Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf’m Sonnendeck
Mein Portal wächst und wächst: Und weil gestern kalendarischer Frühlingsanfang war, präsentiere ich nun offiziell und voller Stolz mein Video-Gartenblog, das wiederum Carola so wunderschön gestaltet (und technisiert) hat:
Da ich ja auch andere Dinge zu erledigen hatte, enthält das Blog bisher nur zwei Videos; daneben aber eine Fülle von weiteren Beiträgen rund um biologisches Gärtnern und “grüne Themen”, wie z.B. Nachhaltigkeit / Recycling, und vieles mehr.
Dieser Teil des Portals entspringt meiner tiefen Sehnsucht nach allem, was wächst und grün ist. Nach diesem schmuddeligen, langen Winter war dieses Projekt einfach überfällig. Was Pflanzen für mich im Leben bedeuten, erkläre ich drüben auch.
Dass biologisches Gärtnern, und hier gerade der Bauerngarten / Gemüsegarten einen Aufschwung durch die Wirtschaftskrise erfährt, war mir nicht bewusst, als ich die ersten Videos drehte. Doch je mehr ich mich mit den Themen beschäftigte, umso mehr fand ich vor allem in US-Blogs eine deutliche Trendwende. Die Menschen sehnen sich nach Renaturalisierung und träumen gleichzeitig von wirtschaftlicher Unabhängigkeit, die sie zum Teil durch Selbstversorgung in kleinerem oder größerem Stil erreichen möchten.
Säen, Aufziehen und Ernten von Gemüse ist da erst der Anfang. Die beinahe vergessenen Methoden zur Haltbarmachung von Obst, Gemüse und Kräutern kommen wieder zu Ehren. Alte Sorten werden erhalten, die Local-Food-Bewegung ist im Aufschwung. Weshalb sollte man die Nahrungsmittel durch die halbe Welt schicken, wenn man Fleisch und andere Produkte aus der Region kaufen oder eben selbst produzieren kann?
Wolle selbst spinnen, am besten direkt vom eigenen Angorakaninchen oder der Katze (ja, es gibt auch Katzenhaarpullis – das dürfte so manchem Katzenallergiker die Kehle zuschnüren *g*), Seife und Kosmetik selbst herstellen, Gemüse auf dem Balkon ziehen, Guerilla-Gardening, erneuerbare Energien nutzen – das alles klingt bekannt, doch es ist weniger 80er-Jahre-mäßig als man vermuten mag. Die Menschen besinnen sich wieder auf traditionelle Werte (beispielsweise werden auch beinahe ausgestorbene Sprachen wie Okzitane, Katalanisch, Baskisch wieder gepflegt), wirken dabei aber nicht so rückständig und spinnert, wie noch vor zwanzig oder dreißig Jahren.
Thinking Green bewegt sich in Richtung Mainstream – und das ist auch gut so!
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« « LESUNG, Fr., 20.März, 20:00 Uhr Osterkirche, Berlin-Wedding
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