20 Jahre Mauerfall - 20 Jahre Nicolas Bauer

Alle Jahre wieder wird der Jahrestag des Mauerfalls gefeiert - alle Jahre wieder feiern wir am selben Tag die Geburt unseres ersten Kindes. Beide Ereignisse sind miteinander verknüpft. Ich neige sogar dazu zu sagen: Nico hat so laut gebrüllt, da ist die Mauer umgefallen ;-)

Montag, 09. November 2009

Ich hatte anlässlixh von Nicos Volljährigkeit hier im Blog darüber berichtet (hier auch nochmal). Heute nun sind die Feierlichkeiten überall in der Stadt noch größer, lauter und bunter, gekrönt durch ein Konzert mit Feuerwerk am Brandenburger Tor. Nico wird nicht viel davon haben - er schreibt morgen eine Deutschklausur und muss lernen, aber wir rücken natürlich trotzdem mit Kuchen an und gehen essen, ganz wie es sein Wunsch war. Inzwischen wohnt er ja nicht mehr hier bei uns, sondern probt die Selbständigkeit in seiner eigenen Wohnung.

Das hätte ich mir vor 20 Jahren auch nicht träumen lassen, als der kleine Brüllwürfel die gleichzeitig stattfindenden Ereignisse in Berlin so in den Hintergrund drängte, dass wir erst am Tag darauf von der Hebamme informiert wurden, dass wir ja wohl was verpasst hätten: “DIe Mauer ist offen!” “Jaja…” Wir hatten es nicht geglaubt, aber der Blick auf die Straße, auf der plötzlich Trabbis fuhren, belehrte uns eines Besseren.

Und nun steht er vor mir, in 1,83m Höhe, nennt mich “Muddi”, wenn er mich ärgern will, und macht mir klar, dass ich echt alt geworden sein muss, wenn wir so ein großes Kind haben. Das Zusammenwachsen von Ost und West hatte nun auch lange Zeit sich zu entwickeln, und ich denke, es ist gut geworden. Es hätte schließlich auch von Anfang an schief gehen können, damals, als die Panzer um Berlin herum stationiert worden waren und wir alle im Freudentaumel gar nicht ahnten, dass wir kurz vor der ganz großen Katastrophe standen. Mein Dank gilt den damals Verantwortlichen, dass sie sich den Befehl zum Angriff zum Glück verkniffen haben.

Hachja.

Heute ist in der Stadt so viel los - ich frage mich wirklich weshalb man nicht den Schritt getan hat, den 9. November um Feiertag zu machen. Dass dieses Datum auch sehr negativ besetzt ist, interessiert ja schließlich die Politik heute auch nur am Rande. Fast verschämt wird in den Nachrichten darauf hingewisen, dass ja auch der Reichsprogromnacht gedacht wird. Das hätte man im Rahmen eines Feiertages ebensogut - wenn nicht besser - tun können. Okay, ändern werden sie es nicht mehr.

Nico hat heute übrigens einen doppelseitigen Ehrenplatz in der Berliner Morgenpost erhalten: Ein ganzseitiges Foto gemeinsam mit einem Novemberkinder-Mädchen und das dazugehörige ganzseitige Interview.

Alles Gute zum Geburtstag!

Ich liege jetzt an den Unis rum

Und zwar in Form eines vierseitigen Interviews im Karriereführer Ingenieure.

Mittwoch, 04. November 2009

Karriereführer für Ingenieure? Was hat writingwoman denn da zu suchen? Für diejenigen, die es nicht wissen: In meinem früheren Leben war ich Diplom-Ingenieuse für Stadt- und Regionalplanung - zumindest hängt so eine Dipl.-Urkunde bei mir an der Wand. Gearbeitet habe ich in dem Job nie, weil ich mit Abschluss des Studiums schon gut “bekindert” war, und es auch nicht wirklich meiner Vorstellung von einem erfülten Berufsleben entsprach. Ich war auf der Suche nach meinem Traumberuf.

Und weil man das auf meiner Homepage nachlesen kann, hat man mich vor einigen Wochen um ein Interview gebeten. Den Karriereführer gibt es für unterschiedliche Berufsbereiche und die Magazine liegen an den Universitäten und Hochschulen noch bis zum März 2010 aus.
Das Belegexemplar flatterte mir nun ins Haus:

(zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Das Heft ist insgesamt sehr interessant und kann als Flashmagazin auch online gelesen werden.

