Einträge mit dem Tag: Autorin


NaNoWriMo 2014

Heute ist Halloween - das geht inzwischen wieder voll an mir vorbei. Der große Hype bei uns in der Gegend ist so acht bis zehn Jahre her. Aber morgen ist der 1. November. Autoren wissen, was das bedeutet: Es ist der Startschuss zum NaNoWriMo, dem National Novel Writing Month, der alljährlich total unpassend kurz vor Weihnachten stattfindet, wenn man eigentlich keine Zeit hat.

Freitag, 31. Oktober 2014

NaNoWriMo-Teilnehmerin 2014

Ich habe in den letzten Jahren immer am Nationalen Schreibmonat teilgenommen, der eigentlich ein Internationaler ist. Erklärt habe ich das u.a. schon hier, hier und hier, also spare ich mir das Intro heute.

Im letzten Jahr habe ich an einem alten Stoff gearbeitet, in diesem Jahr wird es ähnlich sein, da ich mich ja intensiv um die eKrimiReihe kümmern möchte. Es sei denn, ich enscheide mich noch rasch, das sich anschleichende Projekt in dieser Zeit zu beackern. Das würde eigentlich ganz gut passen, wenngleich ich die Reihe trotzdem parallel bearbeiten will. Und dann wären da noch die Kolumne und der andere Beitrag für mindart, die ich auch in der nächsten Woche abliefern soll, wie ich heute erfuhr. Achja, und ein Radio-/ Fernsehauftritt für die BBC steht auch noch an. Ist mir auch erst seit heute bekannt. Immer schön den November voll machen. Wenn ich noch weiter nachdenke: 2 Jungsgeburtstage und ein paar Tage als Umzugshelferin beim Liebsten in der Schweiz - öh, das wird knapp.

Aber - hey! - auch wenn es, wie immer, nicht ganz regelkonform ist: Das Ziel ist es, 50.000 Wörter zu schreiben. Wie ich die letztlich die aufteile und wo ich sie schreibe ist ja letztlich mein Bier, wa?

Wobei ich langsam bezweifle, dass ich das schaffe, wenn die Tastatur meines neuen Notebooks nicht endlich aufhört, nach ein paar Wörtern immer lustig den Cursor IRGENDWO HIN zu setzen. Mitunter wird versehentlich ein ganzer Abschnitt markiert und überschrieben. Alle paar Sekunden STRG+Z ist auch nicht so der Hit.

Note to self: endlich den Acer-Support anrufen.

Ist jemand von euch auch beim NaNoWrimo dabei? Wer von euch Lust hat, mich zu seinem Writing Buddy zu machen, ich bin writingwoman23

So, zwanzig vor zwei, vielleicht sollte ich mal schlafen gehen. Quarkwickel hab ich schon um den Hals (Halsschmerzen sind wieder da, juchhu), vielleicht werde ich irgendwann mal müde. Kranksein UND Schulferien verlegt den gesamten Tag für alle um Stunden nach hinten. Die Nachbarn freuen sich sicher ;-)

Einen erfolgreichen NaNoWriMo wünscht euch

Petra

P.S.: Das Word-Count-Widget füge ich diesmal hier im Beitrag ein:

Ich lebe noch ;-)

Krächz, hust, schnief - was fiebrige Infekte angeht, bin ich eher ein Mann. Jammmerlappen halt. Ich konnte locker (naja) die Schmerzen von vier Entbindungen aushalten, aber gebt mir eine verschwundene Stimme und erhöhte Temperatur und ich sterbe den Heldentod. Es ging mir aber tatsächlich so mies, dass unser Kurzurlaub ins Wasser gefallen ist.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Installationsfreuden

Installationsfreuden. Foto: Petra A. Bauer

Das wäre auch nicht gegangen, da es sich um mindestens 12 Stunden Fahrt gehandelt hätte (Berlin - Bielefeld zum Hertha-Pokalspiel - Zürich und ich am Steuer, wohlbemerkt), plus studenlangem Stehen im Gästeblock - auch noch mit Elfmeterschießen. Da mir heute noch - 3 Tage nach dem Spiel - nach spätestens 5 Minuten Stehen der Kreislauf wegsackt, war die Entscheidung, die Kinder mit dem Fanzug fahren zu lassen und den allerletzten Schweiz-Aufenthalt zu canceln, leider die richtige Entscheidung.

