Einträge mit dem Tag: Autoren


Ich bin ein Iron Buchblogger

Iron BuchbloggerIronman kennen wir ja alle, Iron Blogger gibt es schon eine Weile, seit 2. September gibt es die Iron Buchblogger und seit 9. September bin ich dabei (und über Eisern Union rede ich lieber nicht *g*).

Montag, 16. September 2013

Das Prinzip ist dann also klar? Eisern bloggen, also bloggen bis der Arzt kommt. Die Idee gefiel mir schon länger - nicht erst, seit ich auf der #rp13 die Session Bloggen und Bier, das lob ich mir! gesehen hatte. Ich hatte nur wegen der Sanierung keine Zeit, mich an wöchentliche Vorgaben zu halten. Iron Blogging bedeutet nämlich: Wer es nicht schafft, mindestens 1x pro Woche zu bloggen, ist ein Slacker und muss Geld abdrücken. Eine Anmeldung zum damaligen Zeitpunkt wäre für mich echt teuer geworden ;-)

Das Iron-Blogger-Prinzip ist im Grunde das gleiche, wie bei einer Fitnessstudio-Mitgliedschaft: Der Laden läuft wegen der Mitglieder, die nicht hingehen, aber trotzdem zahlen *ichsehhierniemandenderdastut* *flöt* Nur, dass bei den Bloggern am Ende alle etwas davon haben, und zwar in Form von Bier, das von den Slackern bezahlt wird.

Zum Glück ist die größte Sanierungsnerverei hier vorbei (nicht, dass alle Handwerker schon durch wären, aber das Übelste ist geschafft), und Zeit hab ich zwar immer noch nicht, weil ich ja täglich für unser Lifestylemagazin schreibe und alles drumherum mache, was zu einem Startup dazu gehört. Aber als der Aufruf kam, ein Iron BUCHblogger zu werden, sah ich das einfach als Chance, euch hier im Autorenblog wieder häufiger mit meinen Beiträgen zu beglücken, wo ich ja eh den ganzen Tag Blogpostings schreibe. Und ihr freut euch jetzt bitte, ja? ;-)

Übrigens, wenn ihr einen Blick auf die oben verlinkte Iron-Buchblogger-Website werft, könnt ihr sehen, dass genau 0,- Euro in der Bierkasse sind. Da der Zusammenschluss erst zwei Wochen alt ist, gehören (natürlich) alle noch zu den Fleißigen und niemand zu den Faulen. Aber das ändert sich sicher bald. Und auch mich wird es irgendwann erwischen, da bin ich sicher.

Übrigens befindet sich auf der Seite auch ein Formular, das ihr ausfüllen könnt, wenn ihr auch ein Iron Buchblogger werden möchtet.

Liebe Grüße
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Machen Verlage die Autoren kaputt?

Schreiben & VeröffentlichenMachen Verlage die Autoren kaputt? Die Frage klingt ein bisschen provokant und so soll es ja auch sein. Ich hätte ebensogut fragen können: Machen Imprints die Autoren kaputt? Oder Machen Trends die Autoren kaputt? Und was meine ich überhaupt mit "kaputt"?

Freitag, 22. Februar 2013

Zunächst einmal: Man setze zwei oder mehrere Autoren zusammen und sie beginnen zu klagen. Da nehme ich mich keinesfalls aus, denn es gibt ja auch genug zu jammern. Die einen lamentieren über die wachsende Welle der Selfpublisher - früher bei Print on Demand heute bei Ebooks, die ohnehin für manche Autoren das Ende der Welt bedeuten, während andere Kollegen es als Chance auf eine völlig neue (zusätzliche) Leserschaft sehen. Wir schimpfen über Verlage, die viel Geld für Buchveröffentlichungen von den Autoren verlangen und über Veranstalter, die kein Honorar für Lesungen zahlen wollen. Andere regen sich über Amazon (jetzt sowieso) und das Bewertungssystem auf. Ein sehr großer Teil der Autorenschaft schimpft aus diversen Gründe auf die Verlage.

