Unheimliche Begegnung der bärigen Art
Bald ist es wieder so weit: Networkingtreffen mit dem Lieblingsnetzwerk in der wendländischen Pampa! Eine Oase im Arbeitsalltag, auf die wir uns alle in jedem Jahr sehr freuen. Für 2009 waren alle Plätze innerhalb von elf Minuten ausgebucht.
Fünfzig Frauen arbeiten in diesen vier Tagen jeweils sehr hart an ihrer beruflichen Weiterbildung. Spaß inklusive. Geradezu legendär ist auch die Rundumverpflegung im Seminarhaus: Vier äußerst reichhaltige Mahlzeiten pro Tag, sehr bio und so lecker, dass noch keine von uns diesem Kalorieninferno freiwillig entflohen wäre. Vor diesen Treffen eine Diät zu beginnen ist in etwa so sinnvoll, als würde man einen Garten frisch anlegen und anschließend eine Horde Wildschweine hindurchtreiben.
Abends, wenn wir uns gestatten, das Business hinten anstehen zu lassen, wird es gemütlich: Wir plaudern bis in die frühen Morgenstunden. Doch im letzten Jahr landete eines Abends eine Schüssel mit Gummibärchen auf einem der Tische. Falls Sie das für einen sprachlichen Lapsus halten, kann ich Sie beruhigen: Die Schüssel kam aus dem Nichts, wie ein Ufo. Niemand wollte es gewesen sein, keine von uns wollte die Verantwortung dafür übernehmen, und so kann ich mit vollem Recht von ‚landen’ sprechen. Fortan liefen die Gespräche in eine vollkommen andere Richtung:
A.: „Wir haben doch gerade erst gegessen!“ A. suchte sich ein rotes Gummibärchen heraus und reichte die Schüssel stöhnend weiter.
B: „Waah, stell die nicht zu mir, sonst ess ich die noch!“ B. nahm sich ein Gummibärchen, griff noch zweimal zu und schob die Schüssel nach links.
C: „Ich bin sooo satt!“ C. nahm sich ein Gummibärchen, ließ die Schüssel stehen und pickte sich immer wieder welche heraus. Nur weiße.
B. hatte inzwischen die leere Tüte entdeckt: „Da haben acht Stück SECHSUNDSECHZIG Kalorien!“
C.: „Ups, ich hatte deutlich mehr als acht!“ Sie brachte die Schüssel mit listigem Blick an den Nebentisch und wandte sich dem Büffet zu. „Furchtbar diese Fresserei hier immer!“ Sprach’s und nahm sich noch eine nächtliche Portion Kartoffelsalat. B. und A. taten es ihr nach.
Business as usual.
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Kommentare:
Das ist so eine Plage mit den Fruchtgummis. Ich halte mich da lieber gleich an die größeren Kaliber, am besten noch gezuckert, in den Farben Grün und Gelb - die kommen mir geschmacklich frischer vor. Die gehen ratzfatz weg wie nix - besonders unterwegs, speziell beim Autofahren.
Fruchtgummierte Grüße
Tasso J.M.
Tasso J.M. am 22. April 2009
Die URL hat vorhin nicht gestimmt, deshalb nochmals.
tjm.
Tasso J.M. am 22. April 2009
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