Einträge mit dem Tag: Berlin


Berlin erwacht

Kennt ihr das? Auf einmal ereilt euch im Radio ein Lied, das euch mit Lichtgeschwindigkeit einen Flashback in eure Jugend verpasst, euch dazu bringt, noch länger im Auto sitzen zu bleiben, obwohl ihr eigentlich schon angekommen seid, und euch mit leiser Melancholie zurücklässt? Das ist mir gerade auf dem Weg zurück vom Flughafen passiert. Im Bermuda-Dreieck von radioeins spielten sie Berlin erwacht von Bob Telden.

Montag, 17. März 2014


Das Lied ist 1969 erschienen (ein Cover von “Paris s’enleve”), wurde aber auch später im SFB häufig gespielt. Ich sehe organgefarbene Gardinen, rieche die klare Luft an einem 1. September an meinem Kinderzimmerfenster, liege in meinem Klappbett neben dem schnarrenden Radiowecker um 6:00 Uhr morgens und habe Kopfkino zu den Beschreibungen des Liedes ... Es hat mich immer mit einer heiligen Ehrfurcht vor unserer großartigen Stadt erfasst, und die Flöte im Hintergrund war das Zwitschern der erwachenden Vögel. Und wer kennt eigentlich noch den Begriff “Gogo-Girl”? ;-)

Menschen, die in den letzten Jahren aufgewachsen sind, werden den Effekt vielleicht mit Schwarz zu Blau von Peter Fox haben (“Guten Morgen Berlin, du kannst so hässlich sein, so dreckig und grau”).

Was ist euer Flashback-Song?

Liebe Grüße aus Berlin - immer noch.

Petra
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Notizen aus der Berliner Provinz

Wenn man in Berlin am Stadtrand lebt, befindet man sich, sobald man das Haus verlässt, in einer großen Facepalm-Zone. Es gibt jedenfalls genügend Situationen in denen ich mir gerne mit der Hand gegen die Stirn patschen und den Kopf schütteln möchte. Und gelegentlich tue ich das auch tatsächlich.

Samstag, 01. Februar 2014

Heute war wieder so ein Tag. Morgen Nacht findet der Superbowl statt. K3 und ich werden uns die Nacht um die Ohren schlagen (nebenan bei mama-im-job.de wird es Superbowl-Liveblogging geben!), einen Eimer Spicy Chicken von KFC vernichten und dazu Samuel Adams trinken. So weit der Plan.

Heineken

Das Bier zu bekommen, war in früheren Jahren nie ein Problem. EIne Zeit lang stand es sogar bei Reichelt herum. Diesmal nicht, also fuhren wir zu Getränke Hoffmann, das eigentlich auch immer gut sortiert war (ich gehe da nur schon seit Jahren nicht mehr hin, da wir praktisch nur MIneralwasser trinken und für das bisschen Bier fahre ich nicht extra woanders hin).

Wir suchten den Laden ab. Nix. Also gibt ich zur Kasse und fragte die Kassiererin (deutlichst jenseits der 50, eher älter), wo sie denn das Sam Adams versteckt hätte.

Kassiererin guckt in Zeitlupe, fragt dann: Was?
Ich, schon leicht irritiert: Samuel Adams. Wo?
Kassiererin: Wat soll denn dat sein?
Ich: Moment, Sie arbeiten in einem Laden, wo es massenweise Bier gibt und kennen Samuel Adams nicht? Das gab es doch hier sonst immer
Kassiererin guckt immer noch langsam. Das kenne ich nicht.
Kunde, auch alt, dem Aussehen nach Bier nicht gerade abgeneigt: Det sachtma jaaaanüscht.
Ich: Amerikanisches Bier. Das müssen Sie doch kennen.
Kassiererin und Kunde sind sich einig: Amerikanisches Bier schmeckt doch nicht.
Ich: Das ist doch egal. Morgen ist Superbowl. Außerdem ist Sam Adams nach deutschem Reinheitsgebot gebraut, das schmeckt nicht so plörrig, wie das andere Zeug.
Kassiererin: Nee, also sowat hamwa nich.

