Einträge mit dem Tag: ALBATROS


No Angels

Nein, hier ist nicht die Popgruppe gemeint. Es soll heute allerdings um Geflügeltes gehen - einmal um das ALBATROS-Manuskript und dann um Engel. No Angels deshalb, weil ich es eigentlich mit Engeln nicht so habe.

Donnerstag, 05. März 2015

Zeichnung einer mir unbekannten Engel-Statue. Von Petra A. Bauer 2015

Zeichnung einer mir unbekannten Engel-Statue. Von Petra A. Bauer 2015

Gestern Abend lag ich im Bett und wollte meiner neu erwachten Lust auf Zeichnungen nachgeben. Ich finde Statuen toll zum Zeichnen, allerdings steht in unserem Schlafzimmer keine herum. Also gab ich “Statue” bei der Google-Bildersuche ein, und neben einem antiken Diskuswerfer und Nappi (ob Napoleon sauer geworden wäre, wenn ich ihn so nenne? Vermutlich hätte er mir den Krieg erklärt) entdeckte ich eine Engelstatue, die mich sofort fasziniert hat. Ich glaube, es war die Anmut und Erotik, die darin mitschwang. Außerdem finde ich Flügel toll.

Das Foto fand ich auf Deviantart bei neverfading_stock, wo ich den Engel inzwischen auch in anderen Posen fand und mich deshalb frage, ob es eine echte, große Statue ist, die ich da gezeichnet habe, oder einfach eine kleine Figur. Letztlich spielt es keine Rolle, denn es hat Spaß gemacht sie zu zeichnen, während nebenher Big Bang Theory lief ;-)

Zurück zu No Angels: Ich glaube nicht an die Existenz von Engeln, sondern halte die Däniken-Variante von Astronauten für tausend Mal wahrscheinlicher. Menschen, die fliegen. Fliegen? Das können doch nur Vögel! Also dichtet man den Menschen Flügel an und fertig ist der Engel. Aber dazu hat bestimmt jeder seine eigene Theorie.

Da ich Atheistin bin, glaube ich auch nicht an Schutzengel o.Ä. - bestenfalls im übertragenen Sinn. Und Esotherik regt mich auf. Ich mag einfach ästhetische Dinge und es kann durchaus passieren, dass ich diese oder andere Engel-Statuen weiterhin zeichne. Aber man möge mich bitte nicht für eine Engels-Gläubige halten.

ALBATROS

Nachdem das also geklärt wäre, kurz noch was zum Manuskript. Ich schrieb ja schon häufiger, dass im Projekt mit dem Arbeitstitel ALBATROS in keiner der zahlreichen Varianten je ein Vogel vorgekommen wäre (fragt mich bitte nicht, wie ich dann zu diesem Namen kam - ich weiß es nicht mehr).

Gestern fragte ich mich dann: “Warum eigentlich?” Und ab sofort kommt im Manuskript ein Vogel vor. Ein ganz besonderer Vogel, der mir jetzt schon viel Spaß macht. Dass ich darauf nicht viel früher gekommen bin!

So, nun aber weiter am Manuskript schreiben und ein bisschen Entrümpeln will ich auch noch.

Liebe Grüße

Petra

Roh-Manuskript Stand 4. März 2015:


14 Normseiten, 3.476 Zeichen

Zahlen und lose Enden

Beim NaNoWriMo die ersten 10.000 Wörter geschrieben, 4.500 Follower auf Twitter erreicht und dann noch eine ganz besondere Autorenfreude, die ich soeben auf meiner Facebook-Autorenseite kundgetan habe:

Dienstag, 13. November 2012

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Ja, lustig, irgendwie habe ich den NaNoWriMo in diesem Jahr erst gar nicht richtig ernst genommen. Ich schreibe ja ohnehin. Aber ich merke immer wieder, wie anspornend es ist, die Summe der Wörter immer höher zu treiben und zuzuschauen, wie das Stück vom 50.000er-Kuchen immer größer wird.
Grafik Weil ich so ein Spielkind bin, trage ich alle paar Absätze die neue Zahl in das Feld auf der NaNoWriMo-Seite ein und freue mir einen Keks :-) Auch wenn ich im Moment darauf sieben Seiten des Manuskripts lösche, die ich vor November geschrieben habe (ja, ich schreibe entgegen der Regeln einfach an meinem bestehenden Manuskript weiter. So what?) und bei denen ich schon beim Schreiben vor Langeweile fast vom Stuhl gefallen wäre. Wie soll es da erst den Lesern gehen?

