Ich bin bereit 

Nun ist es also so weit. Nach über acht Jahren ist meine Schreiblust zurückgekehrt. Vielleicht noch nicht mein Schreib-Mojo - das muss ich erst noch zeigen. Aber ich halte es nicht mehr für ausgeschlossen, wieder Autorin zu sein. Wie das laufen wird - ob ich mich um die Veröffentlichung in einem Verlag bemühen werde, ob ich mich dem Selfpublishing widme, ob unter meinem Namen oder einem anderen - das ist alles überhaupt noch nicht relevant. Wichtig ist, dass ich wieder schreiben will.

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Ich bin bereit. Foto (ohne Text): Anja Kaiser - fotolia.de

In den letzten Tagen fielen viele Dinge zusammen. Über eines davon habe ich im letzten Blogposting geschrieben.

Dann habe ich gestern Fragen für ein Einzelcoaching mit Astrid Rabus im Rahmen der School of Slow beantwortet. Eine davon lautete:

Was ist dein Traumprodukt? (unabhängig von Machbarkeit oder Verkaufbarkeit)

Da war ich zunächst sehr ratlos.

Früher war mein Traumprodukt immer ein Bestseller (besser mehrere) in einem großen Publikumsverlag. Aber jetzt? Du bringst mich mit deiner Frage ganz schön ins Grübeln, weil ich glaube, dass ich gar kein Traumprodukt mehr habe.

Dann dachte ich laut über dies und das nach, bis mir plötzlich Folgendes in den Sinn kam:

Allerdings merke ich immer mehr, wie sehr mir das Schreiben fehlt. Ich habe vielleicht zu früh aufgegeben, als es mit meiner Wunsch-Agentin nicht geklappt hat, weil ich offenbar immer an den “Schubladen” der großen Verlage vorbeikonzipiert habe. “Ein paar Jahre zu früh, drei Jahre zu spät, haben Sie nicht mal was mit einer lesbischen Protagonistin, am besten über 50?”

Und da wusste ich, das ich wirklich wieder schreiben will. Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass gerade Buchmesse war. Ich habe nichts davon verfolgt, habe aber einige Nach-Buchmesse-Stimmen mitbekommen. Und von Kollegen gehört, die ebenfalls mit dem Schreiben aufgehört haben, unter anderem, weil der Buchmarkt sie genervt hat. Das spielte bei mir auch mit hinein, aber vor allem war ich demotiviert weil nichts mehr richtig geklappt hatte, und ich auch mit meinen Projekten nicht voran kam.

Natürlich sitzt mir noch ein wenig die Angst im Nacken, ich könnte auch im nächsten Manuskript wieder steckenbleiben. Aber dann ist das eben so. Vielleicht ist es dann nicht das richtige Thema. Oder eine ungeeignete Perspektive. Und vielleicht muss ich auch die ganzen alten Ideen abschütteln, um eine neue, unverbrauchte zu finden. Allerdings lässt mich ein Motiv schon seit über 18 Jahren nicht los, und das hat sicher auch etwas zu sagen.

Nun, da ich wieder bereit bin, in die Welt der Wörter und Geschichten einzutauchen, muss ich nichts überstürzen. Ich kann das sacken lassen, im Ideenteich baden, und schauen, was davon an mir hängen bleibt und näher untersucht wird.

Liebe Grüße vom Schreibtisch
Petra

Foto (ohne Text): Anja Kaiser - fotolia.de

Klare Entscheidungen treffen!

Wie schreibe ich ein Buch? In meinem Themenspecial Wie schreibe ich ein Buch?, geht es heute um einen Aspekt des Plottens. Es klingt wie eine Binsenweisheit, aber wenn ihr euch die Handlung ausdenkt, müsst ihr irgendwann Nägel mit Köpfen machen, wohin die Story denn nun gehen soll.

Dienstag, 23. Februar 2016

Manchmal trifft mich die Erkenntnis, weshalb etwas nicht funktioniert hat, plötzlich und unerwartet, wie ein Schlag mit der Keule. Da ich euch diese Beulen gerne ersparen möchte, lasse ich euch an meinen Fehlern teilhaben, auf dass ihr daraus lernen könnt.

Die Autorin Petra A. Bauer mit Bad Hair Day bei der Arbeit: Entscheidungen treffen!