Nach kurzer Überlegung beschließen wir 5 Kilometer weiter in die Stadt zu fahren und es bei einem größeren Getränke Hoffmann zu versuchen. Vorher war an dieser Stelle ein sehr gut sortiertes Bierlager, wo es das Sam Adams immer gab. Wir irren durch den Laden und schnell ist klar: Hier ist auch nix. Aber ich wollte nicht aufgeben.
An der Kasse zwei Jungs, etwa Mitte bis Ende 20.

Ich: Hi, es kann doch nicht wirklich sein, dass es bei euch auch kein Sam Adams gibt?
Die Jungs gucken nicht wesentlich schneller als ihre Kollegin im anderen Getränkemarkt.
Der eine: Wer?
Ich, langsam, zum Mitschreiben: Sa-mu-el Adams
Der andere: Is dis n Sekt oder wat?
Ich: Ey, das ist nicht euer Ernst - ihr seid hier umgeben von Bier und kennt Sam Adams nicht? Amerika? Superbowl?
Die Jungs: Amerikanisches Bier? Das schmeckt doch nicht.
Ich: Das ist doch egal. Morgen ist Superbowl, da muss das sein, egal, wie es schmeckt.
Der eine: Ich kenne gar kein Amerikanisches Bier.
Ich: Budweiser? Miller? Gibt es alles auch in der Lightversion und schmeckt dann nur noch nach Wasser.
Der andere: Ja, Bud hab ich schon mal gehört.
Der eine: Das kann ich mir ja bestellen, wenn ich im Hardrock Café den Superbowl gucke. Aber da muss man immer ein Jahr vorher reservieren.

Die Info half nicht wirklich weiter, aber die waren wenigstens nett. Wir griffen dann frustriert zu Heineken, wie ihr euch wohl anhand des Fotos bestimmt schon gedacht habt. Das stammt zwar aus Holland, ist aber bei den Amerikanern trotzdem beliebt. Und sowohl Samuel Adams als auch Heineken haben in jedem Jahr ein Superbowl-Commercial:

 

Das dazu. Vorher bei Reichelt kam übrigens eine alte Dame quer an die Kasse und beklagte sich, dass nirgendwo jemand wäre, der ihr eine Beratung geben könnte. Dabei wedelte sie mit einem Beutel, in dem sich Kartoffeln befanden. Der produzierende Bauer muss sehr schlau gewesen sein, denn die Kartoffeln waren extra klein und es stand “Mikrokartoffeln” auf dem Beutel.

Alte Dame: Kann man diese Mikrokartoffeln auch als normale Kartoffeln benutzen?

Das sind Fragen, die die Welt bewegen. Jedenfalls die Welt am Stadtrand von Berlin.
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Lesung: Brixton Hill von und mit Zoe Beck

Bisher verband ich mit dem Londoner Stadtteil Brixton lediglich "Guns of Brixton" von Clash, bzw. in meinem Fall von den Toten Hosen, weil ich diese Version zuerst kannte. Seit Dienstag steht das Wort "Brixton" noch für etwas anderes: für Spannung. Ich war nämlich in der Alten Kantine in Berlin-Wedding auf der Lesung zu Brixton Hill, dem neuen Thriller meiner lieben Kollegin Zoë Beck.

Sonntag, 08. Dezember 2013

Die Alte Kantine war gut besucht und sehr gemütlich. Es gab Bier, Wein und Suppe - perfekt für diesen kalten Tag.

Als ich Zoë begrüßte und fragte, wie es ihr ginge, sagte sie: “Ich habe gleich eine Lesung, und du fragst, wie es mir geht?” Ich finde es sehr sympathisch, dass sie nach so vielen Auftritten in der Öffentlichkeit vor Lesungen immer noch nervös ist ;-)

Zoë begann mit dem Prolog, der schon sehr dicht und eindringlich geschrieben war. Und spätestens mit dem nächsten Text-Happen wurde klar: Jemand hat es darauf abgesehen, die Protagonistin Em fertigzumachen. Ich will nicht zu viel verraten, aber in ihrer Umgebung geschehen schreckliche Dinge und alles deutet darauf hin, dass Em Schuld daran trägt. Allerdings gibt es da auch noch einen Stalker ...