Früher klebte ich immer an meinen Ideen, aber mittlerweile bin ich ziemlich brutal damit, wenn es um dieses Kill your darlings geht. Ich habe weiß Gott schon einige Darlings gekillt bei diesem Projekt. Oder besser: Sie liegen im Koma. Ich habe eine Datei namens: Aussortiert. Da packe ich solche Abschnitte hinein. Nur für den Fall, dass ich sie doch nochmal brauche. Brauche ich nie. Aber wenn ich sie einfach nur löschen würde, dann ganz sicher. Man kennt das ja.

An den Wochenenden schreibe ich meist nicht, v.a. wo meine Söhne ja im November Geburstag haben. Das Mauerfallkind hatte letzten Freitag, K3 nächsten Freitag. Also hab ich gestern wieder voll losgelegt und heute - wie üblich - den Text vom Vortag überarbeitet und erweitert und anschließend weitergeschrieben. Das Weiterschreiben ging gut, denn ich wusste ungefähr was passieren sollte und habe diesen Gedanken mit in die Dusche genommen. Das mache ich manchmal, und wenn die Idee schön sauber geschrubbt ist, fällt mir schlagartig eine ganze Szene dazu ein. Platsch :-)

Nach Ende dieser Szene habe ich noch einen Dialog geschrieben. Der wird mit Sicherheit nicht so stehehbleiben, es war mehr so das, was ich einen Verlegenheitsdialog nenne. Ein Übergang zur nächsten Szene. Da hing ich irgendwann und aktualisierte den Wörterbestand: über 10.000! Da habe ich mich erstmal ne RUnde gefreut und dann wieder “laut gedacht”. Ich habe ja schon öfter mal erzählt, dass ich dann im .doc herumgrüble, was ich denn jetz tmit dem und dem Problem anfange oder wie ich von A nach B komme. Und plötzlich, ohne einen besonderen Grund*, knallte mir tatsächlich die Lösung all meiner Probleme vor die Füße! Nein, keine dicke 42. Sondern die Idee, wie ich die historische Ebene ganz einfach mit der heutigen verknüpfe. Also, verknüpft waren die Ebenen ohnehin, aber noch nicht so schön und plausibel wie jetzt.

Ernsthaft, ich errschrecke mich immer ein bisschen, wenn so etwas passiert. Jeder Autor kennt diese Momente, wo alles plötzlich logisch wird und die losen Enden mit einem Schlag wissen, wo sie hingeknotet werden müssen. Aber ich könnte beim besten Willen nicht sagen, weshalb mir das gerade in diesem Moment eingefallen ist. Ich war gerade unter Zeitdruck und wollte nur noch diesen einen etzten “laut-Denken-Satz” aufschrieben, und das nächste, was ich schrieb war: HA! Und dann der Einfall, den ich in diesem Moment hatte und den ich euch leider nicht verraten kann.

Jetzt verratet mir nur noch, weshalb das passiert, nachdem ich das Exposé rausgeschickt habe?

Jessas.

Und was die oben erwähnten Follower auf Twitter angeht: Ich musste vorhin ein bisschen grinsen. Die ersten 3.500 Follower hatte ich bis 2009 oder so zusammen (ich bin ja seit April 2007 dabei). Eine hohe Followerzahl ist nichts, wofür ich jetzt einen Bonbon geschenkt bekäme oder so, es hatte sich nur einfach ergeben. Als Twitter dann “Mainstream” wurde (naja, nicht wirklich, aber es wurden ziemlich plötzlich ziemlich viele User), war natürlich die Auswahl auch größer, wem man denn folgen möchte. Anfangs waren wir ja nur ein paar hundert Pappnasen in Deutschland. In der Zeit habe ich auch nicht besonders viel getwittert und so haben die letzten 1.000 Follower etwa so lange zu mir gebraucht, wie die ersten 3.500. Wie gesagt, kein Bonbon, kein Keks, aber runde Zahlen haben mich schon immer fasziniert. Und das sind die einzigen (Mathe = 5).