Aber alle sind sich einig: Dieses Warten auf den nächsten Trend ist die Pest.

Petra_sw_mitMützeundiPhone

Der Otto-Normalleser geht vermutlich noch immer davon aus, dass ein Schriftsteller eine Geschichte erzählen möchte, die einfach “raus” muss und mit diesem Manuskript dann einen Verlag sucht. Und wenn das Buch bei der Leserschaft gut angekommen ist, gibt es eine Fortsetzung oder ein weiteres, davon unabhängiges Buch. So war das früher mal, und bei manchen Autoren ist es auch heute noch so. Die Chance, dass es genau so läuft, ist allerdings bei kleinen Verlagen, die aus Idealismus gegründet werden, höher als bei den Publikumsverlagen, die sich den Gesetzen der Marktwirtschaft unterwerfen müssen. Denn dort wartet man schon lange nicht mehr auf eine gute, ungewöhnliche Geschichte, abseits von jedem Trend und jeder Schublade (auch da gibt es Ausnahmen, aber ich will ja hier von dem sprechen, was eher häufig passiert, also bitte ich auch im Folgenden die Verallgemeinerung zu entschuldigen).

Marktgerecht schreiben

In den großen Verlagen veröffentlicht man Autoren, die den jeweils angesagten Trend gerade am besten bedienen können. Auftragsschreiber im weitesten Sinne. Denn auch Agenturen nehmen nur noch Exposés an, bei denen sie sicher sind, dass “die Verlage das gerade suchen”. Und die Verlage suchen das, was die Leser wollen. Denken sie. Und dann veröffentlichen sie so lange immer neue Bücher im selben Stil (historische Liebesromane mit immer gleichen Titelbildern, Vampire, Engel, Harry-Potter-Derivate, Dystopien, Sado-Maso-Storys, achja und nicht zu vergessen, noch mehr Vampire ...)  bis auch die Leser es nicht mehr sehen können. Das führt dann zu frustrierten Autoren. Denn wer zum ersten Mal in einem Publikumsverlag veröffentlicht wird, denkt rasch es “geschafft” zu haben. Die große Ernüchterung folgt, wenn es bei diesem einen Buch im Verlag bleibt, weil die Verkäufe weit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Denn viele der Manuskripte wurden angenommen, um die große Nachfrage zu befriedigen. Die Nachfrage hat aber längst nachgelassen, wenn das Buch dann endlich veröffentlicht ist. In diesem Zusammenhang ist schon häufiger hinter vorgehaltener Hand das Wort Kanonenfutter gefallen.

Die Leser, die den Trend zunächst vielleicht wirklich mochten, bekommen dann für lange Zeit kaum etwas anderes. Denn WENN in der Verlagslandschaft erst einmal etwas als das Next Big Thing ausgemacht wird, der neue Trend, auf den alle lauern, und dafür meist nach Amerika schielen, dann stürzen sich auch alle Publisher drauf. Und reizen es aus bis zum Geht-nicht-mehr. Dumm für alle Autoren, die wirklich gute Geschichten mit anderen Themen in den Schubladen haben.

Zu früh, zu spät, zu komplex, zu Fantasy

Und so kommt es dann, dass Autoren mit Exposés zu spät (“Vor vier Jahren hätten wir das noch untergebracht!”) oder zu früh (“Vielleicht kommt das ja bald, aber die Verlage warten noch ab.”) bei ihren Agenten aufschlagen. Auch gerne genommen: “Das kann man keinem Genre zuordnen. Da wissen die Buchhändler ja nicht, wo sie es hinstellen sollen.” Und auf der Beliebtheitsskala ganz oben steht: “Bloß nichts mehr mit Fantasy!”