Lesung Zoe Beck

Im anschließenden Geplauder mit der HEYNE-Lektorin erfahren wir, dass Zoë das Setting “London” gewählt hat, weil sie einige Zeit dort gelebt hat, immer wieder gerne dort hin reist und längst dort leben würde, wenn es nicht so wahnsinnig teuer wäre. Ja, kann ich bestätigen: Großartige Stadt, aber man braucht ziemlich viel Kleingeld.

Lesung Zoe Beck

Beim Schreiben war ihr auch wichtig, die Gentrifizierung des Stadtteils, sowie gesellschaftliche Gegensätze herauszuarbeiten, was für zusätzliche Spannung sorgt. Ich habe das Buch noch nicht weiter gelesen (der Vorweihnachts-Hustle, ihr kennt das ...), aber ich freue mich schon sehr darauf und kann schon jetzt ruhigen Gewissens sagen: Wer noch ein Weihnachtsgeschenk für Thrillerfreunde sucht, kann unbesorgt zu Brixton Hill greifen - das ist genau richtig.

Zoe Beck signiert Brixton Hill

Und weil es so schön ist, hier noch meine Lieblingsversion von “Guns of Brixton”: Die Toten Hosen live und unplugged im Wiener Burgtheater:

Einen schönen 2. Advent für euch!
Alles Liebe

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All these nights in bars will somehow save my soul - Rob Lynch

Am Freitag (22.11.2013) war Rob Lynch als Support von Thees Uhlmann im Huxley's. Natürlich habe ich mein Ticket in erster Linie wegen des Ex-Frontmannes von Tomte gekauft, hatte mich aber im Vorfeld schon sehr auf die Vorband gefreut (was Premiere ist - normalerweise weiß ich meist nicht mal wer vorher spielt).

Sonntag, 24. November 2013

Das liegt u.a. daran, dass das neue Album von Rob Lynch bei Thees Uhlmanns Label Grand Hotel van Cleef erschien und Thees via Facebook im Vorfeld das offizielle Rob Lynch Video zu Broken Bones promotete:

Ich hab mich so-fort in diesen süß-dreckigen britischen Akzent verliebt (Rob Lynch stammt aus Lincolnshire, lebt aber mittlerweile in London), und - Mädels, gebt es zu - ein Schnuckel ist er ja auch. Überzeugend war aus seine Nachricht an die deutschen Fans (ich hab ihm hinterher gesagt, dass das Angela-Merkel-Bild nicht die allerbeste Idee war, und er hat sich drüber amüsiert und gemeint, das hätte er inzwischen auch gemerkt, aber es sollte eben Germany repräsentieren):

 

Ich habe ihn also nach dem Uhlmann-Konzert am Merch-Stand live und in Farbe getroffen, und er ist auch IRL so nett, wie er auf den Videos wirkt.

“I saw you in the audience with a big smile!”, sagte er zu mir, als ich das Album kaufte und signieren ließ.

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Stimmt, und das war auch nicht schwierig, denn ich stand in der dritten Reihe und vor mir saß (!) ein Typ auf dem Boden und spielte Solitaire, was nicht nur ich extrem respektlos fand. Aber dafür hatte ich einen unverstellten Blick auf Rob Lynch und konnte unmittelbar den Funken auffangen, der von seiner Musik ausging. Mit Gute-Laune-Folk-Punk-Pop, Singer-/Songwriter-Stücken bis hin zu Balladen, die er ohne Band nur auf seiner Akustikgitarre spielte, zeigte er den Spaß, den er selber auf der Bühne hatte. Kein Wunder, dass ich grinste. Leider hatten die Umstehenden anscheinend Schwierigkeiten seine Anekdoten zwischendrin zu verstehen, z.B. die von dem Typen, von dem er auf die Nase bekam, weil er ihm erklärte, sein Weihnachtspulli “looks like shit”, mit der er den Song Stamford ankündigte. So war ich in seinem Blickfeld halt die einzige, die sich mitfreute ;-)

Das Album ist ein einziger feucht-fröhlicher Kneipenabend, und darauf wird man bereits im Intro eingestimmt:

So pick up your glass now with me and sing your hearts out loud
Tonight we forget our problems and in the mornig we can work them out

Aber wenn ich mal einen Tipp geben darf: Wem das Album gefällt, der sollte sich Rob Lynch mal live geben. Und sich hinterher am Merch-Stand mit ihm unterhalten und fürs Foto in den Arm nehmen lassen. Dann grölt ihr hinterher vielleicht auch: “No, no, no, it’s not the end of the world.”