Die Autorin Petra A. Bauer mit Bad Hair Day bei der Arbeit: Entscheidungen treffen! Foto: Julia Bauer

Meine neueste Erkenntnis betrifft die Sache mit den Entscheidungen. Mein letztes Exposé kam einfach nicht zustande, weil ich offenbar selber nicht so genau wusste, wo die Story hin sollte. Während des Schreibens am Manuskript besteht meine Arbeitsweise aus einer Mischung aus Plotten und Schreiben. Ich entwerfe einen Teil der Handlung und schreibe so am Rohmanuskript, dass der Plot quasi ein Stückchen vorneweg flattert.

Rohmanuskript bedeutet bei mir, dass auch alle Anmerkungen mit einfließen, die ich während des Schreibens habe. Und im erwähnten Fall kamen verdammt oft Sätze vor, wie “Vielleicht könnte XY mit AB durch den Park gehen und sie werden dort überfallen?” Oder: “XY könnte zu AB gehen und dort von 123 erfahren. Oder soll es ihr doch lieber MN sagen? Bei welcher Gelegenheit?”

Damals habe ich mir eingeredet, dass ich nur Ideen aufschrieb, wie es weitergehen könnte. Aber mit den vielen Vielleichts und könnte, hätte, würde bin ich letztlich nicht vorangekommen. Weil ich mich nicht getraut habe, mich für einen Weg zu entscheiden. Zum Teil, weil ich dachte, dass etwas vielleicht nicht funktionieren könnte und ich mir Möglichkeiten offen lassen wollte. Denn eine Entscheidung für etwas bedeutet auch gleichzeitig eine Entscheidung gegen alles andere. Story of my life ...

Wichtig: die innere Logik

Falls ihr keinen historischen Roman schreibt, wo ihr euch an klare Fakten halten solltet, schafft ihr die Fakten selbst (und selbst beim historischen Roman müsst ihr ja auswählen WELCHE Fakten ihr verwenden möchtet). Wir Autoren sind die Schöpfer unserer Geschichten. Wir entscheiden, was passiert und wie die Umstände sind. Im Prinzip ist es völlig egal, für welche Variante wir uns entscheiden, so lange die Geschichte am Ende plausibel ist.

Die Story muss in sich stimmig sein. Die Entscheidungen, die wir treffen, legen den Grundstein für das, was weiterhin passiert. Und wenn zu viele Vielleichts darin vorkommen, wie sollen wir dann wissen wie sich die Handlung denn nun wirklich weiter entwickelt?

Was nicht passt, wird passend gemacht

Das bedeutet natürlich nicht, dass wir etwas, was wir einmal festgelegt haben, später nicht mehr rückgängig machen können. Wenn sich im Laufe der Zeit heraussstellt, dass etwas der Logik der Geschichte abträglich ist, könnt ihr es natürlich anpasssen. Wichtig ist nur, dasss ich euch zunächst für eine Variante entscheidet. Dann könnt ihr nämlich auch einfach den Rest passend machen. Weltenbauer können vermutlich ein Lied davon singen, denn dabei kommt es noch mehr auf die innere Logik an, v.a. wenn auch noch physikalische Phänomene auftauchen, die in unserer Welt so nicht vorkommen.

Bei den meisten von uns wird es allerdings nicht so kompliziert werden. Ein einfaches Beispiel: Einer meiner Protagonisten soll ein Japaner sein. Dieser hat nun eine Eigenschaft, die in Japan eigentlich nicht üblich ist. Schon habe ich mich durch meinen nervigen Zweifler aus dem Konzept bringen lasssen und überlegt, ob er nicht auch Chinese sein könnnte, was dazu besser passen würde. Dann wurde mir klar, dass ich das nicht wollte. Ich hatte mich für Japan entschieden und hatte Gründe dafür. Also muss ich in der Geschichte einen plausiblen Grund (er-)finden, weshalb dieser Japaner eine Eigenschaft besitzt, die man normalerweise in China erwarten würde. Und dadurch wird die Story doch auch gleich wieder facettenreicher.

Die eigenen Zweifel nicht auf die Leser übertragen

Wenn schon das Plotten ohne richtige Entscheidungen schwierig ist, solltet ihr diesen Fehler im Manuskript nicht auch noch machen. Ich habe doch tatsächlich neulich den blöden Satz geschrieben: “Sie überlegte, ob ihm dieses Unternehmen gehörte oder ob er nur ein professioneller Visitenkartenverteiler war, falls es sowas überhaupt gab.”

