Esst mehr Tsatziki!

Was soll ich denn davon halten? Wieder mal ist ein ganzes Land pleite und niemand schickt den Gerichtsvollzieher hin.

Schließlich blüht das jedem, der jahrelang seine Rechnungen nicht bezahlt und sich immer weiter verschuldet. Es sei denn, er lässt viele Millionen verschwinden, das ist dann wieder ein Sonderfall, der mildernde Umstände verlangt. Meist muss er dann nur ein bisschen etwas davon zurückgeben und kann ein paar Milliönchen als Notgroschen behalten.

Aber was tun mit Pleite-Staaten? Ins Gefängnis stecken? Nun - mit eingesperrten Ländern haben wir ja in jüngster Vergangenheit nicht die allerbesten Erfahrungen gemacht. Niemand darf raus und es geht auch keiner freiwillig rein. Der Wirtschaft hilft diese Maßnahme ganz sicher nicht. Stattdessen soll jetzt also von überallher Geld ins Land der schönen Helena gepumpt werden, womit auch klar ist, wo der Satz: „Ey, kannste mir mal n bisschen Geld pumpen?“, seinen Ursprung hat. Doch haben wir nicht gelernt, dass man Menschen mit Geldproblemen eben gerade KEIN Geld zustecken soll, weil sie den Umgang mit der Kohle sonst nie lernen? Ergo: Nicht einfach eingreifen, sondern ganz auf Montessori-Art vorgehen: Hilf mir, es selbst zu tun.

Anstatt also mit der Finanzspritze anzurücken, sollten alle europäischen Länder den Import griechischer Waren exorbitant erhöhen. Und da ist unser aller Mithilfe angesagt: Nudeln, Sauerkraut, Pizza, Sushi und Eisbein bleiben für die nächsten Jahre im Schrank, stattdessen gibt es jeden Tag griechisches Essen: Oliven, Schafskäse, Gyros, Dolmades, Moussaka und Souvlaki. Zum Frühstück, zum Mittagessen, zum Abendbrot und als kleine Nascherei für Zwischendurch. Um auch wirklich alle hellenischen Waren abzudecken, darf natürlich griechischer Wein in rauen Mengen nicht fehlen. Unsere eigene Wirtschaft wird das schon eine Weile aushalten. Andernfalls wäre das Geld ja auch weg, aber wir hätten nicht das schöne Gefühl einem Hilfsbedürftigen etwas beigebracht zu haben. Im Jahre 2015 könnten wir dann langsam zum Frühstück wieder auf Brötchen umstellen.

Wenn das nicht funktionieren sollte, bleibt uns immer noch Plan B: Der oben erwähnte Gerichtsvollzieher.

Deutschland pfändet die Akropolis und die antiken Sportstätten aus Olympia. Und natürlich das Orakel von Delphi, das uns bei dieser Gelegenheit gleich verrät, ob der Ausbau der A 100 wirklich vom Tisch ist oder in ein paar Jahren doch realisiert wird. Überhaupt können Politiker endlich das Orakel bei allen anstehenden Entscheidungen befragen – das könnte uns weiterbringen.

Für die alten Gemäuer ist auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof Platz und die Grünflächen werden in den Zwischenräumen angelegt, um dem Ganzen einen Rahmen zu geben. Ein paar von den hübschen ägäischen Inseln parken wir in der Ostsee.

Nicht? Dann hoffe ich, dass in den Regierungsreihen erfolgreiche Absolventen eines VWL-Studiums sitzen, die bessere Ideen haben als ich.
Ich esse nämlich gerne griechisch. Manchmal. Und das soll auch so bleiben.

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