Nun wird Fantasy schon seit Jahren totgesagt, obwohl viele Leser phantastische Elemente in Geschichten sehr schätzen. Einige der schönsten Kinder- und Jugendbücher jenseits von Harry Potter sind Klassiker, die heute noch gerne gelesen werden, man denke nur an Pippi Langstrumpf oder Die Unendliche Geschichte. Dank Harry Potter und Twilight haben Verlage Fantasytitel und -linzenzen bis zum Abwinken eingekauft. So viele, dass sie immer noch nicht alle veröffentlicht sind. Dummerweise wollen Leser keine Vampirbücher mehr lesen. Ich bin nicht sicher, ob v.a. die Vampir-Schwemme in den Etagen der Entscheider dafür gesorgt hat, dass möglichst überhaupt keine Phantastik in Kinder- und Jugendbüchern mehr vorkommen darf.

Bei Young Adults sieht es schon wieder anders aus. Zum Teil sind eigene Imprints dafür gegründet worden

Imprints und Altersangaben

Imprints werden gegründet, um ein Verlagsprogramm in mehrere Segmente aufzuteilen.

Wikipedia erklärt Imprints so:

Ein Imprint ist im Verlagswesen eine Wortmarke, die im Buchhandel wie ein Verlag gehandhabt wird. Hinter ihr steht jedoch ein anders benanntes Verlagsunternehmen. Imprints dienen primär dem Marketing gegenüber dem Buchhändler und dem Endkunden. Den tatsächlichen Verlag nennt immer das Impressum. Große Verlage setzen Imprints ein, um ihr Verlagsprogramm in mehrere Segmente aufzuteilen. Imprints werden meist mit eigener Programmvorschau und weiteren Marketingmaßnahmen präsentiert; so lässt sich beim Händler größere Aufmerksamkeit erzeugen als mit einer einzigen Programmvorschau. Viele Verlage bedienen sich Imprints, um einen neuen Programmbereich im Handel zu etablieren, ohne das Verlagsprofil zu sehr aufzuweichen.

Stand früher häufig der ganze Verlag für eine bestimmte Literaturgattung, ist es heute schwieriger geworden, sich mit einem facettenreichen Verlagsprogramm anständig am Markt zu positionieren. Also wird man kleinteiliger. Als Beispiel (ohne Wertung) nenne ich einfach mal Egmont Lyx und Egmont Ink. Egmont Ink steht für spannende, hoch emotionale Bücher für Mädchen von 12 bis 16 Jahren (bei denen - hurra! - auch phantastische Elemente erlaubt sind). Bei Egmont Lyx werden Bücher im Bereich Romantic Thrill, Romantic Fantasy und Romantic History veröffentlicht. Beide Label gehören aber zu Egmont (der Verlag hat auch noch weitere Segmente in Imprints verwandelt). Die Leser kaufen aber eben nicht irgendein Buch vom Egmont Verlag, in der Hoffnung, dass es etwas für sie sein könnte, sondern sie kaufen Lyx und wissen genau, dass etwa alle dreißig Seiten eine Sexszene auftauchen wird (bitte nagelt - Ha. Ha. - mich nicht auf die genaue Seitenzahl fest). Und die Buchhändler wissen genau, in welche Ecke sie die Bücher stellen müssen. Was offenbar ein sehr starker Faktor im Buchbusiness ist.

Eigentlich könnte das eine gute Sache sein, führt aber nach meinem Empfinden dazu, dass zu viele Bücher nach Schema F geschrieben werden.

Ich finde es viel schöner, wenn der Autor die Marke ist. Ein Autor, der seinen eigenen Erzählstil hat, und dem die Leser es nicht übelnehmen, wenn das neueste Werk mal mehr historischen Hintergrund hat oder mal fantasylastiger ist. Dem ein Verlag auch mal Experimente gestattet. Nur muss er dafür seinen Namen erst einmal etabliert haben. Und das ist heute schwieriger denn je.

