 fiel mir dann Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers: Mit Gëocaching zurück zur Natur* in die Hand, das auch aus Hoëckers Feder stammt. Wer dabei eine Anleitung zum Geocachen erwartet, wird enttäuscht sein, aber für mich war es pure Inspiration: Ich habe mich direkt danach bei geocaching.com angemeldet, der Cacher-Plattform, an der man nicht vorbeikommt, wenn man dieses Hobby betreiben möchte.

War das erste Buch schon nur für Menschen geeignet, die Hoëckers Art mögen und nicht als Aleitung zum Geocaching zu verstehen, so ist Neues aus Geocaching nur noch als Erlebnisbericht zu lesen. Abwechselnd berichten Bernhard Hoëcker und sein Freund Tobias Zimmermann von Cache-Ausflügen, die zwischen riskant und gewagt anzusiedeln sind. Ein Cache in 52 Metern auf einem Baum oder einer in einem Militärlager im afghanischen Kunduz seien als Beispiele genannt. In Fußnoten ergänzen (bzw. veräppeln) die beiden sich gegenseitig. Zwischendrin sind Berichte von anderen Cachern eingestreut. Ich fand das Buch recht kurzweilig, aber ich mag diese Art von Humor auch. Geocaching-Anfänger haben möglicherweise auch ihren Spaß, werden jedoch aufgrund der vielen, nicht erklärten Abkürzungen öfter mal ratlos zurückgelassen. Doch das ist ja auch nicht die Zielgruppe.

Im Gegensatz zu meinem letzten besprochenen Blogparaden-Buch ist dies auch keine olle Kamelle, sondern gerade erst erschienen.

Wer also mit Geocaching grundsätzlich etwas anfangen kann, skurrile Reisebrichte und Bücher von Comedians mag, für den ist das Buch die richtige Wahl. Alle anderen werden enttäuscht sein.

Wer gerne ein paar Grundlagen haben möchte und trotzdem ein paar “Berichte aus der Wildnis” mag, könnte mit Oh nee Papa, nicht schon wieder Geocachen: Geocaching - Die verrückte Suche nach Dosen* ganz gut bedient sein. Auf jeden Fall findet ihr dort eine ausführliche Begriffserklärung. Und wer noch einem Comedian beim Cachen über die Schulter schauen möchte, muss bis Juni 2014 warten, denn dann wird im Heyne Verlag Jäger des versteckten Schatzes: Alles über Geocaching* von Ingo Oschmann erscheinen.

Und ich gehe jetzt auf dem Weg zur Apotheke (ich bin krank! Bedauert mich! *g*) mal wieder einen Cache einsammeln. Einen von denen, die ganz einfach sind, weil ich mich danach ganz schnell wieder aufs Sofa begebe und Ingwertee trinke. Aber wenn ich sowas lese, muss ich einfach losziehen ;-)

Sind eigentlich Geocacher unter meinen Lesern? Verratet es mir in den Kommentaren - ich bin neugierig!

Liebe Grüße

Petra
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Das Januar-Buch: Aldous Huxley: Schöne neue Welt
Das Februar-Buch: Wigald Boning: Bekenntnisse eines Nachtsportlers
Das März-Buch: Bernhard Hoëcker: Neues aus Geocaching - Geschichten von draußen

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Wir danken euch von Herzen
Vielen herzlichen Dank!

Buchtipp: Bekenntnisse eines Nachtsportlers von Wigald Boning

Heute habe ich mal wieder einen Buchtipp für euch, der eigentlich am 12. Februar im Rahmen der Blogparade 12 Bücher in 12 Monaten erscheinen sollte. Nun kommt es halt mit Verspätung. Taufrisch ist das Buch zwar nicht (2007 erschienen), aber ich habe Bekenntnisse eines Nachtsportlers* erst kürzlich gekauft und gelesen..