Ich wünsche dem jungen Engländer auf jeden Fall viel Erfolg und eine wachsende Fangemeinde.

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TXL forever!

GrafikDer eine oder andere wird schon gemerkt haben, dass ich auf den BER-Flughafen gepflegt pfeife, egal, ob er jemals fertig wird oder nicht. Ich brauche per ÖPNV zwei Stunden dorthin, im Auto immerhin noch eine Stunde. Und das zweimal pro Woche hin und zurück - nein danke.

Freitag, 25. Januar 2013

Zum Flughafen Tegel fahre ich zwölf Minuten, das dezentrale Check-in-System ist einfach genial und ich mag den kleinen Flughafen einfach. Ich bereue es inzwischen, keine Bürgerinitiative für die Offenhaltung von TXL gegründet zu haben, denn auch wenn der BER irgendwann mal für fertig erklärt wird, wird oft genug etwas so schief laufen, dass dringend eine Ausweichmöglichkeit gebraucht werden wird, weil sonst der Berlin-Tourismus massiv leiden wird. Und überhaupt - eine Metropole wie Berlin ohne zusätzlichen City-Flughafen, das geht einfach nicht!

Die BAYER-Pendler aus Wuppertal sagen schon, sie fliegen nicht mehr, wenn sie zum BER müssen, da geht Bahnfahren nämlich insgesamt schneller. Und wer weiß, wer noch alles den Flieger gegen die Bahn tauscht. Die ganze Sache ist im Prinzip mal wieder zur Provinzposse verkommen. Das können wir hier in Berlin ja ganz prima.

Ich wünschte, die ursprünglichen TXL-Pläne wären verwirklicht worden und man hätte das zweite Oktogon errichtet. Dann hätte man das steigende Passagieraufkommen besser im Griff. Und kommt mir nicht wieder mit Fluglärm: Ich bin in der Einflugschneise aufgewachsen. Würde kein Jet mehr über den Kutschi donnern, da würde mir was fehlen.

Reinickendorf lebt von und mit TXL, und ich hoffe inständig, dass der BER nie fertig wird. Zumindest nicht, so lange mein Liebster jeden Montag gen Zürich abflattert und donnerstags wieder in Berlin einschwebt. Das ginge dann nämlich nicht mehr, weil wir montagmorgens immer einen fetten Stau mit einrechnen müssten, womit aus der einen Autostunden dann doch mal locker zwei werden könnten. Und um halb vier aufstehen, wenn man bis mindestens 19:00 Uhr volle Leistung bringen muss, ist auch nicht witzig. Also müssten wir auf die gemeinsame Sonntagnacht verzichten. Hallo??? Und nur, weil jemand nicht kapieren will, dass TXL benötigt wird, auch WENN dieser BER-Unglücksflughafen je eröffnet wird. BER ist sowieso jetzt schon zu klein, wieso also diese Sturheit? Weil die Fluggesellschaften nicht flexibel genug für zwei Standorte sind? Weil jemand irgendwo ganz dick verdient, wenn nur BER offen bleibt?

Ich bin in diesem Fall gerne mal egoistisch, v.a. weil ich weiß, dass wir mit dieser Meinung nicht alleine sind.

Ja, das war mal ein Rant von mir. Und zwar anlässlich dieser wirklich witzigen Parodie Einer Lanz-Sendung, in der Markus Lanz mit Klaus Wowereit spricht. Peter Rütten hat den beiden neue Worte in den Mund gelegt und ich hab mich weggelacht. Natürlich geht es um den BER-Airport. Unbedingt anschauen, wer das Video noch nicht kennt!