Shooting Star versus langsam aufgebauter Autor

Da gibt es natürlich die 8-Seiten-Vorschau-Autoren, die quasi aus dem Nichts auftauchen (auch wenn sie vorher schon diverse Bücher veröffentlicht haben, die aber eine kleinere Leserschaft hatten). Ich gönne es ihnen von Herzen, doch auf diesen Autoren liegt leider auch eine große Last. Denn es kann passieren, dass sich die Bücher trotz der Werbung nicht so verkaufen, wie geplant. Weil das Buch vielleicht in mehreren Foren schlecht besprochen wird. Oder weil das Genre noch zu “neu” ist und die Leute nicht drauf anspringen. Und WENN es sich so verkauft, wie erwartet - oder gar besser - dann steigt der Druck, das nachfolgende Buch (denn Folgeverträge sind bei diesen Größenordnungen ziemlich schnell auf dem Tisch; das ist der langen Produktionsdauer geschuldet) noch besser zu schreiben. Auch das ist nicht unbedingt der Kreativität zuträglich.

So cool solche Verträge mit Werbeschwerpunkt (und entsprechenden Vorschüssen, I guess) auch sein mögen, in gewisser Weise machen sie auch Angst. Ein sich langsam etabliert habender Autor mag auch mal ein Buch schreiben, das vielleicht aufgrund des Themas nicht so ankommt, wie der Verlag es erwartet haben mag. Vielleicht bleibt auch mal eine ganze Trilogie ein Stück hinter den Erwartungen zurück. Aber, neues Spiel, neues Glück. Wenn man einen Namen und eine starke Fanbase hat, läuft es beim nächsten Versuch wieder besser.

Leider bekommen die wenigsten Autoren heute noch genug Zeit sich zu etablieren, weil eben die Verlage nur noch den neuesten Trends hinterherhecheln. Was ich durchaus verstehe, wenn man den wirtschaftlichen Hintergrund betrachtet. In der Mode- oder Tech-Branche (nur um mal Beispiele zu nennen) ist es ja nicht anders. Nur bleiben leider die Autoren auf der Strecke.

Was tun mit den Schubladen voller Ideen?

Um bei der Fantasy bzw. Manuskripten mit phantastischen Elementen zu bleiben - da ist der Frust unter Autoren besonders groß, weil etliche der größeren Verlage - wie erwähnt - diese Storys inzwischen fürchten, wie der Teufel das Weihwasser. Diverse Kollegen sagen inzwischen, ok, wenn die großen Verlage nicht wollen, gehen wir eben wieder zu den kleinen. Oder es gibt Überlegungen, dass sich Fantasyautoren, die bereits eine starke Fangemeinde besitzen, sich zusammenschließen und mit dieser “Fanpower” einen kleineren Verlag “groß” (oder zumindest bekannter) machen. Auf jeden Fall bedeutet es für Autoren, finanziell zurückzustecken. Oder aber marktgerecht an den eigenen Wünschen vorbei zu schreiben und die guten Geschichten, die leider nicht im Trend liegen, auf ewig auf der Festplatte verstauben zu lassen. Viele meiner Autorenkollegen sind mittlerweile wirklich entmutigt.

Ich bekam inzwischen von mehreren Seiten den Tipp, mein aktuelles Manuskript einem bestimmten Imprint anzubieten, zu dem es gewiss hervorragend passend würde. Aber ganz ehrlich - ich hätte Angst, dann für immer und ewig genau so schreiben zu müssen. Und dabei ist es doch gerade die Vielfalt, die meinen Beruf ausmacht. Die Chance, meiner Kreativität freien Lauf lassen zu können. Deshalb sind wir doch Autoren geworden. Weil wir den Lesern gute Geschichten erzählen wollen. Geschichten, die sie überraschen. Und keine, bei denen klar ist, aha, das erscheint bei dem Verlag / Imprint, also kann ich mich auf spitze Zähne gefasst machen. So vergibt man auch die Chance, Leser für sich zu gewinnen, die sich nicht auf ein ganz bestimmtes Genre fokussiert haben.

Ebooks als Alternative?

