Umstrukturierung

In den letzten Tagen habe ich sehr konzentriert am Krimimanuskript gearbeitet und bin gut vorangekommen (sogar heute, obwohl das Internet wieder funktioniert). Langsam nähere ich mich dem interessanten Teil.

Donnerstag, 07. Januar 2010

Heute habe ich den ganzen Anfang überarbeitet und mir ist aufgegangen, dass ich größere Teile des Unschuldsengel-Nachfolgers umstellen muss. Es würde so zwar auch funktionieren, aber es ist mir noch zu wenig elegant.
Darüberhinaus würde es passen, wenn ich einer Randfigur größere Bedeutung gebe, weil sie den Konflikt noch deutlicher machen kann.

Ich bin davon überzeugt, dass sich dann der Rest auch leichter schreibt, weil sich alles besser zusammenfügt. Ich habe zwar ein Konzept, doch erfahrungsgemäß verändert sich dies beim Schreiben mal mehr, mal weniger.

Für die letzten Schreibtage habe ich mir noch einen Plan gemacht, wann ich auf welcher Seite sein muss. Es ist schön, wenn das Ende so absehbar wird - das verleiht noch einmal neuen Schwung.

Mit dem Start ins neue Arbeitsjahr bin ich jedenfalls sehr zufrieden. Und jetzt räume ich das Manuskript um :-)

NACHTRAG:

Ich habe mir eine handgeklöppelte Timeline geschrieben, die sich an einigen historischen Daten festmacht. Dabei habe ich bemerkt, dass ich den ganzen Plot ein Stück nach links verschieben muss, sprich, das Ereignis, das mit einer bestimmten Begebenheit in meinem Krimi korrelieren sollte, nehme ich dort weg und lege es ans Ende des Buches. Dort ist es nämlich viel beser aufgehoben. Und für das, was ich damit erklären wollte, habe ich eine viel bessere Lösung gefunden.

Außerdem hatte ich eine Idee, wie ich die Einstiegsszene temporeicher gestalte. Sie war erst relativ ruhig angelegt, passend zum Charakter meines Protagonisten, doch ich denke, die Zusatzidee gibt der Szene und dem Charakter noch mehr Substanz.

Das ist das Schöne am Schreiben: Je länger man im Geschäft ist, umso mehr lernt man dazu. Überarbeiten fand ich früher sehr lästig, doch heute liebe ich das Gefühl, wenn ich noch mehr aus dem Text herauskitzeln kann. Ich bin bei diesem Krimi jetzt in der Phase, bei der ich am Ende noch die Rohfassung stricke, vorne aber schon überarbeite.

Vom Himmel gefallen

So kann es gehen. Das Manuskript wehrt sich der Deadline entgegen, und plötzlich materialisiert sich aus dem Frustgefühl eine Nebenfigur mit lustigem Namen, die in der Szenenabfolge (nein, im gesamten Plot) eigentlich gar nicht vorgesehen war.

Dienstag, 08. Dezember 2009

Doch was soll’s? Der Herr ist urplötzlich da und schon wird er ein wichtiger Zeuge. In dessen Gefolgschaft taucht ein Freund und dessen Zimmerwirtin auf. Und diese Wirtin - da schau her! - ist die Frau, die ich vorher schon eingeplant hatte, doch noch nicht wusste woher sie wohl kommen würde, wie sie aussähe und wie sie hieße. So schließt sich plötzlich ein Kreis und das Manuskript wird - buchstäblich - wieder ein wenig runder.

Für solche Momente bin ich Autorin geworden.

Wollt ihr mal sehen, wie ich arbeite? - Teil 1

Ich bin ja sehr neugierig, das dürfte Stammlesern bekannt sein. Und so sehe ich auch gerne Menschen beim Arbeiten über die Schulter. Weil ich davon ausgehe, dass ihr auch neugierig seid, weil ihr sonst dieses Blog nicht lesen würdet, lade ich euch heute mal zum Zuschauen ein:

Freitag, 27. November 2009

Nun könnte man ja denken, Autoren, die tippen vor sich hin, bis das Manuskript fertig ist, dann überarbeiten sie es, und schicken es ins Lektorat. Im Prinzip stimmt das auch, aber jeder Autor hat andere Arbeitsmethoden. Und manchmal ist auch einiges an Fummelarbeit zu erledigen, v.a. wenn man in verschiedenen Programmen schreibt. In diesem Video arbeite ich am zweiten Kappe-Krimi (der Unschuldsengel-Nachfolger). Gezeigt wird die Phase, in der ich neben dem Schreiben noch an der Gliederung arbeite. Das geht zu Beginn eines Buchprojektes bei mir meist noch Hand in Hand.

Das fertige Manuskript schicke in als Word-.doc an die Lektorin, aber ich arbeite gerne in Papyrus Autor, weil ich mir damit eine schöne Übersicht erstellen kann, indem ich Szenen markiere und Anmerkungen schreibe, die Papyrus dann in eine Inhaltsübersicht umwandelt. Bei der Überarbeitung einzelner Szenen vereinfacht das die Suche sehr, zumal man den unterschiedlichen Arbeitsfortschritt in der Übersicht markieren kann (unfertig, überarbeiten, Feinschlif, etc.). Sollte es dann nötig werden, einzelne Szenen zu verschieben, verändert sich die Übersicht mit.

