Warum ich kein Huhn sein möchte und Wissenswertes über Midoris.

Ich wollt' ich wär' ein Huhn, ich hätt' nicht viel zu tun, ich legte jeden Tag ein Ei und nachmittags wär ich frei ... Die Vorstellung, den ganzen Tag nichts anderes tun zu KÖNNEN, macht mich schon beim Zuhören wuschig.

Natürlich chille ich gerne mal. Wer tut das nicht? Aber mit Krallen und Hirnen, die weder zum Tippen, noch zum Stricken, noch zum Zeichnen, etc.  fähig sind, würde ich auf freie Nachmittage mal sowas von pfeifen ...

Daher der Titel vom heutigen Challenge-Doodle.

Ich wollt ich wär ein Huhn. Nicht.

Und dann hatte ich gestern ja angedroht, ich würde im Keller die Waschmaschine zeichnen, und das tat ich dann auch :-)

Mein Wasch-Center im Keller

Gefällt mir besser als in der Realität. Ist nämlich aufgeräumter :-D

Und dann brachte mir die Post heute ein wunderhübsches Travelnotebook von ZLYC*. Also, laut heute entdeckter Versandbestätigung lag es wohl schon seit Freitag im Regen und entsprechend durchgeweicht war der Karton auch, aber das wunderhübsche Schätzchen hat zum Glück keinen Schaden genommen.

Traveler's Notebook von ZLYC

Ich habe mich fürs Erste für die preiswerte Variante entschieden, denn für die echten Midoris** oder Pedoris** kann man locker von 40 Euro aufwärts zahlen. Das wäre an sich kein Problem, aber es ist ja nicht so, dass ich keine Notizbücher hätte ... Ich besitze allerdings vor allem Moleskines* und selbst gemachte Notizhefte von Kind 3, der diese in seiner schulischen Ausbildung (Druck- und Medientechnik) gefertigt hat. Also wollte ich erst einmal ausprobieren, wie ich mit dieser Art von Notizbuch klarkomme.

** Midori, Pedori, Traveler’s-Notebook, hä?

Der Witz an Midoris oder Traveler’s Notebooks ist im Prinzip, dass es anstelle einer festen Bindung einen oder zwei Gummis im Innern gibt, in die man kleine Heftchen einklemmen kann. Diese Hefte könnt ihr durchaus auch selbst herstellen, es gibt jedoch auch entsprechende Nachfüllpackungen, in diversen Varianten. So könnt ihr flexibel mit euern Notizprojekten sein. Ihr kauft mit einem Midori also im Grunde eine NotizbuchHÜLLE, meist incl. einer ersten Füllung.
Das Original (Midori)stammt aus Japan. Das Pedori wird von der Österreicherin Petra Matzinger gefertigt. Die Hüllen der Doris (so der Oberbegriff) sind aus echtem Leder, und es ist erwünscht, dass man recht bald Gebrauchsspuren sieht.

Hier kann man gut die Gummikonstruktion des Traveler's Notebook erkennen.

Hier kann man gut die Gummikonstruktion des Traveler’s Notebook erkennen.

Ich habe mir dieses Traveler’s Notebook genau für diesen Zweck gekauft: Ich will Reisen darin festhalten. Wir fahren im Sommer in die Toscana und ich möchte dort viel zeichnen und Fotos machen, die ich (so mich der Geburtstags-Gott erhört *g*) vor Ort mit einem Canon Selphy* ausdrucken und direkt in das Notizbuch einkleben möchte. Viel zu viele schöne Fotos gammeln nämlich auf meiner Festplatte herum, und ich möchte unsere Urlaubserinnerungen diesmal zeitnah festhalten.

Zeichnen und Planer befüllen ist so eine wunderbar kontemplative Tätigkeit, und das brauche ich momentan. Diese Arbeit hat eine andere Qualität als das Stricken, das mir zwar auch sehr geholfen hat, mit der Nerverei der letzten Monate klarzukommen, wo ich mich aber zu sehr in meiner eigenen “Höhle” befand. Mit den Zeichnungen geht ein ganz anderer kreativer Prozess vonstatten, der mich wieder offener für die Welt macht. Und auch deshalb bin ich froh, dass ich kein Huhn bin.

Liebe Grüße

Petra

*Affliate-Link - Mit einem Klick könnt ihr meine Arbeit unterstützen. Ich danke euch von Herzen Vielen herzlichen Dank!

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Kommentare:


Liebe Petra,

sehr interessantes Gedankenexperiment! Klar könnte man als Huhn den ganzen Tag nichts tun, aber lohnt sich das wirklich? Eher nicht, dahingehend stimme ich dir in der Tat zu. Coole Zeichnungen und schöner Artikel! Mach auf jeden Fall weiter so, ich freue mich immer auf mehr. Verfolge deinen Blog schon seit einigen Monaten :)

Liebe Grüße und eine schöne Woche,
Katrin B.

Katrin Benecke  am  21. März 2017



Hi Petra,
Super Blog machst du! ich bin froh das es Internetautor wie dich gibt. Mach weiter so.
Grüße.

StudHilfe  am  19. Juni 2017




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