Sonntag, 23. Februar 2014

GrafikIch scheine eine heimliche Leidenschaft für Bücher zu besitzen, die Promis zum Thema Sport schreiben. Mein guilty pleasure also ;-) Ich hatte ja bereits Wer abnimmt hat mehr Platz im Leben von Bernd Stelter vorgestellt. Ferner besitze ich Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers: Mit Geocaching zurück zur Natur* von Bernhard Hoëcker, das in der gleichen Reihe erschien, wie Wigald Bonings Buch.

Gerade merke ich: ich muss den Satz zum guilty pleasure ändern: nicht Promis, sondern genauer: Comedians muss es wohl heißen. Und entsprechend unterhaltsam lesen sich diese Bücher auch.

Wigald Boning ist mir seit RTL Samstag Nacht bekannt. Wir haben Mitte der 90er auch Die Doofen (Lieder, die die Welt nicht braucht*) rauf und runter gehört. Auch bei Clever - Die Show, die Wissen schafft macht Wigald Boning eine gute Figur.  Dass die aber nicht von ungefähr kommt, habe ich erst in diesem Buch erfahren.

Ebenfalls Mitte der 90er hatte der Comedian nämlich dank Heike Drechsler ein Aha-Erlebnis und begann sich mehr zu bewegen. Zu Fuß, auf dem Fahrrad, ja er bestritt sogar sehr einsam auf einem benachbarten See seinen persönlichen Tretboot-Marathon. Begann er anfangs noch mit leichtem Laufen, wurde der Sport mit der Zeit immer intensiver und abwechslungsreicher, zumal er durch andere Menschen Input für andere Sportarten bekam.

Er berichtet sehr kurzweilig von all diesen und weiteren Unternehmungen und wie es dazu kam. Extreme Distanzen, wie die 100 km von Biel, 24-Stunden-Mountainbike-Rennen, die Alpenüberquerung zu Fuß nach Italien, tägliche mehrstündige Fahrten mit dem Fahrrad zur Arbeit und Training, das öfter mal nachts stattfindet, um Familie, Beruf und Sport unter einen Hut zu bringen. Und die Erkenntnis, dass man sich auch mächtig in Gefahr bringen kann, wenn man nicht richtig vorbereitet ist.

Zwischendurch werden immer wie Anekdoten eingestreut, die mit Bonings beruflichem Alltag zu tun haben, sowie den Überlegungen, wie man auch auf Reisen fit bleibt. Hättet ihr gedacht, dass es Menschen gibt, die Hotel-Treppenhäuser zum nächtlichenn Treppenjogging benutzen? Nee? ich auch nicht, aber Wigald Boning tut das und hat auch schon andere Leute dabei ertappt.

Wenn ihr gerne ungewöhnliche Ratgeber lest (denn obwohl es sich ausschließlich um Erfahrungsberichte handelt, habe ich einiges für mich davon mitnehmen können), die auch noch gewissen Unterhaltungswert bieten, dann kann ich dieses Buch sehr empfehlen.

Und auch hier wieder die Erkenntnis: Bewegung tut gut und ist wichtig. Und es ist (ab einem gewissen Alter) die einzige Möglichkeit abzunehmen ohne zu darben. Dass regelmäßige intensive Bewegung das Hirn und den Körper fit hält und wohl die einzige Möglichkeit ist, lange gesund zu bleiben, ist auch Thema im aktuellen ZEIT WISSEN Magazin beim Dossier Wundermittel Bewegung. Gerade in einer Zeit, in der wir praktisch den ganzen tag vor dem Rechner sitzen, sollten wir die Tipps ernst nehmen und täglich mindestens 30 min. sportliche Betätigung in unseren Tagesablauf integrieren. Vielleicht kann Bekenntnisse eines Nachtsportlers* dazu beitragen, dass auch Sportmuffel Lust an der wirklich notwendigen Bewegung bekommen.

Wie haltet ihr es mit dem Sport?