Kleiner Witz am Rande: Um ausschließen zu können, dass es sich - entgegen aller Wahrscheinlichkeit - doch um eine bakterielle Infektion handelt, hat der Doc noch ein Blutbild machen lassen. Die Sprechstundenhilfe flötete heute fröhlich, mein Blutbild sei perfekt. “Nicht mal ein bisschen grenzwertig. Und auch die Leukozyten tt- da ist nicht mal eine Entzündung!” Ich bin ja kein Mediziner, aber wie kann das sein? Bei der Blutabnahme hatte ich Fieber, einen komplett entzündeten Rachen und konnte kaum sprechen. Ob die das immer noch in das Labor geben, das meinem kerngesunden Mann Diabetes andichten wollte, weil sie die Blutproben verwechselt haben?

Nach drei Tagen im Bett herumliegen, musste ich heute jedenfalls mal wieder was tun. Ich dachte, für die eKrimiReihe wäre ich nicht fit genug und für den überfälligen Videodreh kam ich nicht in Frage, denn es sollte ja kein Halloween-Zombie-Video werden. Also nahm ich in Angriff, was ich offenbar seit 2009 vorhatte, ähem: Ich installierte ein Forum für meine Autorenwebseite.

Haha, was das Denken und “nicht fit genug” angeht, hätte ich lieber am Manuskript schreiben oder den Plot für das andere Projekt entwickeln sollen, das sich gerade anschleicht. Mit ftp-Kram hatte ich vor über 12 Jahren das letzte Mal zu tun, da ich seither nur mit Blogsoftware arbeite. Und ich kann mich noch sehr genau an 1997 erinnern, als ich zum ersten Mal Dateien via ftp in meinen damaligen Webspace hochlud und Angst hatte, hinterher wäre alles weg oder zumindest kaputt :-D

Es war jedenfalls heute eine ziemliche Fummelei, da ich mich erst mit der Benutzeroberfläche des tatsächlich schon seit fünf Jahren gemieteten und bislang ungenutzten Webspace bekanntmachen musste. Die Forensoftware hatte auch eine längere Anleitung dabei und ein ftp-Programmm besaß ich ja auch nicht mehr. Stundenlanges Rumgefummel schreckt mich ja eigentlich nicht, aber wenn danach nur Banane rauskommt, wurmt mich das schon.

Denn eigentlich sollte ich jetzt das Foren-Installationsprogramm im Browser aufrufen können, abba da kommt nüscht. Unter der Domain steht der alte Spruch, dasss da noch eine Webpräsenz aufgebaut wird und das Unterverzeichnis wird gar nicht erst gefunden. Ich bin mir sicher, dasss der Fehler bei mir liegt, aber zum Glück bin ich ja nicht zu stolz den Support zu fragen und warte nun auf Antwort. Kann nur besser werden.

Wieso ein Forum?

Weil ich in Zukunft besser mit euch kommunizieren können möchte und nach Serienstart Leserunden veranstalten, etc. natürlich gibt es Faceook & Co, aber ich bin ein Anhänger von Daten auf eigenem Serverplatz, weil ich da in der Hand habe, ob ich den Dienst schließe oder nicht.

Falls das in diesem Leben noch was wird mit dem Forum, lasse ich es euch natürlich sofort wissen. Und nu mach ich Feierabend, die Kinder haben das Essen fertig :-)

Verschniefte Grüße

Petra

Carla Berling: Vom Kämpfen und von Schreiben

Vorgestern habe ich das Buch von Carla Berling Vom Kämpfen und vom Schreiben ausgelesen. Ich musste es erstmal sacken lassen, denn die Geschichte hat mich sehr beeindruckt.

Samstag, 23. Februar 2013

GrafikUnd als ich endlich so weit war, eine Rezension dazu schreiben zu wollen, sah ich, dass meine Kollegin Petra van Cronenburg, das schon zur vollsten Zufriedenheit erledigt hat ;-)

Also spare ich mir die Puste, gebe nur eine uneingeschränkte Kaufempfehlung ab, für alle, die mal lesen wollen, dass Autoren nicht zwangsläufig in Saus und Braus leben, auch wenn sie im Fernsehen auftreten.