Für heute hab ich hier genug rumgeschwurbelt, ich weiß auch nicht, irgendwie hat mir dieses Lose-Enden-Verknüpfen überschüssige Energie geschenkt.
Ich wünsche euch ebensolchen kreativen Input oder was ihr euch sonst gerade wünscht.

Liebe Grüße

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*Ja, ich liebe Forrest Gump ;-)

NaNoWriMo 2012

NaNoWriMo 2012Es ist November und wieder NaNoWriMo-Zeit!

Dienstag, 06. November 2012

50.000 Wörter in 30 Tagen ist auch in diesem November das Ziel. Der Anfang war in diesem Jahr bei mir ein bisschen halbherzig und so habe ich direkt am 1. November völlig verplant, dass der Schreibmarathon-Monat schon angefangen hatte. Am zweiten Tag habe ich dann ein bisschen was geschrieben, war aber sehr abgelenkt und habe entsprechend wenig geschafft. Heute habe ich in relativ kurzer Zeit das “eigentlich” notwendige Pensum von 1.667 Wörtern geschafft. Das ist der Schnitt von 50.000 : 30 Tage. Natürlich müsste ich inzwischen täglich etwa 200 Wörter mehr schreiben um das Pensum noch zu schaffen. Aber da es ja keine “NaNo-Polizei” gibt, ist es natürlich völlig schnupsi, ob ich die 50.000 schaffe oder nicht.

Wer sich jetzt über die Wörterzählerei wundert: Es soll dazu führen, dass man den sog. inneren Zensor mal für eine Weile auf Urlaub schickt und einfach schreibt, was einem als Erstes in den Sinn kommt. Überarbeitet wird später.

Natürlich hätte ich ohnehin geschrieben, aber ich nehme den November zum Anlass, mit ein bisschen Spaß und Wettbewerb das Manuskript einen großen Schritt voranzubringen. Ich habe im Exposé die grobe Richtung skizziert, weiß also ungefähr was als nächstes kommt. Jetzt entwickle ich während des Schreibens den Weg zur nächsten “Base” um mal in Baseballsprech zu verfallen. Damit meine ich den Punkt von dem ich schon weiß, was dort geschehen wird.

Da ich jedoch meist erst noch durchlese, was ich vorher geschrieben habe, findet die Überarbeitung des bisherigen Textes beinahe automatisch statt. Was nun dazu führte, dass ich die Textprobe des Exposés optimiert habe. NACHDEM ich das Exposé auf Wunsch einer Lektorin rausgeschickt habe. War ja klar ;-) Vorher ist mir auch nach x-maligem Lesen nicht aufgefallen, was sich da noch für Potenzial verbirgt. Nunja, das nennt man wohl Schicksal *g*

Was ich übrigens sehr hübsch finde: Hilke vloggt jeden Abend über ihren jeweiligen NaNoWriMo-Tag auf Youtube: Monat des Schreibens: Das Schreibtagebuch. Mich hat es schon motiviert :-)

Sooo, der Abend ist noch frisch - 2.400 Wörter habe ich heute schon getippselt - da sind noch ein paar drin ;-) Den Fortschritt könnt ihr in der rechten Sidebar sehen, wiee in jedem Jahr. Und wer sich zu meinen Writing Buddies gesellen möchte: Hier ist mein NaNoWriMo-Account.

Liebe Grüße

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NaNoWriMo-Experiment: Gewonnen!

NaNoWriMo WinnerDer diesjährige National NovelWriting Month liegt seit Mitternacht hinter uns. Ich habe zum dritten Mal am NaNoWriMo teilgenommen und diesmal die erforderlichen 50.000 Wörter in den vorgegebenen 30 Tagen auch erreicht. Zu meinen Bedingungen.

Donnerstag, 01. Dezember 2011

Ich hatte mich offiziell mit ALBATROS angemeldet. Aus Gründen hatte ich mich allerdings kurz nach dem Start an 1. November einem anderen Exposé / Manuskript gewidmet. Außerdem hatte ich ein Experiment vor, da mir klar war, dass ich mit dem neuen Projekt die 50.000 nicht schaffen würde, wenn ich mich nicht völlig verausgaben wollte. Und - Überraschung! - das wollte ich nicht.

