Zugeflauscht auf dem Affenfelsen

re:publica 12 Die Tage 2 und 3 der diesjährigen re:publica waren geprägt von Treffen am "Affenfelsen", den treppenförmigen Gebilden in der Mitte der großen Halle, die zum Meet & Greet mit alten und neuen Bekannten einluden. (Hier geht es zu Tag 1)

Natürlich habe ich auch einige Sessions besucht, aber die Zwischenzeit war geprägt vom Gespräch mit netten Menschen. Und nett waren sie echt alle (siehe ganz unten)!

Und die Stimmung war riesig:

Seifenblasen

V.l.n.r.: @babsannette @writingwoman  @claudine, abgeschossen von @Buchkolumne

Ich startete den zweiten re:publica-Tag mit Social TV – Trends and Visions. Es traf sich gut, dass ich sowieso noch nicht ganz wach war, denn im Prinzip war es eine Werbeveranstaltung für nacamar, die im Livestreaming-Sektor unterwegs sind. Der Vortragende, Uwe Schnepf, trat allen Ernstes in Anzug und Krawatte auf. Auf der re:publica! Kleiner Tipp: beim nächsten Mal vorher informieren, um was für eine Veranstaltung es sich handelt, zu der man eingeladen ist ...

Es wurde u.a. ein Second Screen vorgestellt, mit dem man sich auf dem Fernseher während einer laufenden Sendung, mit anderen Menschen austauschen kann, die gerade dieselbe Sendung sehen. Äääähm, gab es da nicht was ...?

socialTV

Danach ging ich zu Let’s streit - Wer darf mich wie tracken? mit Stephan Noller und Fallk Lüke. Eigentlich war das alles ganz unaufgeregt. Cookies scheinen eine relativ große Akzeptanz zu genießen und manche wünschen sich Anwendungsmöglichkeiten wie: “Wer mit diesem Hotel nicht zufrieden war, fand auch dieses und dieses Hotel scheiße” um sich vor unliebsamen Überraschungen zu schützen.

Auf Foodblogs - Verfall oder Rettung der Esskultur hatte ich mich schon vorher gefreut - nicht nur, seit meine Tochter angefangen hat zu foodbloggen.

foodblogs1

Die Runde, bestehend aus Stevan Paul, Sebastian Dickhaut, Nicole Stich und Vijay Sapre, wurde sympathisch moderiert von Inés Gutiérrez, den meisten vermutlich besser bekannt als Kaltmamsell. Ob bloggende Köche, die Kochbücher schreiben, kochende Blogger, die Kochbücher schreiben, bloggend kochende Zeitungsherausgeber - alle lieben was sie tun. Die Blogger können allerdings wieder mal nicht davon leben, siehe mein Posting zu Tag 1 (Sascha Pallenbergs Session).

foodblogs2

V.l.n.r.: Vijay Sapre, Sebastian Dickhaut, Inés Gutiérrez, Nicole Stich, Stevan Paul.

Interessant: Die einen essen besser und bewusster, seit sie foodbloggen, die anderen haben vor lauter Arbeit weniger Zeit gut zu essen. Das war zu befürchten ;-)

Den Rest des zweiten Tages verbrachte ich mit Gesprächen am Affenfelsen und begann den nächsten Tag mit einer Veranstaltung zum Thema Blogvermarktung. Nix Neues, keine neuen Ideen. Werbemöglichkeiten in Printmedien werden weniger, so dass die Werbewirtschaft die Blogger entdeckt hat, und einige setzen sogar mehr auf die Relevanz des Blogs als auf die Reichweite.

Dazu habe ich hier eben aus besonderem Anlass (jemand wollte mal wieder ein Gratis-Posting) eine Menge geschrieben, jedoch verdient dies eindeutig einen eigenen Blogbeitrag, daher habe ich es hierhin ausgelagert: Geld verdienen mit Blogs in Deutschland.

Soylent Green, äh, the Internet is people! war ein unterhaltsamer Vortrag von Felix Schwenzel, u.a. darüber, dass Kontrollverlust bereits bei der Bratwurst beginnt und Realität und Virtualität eigentlich dasselbe sind.

Ein echtes Highlight war der Auftritt von @Regsprecher, dem Regierungssprecher Steffen Seibert, der sehr locker über die Social Media Nutzung der Bundesregierung sprach und dabei “mehr Sympathiepunkte für die Regierung gesammelt hat, als diese in den letzten gefühlt hundert Jahren”, wie e13KiKi im Hinausgehen feststellte.

Lobend erwähnen möchte ich die Indische Lammcurry-Suppe, die das Catering gezaubert hat - ein großer Napf für 3,- Euro und noch leckerer als die Gulschsuppe an Tag zuvor. Alle Helfer und sogar die Leute von der Security machten einen total entspannten Eindruck, wie in jedem Jahr bisher. Vielen Dank dem Team um Johnny Häusler, das “meine” bisher beste re:publica (es war meine dritte) auf die Beine gestellt hat. Die Location wünsche ich mir fürs nächste Jahr wieder, mitsamt Affenfelsen und den floating Monoblocks, die man überall mit hin nehmen konnte und so IMMER einen Sitzplatz bekam, egal wie voll die jeweilige Veranstaltung war. Station-Berlin schon deshalb (abgesehen von meinem Nostalgieflash, weil ich dort vor über 25 Jahren Pakete von Zühgen in Rollcontainer gepackt habe), weil nebenan dieses geniale Parkhaus Gleisdreieck liegt, sodass ich ohne Parkplatzsorgen dort aufschlagen konnte. Der gleichnamige der U-Bahnhof ist noch näher. Es muss echt nicht immer Mitte sein - Berlin hat auch andere Bezirke :-)

Und diese Idee ist gut:

augmentedreality

aber ich werde mir wohl doch der Einfachheit halber einen Satz T-Shirts mit meinem Twitternamen anfertigen ;-)

Rund 4.000 Menschen nahmen an der re:publica 2012 teil, und ich konnte nicht mal mit 1% von allen reden. Manchmal reichte es gar nur zu einem “Wir sehen uns noch!”  Wer sich sicher ist, mit mir geplauscht zu haben und sich auf folgender Liste nicht findet, möge nicht beleidigt sein - mein Gedächtnis ist saumäßig. Oder ich kannte den Namen nicht. Ich bin eh schon stolz, dass mir so viele wieder eingefallen sind. Beim nächsten Mal mache ich die Liste gleich vor Ort *g* Auf jeden Fall habe ich mich gefreut, mit euch allen IRL das Blogger-Klassentreffen 2012 zu zelebrieren ;-)

CU next year!

 

 

 

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Kommentare:


Sehr nettes Bild - also das mit den Seifenblasen. Und sehr gut, dich kennengelernt zu haben. Bis zum nächsten Mal.

Sebastian  am  08. Mai 2012




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