Falls es sowas überhaupt gab! Wenn es meine Geschichte ist, dann gibt es sowas! Wenn es Phantastik ist, gibt es das sowieso. Und wenn es keine Phantastik ist, dann wird es trotzdem selbstverständlich, wenn wir als Autoren selbstverständlich damit umgehen.

Mir ist dieser Teilsatz schon beim Schreiben aufgestoßen. Ich wusste, es gibt diese Leute, die für ein paarMarkfuffzich diese “Wir kaufen dein Auto”-Kärtchen in die Seitenscheiben von Autos stecken. Aber eigentlich läuft sonst ja niemand herum und verteilt Visitenkarten an Leute. Das wären dann eher Flyer. Aber es ist egal. In der Zeit, in der Welt, an dem Ort wo meine Story spielt, GIBT es offenbar professionelle Visitenkartenverteiler. Darauf musss ich auch nicht näher eingehen. Aber ich darf auch nicht meine eigenen Zweifel an die Leser weitergeben. Das ist unprofessionell und schmälert das Lesevergnügen. Wer möchte schon eine Geschichte lesen, in der der Autor selber nicht weiß, was er will?

Also noch einmal: Entscheidet euch für eine Möglichkeit und arbeitet damit. Zusätzliche Erkenntnisse könnt ihr später noch einbauen und die Variante ggf. anpassen. Aber der Weg sollte keiner mit mehreren Abzweigungen sein, weil ihr euch sonst gleich am Anfang verlauft.

Liebe Grüße

Petra

Alle Beiträge zum Themenspecial Wie schreibe ich ein Buch? findet ihr hier.

Grundsätzliches:

Figuren

Handlung entwerfen (Plotten)

Deadline 20.03.2016

Im letzten Blogbeitrag beklagte ich das Fehlen einer Deadline. Nach meinem heutigen New Media Mastermind Group Call habe ich das Problem endlich gelöst. Und da dieses Autorenblog seit über 13 Jahren u.a. dazu dient, euch zur Ermutigung meine Arbeitsweise trannsparent zu machen, erkläre ich mal, was passiert ist:

Montag, 15. Februar 2016

Festlegung der Deadline im Bulletjournal

Die Macht von Mastermind Gruppen

Im letzten September war ich in Manchester auf der New Media Europe Konferenz. Hier gibt es dazu einige akustische Eindrücke.

Ich habe viel für mich mitgenommen, u.a. ging eine Mastermind Gruppe daraus hervor, bestehend aus der Porträtzeichnerin Anna (eine in Deutschland lebende Schwedin) und der derzeit in Italien lebenden isländischen Tierärztin Sif und mir. Alle zwei Wochen sprechen wir per Google Hangout über unsere medialen Projekte und die damit verbundenen Probleme. Ganz ähnlich mache ich das seit Ende 2013 einmal wöchentlich mit Ines von kandil.de

Das Bulletjournal

Die Lösung ereilte mich aber heute nach dem Hangout mit Sif und Anna. Und zwar weil Sif über ihre analoge Planung im Bulletjournal-Stil berichtete und Beispielfotos schickte. Danach war ich erst einmal damit beschäftigt, diverse Videos zum Bulletjournaling anzuschauen ;-)

Ich habe kürzlich zwar selbst eine Druckvorlage für die Erledigung täglicher Aufgaben zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt, aber die Bulletjournal-Methode hat mich fasziniert und ich habe mein eigenes BJ angelegt.

In den Kalender trug ich u.a. meine Hausaufgabe für den nächsten Mastermind-Hangout ein:

  • Die Entscheidung treffen, welches Buchprojekt ich als nächstes realisieren werde.

Buchprojekte mit Potenzial

... lautet der Titel einer weiteren Journal-Seite. Wie ihr euch sicher denken könnt, geht es dabei um die Projekte, die ich bereits zu großen Teilen konzipiert habe. Kinderbücher habe ich direkt mal gar nicht hingeschrieben, weil mir zur Zeit eher nach Büchern für Erwachsene ist.

Am Schluss standen vier meiner Arbeitstitel da. Zwei der Projekte (Serien) sind möglicherweise eher fürs Selfpublishing geeignet, zwei für traditionelle Verlage. Eines der designierten Verlagsbücher flasht mich gerade nicht so, also blieb zunächst ein Projekt übrig - nennen wir es mal Projekt 1.