Jedes Wort zählt

Das Projekt - nennen wir es im Blog einfach mal C-PUNKT - hatte noch kein fertiges Gerüst an dem ich hätte entlangschreiben können. Ich hatte also viel Brainstorming und Outlining vor mir. Dass auch das zum Erreichen der NaNo-Ziellinie nicht reichen würde, war mir von vorneherein klar. Und da man mich ja nicht schlagen oder sonstigen Repressalien aussetzen würde, wenn ich mich nicht sklavisch an diese eine “novel” hielte, habe ich beschlossen mal zu schauen, wieviel ich denn ÜBERHAUPT so am Tag schrieb. Egal ob C-PUNKT, andere Manuskripte, Mails, Tweets, Beiträge bei Google+ oder facebook, alles zählte, und auch Blogpostings rechnete ich mit ein. Hauptsache am Rechner getippt. Ich wollte wissen, wie weit ich damit bei der Zählung kommen würde. Dazu habe ich ALLES, was ich geschrieben habe, per copy and paste in ein .doc kopiert, um einen Überblick über die Anzahl der Wörter zu haben.

Ein riesiger Wörterberg

Vom Ergebnis bin ich fast ein wenig geschockt (kann man “ein wenig” geschockt sein? So ein kleines Schöckchen vielleicht? *g*). All das Zeug, das ich täglich so in den Rechner hacke, war etwa das durchschnittliche NaNoWriMo-Wörterziel (man benötigt im Schnitt 1.667 Wörter pro Tag um pünktlich am 30. November 50.000 Wörter zu erreichen). Ohne, dass ich mich jetzt extra angestrengt hätte. Einfach das, was täglich so anfiel. Dafür habe ich nicht sonderlich viel Zeit gebraucht, denn man weiß ja, eine Mail ist schneller geschrieben als selbst die schlampigste Rohfassung eines Manuskripts. Aber es hat mir eines gezeigt: Mit einem engmaschigen Plot-  bzw. Szenengerüst, wäre ich durchaus in der Lage, ein nicht ganz dünnes Buch innerhalb eines Monats zu verfassen (ich hab mal eines in 12 Tagen in einem Rutsch durchgeschrieben, das hatte allerdings auch nur 80 Normseiten und die Muse hatte mich zu diesem Zeitpunkt heftigst geknutscht). Leider waren nur ca. 20% der gesamten Textmenge manuskriptbezogen. Sollte uns das zu denken geben? Ich denke - vielleicht.

Gemischte Planungs- und Schreibphase

Ich müsste ein vollkommen anderer Mensch sein - also komplett frei von ADS und dafür extrem durchstrukturiert - um das durchhalten zu können. Außerdem kommen mir viele Ideen für ein Manuskript, während ich artfremde Dinge schreibe. Dann kommt noch hinzu - ich hatte es schon häufiger festgestellt, dass ich zumindest anfangs gleichzeitig plotten und schreiben muss, um während des Schreibens wichtige Hinweise auf den Fortgang der Geschichte zu erhalten. Erst, wenn mir dadurch von Anfang bis Ende alles klar ist, kann ich dieses Gerüst kontinuierlich mit “Fleisch” füllen. Und dieser Anfang dauert dadurch eben deutlich länger. Doch letztlich denke ich, es ist egal, ob ich VORHER gründlichst plane um dann in einem Rutsch durchzuschreiben, oder ob sich die Planungs-und Schreibphase vermengen. Immerhin habe ich herausgefunden, dass ich auch kein reiner Bauchschreiber bin. Ich will schon vorher wissen, wohin die Reise geht.

Meine NaNoStatistik 2011

Zurück zum NaNoWriMo. Ich habe hier mal meine Statistik für euch:

nanowrimoENDE

Seht ihr die abgeplattenen Teile der Kurve? Das sind die Wochenenden, an denen ich mehr mit meiner Familie rumturne als am Rechner zu sitzen. Das letzte NaNo-Wochenende war besonders rechnerfrei, daher kam ich in den letzten beiden Tagen dann doch ein wenig dahin, mehr zu schreiben als ich eigentlich ohne Anstrengung (also ohne extra auf NaNo.Wörter zu achten, anstrengend ist es ja eh nicht) gemacht hätte. Was aber auch nicht schlimm war, weil ich merkte, dass auch knapp 6.000 Wörter am Tag kein echtes Problem darstellen. Mein Rekord lag ja auch bei 22 Manuskript-Normseiten für einen Krimi. Wenn man bei den 1.800 Wörtern pro Normseite einfach mal von durchschnittlich sechs Buchstaben pro Wort ausgeht, sind das bei 22 Seiten 6.600 Wörtern - es käme also auf dasselbe heraus.