Alles weitere könnt ihr in Petras Rezension Stehauffrau mit Mut und Biss nachlesen.

Autorenadvent

Mittwoch, 21. November 2012

Pabbles

Zahlen und lose Enden

Beim NaNoWriMo die ersten 10.000 Wörter geschrieben, 4.500 Follower auf Twitter erreicht und dann noch eine ganz besondere Autorenfreude, die ich soeben auf meiner Facebook-Autorenseite kundgetan habe:

Dienstag, 13. November 2012

Grafik

Ja, lustig, irgendwie habe ich den NaNoWriMo in diesem Jahr erst gar nicht richtig ernst genommen. Ich schreibe ja ohnehin. Aber ich merke immer wieder, wie anspornend es ist, die Summe der Wörter immer höher zu treiben und zuzuschauen, wie das Stück vom 50.000er-Kuchen immer größer wird.
Grafik Weil ich so ein Spielkind bin, trage ich alle paar Absätze die neue Zahl in das Feld auf der NaNoWriMo-Seite ein und freue mir einen Keks :-) Auch wenn ich im Moment darauf sieben Seiten des Manuskripts lösche, die ich vor November geschrieben habe (ja, ich schreibe entgegen der Regeln einfach an meinem bestehenden Manuskript weiter. So what?) und bei denen ich schon beim Schreiben vor Langeweile fast vom Stuhl gefallen wäre. Wie soll es da erst den Lesern gehen?

Früher klebte ich immer an meinen Ideen, aber mittlerweile bin ich ziemlich brutal damit, wenn es um dieses Kill your darlings geht. Ich habe weiß Gott schon einige Darlings gekillt bei diesem Projekt. Oder besser: Sie liegen im Koma. Ich habe eine Datei namens: Aussortiert. Da packe ich solche Abschnitte hinein. Nur für den Fall, dass ich sie doch nochmal brauche. Brauche ich nie. Aber wenn ich sie einfach nur löschen würde, dann ganz sicher. Man kennt das ja.

An den Wochenenden schreibe ich meist nicht, v.a. wo meine Söhne ja im November Geburstag haben. Das Mauerfallkind hatte letzten Freitag, K3 nächsten Freitag. Also hab ich gestern wieder voll losgelegt und heute - wie üblich - den Text vom Vortag überarbeitet und erweitert und anschließend weitergeschrieben. Das Weiterschreiben ging gut, denn ich wusste ungefähr was passieren sollte und habe diesen Gedanken mit in die Dusche genommen. Das mache ich manchmal, und wenn die Idee schön sauber geschrubbt ist, fällt mir schlagartig eine ganze Szene dazu ein. Platsch :-)

Nach Ende dieser Szene habe ich noch einen Dialog geschrieben. Der wird mit Sicherheit nicht so stehehbleiben, es war mehr so das, was ich einen Verlegenheitsdialog nenne. Ein Übergang zur nächsten Szene. Da hing ich irgendwann und aktualisierte den Wörterbestand: über 10.000! Da habe ich mich erstmal ne RUnde gefreut und dann wieder “laut gedacht”. Ich habe ja schon öfter mal erzählt, dass ich dann im .doc herumgrüble, was ich denn jetz tmit dem und dem Problem anfange oder wie ich von A nach B komme. Und plötzlich, ohne einen besonderen Grund*, knallte mir tatsächlich die Lösung all meiner Probleme vor die Füße! Nein, keine dicke 42. Sondern die Idee, wie ich die historische Ebene ganz einfach mit der heutigen verknüpfe. Also, verknüpft waren die Ebenen ohnehin, aber noch nicht so schön und plausibel wie jetzt.

Ernsthaft, ich errschrecke mich immer ein bisschen, wenn so etwas passiert. Jeder Autor kennt diese Momente, wo alles plötzlich logisch wird und die losen Enden mit einem Schlag wissen, wo sie hingeknotet werden müssen. Aber ich könnte beim besten Willen nicht sagen, weshalb mir das gerade in diesem Moment eingefallen ist. Ich war gerade unter Zeitdruck und wollte nur noch diesen einen etzten “laut-Denken-Satz” aufschrieben, und das nächste, was ich schrieb war: HA! Und dann der Einfall, den ich in diesem Moment hatte und den ich euch leider nicht verraten kann.