Aufgrund der oben genannten Self-Publisher-Schwemme, halte ich es derzeit für kontraproduktiv Herzensprojekte als Ebook zu “verschleudern”, weil sie in der Masse derjenigen, die “unbedingt mal ein Buch schreiben” wollten, vermutlich untergehen wird, wenn man keinen großen Namen hat. Für mich sähe ich den Ebook-Markt derzeit eher als zusätzliche Möglichkeit vergriffene Bücher wieder aufzulegen. Oder für Autoren, die überhaupt kein Interesse daran haben, ihr Buch einem Verlag anzubieten - was es ja auch gibt. Letztlich ist es Geschmackssache, denke ich. Aber wenn man von der herkömmlichen Veröffentlichung als Papierbuch ausgeht, dann werden die Entfaltungsmöglichkeiten eben immer weniger. Ich verstehe die Verlagsseite durchaus, aber wir Autoren würden uns freuen, wenn trotz allem wieder mehr im eigenen Land nach tollen Büchern gesucht wird, die nicht schon von den Agenten im Vorfeld aussortiert werden müssen, weil “die Verlage sowas gerade nicht wollen”. Wer sagt denn, dass nicht irgendwo ein Vampirbuch schlummert, das völlig anderes ist als alle anderen, die bisher erschienen sind? Oder eine Geschichte, die mehrere Genres bedient und deshalb nach landläufiger Meinung nirgendwo hinein passt?  Möglicherweise ist es aber genau das, was die Leser gerade wollen und nirgendwo in den Buchhandlungen finden. Mit ein wenig mehr Mut, gibt es dann vielleicht zur Abwechslung einen deutschen Trend, der in die USA schwappt? Dem Vernehmen nach, kommt nämlich auch aus Amerika derzeit nicht das Next Big Thing, nach dem alle gieren.

Man kann auch Flauten und Frust auf dem Buchmarkt generieren, in dem man den Kreativen Fesseln anlegt.

Wie empfindet ihr Leser das? Mit vielen habe ich schon darüber gesprochen, aber hier liest sicher der eine oder andere mit, der seine ganz eigene Meinung zu Trends auf dem Buchmarkt hat. Wollt ihr wirklich immer das gleiche lesen? Seid ihr zufrieden damit, was euch Verlage als hip und angesagt präsentieren? Oder sucht ihr lieber nach den Perlen? Habt ihr Lieblingsautoren, die schreiben dürfen, was sie wollen, und euch trotzdem jedes Mal begeistern?

Und auch zum Schluss nochmal: Ich habe hier absichtlich vieles verallgemeinert, einfach, weil mir diverse Punkte davon immer und immer wieder sowohl bei der Kommunikation mit Agenten und Verlagen als auch in Gesprächen mit Kollegen und Lesern begegnen. Was nicht heißt, dass es nicht auch anderes laufen kann. Ich freue mich auch über Gegenbeispiele in den Kommentaren. Auf eine kontroverse Diskussion!

Liebe Grüße

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Das Autorencamp auf der Leiziger Buchmesse - Noch Plätze frei!

autorencamp-kleinAm kommenden Wochenende (17. und 18. März 2012) findet im Rahmen der Leipziger Buchmesse erstmals ein Autorencamp statt. Es ist kostenlos und es sind noch einige Plätze frei, also meldet euch rasch an! Informationen über das Prozedere gehen euch per Mail zu, sind aber z.T. auch auf der Autorencamp-Seite nachzulesen.

Mittwoch, 14. März 2012

Autoren brauchen den Austausch. Zu unübersichtlich ist der Buchmarkt geworden, zu vielfältig die Möglichkeiten, die nicht zuletzt die elektronischen Medien bieten - von Social Media Marketing bis Ebook. Die Leipziger Buchmesse stellt erstmals eine Plattform zur Verfügung, auf der dieser Austausch stattfinden kann, und zwar in Form eines Barcamps. Kurz gesagt kann man sich das so vorstellen, dass es sich dabei um eine Konferenz handelt, deren Themen / Sessions / Workshops spontan beim Anfangstreffen der Veranstaltung entstehen. Wer ein Thema hat, über das er berichten oder sich austauschen will, kann dies zu Beginn mitteilen, kurz die Interessenslage abfragen und sich in einen Stundenplan eintragen. That’s it. Über Erfolg und Misserfolg entscheiden letztlich die Teilnehmer mit.