Noch ein Feature, das ich an Papyrus Autor mag, stelle ich im Video vor: DIe Verknüpfung von Namen / Orten / Textteilen, etc. mit Datenbanken, die ich zum jeweiligen Projekt erstelle.

Und nun die Frage an euch: Was wollt ihr noch sehen? Ich filme weiter aus meinem Arbeitsalltag und nehme noch Sonderwünsche entgegen :-)

Videotipp für Fantasy-Fans

Drei der erfolgreichsten deutschen Fantasyautoren, setzten sich im ZDF bei "Volle Kanne" an den Frühstückstisch und beantworten Fragen des Moderators und der Zuschauer.

Dienstag, 24. November 2009

Heute Morgen konnte ich das Fantasy-Frühstück mit Tanja Heitmann, Markus Heitz und Kai Meyer leider nicht sehen, aber das ZDF ist erstaunlich schnell dabei, und hat die Sendung bereits ins Archiv gestellt.

Eine wirklich interessante Sendung, vor allem natürlich für Fans, aber auch für Autoren, die am Anfang ihres Schaffens stehen, weil auch Tipps gegeben werden. Man erfährt aber auch sehr viel zum Hintergrund der drei Fantasy-Stars.

Eine halbe Stunde informative Plauderei - es lohnt sich, sich die Zeit zu nehmen.

Wichtigste Rubrik auf der NaNoWriMo-Seite

Rechts unten auf der Startseite ;-)

Freitag, 06. November 2009


(c) Petra A. Bauer, 6.11.2009
Mit dem Wacom Graphire gezeichnet.

NaNoWriMo 2009

Grafik NaNoWriMo, was'n das? Die Autoren unter euch werden vermutlich wissen, dass es sich dabei um keine Abart der Schweinegrippe handelt. Allen anderen möchte ich es rasch erklären.

Samstag, 31. Oktober 2009

Ich habe mich recht kurzfristig entschieden, diesmal beim NaNoWriMo teilzunehmen, dem National Novel Writing Month. Der erste Wettbewerb dieses Namens fand 1999 in der San Francisco Bay Area statt und es nahmen gerade mal 21 Autoren teil. Inzwischen ist der November eher ein INTERnational Novel Writing Month geworden, mit zigtausenden Teilnehmern in der ganzen Welt.
Ziel dieses Wettstreits ist es, am Ende des Monats 50.000 Wörter geschrieben zu haben. Der Preis: Man wird in die Hall of Fame aufgenommen und erhält eine Urkunde. Und wenn man es nicht schafft? Auch nicht schlimm - dann ist man aber hoffentlich mit seinem Buchprojekt trotzdem ein ganzes Stück weiter gekommen.

Wieso nehme ich nun teil, wo ich doch in diesem Jahr schon drei Bücher geschrieben habe, von denen zwei bereits veröffentlicht sind und das dritte voraussichtlich im Dezember erscheint?

Ganz einfach, ich nehme es als Anreiz, nicht so viel herumzutrödeln - als Disziplinierungsmaßnahme sozusagen ;-)

Der Abgabetermin für den Nachfolgekrimi von ‘Unschuldsengel’ ist am 31.12. Ein jährlich üblicher Abgabetermin, der mir bisher jedesmal eine hektische (Vor-)Weihnachtszeit bescherte. Ich hoffe, diesen Stress dank NaNoWriMo diesmal deutlich zu mindern.

Ich hatte schon vor einigen Jahren über eine Teilnahme nachgedacht (man kann sich auch ‘battles’ liefern mit befreundeten Autoren oder in Regionalgruppen), war mir jedoch nicht sicher, was den Hochlademodus der Manuskripte anlangt. Das muss man tun, damit der Schreibfortschritt neutral gezählt werden kann. Mittlerweile weiß ich, dass alle Buchstaben durch ein a ersetzt werden können, das gibt dann keine Probleme; schließlich schreibe ich ja schon für einen Verlag.

Ich bin schon gespannt. Da ich mich erst gestern registriert habe, konnte ich die Aufregung der anderen Autoren noch nciht ganz teilen, die sich in Foren darüber austauschen. Wie es sich jedoch anfühlen muss, hat Debbie Ohi sehr treffend gezeichnet, die ich schon lange, wegen ihrer Will write for chocolate-Cartoons schätze:


One More Day


Seite 11 von 12 Seiten insgesamt. « Erste  < 9 10 11 12 > 

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

über 10 Jahre writingwomans Autorenblog

Flattr this Mit flattr mal für writingwomans Autorenblog spenden, als kleines Dankeschön für die Inhalte.
Wie es geht, steht hier.

Themenspecial:
Wie schreibe ich ein Buch?

Grafik


Q & A - Verlag finden

Empfehlungen

...

Follow Me on Pinterest

Grafik

MEIN TWITTER-BLOG:
Treffpunkt Twitter

Grafik



Blogverzeichnisse
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis blogwolke.de - Das Blog-Verzeichnis