Jetzt verratet mir nur noch, weshalb das passiert, nachdem ich das Exposé rausgeschickt habe?

Jessas.

Und was die oben erwähnten Follower auf Twitter angeht: Ich musste vorhin ein bisschen grinsen. Die ersten 3.500 Follower hatte ich bis 2009 oder so zusammen (ich bin ja seit April 2007 dabei). Eine hohe Followerzahl ist nichts, wofür ich jetzt einen Bonbon geschenkt bekäme oder so, es hatte sich nur einfach ergeben. Als Twitter dann “Mainstream” wurde (naja, nicht wirklich, aber es wurden ziemlich plötzlich ziemlich viele User), war natürlich die Auswahl auch größer, wem man denn folgen möchte. Anfangs waren wir ja nur ein paar hundert Pappnasen in Deutschland. In der Zeit habe ich auch nicht besonders viel getwittert und so haben die letzten 1.000 Follower etwa so lange zu mir gebraucht, wie die ersten 3.500. Wie gesagt, kein Bonbon, kein Keks, aber runde Zahlen haben mich schon immer fasziniert. Und das sind die einzigen (Mathe = 5).

Für heute hab ich hier genug rumgeschwurbelt, ich weiß auch nicht, irgendwie hat mir dieses Lose-Enden-Verknüpfen überschüssige Energie geschenkt.
Ich wünsche euch ebensolchen kreativen Input oder was ihr euch sonst gerade wünscht.

Liebe Grüße

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*Ja, ich liebe Forrest Gump ;-)

NaNoWriMo 2012

NaNoWriMo 2012Es ist November und wieder NaNoWriMo-Zeit!

Dienstag, 06. November 2012

50.000 Wörter in 30 Tagen ist auch in diesem November das Ziel. Der Anfang war in diesem Jahr bei mir ein bisschen halbherzig und so habe ich direkt am 1. November völlig verplant, dass der Schreibmarathon-Monat schon angefangen hatte. Am zweiten Tag habe ich dann ein bisschen was geschrieben, war aber sehr abgelenkt und habe entsprechend wenig geschafft. Heute habe ich in relativ kurzer Zeit das “eigentlich” notwendige Pensum von 1.667 Wörtern geschafft. Das ist der Schnitt von 50.000 : 30 Tage. Natürlich müsste ich inzwischen täglich etwa 200 Wörter mehr schreiben um das Pensum noch zu schaffen. Aber da es ja keine “NaNo-Polizei” gibt, ist es natürlich völlig schnupsi, ob ich die 50.000 schaffe oder nicht.

Wer sich jetzt über die Wörterzählerei wundert: Es soll dazu führen, dass man den sog. inneren Zensor mal für eine Weile auf Urlaub schickt und einfach schreibt, was einem als Erstes in den Sinn kommt. Überarbeitet wird später.

Natürlich hätte ich ohnehin geschrieben, aber ich nehme den November zum Anlass, mit ein bisschen Spaß und Wettbewerb das Manuskript einen großen Schritt voranzubringen. Ich habe im Exposé die grobe Richtung skizziert, weiß also ungefähr was als nächstes kommt. Jetzt entwickle ich während des Schreibens den Weg zur nächsten “Base” um mal in Baseballsprech zu verfallen. Damit meine ich den Punkt von dem ich schon weiß, was dort geschehen wird.

Da ich jedoch meist erst noch durchlese, was ich vorher geschrieben habe, findet die Überarbeitung des bisherigen Textes beinahe automatisch statt. Was nun dazu führte, dass ich die Textprobe des Exposés optimiert habe. NACHDEM ich das Exposé auf Wunsch einer Lektorin rausgeschickt habe. War ja klar ;-) Vorher ist mir auch nach x-maligem Lesen nicht aufgefallen, was sich da noch für Potenzial verbirgt. Nunja, das nennt man wohl Schicksal *g*

Was ich übrigens sehr hübsch finde: Hilke vloggt jeden Abend über ihren jeweiligen NaNoWriMo-Tag auf Youtube: Monat des Schreibens: Das Schreibtagebuch. Mich hat es schon motiviert :-)

Sooo, der Abend ist noch frisch - 2.400 Wörter habe ich heute schon getippselt - da sind noch ein paar drin ;-) Den Fortschritt könnt ihr in der rechten Sidebar sehen, wiee in jedem Jahr. Und wer sich zu meinen Writing Buddies gesellen möchte: Hier ist mein NaNoWriMo-Account.