Organisatoren des Autorencamps (offizieller Hashtag: #acl12) sind Franz Patzig und Leander Wattig. In der letzten Woche waren Franz und ich vom MDR zum Interview ins ARD-Haupstadtstudio eingeladen worden. Ihr könnt den Beitrag hier nachhören und erfahrt darin einiges über die Veranstaltung.

Mich könnt ihr übrigens am Samstag dort treffen.

ARD-Hauptstadtstudio-klein

Die Finalisten für den DeLiA-Literaturpreis 2011

Brigitte Janson, Gabriela Galvani, Petra Schier und ich haben als DeLiA-Jury 98 Liebesromane gelesen, und unter all den Büchern acht ausgewählt, die nun im Finale für den DeLiA-Preis 2011 stehen. Die Wahl ist uns wahrlich nicht leicht gefallen; viele schöne Romane konnten leider nicht mit in auf Shortlist. In den folgenden beiden Videos stelle ich euch die Bücher der Finalisten kurz vor:

Montag, 14. Februar 2011

8. Dezember

Kinder, Piraten, Krimi. Eine schöne Mischung, wie ich finde. Und deshalb verlose ich heute die Erstausgabe von The Pirates of Plymouth - Die Piraten von Plymouth.

Mittwoch, 08. Dezember 2010

Das britische Plymouth hat viel mehr mit Piraten zu tun, als man gemeinhin denken mag. Auch Alina und Leon sind überrascht darüber, als sie ihre Freundin Lucy besuchen, die sie bereits aus An exciting Cruise kennen, und die ihre Sommerferien ebenfalls auf dem Landsitz ihrer Großtante Mary verbringt.

Es ist vermutlich meiner Sehnsucht nach Platz für eine große Bibliothek zuzuschreiben, dass Tante Mary eine solche besitzt. Und Leseratte Alina ist auch schwer beeindruckt:

Mir blieb beinahe die Spucke weg, als Lucy uns in die Bibliothek führte, die sich auf der anderen Seite der Eingangshalle befand. Das war eindeutig das Paradies!

Wir betraten einen riesigen Raum, dessen Wände aus langen Regalreihen aus dunklem Holz bestanden, die vor Büchern überquollen. In gut zwei Metern Höhe verlief eine Art Reling an den Regalen entlang, an der man eine Leiter einhängen konnte, um an die Schätze in den oberen Reihen heranzukommen.

Viele Regale waren mit alten, in Leder gebundenen Büchern bestückt, die echte Würde ausstrahlten. Je weiter man in die Bibliothek hineinging, desto bunter wurde das Bild, denn auch unzählige ältere und neuere Taschenbücher füllten die Regale. Tante Mary war offenbar ein Krimifan. Raymond Chandler, Minette Walters, Henning Mankell, Val McDermid. Eine ganze Regalreihe bestand nur aus Büchern von Agatha Christie. Etliche hatte ich selbst schon gelesen, natürlich auf Deutsch.

Um es vorwegzunehmen: Ich besitze kein einziges Buch von Minette Walters oder Agatha Christie. Christie hatte ich früher in der Stadtbibliothek ausgeliehen; die Bücher gehörten aber nicht zu denen, die ich unbedingt HABEN musste. Minette Walters hat sich noch nicht ergeben. Chandler mag ich sehr, McDermid auch. Aber ich LIEBE die Wallander-Bücher von Henning Mankell. Der depressive Kurt ist mir total ans Herz gewachsen, und in den Verfilmungen muss es einfach Rolf Lassgård sein; er bringt das Gefühl, das ich an den Büchern so liebe, am bestern rüber. Mein absoluter Lieblings-Krimi-Autor ist allerdings mittlerweile Stieg Larsson! So sehr hat mich noch niemand in eine Story hineinzeihen können und ich beneide ihn - obgleich tot - heiß und innig um die Erschaffung der Figur Lisbeth Salander.