Liebe Grüße

Petra
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Das Januar-Buch: Aldous Huxley: Schöne neue Welt

Das Februar-Buch: Wigald Boning: Bekenntnisse eines Nachtsportlers

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BuchBlogParade 12 Bücher in 12 Monaten: Schöne neue Welt

Ich habe die Einladung zur BuchBlogparade 12 Bücher in 12 Monaten von Eva-Maria Nielsen gerne angenommen - und fange direkt mal mit Verspätung an. Denn eigentlich sollen die Beiträge am 12. jeden Monats erscheinen. Das kollidiert jedoch mit dem Fotoprojekt 12 von 12, das eben auch an jedem 12. stattfindet. Es ist ziemlich arbeitsintensiv, und wer mag, kann sich meine12 von 12 im Januar gerne anschauen. Lange Rede, kurzer Sinn: Für Januar bespreche ich zwei Tage zu spät Schöne neue Welt von Aldous Huxley.

Dienstag, 14. Januar 2014

Huxley's Neue Welt

Aldous Huxley
Schöne neue Welt. Ein Roman der Zukunft
Fischer Taschenbuch

So ne olle Kamelle?

Die Frage ist berechtigt, denn das Buch ist im Original 1932 veröffentlicht worden. Und genau deshalb ist es so faszinierend. “Ein Roman der Zukunft” lautet der Untertitel. Und natürlich ist es kein Abbild der Zukunft, wie wir sie heute kennen, aber es HÄTTE so kommen können. Und wer weiß - vielleicht steht es uns ja noch bevor.

Warum ist es mein Buch des Monats?

Weil es das einzige ist, das ich in letzter Zeit gelesen habe ;-)

Ich habe mir das Buch bereits Ende 2011 gekauft, weil ich fand, ich müsste mal wieder einen Klassiker lesen. Gelesen habe ich ihn aber erst im Dezember 2013. Und warum? Das war wieder so typisch Petra: Ich war im November auf dem Thees Uhlmann Konzert. Location (wie auch schon bei den Toten Hosen im August): Huxley’s Neue Welt in der Neuköllner Hasenheide.

Ich stehe in der Schlange auf dem Bürgersteig. Schaue auf den Schriftzug “Neue Welt”.

Neue Welt? Huxley’s? Huxley’s Neue Welt? Schöne neue Welt von Aldous Huxley! Ach DESHALB heißt das so!

Mann, Mann, Mann. Da bin ich in dieser Stadt geboren, lebe seit immer hier und der Groschen fällt mikropfennigweise. Nun ist Neukölln so gar nicht nicht meine Hood, da am anderen Ende Berlins gelegen, aber “Huxley’s Neue Welt in der Hasenheide” ist einfach mal ein feststehender Begriff. Willkommen im Club der Napfsülzen, Frau Bauer ;-) Jedenfalls habe ich danach das Buch wieder hervorgekramt und angefangen zu lesen.

Wovon handelt das Buch?

Es ist eine Utopie (eigentlich mehr eine Dystopie, aber ich bin nicht sicher, ob es diesen Begriff damals schon gab). Wir lernen die Welt im Jahre 632 nach Ford kennen. “Mutter”, “Vater” und “Eltern” sind Schimpfworte, weil Kinder nicht natürlich geboren sondern in Flaschen gezüchtet und entkorkt werden. Dabei achtet man von Anfang an darauf, die Embryonen in verschiedene Kasten einzuteilen, die von Alpha bis Epsilon gehen. Die Alphas sind intelligent (und deshalb für das Weltgefüge potenziell gefährlich), die Epsilons strunzdumm. Unter anderem deshalb, weil man die diese Embryonen mit extra wenig Sauerstoff versorgt. Überdies hat man ein Verfahren entwickelt, mit dem man aus einer einzelnen Eizelle hundertfache Klone erzeugen kann. Perfekte Arbeiter, die nie aufmucken.