Blick in den SPIEGEL

In den Spiegel schauen und sich selbst sehen - normal? Nicht wenn es sich um die Kulturbeilage des SPIEGEL handelt. Der SPIEGEL brachte am 27.4.2009 vorab exklusiv Auszüge aus dem Interview, das Sie nun hier in voller Länge lesen können.

Montag, 27. April 2009

SPIEGEL: Waren Sie schon online präsent, bevor Sie einen Verlag hatten?

Petra A. Bauer: Ja, lange vorher. Die ersten Buchveröffentlichungen hatte ich im Jahr 2004. Im Internet tummle mich seit 1997 und hatte 1998 meine erste private Homepage. Damals hatte ich mir selbst HTML beigebracht und viel herumexperimentiert.

Das Netz faszinierte mich schon, als ich bei Freunden eine DFÜ-Anlage gesehen hatte. Das war so eine, bei der man noch einen Telefonhörer auf das Modem legen musste. Das wollte ich auch, aber damals - mitten im Studium - fehlte das Geld für Computer. Ich wusste jedoch damals schon, dass ich irgendwann ebenfalls auf der Datenautobahn fahren würde, weil Kommunikation einfach eine tolle Sache ist.

Ich habe mich schon immer sehr gerne mit anderen ausgetauscht. Als Kind hatte ich Brieffreunde in der ganzen Welt. Im Grunde ist mein Spaß an der Kommunikation im Web nur eine logische Folge daraus. Zum professionellen Schreiben kam ich letztlich durch die Kommunikation auf Mailinglisten. So bekam ich die ersten Text- und Buchaufträge, ohne aktiv zu akquirieren.

Seit über sechs Jahren blogge ich, seit zwei Jahren habe ich einen äußerst aktiven Twitteraccount (@writingwoman). Im November 2008 habe ich mithilfe von Blogwork meine Website komplett relaunched. Die Webdesignerin Carola Heine kennt mich schon länger und konnte das Portal genau auf meine Bedürfnisse zuschneiden.

So verbessere ich meine Online-Präsenz immer weiter.


SPIEGEL: Wie wichtig ist die Online-Präsenz für Ihr Eigenmarketing?

Petra A. Bauer: Sehr wichtig. Über mein Portal www.writingwoman.de finden mich
Leser, Kollegen, Fernsehredakteure, Auftraggeber und Verlage. Ich werde auch schnell gefunden, weil ich schon so lange online und dementsprechend gut platziert bin.

Und auch die restliche Internetpräsenz in Foren und - noch viel wichtiger - auf den social network Plattformen spielt inzwischen eine wesentliche Rolle. Interessanterweise habe ich sowohl mit dem Bloggen als auch mit dem Twittern just for fun angefangen, ohne damit bewusst Selbstvermarktung betreiben zu wollen.

Ich habe Spaß am Spielen, mag aber keine sinnfreien Spiele. Mein Spielzeug ist das Internet und die Möglichkeiten des social networking. Selbstmarketing wurde es in dem Moment, als ich z.B. auf Twitter gefragt wurde: “writingwoman, was schreibst du denn so?”. Dann habe ich darauf geantwortet. Ich mag keine Aufdringlichkeiten. Leider fallen gerade bei Twitter Neulinge gerne mit der Marketing-Tür ins Haus.

Meine Webdesignerin hat mal den treffenden Satz gesagt: “Das Internet geht nicht mehr weg.” Also muss man langfristig denken. Durchsetzen werden sich diejenigen, die dabei bleiben, aktuell bleiben, für frischen Content sorgen.


SPIEGEL: Wie viel Zeit stecken Sie in Ihre Internet-Präsenzen?

Petra A. Bauer: Ein bis zwei Stunden täglich, vorsichtig geschätzt. Seit dem Relaunch ist es zeitintensiver geworden, weil ich neben dem Autorenblog auch andere Blogs betreibe, Treffpunkt Twitter zum Beispiel oder bauerngartenfee.de.