Dann fielen mir in meinem Filofax Seiten auf, auf denen ich schon einmal das Für und Wider einzelner Projekte abgewägt hatte. Seither haben sich aber einige Parameter geändert und ein Verkaufsargument für Projekt 1 ist am Wochenende noch dazugekommen.

Und damit war alles plötzlich ganz einfach: Ich habe mir bis 20. März Zeit gegeben, um für Projekt 1 ein “rundes” Exposé zu erstellen, da sich an der bisher vorhandenen Story noch vieles ändern wird (u.a. etliche gekillte Darlings). Das fertige Exposé werde ich einer Agentur schicken, und während ich auf die Antwort warte, konzipiere (und schreibe) ich an einer der SP-Serien weiter. Ich nenne es hier - Überrraschung! *g* - Projekt 2.

Nachdem ich die Deadline jetzt also offiziell mitgeteilt habe, bin ich auch wieder in der Lage, mir kleinteilige tägliche Aufgaben zu stellen, die mich letztlich zum Ziel bringen.

Filterlos

Falls sich einer von euch fragt, wieso ich das nicht schon längst so gemacht habe - mein Filtersystem ist kaputt. Entscheidungen zu fällen ist für mich sowieso schon komplizierter als für andere. Wenn ich aber auch noch unbegrenzt viele Möglichkeiten habe, was ich anfangen kann, dann blockiert sich irgendwann alles gegenseitig. Das habe ich auch mal hier beschrieben:
Barbara Sher hat mich aus dem Konzept gebracht
Sobald aber eine klare Aufgabe und ein Zeitrahmen feststeht, arbeite ich auch zielstrebig darauf hin.

Weshalb sich dieser Knoten gerade heute gelöst hat und nicht schon vor drei Jahren? Offenbar mussten mehrere bestimmte Ereignisse zusammenfallen. Und ich musste dafür bereit sein.

Und jetzt schreibe ich die diesbezügliche Aufgabe für morgen ins Bulletjournal:

  • Story / Konzept noch einmal lesen und die Teile sammeln, die ich weiterhin verwenden möchte.
  • Das “Warum?” hinterfragen und ggf. die Prämisse anpassen.

Liebe Grüße

Petra

Leipziger Autorenrunde auf der Leipziger Buchmesse 2015

Auf der Frankfurter Buchmesse war ich länger nicht mehr, u.a. weil diese häufig mit den Herbstferien zusammenfällt und wir dann mit der Familie unterwegs sind. Aber Leipzig, das ist eine Stunde 45 mit dem Auto entfernt und deshalb bin ich eigentlich in jedem Jahr dort - oft auch mit dem einen oder anderen Kind. Aber diesmal war die Familie im Olympiastadion (wo ich eigentlich auch sein wollte, Hertha gegen Schalke) und ich habe am Messesamstag an der Leipziger Autorenrunde teilgenommen. Twitter Hashtag: #lar15

Sonntag, 15. März 2015

Glashalle bei der Leipziger Buchmesse 2015. Foto: Petra A Bauer

Glashalle bei der Leipziger Buchmesse 2015. Foto: Petra A Bauer

Bei der Autorenrunde gibt es unzählige Tische mit Referenten zu unterschiedlichen Themen und interessierte Autoren, die sich auf die Tische verteilen.

Ich habe mich als erstes an den Tisch von Emily Bold gesetzt, die über ihren Weg zum Thema Selfpublishing berichtet hat. Sie hatte pinkfarbene Kugelschreiber und ebensolche Labellos als Giveaway mitgebracht, weil sie ganz richtig festgestellt hat, dass Messeflyer mit all den anderen Messeflyern ungelesen im Altpapier landen.

Außerdem verriet Emily: “Ich bevorzuge beim Schreiben die Missionarsstellung!” Das bedeutet: Sie schreibt in Word und benutzt Papyrus Author nur zum Überarbeiten.

Beim Tischgespräch mit Emily Bold. Foto: Petra A. Bauer.

Beim Tischgespräch mit Emily Bold. Foto: Petra A. Bauer.

Während Matthias Matting von der Selfpublisherbibel an meinem zweiten Tisch über Neuigkeiten im Bereich des Selfpublishing sprach, habe ich meinen Selfie-Stick ausgepackt und einen Teil der Autorenrunde von oben fotografiert.