Zusätzlich werden alle Babys / Kleinkinder Nacht für Nacht mit den immergleichen Sätzen aus der “Schlafschule” berieselt. Sie werden darin bestärkt in ihrer Kaste zufrieden zu sein und man bringt ihnen bei, evtl. aufkommende Sorgen mit “Soma” zu bekämpfen. Tabletten, die immer für gute Laune sorgen. Staatlich verordneter Drogenmissbrauch. Denn auch den Herrschern ist klar, dass diese Gesellschaftsform ein fragiles Gebilde ist.

Siegmund, einer der Alphas, legt denn auch keinen Wert darauf, sich mit Soma die Sorgen wegzuschlucken. Er macht sich viel zu viele gefährliche Gedanken. Eines Tages fährt er mit dem Mädchen Lenina in eine Reservation in der die sog. “Wilden” leben. Der Schilderung nach, so etwas, wie ein Indianerstamm. Dort lernen sie Filine und ihren Sohn Michel kennen, die aus der Ford-Welt dort gestrandet sind. Als Siegmund die beiden mit in die Zivilisation nimmt, gerät die mühsam geschaffene Ordnung ins Wanken.

Mein Fazit

Einerseits finde ich die Überlegungen vor dem geschichtlichen Hintergrund faszinierend. Ich kam jedoch schwierig in das Buch hinein. Das Vorwort habe ich nicht ganz gelesen, weil es eindeutig zu überladen war. Und der Stil ist nicht wirklich meiner. Am Anfang wird es (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) manieristisch geschrieben. Das ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ich mag es halt nicht. Aber dann wird schnell klar, dass es nicht auf die Handlung ankommt, sondern auf die Beschreibung der neuen Welt.

Die Szenen im Reservat waren für meinen Geschmack viel zu lang. Aber damals war es vielleicht noch wichtig zu schildern, wie sog. “Wilde” leben. Ich wäre bei dem Teil jedenfalls fast ausgestiegen, habe mich letztlich aber doch hindurchgequält. Der dritte Teil ist dann wieder interessanter, zumal einer der Herrscher am Ende sehr genau erklärt, weshalb es so gefährlich ist, zu viele Fragen zu stellen. Dazu hätte ich jetzt gerne ein Zitat gebracht, habe das Buch aber vorhin meinem Ältesten gegeben. Also muss es ohne Zitat gehen.

Das Ende hat mich dann überhaupt nicht überzeugt. Ich hätte tatsächlich mehr erwartet, aber dann hätte das Buch deutlich dicker sein und letztlich eine komplette Revolution schildern müssen.

Letztlich empfehle ich es als geschichtliches Dokument zu lesen. Als die Utopie, die es war, vor dem gesellschaftlichen Hintergrund des Jahres 2014. Dann bietet es eine Menge Diskussionsstoff.
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Ein echter Szenenplan

Wie bereits im vorherigen Projekttagebuch-Eintrag gesagt, habe ich mich gestern dem Szenenplan von ALBATROS gewidmet. Was mich umso mehr erstaunt, als ich bislang davon überzeugt war, dass ich nicht in der Lage sei, einen solchen zu schreiben.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Lange hatte ich immer wieder wieder versucht ein Szenengerüst zu schreiben, an dem ich mich entlanghangeln könnte, wenn ich das Manuskript dann tatsächlich schreibe. Stammleser wissen, wie ich daran verzweifelt bin. Irgendwann dachte ich, ich könne bestenfalls parallel am Manuskript schreiben und ein bisschen zeitversetzt die nächsten Szenen entwerfen.

Als ich die Arbeit an ALBATROS jetzt wieder aufnahm und vieles Vorhandene einfach rauswarf (Stichwort: Kill your darlings!), beschäftigte ich mich intensiver mit den (Haupt-)Figuren, ihren Beziehungen und Motiven. Und plötzlich schrieb ich nicht am Manuskript weiter, sondern notierte lediglich die Szenen, die auf meine neue (ausformulierte) Einstiegsszene folgen sollten. Und dann folgten (unsortiert) viele weitere Szenen, immer nur ein Satz oder zwei, von denen ich weiß, dass sie für die Handlung wichtig werden. Drei Seiten voll habe ich heute in kurzer Zeit geschrieben und sie zum großen Teil auch in einem zweiten Word-Dokument in die richtige Reihenfolge gebracht. Selbst wenn sie weiter hinten im Manuskript erst auftauchen sollten.