Liebe Grüße

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re:publica 2013

re:publica 203Vom 6. bis 8. Mai 2013 wird die Bloggerkonferenz re:publica zum 7. Mal stattfinden. Das ehemalige Postamt 77, heute besser bekannt als STATION Berlin, hat sich 2012 als Veranstaltungsort bewährt und wird auch 2013 die Location der Wahl sein. Auf dieser Konferenz dreht sich alles um Blogs, Social Media und die digitale Gesellschaft.

Dienstag, 20. November 2012

Yeah, das berühmte “Klassentreffen” der Blogosphäre steht wieder an, und zumindest mir, macht es von Mal zu Mal mehr Spaß, lerne ich doch jedes Mal noch mehr nette Menschen mit interessanten Blogs kennen. Wie viel Spaß ich auf der re:publica 2012 hatte, kann man auf dem Foto im Beitrag Zugeflauscht auf dem Affenfelsen ganz gut erkennen, glaube ich ;-)

Der Affenfelsen ist jenes Würfelgebilde, das in der Mitte der STATION aufgebaut war und sich schnell zum beliebten Treffpunkt aller “re:publicaner” entwickelte. Manch einer hat die Session verpasst, die er sich eigentlich anhören wollte, weil man sich einfach festgequatscht hat. Denn auch hinter den Kulissen gab und gibt es nicht nur Seifenblasen sondern auch gehaltvolle Gespräche, wichtige Infomationen, intensives Networking.

Nun läuft also der Ticketverkauf. Die Bloggertickets waren nach einer Viertelstunde ausverkauft, die Early-Bird-Tix nur wenig später. Derzeit bleiben euch aber immer noch Eintrittskarten zum Normalpreis von 150,- Euro für drei Tage. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, was für ein Programm auf die Beine gestellt wird. Im re:publica-Archiv findet ihr tonnenweise Videos der Sessions der letzten Jahre. So könnt ihr einen Eindruck erhalten, was ihr in etwa verpasst, wenn ihr 2013 nicht kommt, denn auch die Agenda im nächsten Jahr wird wieder voll mit guten Vorträgen, interessanten Podiumsdiskussionen und spannenden Workshops sein.

Sehen wir uns?

Liebe Grüße

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P.S: Apropos Bloggerkonferenz: Am letzten Wochenende fand in der Lüneburger Heide die 1. Gartenbloggerkonferenz statt. Unter dem Motto Social Gardening trafen sich die Macher von 14 “grünen” Blogs zum Thema Social Media und Vernetzung. Mehr dazu könnt ihr nebenan lesen und im Video anschauen: Social Gardening in der Lüneburger Heide

10 Jahre writingwomans Autorenblog

GrafikIch bin zu spät. Ich weiß nicht, wie das passieren konnte, aber ich habe mein eigenes Blogjubiläum verpennt. Am 22. September 2002 erblickte mein Blog das Licht der Welt. Wer die Blogosphäre ein wenig kennt, weiß vielleicht, wie viele Blogs die ersten paar Monate nicht überstehen. Deshalb bin ich schon ein bisschen stolz darauf, dass ich euch in den vergangenen zehn Jahren an meinen Gedanken rund ums Schreiben teilhaben lassen konnte. Aber auch Dinge, die mich berührten oder die einfach Spaß machten kamen immer wieder vor und ich werde auch weiterhin "artfremde" Dinge bloggen. Denn ich habe vor, dieses Blog auch in den nächsten zehn Jahren weiterzuführen und hoffe, dass ihr mir auch weiterhin treu bleibt oder dass ich euch neu zu meiner Leserschaft zählen darf.

Donnerstag, 04. Oktober 2012

Klar, zwischendurch herrschte hier auch Funkstille. Mal, weil ich meine anderen Blogs gefüttert habe, mal, weil ich gelegentlich auch ein Offline-Privatleben habe oder einfach, weil ich glaubte, nichts zu erzählen zu haben. Ganz sicher jedoch nicht, weil Blogs ja in unregelmäßigen Abständen immer totgesagt werden. Auf jeden Fall ist autorenblog.writingwoman.de nicht im virtuellen Mülleimer gelandet und auch kein Wörterfriedhof in den Weiten des Internets. Es gibt mich hier noch und das wird auch so bleiben.