Witzig finde ich, dass ich zur Halbzeit - also nach 15 Tagen - exakt 25.000 Wörter geschrieben hatte.

Jetzt zum Ende habe ich alle 50.846 Wörter in Normseiten formatiert. Das Ergebnis: 244 (!) Normseiten in 30 Tagen geschrieben. Da kann man einerseits sehen, was ich für ein Plappermäulchen bin, andererseits sehe ich, dass ich REICH sein könnte, gelänge es mir, das alles zu kanalisieren ... Jeden Monat ein Buch (theoretisch). Traumhaft :-)

Wer weiß, vielleicht ziehe ich - und ihr? - aus meinem kleinen Experiment ja eine großartige Erkenntnis? Nur umsetzen müssten wir die dann noch :-)

Und, wie war euer NaNoWriMo so?

 

ALBATROS [20111026] Weiter geht’s!

Grafik Die Stammleser unter euch haben sich möglicherweise gefragt, weshalb ich länger nichts zu ALBATROS geschrieben habe, und die neuen Leser werden sich fragen: ALBATROS? Hä? Wat'n dat fürn komischer Vogel?

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Also, für die Neuen: ALBATROS ist der Arbeitstitel eines Buchprojekts, in dem bisher kein einziger Vogel vorkommt ;-) Aber irgendwie wollte ich das Projekt-Tagebuch hier im Blog benennen, ohne zu viel vorab zu verraten. Und für die Stammleser: Es gab nichts zu schreiben, weil die Arbeit an ALBATROS für andere Projekte zurückgestellt werden musste. Leider. Denn als ich die Arbeit kürzlich wieder aufnahm, las ich die vorhandenen 90 Seiten, als hätte sie jemand anders geschrieben.

Nun ist es durchaus sinnvoll, ein Manuskript für einige Wochen liegen zu lassen, um tatsächlich eine gewisse Distanz zum Text zu erreichen. Allerdings handelte es sich hierbei um mehr als nur ein paar Wochen, und wenn man meine notorische Vergesslichkeit zugrunde legt, kann sich jeder vorstellen, dasss ich mich nun komplett neu einarbeiten muss.

Die Schlüsselszenen, die mich z.T. seit elf Jahren begleiten (denn so alt ist die Kernidee schon), habe ich natürlich noch gut im Kopf. Aber einige der neuen Figuren mussten sich mir nochmal neu vorstellen. Dabei ergaben sich allerdings überraschende Aspekte, die mich wieder ein Stück vorangebracht haben. Überdies ermöglicht mir der Abstand eine ganz andere SIchtweise auf den vorhandenen Plot, und ich werde wohl einiges wieder umwerfen, bevor ich mit dem Grundgerüst zufrieden bin.

Ich hatte hier im Blog bereits erwähnt, dass meine Herangehensweise eine Mischung aus Bauchschreiben und Gerüstschreiben ist. Das bedeutet, ich muss eine Weile am Text mehr oder weniger drauflosschreiben, nur mit einer Idee im Hinterkopf. Währenddessen wird mir klarer, wo ich eigentlich hin will und DANN entsteht das Gerüst für das Exposé. Die Schwierigkeit bei ALBATROS liegt v.a. darin, dass ich das Projekt als Trilogie konzipiere. D.h., ich muss die Spannungsbögen nicht nur für ein Buch anlegen, sondern, zumindest grob, für drei Bücher.

Bisher kam das noch nicht vor, denn meine drei Girls in Love-Bände waren ja ursprünglich als Einzelbände konzipiert. Ich hatte zwar grob skizziert, wie ich mir das weiter vorstellen könnte, aber beim Schreiben von Band eins spielte das weitere Schicksal der Protagonistinnen keine Rolle, da die Bände ohnehin in sich abgeschlossen zu lesen sein mussten, ebenso wie die Kinderkrimis oder die Kappe-Krimis, obwohl auch diese zu einer Reihe gehören.