Niemand war überraschter als ich, dass dies so einfach geht und mit einem Mal wie die einzig mögliche Variante erscheint.

Bei dieser Gelegenheit tauchten auch zwei nagelneue Figuren auf. Eine sollte eigentlich nur illustrieren, an welchem Ort sich meine Protagonistin befindet. DIe zweite kam beinahe zwangsläufig dazu, obwohl ich sie gar nicht darum gebeten hatte. Und dann kristallisierten sich beide als ziemlich wichtig für die weitere Handlung heraus - weil sie nämlich Probleme lösen werden, die meine Protagonistin noch bekommen wird. Das sind die Momente, die mich zum Grinsen bringen.

Bei der heutigen Arbeit wurde mir aber auch bewusst, was für ein dickes Stück Kuchen ich mir da auf den Teller gelegt habe: Ich habe eine Trilogie von dreimal rd. 450 Seiten geplant, und die wollen gefüllt werden. Die Protagonisten werden sich auch durch die Gegend bewegen, und das müssen sie möglichst spannend tun, damit meine Leser nicht dabei einschlafen und ich auch selbst beim Schreiben nicht das Interesse daran verliere. Es wird also viele Begegnungen geben und viele Nebenfiguren werden auftauchen. Das ist eine tolle Herausforderung, und ich nehme sie mit Freuden an!

Erinnert mich mal daran, wenn ich später hier herumjammern werde, was ich mir bei dem Projekt eigentlich gedacht habe ;-)

Liebe Grüße

Grafik

Der Plot kommt in die Pötte

Das Switchen zwischen unterschiedlichen Buchprojekten bringt die beiden Haupt-Projekte merklich voran. Da ich das eine überarbeite, während ich ALBATROS weiterhin konzeptioniere und schreibe, kann ich mir die Dinger je nach Stimmung vornehmen.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Solange ich mir alle anderen Manuskripte versagte, tat ich mich relativ schwer mit der komplexen ALBATROS-Plotstruktur. Seit ich gleichzeitig den Krimi überarbeite, kommen mir dabei sogar Ideen für das Fantasyprojekt, die mich weiter voranbringen.

Außerdem habe ich spaßeshalber mal meine alten Schreibratgeber wieder hervorgekramt und dabei festgestellt, dass diese wunderbar als Inspirationsquelle dienen. Ich kann das nur empfehlen, zumal manche Tipps ja im Laufe eines Autorenlebens auch wieder in Vergessenheit geraten.

Jedenfalls habe ich die Erzählstränge inzwischen schon ganz gut ausgearbeitet. Lange Zeit habe ich mit der Struktur gehadert. Ich hatte einen - wie meine Testleser und ich fanden - schönen Anfang. Doch ich habe mich entschieden, die dortigen Ereignisse sowohl den Lesern als auch meiner Protagonistin erst häppchenweise im Laufe der Geschichte zu verraten. Sonst hätte ich da nämlich einen Prolog stehen, und ich habe festgestellt, dass mich Prologe zunehmend nerven. Obwohl - oder weil *g* - ich in meinen Krimis immer einen geschrieben habe. Ich möchte aber die Leser in die Geschichte hineinziehen und nichts erzählen, was sie auch später erfahren können. Nämlich zu einem Zeitpunkt, an dem das viel spannender ist. Denn ich hätte bei der alten Variante tatsächlich schon viel zu viel verraten.