Zehn Jahre, das ist so ein Jubiläum an dem man Resümee zieht, also mache ich das jetzt auch mal.

Dass ich überhaupt blogge, kann ich ruhigen Gewissens Susi Ackstaller in die Schuhe schieben. Die Texttreff-Gründerin hat ein paar Tage vor dem 22. September 2002 ihr Textblog aus der Taufe gehoben - damals noch bei blogspot.com. Darüber berichtete sie auch im Texttreff, dem tollen Netzwerk, dem ich schon so lange angehöre, und ich dachte: Cool, das will ich auch! Kurz darauf war ich ebenfalls bei blogspot.com angemeldet. Das war so spontan, dass das Blog (jahaaa - vor zehn Jahren hatte noch niemand in Frage gestellt, dass es DAS Blog heißt *g*) zunächst ein paar Monate unter dem Namen Familienblog lief. Aber schnell war klar, dass ich ohnehin hauptsächlich über meine Arbeit bloggte, so dass ich das Blog kurzerhand in Autorenblog umbenannte. Noch immer war es bei Blogspot gehostet.

Irgendwann bin ich mit meinen Inhalten zu Wordpress umgezogen. Dort war ich nach einiger Zeit jedoch unzufrieden und die Updates, die man eigentlich hätte machen sollen, nervten auch. Vermutlich hatte ich Glück, dass niemals etwas passiert ist, denn dadurch, dass ich die Updates hartnäckig ignoriert hatte, gab es wohl eklatante Sicherheitslücken.

Ich habe mir das Blog, meine Hauptseite writingwoman.de und alles Drum & Dran schließlich im Jahr 2008 professionell durch Carola und Oliver von blogwork.de aufsetzen lassen. Seither laufen diese Seiten mit einer Expression-Engine-Software und ich muss nichts tun außer zu bloggen, weil die beiden sich um die Technik kümmern, hach! Und weil es so schön ist, kamen 2009 noch die Blogs bauerngartenfee.de und treffpunkt-twitter.de dazu :-) Derzeit wird noch an etwas ganz Neuem geschraubt, aber dazu verrate ich erst mehr, wenn es so weit ist. Denn eigentlich geht es in diesem Beitrag speziell um das Blog, das ihr gerade lest.

Ihr dürft und durftet mir also beim Schreiben und konzipieren über die Schulter schauen. Das war von Anfang an der Sinn dieses Blogs. In unregelmäßigen Abständen schreibe ich hier beispielsweise über die Fortschritte (gelegentlich auch Rückschritte *g*) zu Konzeption und Manuskript meiner Fantasy-Trilogie, die im Blog den Kategorienamen ALBATROS erhalten hat. Aber auch Tipps für (angehende) Kollegen in Schrift und Video waren mir immer wichtig. So ist meine kleine Serie zum Thema Erste Hilfe bei Schreibblockaden so gut angekommen, dass Auszüge daraus jetzt sogar in Schulbüchern für den Deutschunterricht zu finden sind.

Da ich sehr vielseitig interessiert bin, habe ich auch immer mal wieder Abstecher in andere kreative Bereiche gemacht. So habe ich viele Einträge zum Thema Kunst gebloggt, deren erfolgreichster wohl Schon mal über ein Skizzenbuch nachgedacht ist, den ich euch immer noch wärmstens ans Herz legen möchte.