Die Videos für das Gartenblog und die Fotodokumentationen sind natürlich pure Zeitfresser. Außerdem recherchiere ich viel nebenher. Und twittere immer mal wieder, wie es gerade passt. Ich muss nur alles gut dosieren, denn auch die Manuskripte müssen geschrieben werden. Das ist jedoch eine völlig andere Art kreativ zu arbeiten, bei der ich viel störanfälliger bin.

Unterm Strich arbeite ich genauso viel, wie andere, die täglich in ein Büro fahren und angestellt arbeiten. Was ich jedoch an meiner Arbeit schätze: Ich bin zu Hause für meine Familie immer greifbar, und ich kann selbst bestimmen, was ich wann bearbeite. Das würde ich für keine Festanstellung aufgeben.


SPIEGEL: Entsteht dort eventuell gar etwas wie ein “Nebenwerk”?

Petra A. Bauer: Da bin ich sogar ziemlich sicher. Ich habe meinem Agenten dazu auch schon eine Idee unterbreitet, die er gerne weiterverfolgen möchte. Nun muss ich sie “nur noch” ausarbeiten. Aber wer weiß, was noch alles daraus entsteht, denn wie oben bereits gesagt: Ich denke langfristig im Netz.


SPIEGEL: Bekommen Sie online viele Feedbacks Ihrer Leser?

Petra A. Bauer:  Durchaus. Allerdings kommentieren die wenigsten direkt im Blog. Etliche schreiben mich per Mail an. In letzter Zeit kommt das Feedback vor allem über Twitter, manchmal auch über Facebook, XING oder youtube. Man kann mich ja auf sehr vielen Kanälen erreichen.

Und natürlich reagiere ich auf das Feedback - falls es mir nicht versehentlich durchrutscht. Auch das kommt natürlich vor und ist nicht böse gemeint.


SPIEGEL: Beeinflussen solche Feedbacks Ihre Texte?

Petra A. Bauer: Da ich keine literarischen Texte online stelle, sondern Informationen biete oder aus meinem Schriftstelleralltag plaudere, beziehen sich die Kommentare auf den Inhalt der Postings, nicht auf den Stil oder die Form von Texten. Ich bin offen für konstruktive Vorschläge, d.h., wenn jemand einen besonderen Wunsch hat, worüber ich berichten soll, tue ich das gerne, wenn es ins Konzept passt. Aber die Form wird nicht davon beeinflusst. Ich unterliege schon genügend Beschränkungen, weil ich von einem Buchprojekt vorher natürlich nicht allzuviel verraten kann. Das wünschen die Verlage auch nicht.

SPIEGEL: Können Sie etwas anfangen mit dem Bild des einsamen Schreibgenies? Machen die Möglichkeiten des Internets Sie während der Arbeit weniger einsam?

Petra A. Bauer: Genie ist ein großes Wort, das nur wohldosiert angewendet werden sollte. Einsamer Autor trifft es eher, denn der Schreibprozess an sich ist eine einsame Tätigkeit - es sei denn, man schreibt grundsätzlich zu zweit, was ja auch vorkommt.

Doch ich bin alleine, wenn ich die Figuren ersinne, den Plot ausdenke und ebenfalls beim Formulieren der Sätze. Dabei hilft auch das Netz nicht. Dort kann ich mir höchstens sanfte Tritte in den Hintern abholen, wenn ich nicht in mein Manuskript hineinfinde. Und ich kann dort Gleichgesinnte treffen, die auch gerade nicht vorwärts kommen.

Gemeinsame Prokrastination macht dann tatsächlich weniger einsam. So ist das Internet mein virtuelles Großraumbüro, in dem ich bei einer Tasse Tee ein Schwätzchen mit Kollegen halte, oder auch Tipps austausche. Doch die eigentliche Arbeit am Manuskript bleibt trotzdem ein einsamer Akt.

SPIEGEL:  Lesen Sie Blogs anderer Autoren?

Petra A. Bauer: Gelegentlich, doch es wird immer mehr zur Zeitfrage. Außerdem habe ich mehr Blogs gelesen, als ich noch keine RSS-Feeds abonniert hatte. Die Feeds suggerieren, dass ich nichts verpassen kann - und dann sammeln sie sich oft ungelesen.

Wenn ich Zeit übrig habe (haha, schöner Scherz *g*), lese ich eher in Autorenforen mit und poste auch, aber auch das wird immer seltener, da ich aktuell bis über das Jahresende mit Projekten ausgelastet bin.

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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