Eben bei ALDI
Also, eigentlich gehe ich ja nicht mehr zu ALDI, weil ich da in 98% aller Fälle von wildgewordenen Rentnern gemaßregelt oder von schlechtgelaunten Kassiererinnen angepampt werde. Aber heute führte kein Weg dran vorbei.
Mein Netbook ist toll, aber meine Augen leiden total unter dem Winzding. Und die Festplatte ist so putzig klein (40GB), dass ich kaum Programme installiert habe. Das ist auch ganz gut, um das Ding schnell rauf und runterfahren zu können (bei meinem Toshiba habe ich zum Schluss 20 - 30 min. dafür gebraucht…)
Also habe ich mich entschlossen das MEDION-Notebook von ALDI zu kaufen. Ich stehe an der Kasse, wo die Elektronikteile ausgegeben werden.
Ich: “Ich möchte bitte ein Notebook. Und die Festplatte.”
Kundin neben mir (bisschen älter als ich, aber nicht viel): “Was ist das eigentlich, eine Festplatte?”
Ich (irritiert): “Das ist das Ding, worauf die Computerdaten gespeichert werden.”
Kundin: “Ah, dann ist das also wichtig.”
Ich: “Ähm, jaaaa. Die Festplatte ist neben dem Prozessor das Wichtigste an einem Computer.” (Ausführungen zum Wort Prozessor und dazu, dass man ja auch einen Arbeitsspeicher, Monitor, etc. braucht, verkneife ich mir.)
Kundin: “Dann brauche ich das wohl?”
Ich: “Nicht unbedingt. Jeder Computer hat ja eine Festplatte DRIN. Die externe Platte ist aber prima, falls die Computerfestplatte für all die Daten zu klein wird. Oder wenn man Daten sichern möchte. Man schließt die Platte mit dem USB-Kabel an, speichert die Daten und stöpselt sie wieder ab, damit da nicht auch was kaputt geht, wenn mit dem Rechner mal was ist.”
Kundin: “Ach, dann ist da also ein bisschen mehr Platz als auf einem USB-Stick?”
Ich: “Die da hat 500 Gigabyte.”
Bin mir nicht sicher, ob die Kundin mit dem Wort Gigabyte etwas anfangen kann, doch sie scheint beeindruckt.
Kundin: “Ich hab vier Jungs, da fang ich jetzt langsam mal an mich reinzufinden, mit dem Computer. Ich glaube, dann nehme ich mir so’n Ding auch mit. Wie hieß das doch gleich wieder?”
Ich: “Festplatte. Früher waren das die Dinger, auf denen man Häppchen anrichtete. Heute sind es Computerteile. Und ich bin sicher, die Kassiererin weiß inzwischen, was Sie haben möchten.”
Kassiererin (amüsiert sich schon seit längerer Zeit): “Ja, das weiß ich.”
Ich verlasse den Laden, während Kundin und Kassiererin noch darüber philosophieren, was denn Chromsilber bitte für eine Farbe sei (sie wollte auch noch ein Handy für ihren Sohn kaufen).
Und jetzt werde ich belegte Brötchen auf meine Festplatte legen und sie an das neue Notebook anschließen. Mal sehen, ob es ihm schmeckt.
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Kommentare:
Herrliche Geschichte. Ich hoffe dem Notebook schmeckts. :-)
LG Sabrina
Sabrina am 28. Oktober 2010
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