Man merkt, ich mag skandinavische Krimis. Wir sind in Schweden sowohl auf Wallanders als auch auf Blomkvists / Salanders Spuren gewandelt. Allerdings sind Mankell und Larsson bei weitem nicht die einzigen Skandinavier, die meine bescheidene BILLY-Bibliothek füllen. Aber auch ein paar englischsprachige haben sich eingeschlichen. Und deutsche natürlich! Neuerdings auch welche aus der Schweiz :-) Gerne zähle ich weitere auf, aber weil ich auch ein neugieriger Mensch bin, will ich für die heutige Aufgabe erstmal von euch was wissen:

Welches sind denn eure Lieblingskrimiautoren und könnt ihr das auch kurz begründen? Falls ihr Krimis nicht mögt, dürfen es natürlich auch andere Lieblingsautoren sein.

(ich vermute mal, dass hier eher Erwachsene mitspielen, die die “Pirates” für Kinder oder Enkel gewinnen wollen, aber selbstverständlich dürfen es auch Lieblingskinderbuchautoren sein! Und ich möchte wissen, wieso sie euch so gefallen)

UPDATE:
Die heutige Gewinnerin ist

Yvonne Cornils

Herzlichen Glückwunsch!

Im zweiten Teil des Postings habe ich gesammelt, welche Autoren wmpfohlen wurden, damit ihr alle etwas davon habt!
PiratesofPlymouth2008

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Das Geheimnis des Amazon-Verkaufsrangs

Das Amazon-Ranking ist für Autoren oft spannend, aber auch höchst kryptisch. Was bedeutet ein Rang von 34.789? Wieviele Bücher hat die Nummer 1 verkauft? dazu kam eben ein interessanter Link über die DeLiA-Mailingliste herein, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Sonntag, 14. November 2010

Ich schaue mir meine Rankings kaum noch an, da ohnehin nur zwölf Prozent der Buchverkäufe über das Internet abgewickelt werden und nicht nur bei mir der Eindruck entstanden ist, dass die Zahlen manchmal einfach überhaupt nicht stimmen. Aber es schadet ja nicht zu wissen, was eigentlich dahintersteckt ;-)

Inside the Amazon-Sales Rank ist komplett auf englisch, also versuche ich das hier mal zusammenzufassen:

Im Grunde gibt die Zahl des Amazon-Verkaufsranges an, wieviele andere Titel häufiger verkauft werden als das Buch, das man gerade beobachtet. Je niedriger die Zahl, desto besser die Verkäufe. Das haben wir uns ja auch schon gedacht. Üblicherweise werden die Ränge täglich neu angegeben.

Allerdings werden nicht alle Bücher mit der selben Frequenz gecheckt. Die Top-10.000-Bücher werden stündlich aktualisiert, die nächsten (bis 100.000) wöchentlich, der Rest monatlich. Sollte allerdings irgendein Titel, der weiter hinten rangiert, mit einem Mal in den Verkaufszahlen förmlich “explodieren”, hätte dies eine sofortige Neuberechnung zur Folge.

Es wird angenommen, dass Amazon täglich rund 150.000 Bücher verkauft. In dem Blogposting ist auch angegeben, wieviele Buchverkäufe etwa zu welchem Ranking führen:


Rang       Verkaufte Bücher

1               ca. 3.000 täglich
10             ca. 650 täglich
100             ca. 100 täglich
1000           ca. 13 täglich
10,000         ca. 2,2 täglich (11 Exemplare in 5 Tagen)
100,000       ca. 0.2 täglich (1 Exemplar in 5 Tagen)
1,000,000     ca. 0.006 täglich (3 Exemplare in 500 Tagen)
2,000,000     ca. 0.0001 täglich (1 Exemplar in 1.000 Tagen)

Alle Angaben ohne Gewähr


Allerdings hat sich mir nicht erschlossen, ob sich die Zahlen jetzt nur auf Amazon.com beziehen oder auch für Deutschland Gültigkeit haben. Doch nun haben wir immerhin eine Hausnummer.