Liebe Grüße

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Ein echter Szenenplan

Wie bereits im vorherigen Projekttagebuch-Eintrag gesagt, habe ich mich gestern dem Szenenplan von ALBATROS gewidmet. Was mich umso mehr erstaunt, als ich bislang davon überzeugt war, dass ich nicht in der Lage sei, einen solchen zu schreiben.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Lange hatte ich immer wieder wieder versucht ein Szenengerüst zu schreiben, an dem ich mich entlanghangeln könnte, wenn ich das Manuskript dann tatsächlich schreibe. Stammleser wissen, wie ich daran verzweifelt bin. Irgendwann dachte ich, ich könne bestenfalls parallel am Manuskript schreiben und ein bisschen zeitversetzt die nächsten Szenen entwerfen.

Als ich die Arbeit an ALBATROS jetzt wieder aufnahm und vieles Vorhandene einfach rauswarf (Stichwort: Kill your darlings!), beschäftigte ich mich intensiver mit den (Haupt-)Figuren, ihren Beziehungen und Motiven. Und plötzlich schrieb ich nicht am Manuskript weiter, sondern notierte lediglich die Szenen, die auf meine neue (ausformulierte) Einstiegsszene folgen sollten. Und dann folgten (unsortiert) viele weitere Szenen, immer nur ein Satz oder zwei, von denen ich weiß, dass sie für die Handlung wichtig werden. Drei Seiten voll habe ich heute in kurzer Zeit geschrieben und sie zum großen Teil auch in einem zweiten Word-Dokument in die richtige Reihenfolge gebracht. Selbst wenn sie weiter hinten im Manuskript erst auftauchen sollten.

Niemand war überraschter als ich, dass dies so einfach geht und mit einem Mal wie die einzig mögliche Variante erscheint.

Bei dieser Gelegenheit tauchten auch zwei nagelneue Figuren auf. Eine sollte eigentlich nur illustrieren, an welchem Ort sich meine Protagonistin befindet. DIe zweite kam beinahe zwangsläufig dazu, obwohl ich sie gar nicht darum gebeten hatte. Und dann kristallisierten sich beide als ziemlich wichtig für die weitere Handlung heraus - weil sie nämlich Probleme lösen werden, die meine Protagonistin noch bekommen wird. Das sind die Momente, die mich zum Grinsen bringen.

Bei der heutigen Arbeit wurde mir aber auch bewusst, was für ein dickes Stück Kuchen ich mir da auf den Teller gelegt habe: Ich habe eine Trilogie von dreimal rd. 450 Seiten geplant, und die wollen gefüllt werden. Die Protagonisten werden sich auch durch die Gegend bewegen, und das müssen sie möglichst spannend tun, damit meine Leser nicht dabei einschlafen und ich auch selbst beim Schreiben nicht das Interesse daran verliere. Es wird also viele Begegnungen geben und viele Nebenfiguren werden auftauchen. Das ist eine tolle Herausforderung, und ich nehme sie mit Freuden an!

Erinnert mich mal daran, wenn ich später hier herumjammern werde, was ich mir bei dem Projekt eigentlich gedacht habe ;-)

Liebe Grüße

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Der Plot kommt in die Pötte

Das Switchen zwischen unterschiedlichen Buchprojekten bringt die beiden Haupt-Projekte merklich voran. Da ich das eine überarbeite, während ich ALBATROS weiterhin konzeptioniere und schreibe, kann ich mir die Dinger je nach Stimmung vornehmen.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Solange ich mir alle anderen Manuskripte versagte, tat ich mich relativ schwer mit der komplexen ALBATROS-Plotstruktur. Seit ich gleichzeitig den Krimi überarbeite, kommen mir dabei sogar Ideen für das Fantasyprojekt, die mich weiter voranbringen.

Außerdem habe ich spaßeshalber mal meine alten Schreibratgeber wieder hervorgekramt und dabei festgestellt, dass diese wunderbar als Inspirationsquelle dienen. Ich kann das nur empfehlen, zumal manche Tipps ja im Laufe eines Autorenlebens auch wieder in Vergessenheit geraten.