Diesmal also eine Trilogie.

Es ist ziemlich spannend für mich, nun wieder in diese Welt abzutauchen, und ich kann es kaum erwarten diesem “Baby”, das nun schon so lange als Idee in meinem Kopf herumspukt, zum Krabbeln zu verhelfen.

ALBATROS [20101215] - Näheres zur Arbeitsweise

Grafik Mindmapping ist gut, Aufschreibing ist besser ;-)

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Jedenfalls für mich.

Ich habe eine professionelle Mindmapping-Software, die ich auch nutze. Zumindest gelegentlich, wie zu Beginn des ALBATROS-Projekts. Doch ich stelle ja - auch im Büroalltag bei der Ablage von Geschäfts- und Familienkorrespondenz - immer wieder fest, dass ich zu blöd zum Katalogisieren bin. Vermutlich bin ich dafür zu wenig linkshirnig veranlagt ;-) Ich will die Dinge immer in mehrere Kategorien einsortieren, weil ich später garantiert sowieso nach dem falschen Stichwort suche (daher mag ich tags, weil man davon unzählige verschiedene vergeben kann).

Deshalb halte ich mich auch viel zu sehr damit auf, wie ich die einzelnen Zweige der Mindmap benenne und welche Bildchen ich dazusortiere. Die Bilder und Einzelwörter sollen ja beim kreativen Denken helfen. Das leuchtet mir so weit auch ein. Aber wenn anderen Mindmappern ein Wort genügt, dann wirkt diese Beschränkung bei mir eher als Denkbremse, weil ich mich ja auf ein einziges Wort beschränken soll. Und dass ich mich nicht besonders gut entscheiden kann, das hatten wir ja neulich schon irgendwo. Ach nee, das war im Texttreff, aber egal.

Jedenfalls bin ich heute an einer Stelle im Rohmanuskript wieder auf eine offene Frage gestoßen. Derer gibt es natürlich viele, doch diese ist ziemlich wesentlich und hat mit der Vergangenheit meiner Antagonisten zu tun. Ich habe also die Frage genauer formuliert und in weitere Fragen unterteilt. Dann habe ich mir mein Strickzeug geschnappt, weil ich weiß, wenn ich solche Fragen bei einer monotonen Tätigkeit im Hinterkopf behalte, komme ich der Antwort näher.

Was soll ich sagen? Ich hatte kaum das Strickzeug zur Hand genommen und zwei Maschen (!) gestrickt, da kam mir schon die zündende Idee! Ich fing an, alles, was mir dazu einfiel, einfach in das Rohmanuskript zu tippen. Ich habe quasi wieder laut überlegt. Dabei bin ich auf Dinge gestoßen, die ich nochmal recherchieren musste und habe auch die Überlegungen dazu laut gedacht. Das ist für mich so viel wertvoller als ne Mindmap. Die nutze ich eher hinterher, um die Ergebnisse festzuhalten. Beim Denken ist sie für mich hinderlich. Das hätte ich nicht gedacht, aber nun habe ich das auch endlich herausgefunden :-)

Nun schreibe ich schon fast elf Jahre beruflich, aber die Aha-Erlebnisse zu meiner Arbeitsweise hatte ich alle erst in den letzten Wochen. Möglicherweise liegt es daran, dass ich nun auch mal die Zeit habe, mir das von Weitem anzusehen und drüber nachzudenken. So habe ich ja auch gelernt, dass die Wörter-Bolzerei beim NaNoWriMo eigentlich nicht meinem Naturell entspricht. Mein Rohmanuskript, mit allen Überlegungen ist inzwischen auf 87 Seiten und 24.200 Wörter angewachsen, noch nicht ganz die Hälfte dessen, was eigentlich das NaNo-Novemberziel war. Mir wurscht. Es geht kontinuierlich voran, und all den Wust extrahiere ich momentan in ein anderes Dokument (das ich auch für meine Testleserin aufbereite, denn im Rohmanuskript würde sie sich verlaufen *g*). Das sieht dann so aus:

Ich suche im Rohmanuskript nach den Stellen, die ich chronologisch in das “echte” Manuskript einfügen möchte. Wenn ich die Stelle gefunden habe, lese ich sie durch und schaue, wo sie optimierbar ist. Sprachlich überarbeite ich also, und / oder füge nähere Beschreibungen ein, etc. Das macht die Figuren für mich schon wieder plastischer. Denn auch hier gilt: Stures Abarbeiten von Figuren-Fragebögen fällt wieder in das Kategorisierungsproblem und ist nicht Petra-kompatibel. Auch das war mir früher nicht bewusst. Gerne trage ich HINTERHER in die Fragebögen ein, was ich über die Figur erfahren habe. So als Erinnerungszettel, damit nicht aus Versehen die Augenfarbe variiert. Wie die Figur charakterlich ist und wie sie aussieht, muss sie mir während der Story schon selber sagen ;-)

Wenn ich dann mit der Stelle zufrieden bin, kopiere ich sie in das “echte” Manuskript. Dort lese ich sie im Zusammenhang mit den vorherigen Szenen. Dabei fallen mir Dinge ein, die ich ergänzen möchte. Manchmal überarbeite ich es dabei sprachlich erneut. Damit ich nun aber nicht von zwei verschiedenen Versionen im Rohmanuskript und im anderen Mansukript verwirrt werde, gleiche ich die Passage im Rohmanuskript auch wieder an.

Klingt voll umständlich, ist es sicher auch, aber sehr effektiv :-)

Ich bin jedenfalls kein Mensch, der streng nach Lehrbuch arbeiten kann. Und wenn ich ehrlich bin, dann will ich das auch nicht. Ich will keine Schema-F-Plots, wo vorher schon klar ist, dass der Böse um die Ecke gucken muss, bloß weil gerade der erste Plotpoint fällig wäre und ich mich an einen 7-Stufen-Plot klammere, oder das Ganze in 12 Teile oder drei Akte untergliedere. Das kann man am Anfang mal ausprobieren um ein grundsätzliches Gefühl für Dramaturgie zu bekommen. Aber irgendwann müssen die Figuren die Geschichte so erzählen dürfen, wie sie sich zugetragen hat. Und wenn es denn, obwohl ich es mir wirklich gewünscht habe, nicht so funktioniert, dass ich für das ganze große Projekt ein detailliertes Plotgerüst erstellen kann, an dem ich dann “entlangschreibe”, dann ist es eben so und ich muss damit leben. Vielleicht muss ich auch einfach noch viel mehr Hintergrund dazu wissen, aber dann bin ich vermutlich mit der Häfte des ersten Bandes schon fertig ;-)

So what?

ALBATROS [20101208]

Grafik Neues von der ALBATROS-Front!

Mittwoch, 08. Dezember 2010

Nachdem ich mich seit NaNoWriMo-Ende wieder davon befreit habe, einfach nur viele Wörter zu produzieren (obwohl ich jetzt mit 77 Seiten eine schöne Arbeitsgrundlage habe), widme ich mich jetzt mit Wonne der Überarbeitung :-)

Ja, ich weiß, die meisten Autoren hassen das. Ich eigentlich auch. Allerdings schreibe ich normalerweise gleich so, dass ich zufrieden bin. Das bedeutet, ich tippe drauflos, damit erst einmal alles da steht und ich meine Gedanken nicht vergesse. Wenn die Szene / der Gedanke fertig zu Papier gebracht wurde, formuliere ich um, schmücke aus, passe die Stimmung an, etc., je nachdem was der Text von mir verlangt. Erst dann tauche ich gedanklich in die nächste Szene ein.

Im letzten Monat habe ich aber NUR die Gedanken festgehalten. Ich habe nun viele Seiten Roh-Rohfassung, die es wie oben umzuformulieren und auszuschmücken gilt. Dabei versuche ich die Textteile (ich habe nicht alles chronologisch geschrieben), schon möglichst an die richtige Stelle zu bringen.

Mir macht es gerade viel Spaß, weil ich nun die Figuren noch viel besser kennenlerne, tiefer ins Setting eintauche und endlich auch die Sprache bzw. Tonalität des Gesamtmanuskripts festlegen kann. Vorher habe ich den Text mehr aus der Entfernung betrachtet; er war nicht richtig “bei mir”. Jetzt hat sich das geändert und wirkt endlich wie ein homogenes Werk, bei dem man sieht, wohin der Weg gehen soll.