Aus meinen Versuchen etwas zu zeichnen, ist auch die Cartoonfigur Pabbles entstanden, die zumindest einen einzigen Fan hat, nämlich die Freundin meines Kollegen Tom Finn, die mich immer wieder anpiekst, damit ich einen neuen Pabbles-Cartoon oder Comic-Strip zeichne. Ich bin auch wieder fällig, denn sie vermisst die Kleine. Zurecht - das letzte mal erschien Pabbles vor einem Dreiviertel Jahr hier im Blog *hüstel*

Übrigens - ich liebe es abzuschweifen ... - wisst ihr, wieso sie Pabbles heißt und nicht Pebbles? Es kommt von PABbles. PAB, wie Petra A. Bauer :-)

Zwischenzeitlich hatte ich ja immer mal Bedenken, wenn ich hier zu weit vom Thema Schreiben abschweife, aber in verschiedenen Blogkommentaren wurde mir versichert, man sei immer sehr gespannt darauf, was mir so als nächstes einfällt :-)

Apropos Blogkommentare: Wenn ich mir anlässlich von zehn Jahren im WWW etwas wünschen dürfte, dann, dass die Kommentare wieder mehr in den Blogs stattfinden und nicht verteilt auf alle möglichen Social Networks. Hier, das ist sowas wie “Zuhause”. Und in meinem Haus habe ich das Hoheitsrecht und nicht Mark Zuckerberg oder sonstwer. Ich muss also nicht ständig im Hinterkopf behalten, dass alles, was ich hochgeladen habe irgendwann einfach weg sein könnte. Das wäre nämlich sehr bedauerlich, v.a. wenn man mal wieder in Erinnerungen schwelgen möchte, wie ich es heute anlässlich dieses Blogpostings tat. Und ich finde es beinahe unglaublich, wie viel ich in diesen Jahren geschrieben, gemalt, gezeichnet und fotografiert habe. Etliche Videos und ein bisschen Musik habe ich auch gemacht :-)

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in den letzten zehn Jahren begleitet haben und natürlich auch bei allen, die meine Bücher gekauft haben. Ich hoffe, ihr haltet mir weiterhin die Treue. Vielleicht seid ihr aber auch heute zum ersten Mal hier, und dann heiße ich euch hiermit herzlich willkommen. Vielleicht begleitet ihr mich ja auch eine Weile auf meiner Reise durch die kreativen Gefilde des Lebens.

Und bevor ich jetzt noch vollkommen schwülstig und rührselig werde, mache ich euch mal lieber noch rasch auf meinen neu erschaffenen Rezensenten-Club aufmerksam. Nach 15 veröffentlichten Büchern hing ich in einer Phase der Neuorientierung fest (auch ein Grund, weshalb es hier zwischenzeitlich ruhig war), weshalb ich auch keine neuen Bücher veröffentlicht hatte. Das wird sich aber demnächst wieder ändern (geplant ist: noch vor Weihnachten). Und dann gibt es auch wieder etwas zu rezensieren. Dafür (bei Intresse jedoch auch für meine bisher erschienenen Bücher) ist ab sofort die Rezensenten-Liste eröffnet, für die ihr euch bewerben könnt, wenn ihr ein Bücherblog besitzt oder Buchbesprechungen auf YouTube bzw. in Bücherforen schreibt. Ihr bekommt dann Rezensionsexemplare zugeschickt, aber bevor ich mich wiederhole - ihr könnt das alles hier nachlesen.

Wenn ihr noch Fragen zum Blog, zu mir oder zu irgendetwas anderem haben solltet, könnt ihr diese unter fragen at writingwoman.de stellen.

Und nun ist aber Schluss mit dem Posting. Danke fürs Durchhalten!

Liebe Grüße von

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die sich jetzt wieder der Krimiüberarbeitung zuwendet :-)

Friederike - Berlin, Tauentzienstraße

Dienstag, 15. Mai 2012

RiekeTauentziehn500

Foto: Petra A. Bauer | Jacke: Primark (London), Schuhe: Intersport Voswinkel

Woher kommst du?
Berlin. Ganz im Norden.

Wo gehst du hin?
Zu Peek & Cloppenburg.

Suchst du was Bestimmtes?
Ich brauche ein Kleid für den Abiball.

Bist du allein unterwegs?
Meine kleine Schwester und meine Mutter sind dabei. Irgendjemand muss das Kleid ja schließlich bezahlen (lacht).

Was macht ihr danach?
Ne Kleinigkeit essen und dann weitershoppen. Schuhe für den Ball brauche ich ja auch noch.

RiekeTauentziehn2_500


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Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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