Ferner wird in dem Beitrag gesagt, es ist egal, wann die Bücher verkauft wurden. Amazon hat dieses Ranking offenbar seit 5 Jahren. Bei einem Rang vom 900.000 hat sich dein Buch 11mal verkauft. Das könnte bedeuten, dass du vor 5 Jahren elf Bücher verkauft hast, dass sich dein Buch in der letzten Woche elfmal verkauft hat, oder dass du in jedem Jahr fünf Bücher verkauft hast. Der aktuelle Stand bleibt 900.000. Dein Buch steht immer in Relation zu den anderen. 889.999 Bücher haben sich öfter verkauft, Millionen anderer Bücher schlechter.

Es gibt noch einen weiterführenden Link, den ich unten angegeben habe, für diejenigen, die sich noch näher damit auseindandersetzen wollen. Ich arbeite lieber an meinem vielversprechenden Rang-1-Buch weiter ;-)

Links:

NaNoWriMo 2010

Grafik In vier Wochen geht der internationale Schreibwahnsinn wieder los: Der National Novelwriting Month 2010. Aus einem kleinen nationalen Wettbewerb mit 21 Teilnehmern im Jahr 1999, ist ein internationales Großereignis geworden, an dem 2009 165.000 Schreibbegeisterte teilnahmen.

Sonntag, 03. Oktober 2010

Das Ziel des NaNoWriMo ist es, vom 1. bis zum 30. November genau 50.000 Wörter zu schreiben.

Zu gewinnen gibt es nichts außer dem tollen Gefühl, gegen sich selbst gekämpft zu und das Ziel erreicht zu haben. Aber das ist es wert. Und selbst wer das Wörter-Pensum nicht erreicht, kommt vielleicht wenigstens ein Stück mit seinem Buchprojekt voran.

Im letzten Jahr wollte ich den November dazu nutzen, die Rohfassung von Kunstmord fertig zu schreiben, aber ich hatte zu viele Störfaktoren dabei und war gerade an dem Punkt angelangt, dass irgendwas im Plot nicht stimmig war und bei mir einen Schreibwiderwillen auslöste, den ich erst gegen Ende November wieder ausgemerzt hatte. Eigentlich soll man nach den NaNoWriMo-Statuten auch ein ganz neues Projekt beginnen, aber man bekommt ganz sicher keine Haue, wenn man an einem aktuellen Manuskript weiterschreibt.

Wie gesagt, es geht um die Motivation. Beim NaNoWriMo gibt es diverse Wortzähler, die man in sein Blog einbinden kann (schön zu sehen, wie der Wörterberg wächst), und man kann sich Writing Buddies suchen, und gegen deren Wörterpensum in den Wettbewerb treten.

Wer Lust hat, mich zu seinem Writing Buddy zu machen: ich bin writingwoman23. Da die Suche nach Autoren momentan allerdings noch nicht so richtig funktioniert (es gibt auf der NaNoWriMo-Seite anfangs immer ein paar Bugs, die aber rasch behoben werden), könnte ihr auch meine NaNoWriMo-Seite direkt ansurfen.

Der Austausch zwischen Buddies und in Foren hilft auch bei technischen und Motivationsfragen. Und natürlich gibt es eine Procrastination Station auf der Startseite ...

Eigentlich ist der Wettbewerb einfach ein großer Spaß, der einen zusätzlich voranbringt. Es ist ein schönes Gefühl, zu wissen, dass sich noch andere Wahnsinnige zur gleichen Zeit die Nächte um die Ohren schlagen ;-)

Na, wer ist in diesem Jahr dabei?

nanowrimo_participant_06_100x100

Links zum Thema:

Ich bin mal nebenan - beim Bücherwahnsinn

GrafikAlexandra vom Bücherwahnsinn hat vor einiger Zeit das Projekt Ich frage - Autoren antworten ins Leben gerufen. Dabei stellt sie immer drei Autoren dieselbe Frage und stellt die Antworten dazu online.

Samstag, 15. Mai 2010

Kürzlich hatte sie Arno Strobel, Nicole Rensmann und mir die Frage gestellt, ob schon einmal ein Buch von uns verfilmt wurde.

Die Antworten dazu findet ihr hier.


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Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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