Das hat mich meinem Exposé noch nicht wirklich näher gebracht. Ich habe schon erwähnt, dass dieses Projekt umfangreicher werden wird, als alles, was ich bisher geschrieben habe. Da gebe ich die “Leitlinie” erst aus der Hand, weenn ich mir 100%ig sicher bin, dass ich den Plot so habe, wie ich ihn möchte. Dass ich später mit Sicherheit stellenweise davon abweichen werde, steht auf einem anderen Blatt. Aber die Idee muss ich ruhigen Gewissens als “rund” verkaufen können.

Jetzt erfreue ich mich an der Ordnung, die sich langsam einstellt und das Bild aus dem Nebel deutlich hervortreten lässt. Und wenn ich noch 100 Seiten schreiben muss, bis mir der Plot vollständig klar ist, dann muss ich das eben tun.

Außerdem habe ich kürzlich in eines meiner älteren Bücher hineingelesen und bin wirklich froh, dass ich mich seither deutlich weiterentwickelt habe :-)

ALBATROS [20101202]

Grafik Ich habe einige Zeit nichts mehr über mein neues Buchprojekt geschrieben. Das hat verschiedene Gründe.

Donnerstag, 02. Dezember 2010

Nach dem letzten Eintrag waren wir wieder auf Wohnungssuche in Zürich (und yessss! gestern kam endlich eine Zusage, und jetzt haben wir beide zugegeben, dass es eigentlich die Wohung war, die uns am besten gefallenhatte, wenn sie auch etwas weiter draußen liegt), und danach war ich erstmal völlig raus. Vor lauter Schreck hatte ich sogar den NaNoWriMo vergessen ;-)

Ich habe bis zum NaNo"Schlusspfiff” am 30. dann auch tatsächlich nicht mehr weitergeschrieben, weil auch noch so viel anderes zu erledigen war. Dass ich statt der 50.000 Wörter nur 20.000 geschrieben habe, stört mich aber nicht weiter, denn ich wollte letztlich auch nicht mehr blindwütig irgendwas schreiben, nur um auf das Pensum zu kommen. Mit den 20.000 Wörtern habe ich aber eine klare Linie vorgegeben. Oder besser: Ich weiß jetzt, wie der Hase läuft. Wesentliche Elemente sind da, die es nun zu einem Ganzen zusammenzuknüpfen gilt.

Ich recherchiere weiterhin, so lange, bis ich ausreichend Material beisammen habe um wirklich ein anständiges Exposé sowie eine möglichst genaue Kapielübersicht erstellen zu können. Bei dem Umfang, der mir vorschwebt, kann das noch einen Moment dauern.

Jedenfalls stöbere ich mit Wonne gerade reichlich Sekundärliteratur durch :-)

Was ich an der Recherche liebe. sind die neuen Erkenntnisse und Aha-Erlebnisse, die sie für den Fortgang der Story bedeuten. Schade finde ich dabei, dass ich in dieser Zeit nicht schreiben kann. Wie gerne würde ich bestimmte Figuren schon jetzt zum Leben erwecken, aber der Kontext ist nicht fertig ausgearbeitet. Und so muss ich sie noch eine ganze Weile auf ihren Einsatz warten lassen. Hoffentlich nicht zu lange - sonst entgleiten mir die Bilder, die ich bislang nur mit Notizen festhalte.

Am liebsten würde ich das fertige Buch gerne schon in den Händen halten! Nicht, weil ich die Arbeit daran scheuen würde und sie hinter mir haben wollte, sondern, weil die Arbeit an diesem Buch die aufregendste ist, die ich bisher hatte. Also,  nicht, dass wir uns falsch verstehen! Ich bin keinem Herzkasper nahe, weil ich mich dauernd über meine Texte erschrecken würde *g*, sondern ich spüre, dass es eine gute Geschichte wird, in der die Figuren mit aller Macht ans Licht wollen. Und ich bin sooo neugierig, wie das Ergebnis aussehen wird!

Nun ist es wohl mein Glück, dass Visualisierung eine gute Motivationsmethode ist. Während ich also im Geist das Buch bereits aus dem Belegexemplar-Karton hole (das Cover ist wirklich schön geworden!), schreibe ich auf die Materialisierung dieses Zustandes hin :-)

Und wieder einmal durftet ihr in der Autorin Wirrkopf schauen…


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Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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