So puzzle ich stattdessen herum, wann und wie ich diese Informationshäppchen streuen kann. Und das macht eine Menge Spaß! Und ist das nicht die Hauptsache am Schreiben? Ich bin der Meinung, dass auch Leser merken, ob der Autor Spaß an seiner eigenen Geschichte hat oder ob er nur ein Soll erfüllt.

Wer neu in meinem Blog ist, wird sich vielleicht wundern. Ich erwähne ja gerne mal, dass ich bereits fünfzehn Bücher geschrieben und veröffentlicht habe, und was ich gerade blogge, klingt ein wenig so, als stünde ich völlig am Anfang. Die bisherigen Veröffentlichungen hatten jedoch maximal 230 Buchseiten Umfang, und da ist es nicht möglich eine solch komplexe Plotstruktur unterzubringen, wie sie auf rd. 1.200 Seiten funktioniert. Daher ist dies in gewisser Weise auch Neuland für mich.

Ich denke, ich kann auch langsam verraten, dass es kein reiner Fantasyroman werden soll und schon gar keine High-Fantasy. Die Liebhaber dieses speziellen Genres mögen mir verzeihen, aber ich habe Probleme damit, wenn ich erst eine völlig neue Sprache lernen oder mich zumindest durch höchst ungewöhnliche Namen mit vielen Bindestrichen, Apostrophen oder sonstigen Lese-Erschwernissen kämpfen muss. Und auch völlig erfundene Welten reizen mich nicht.

Klar, auch ich habe meinen Tolkien gelesen. Und zwar war das Anfang der 80er, Der kleine Hobbit und Herr der Ringe noch in der alten Fassung. Und so weit ich mich erinnere, hatte ich auch meinen Spaß daran. Ein guter Freund hatte mich darauf gebracht, wir tauschten uns darüber aus und ich mochte es. Als Jahrzehnte später die Verfilmungen im Fernsehen liefen, wusste ich nicht einmal mehr, wer da alles mitspielte, und um was es eigentlich ging. Um den Ring, klar, aber die restliche Geschichte war völlig aus meinem Gedächtnis verschwunden. Vermutlich, weil es nichts “Reales” gab, an das ich mich klammern konnte. Denn es gibt diverse Bücher, bei denen ich auch nach zwanzig Jahren noch genau weiß, was da los war.

Also keine High Fantasy bei ALBATROS. Eher Urban Fantasy bzw. Magischer Realismus, allerdings mit einer historischen Ebene, die mir besonders viel Freude bereitet.

Magischer Realismus in der Literatur, das charakterisiert Wikipedia folgendermaßen:

Der magische Realismus vermischt die Grenzen zwischen Realität und Phantasie. Volkskultur, Mythologie, Religion, Geschichte und Geographie verschmelzen in den Texten und sind immer erkennbar. Er kombiniert zwei Konzepte, die in den Industrienationen als gegensätzlich gelten: Realität und Mythologie/Phantasie/Magie – doch der Gedanke ist, dass diese beiden im Sinne eines Balanceakts sehr wohl nebeneinander existieren können und nicht zwangsweise im Konflikt stehen.

Und ich denke, das trifft ALBATROS ziemlich genau.

Jetzt wisst ihr also schon wieder ein bisschen mehr über ALBATROS und ich widme mich jetzt weiterhin meinem Szenenplan :-)

Liebe Grüße

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Es tut sich was :-) und Freutag

GrafikFreitag ist Freutag und diese Blogparade findet eigentlich drüben bei der Bauerngartenfee statt, wo ihr auch erfahrt, wie ihr mitmachen könnt. Dass ich heute einen Teil meiner Freude hierhin auslagere, liegt schlicht und ergreifend am Thema: Es hat etwas mit Schreiben zu tun.

Freitag, 21. September 2012

Mein allererster Krimi 2006In dieser Woche habe ich mich nämlich darüber gefreut, dass ich nach einer längeren Phase der Neuorientierung (deshalb war es hier auch so vergleichsweise still) endlich wieder einen Zugang zu meinen Buchprojekten gefunden habe. Ich wusste aus diversen Gründen lange Zeit einfach nicht, in welche Richtung ich weitergehen soll. Weil ich offenbar glaubte, mich entscheiden zu müssen.