Jedenfalls habe ich die Erzählstränge inzwischen schon ganz gut ausgearbeitet. Lange Zeit habe ich mit der Struktur gehadert. Ich hatte einen - wie meine Testleser und ich fanden - schönen Anfang. Doch ich habe mich entschieden, die dortigen Ereignisse sowohl den Lesern als auch meiner Protagonistin erst häppchenweise im Laufe der Geschichte zu verraten. Sonst hätte ich da nämlich einen Prolog stehen, und ich habe festgestellt, dass mich Prologe zunehmend nerven. Obwohl - oder weil *g* - ich in meinen Krimis immer einen geschrieben habe. Ich möchte aber die Leser in die Geschichte hineinziehen und nichts erzählen, was sie auch später erfahren können. Nämlich zu einem Zeitpunkt, an dem das viel spannender ist. Denn ich hätte bei der alten Variante tatsächlich schon viel zu viel verraten.

So puzzle ich stattdessen herum, wann und wie ich diese Informationshäppchen streuen kann. Und das macht eine Menge Spaß! Und ist das nicht die Hauptsache am Schreiben? Ich bin der Meinung, dass auch Leser merken, ob der Autor Spaß an seiner eigenen Geschichte hat oder ob er nur ein Soll erfüllt.

Wer neu in meinem Blog ist, wird sich vielleicht wundern. Ich erwähne ja gerne mal, dass ich bereits fünfzehn Bücher geschrieben und veröffentlicht habe, und was ich gerade blogge, klingt ein wenig so, als stünde ich völlig am Anfang. Die bisherigen Veröffentlichungen hatten jedoch maximal 230 Buchseiten Umfang, und da ist es nicht möglich eine solch komplexe Plotstruktur unterzubringen, wie sie auf rd. 1.200 Seiten funktioniert. Daher ist dies in gewisser Weise auch Neuland für mich.

Ich denke, ich kann auch langsam verraten, dass es kein reiner Fantasyroman werden soll und schon gar keine High-Fantasy. Die Liebhaber dieses speziellen Genres mögen mir verzeihen, aber ich habe Probleme damit, wenn ich erst eine völlig neue Sprache lernen oder mich zumindest durch höchst ungewöhnliche Namen mit vielen Bindestrichen, Apostrophen oder sonstigen Lese-Erschwernissen kämpfen muss. Und auch völlig erfundene Welten reizen mich nicht.

Klar, auch ich habe meinen Tolkien gelesen. Und zwar war das Anfang der 80er, Der kleine Hobbit und Herr der Ringe noch in der alten Fassung. Und so weit ich mich erinnere, hatte ich auch meinen Spaß daran. Ein guter Freund hatte mich darauf gebracht, wir tauschten uns darüber aus und ich mochte es. Als Jahrzehnte später die Verfilmungen im Fernsehen liefen, wusste ich nicht einmal mehr, wer da alles mitspielte, und um was es eigentlich ging. Um den Ring, klar, aber die restliche Geschichte war völlig aus meinem Gedächtnis verschwunden. Vermutlich, weil es nichts “Reales” gab, an das ich mich klammern konnte. Denn es gibt diverse Bücher, bei denen ich auch nach zwanzig Jahren noch genau weiß, was da los war.

Also keine High Fantasy bei ALBATROS. Eher Urban Fantasy bzw. Magischer Realismus, allerdings mit einer historischen Ebene, die mir besonders viel Freude bereitet.

Magischer Realismus in der Literatur, das charakterisiert Wikipedia folgendermaßen:

Der magische Realismus vermischt die Grenzen zwischen Realität und Phantasie. Volkskultur, Mythologie, Religion, Geschichte und Geographie verschmelzen in den Texten und sind immer erkennbar. Er kombiniert zwei Konzepte, die in den Industrienationen als gegensätzlich gelten: Realität und Mythologie/Phantasie/Magie – doch der Gedanke ist, dass diese beiden im Sinne eines Balanceakts sehr wohl nebeneinander existieren können und nicht zwangsweise im Konflikt stehen.

Und ich denke, das trifft ALBATROS ziemlich genau.

Jetzt wisst ihr also schon wieder ein bisschen mehr über ALBATROS und ich widme mich jetzt weiterhin meinem Szenenplan :-)

Liebe Grüße

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