Ich bin nicht gerade eine Bilderbuch-Multitaskerin. Eigentlich dachte ich immer, ich könne das gar nicht, und ich könnte auch nicht an einem Tag an unterschiedlichen Manuskripten arbeiten. Jetzt weiß ich: Ich kann es doch :-) Und darüber habe ich mich wirklich gefreut. Weil ich endlich wieder vorankomme. Und das liegt u.a. an dem tollen Tipp einer lieben Kollegin, die nach getaner Manuskriptarbeit an jedem Tag Arbeitsprotokolle anfertigt, in denen steht, was sie wann bearbeitet hat, welche Dokumente sie benutzt hat und - das ist beinahe das Wichtigste - mit was sie beim nächsten Arbeitszyklus weitermachen möchte.

Wenn man nämlich nur wenig Zeit pro Tag für ein Projekt zur Verfügung hat, verbringt man diese u.U. komplett damit, wieder in die gesamte Materie hineinzufinden. Gerade wenn ein wenig mehr Zeit dazwischenliegt. Eigentlich fängt man dann immer wiede bei Null an. Dank dieser Protokollbögen verkürzt sich die Einarbeitungszeit auf ein Minimum und es flutscht wieder! Außerdem versetzt es mich in die Lage an unterschiedlichen Projekten parallel zu arbeiten, yeah. Ich plotte nach wie vor an ALBATROS, in dem noch immer kein Vogel vorkommt *g*, das aber so komplex ist, dass ich noch eine ganze Weile damit zu tun haben werde. Und ich bin jetzt in der Lage, endlich parallel meinen Debütkrimi von 2006 (siehe Cover oben) grundlegend zu überarbeiten, was ich schon so lange vorhabe. Damit ich endlich auch den zweiten Band fertigschreiben und veröffentlichen kann, nach dem damals so viele Leser gefragt hatten. Und vielleicht weitere Bände, je nachdem, wie die beiden ersten ankommen. Denn ich denke, das auch Band eins von einem völlig neuen Publikum gelesen werden wird. Und vielleicht von dem einen oder anderen neugierigen Leser, der wissen möchte, was und wieviel ich zur Originalausgabe verändert habe ;-)

Wieso ich den Krimi überhaupt überarbeite? Weil ich bei den Lesungen immer wieder über Stellen gestolpert bin, die holprig waren. Es war damals mein erstes größeres belletristisches Werk und hatte so seine Kinderkrankheiten. Die Leser mochten es - ich habe sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Aber ich habe in all den Jahren dazugelernt, und wenn ich es ohnehin neu veröffentliche, dann kann ich es ja auch nach meinen Vorstellungen so gestalten, dass ich wieder zufrieden bin und das Ganze zeitgemäß wird.

Ich freue mich wirklich, dass ich endlich den Elan und die Methode habe, auch dieses Projekt voranzutreiben. Sehr viel Zeit bleibt insgesamt einfach nicht übrig, zumal bald der Launch eines Lifestylemagazins ansteht, über das ich sicher bald mehr berichten kann.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende! Und danke, dass ihr meine längeren Pausen hier so geduldig ertragt :-) Wird auch wieder anders!

Liebe Grüße

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DeLiA-Literaturpreis 2011 - Der Bücherstapel

Ich bin ja nicht nur Autorin, ich bin bereits zum Mal Mitglied in der Jury für den DeLiA-Literaturpreis. Hier seht ihr einen Teil der Bücher, die für den diesjährigen Wettbewerb eingereicht wurden. Aktuell sind es 102 Einsendungen, von denen die meisten bereits auf der DeLiA-Seite zu sehen sind: Ich bin gespannt, wer diesmal das Rennen machen wird!

Donnerstag, 15. Dezember 2011

DeLiA-Bücherstapel

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