Ich habe mich gefreut, endlich auch Wibke Ladwig live und in Farbe kennenzulernen, die ich als @sinnundverstand schon lange verfolge. Ihr Thema war Show, don’t tell - Storytelling in Social Media Weil man als Autor ja nicht auf Facebook als allererstes mitteilt, dass man ein Buch geschrieben hat und das jetzt alles sofort kaufen müssen ;-)

Tischgespräch mit Wibke Ladwig. Foto: Petra A. Bauer 2015.

Tischgespräch mit Wibke Ladwig. Foto: Petra A. Bauer 2015.

Die nächste Tischrunde habe ich ausgelassen und mich stattdessen in die Hölle der vollen Gänge auf der Messe gestürzt. Ich weiß schon, weshalb ich sonst nie samstags zur Messe fahre ...

Übervolle Leipziger Buchmesse 2015. Foto: Petra A. Bauer

Übervolle Leipziger Buchmesse 2015. Foto: Petra A. Bauer

Ich wäre beinahe zu spät zur 15:00-Uhr-Runde gekommen, weil einfach kein Durchkommen war. Ich bin für Schnelläuferspuren ;-)

Ich habe mich auch sehr gefreut, Zoe Beck zu treffen, weil wir es in Berlin irgendwie nie hinkriegen, uns mal zu sehen. Sie sprach über die Position von Autoren in Verlagen und wie man diese verbessern kann.

Zoe Beck über die Position von Autoren innerhalb ihres Verlags. Foto: Petra A. Bauer 2015

Zoe Beck über die Position von Autoren innerhalb ihres Verlags. Foto: Petra A. Bauer 2015

Die letzte Runde bestritt meine DeLiA-Kollegin Britta Sabbag. Es ging um mein Lieblingsthema: “Warum Prokrastination für Autoren wichtig sein kann”. Nun weiß ich, dass Britta im Schlafanzug schreibt und dass sie einen geschwätzigen Briefträger hat, der ihr verriet, dass Eckhard von Hirschhausen ihm auch immer im Schlafanzug die Tür öffnet :-D

Es waren noch viele Kollegen dort, die ich zumindest dem Namen nach kannte. Mit einigen habe ich auch kurz geplauscht, bei manchen habe ich jetzt erst gesehen, dass sie auch dort waren. Ich kenne die genaue Teilnehmerzahl nicht, aber ich sage mal: sehr viele ;-)

Hauptorganisator war wieder Leander Wattig, der Initiator von Ich mach was mit Büchern und zig anderen tollen Projekten. Das Catering-Team hatte ein Herz für Biertrinker und so stießen Leander und ich auf eine gelungene Veranstaltung mit dem passenden Getränk an ;-) Nach so vielen Stunden konzentrierten Zuhörens war das echt prima :-)

Leander Wattig und Petra A. Bauer. Ich habe leider vergessen, nach dem Namen der Fotografin zu fragen. Danke!

Leander Wattig und Petra A. Bauer. Ich habe leider vergessen, nach dem Namen der Fotografin zu fragen. Danke!

Es war sehr inspirierend und motivierend und ich komme gerne im nächsten Jahr wieder. Seid ihr dann auch dabei? Oder wart ihr dort und wir haben uns nicht gesehen?

Liebe Grüße

Petra

Roh-Manuskript Stand 20. März 2015:


18 Normseiten, 4.719 Zeichen

Auswärts schreiben

Wir haben ein verlängertes Wochenende in Hamburg und Schleswig Holstein hinter uns. Mein Liebster braucht ja eine Wohnung in HH, wenn er ab Januar dort arbeitet, und weil wir ohnehin bei lieben Freunden einngeladen waren, haben wir das gleich verbunden. Und mein Arbeitsgerät war natürlich auch im Gepäck:

Dienstag, 16. Dezember 2014

Mein Arbeitsplatz bei Babette, Foto: Petra A. Bauer

Meine Freundin Babette ist eine Deko-Queen. Alles ist sehr liebevoll gestaltet, und so habe ich meinen Rechner am Esstisch inmitten von Weihnachtsdeko aufgebaut, als gerade einmal ein bisschen Leerlauf war. In dieser gemütlichen Atmosphäre schrieb es sich gleich viel besser. Größtenteils habe ich zwar überarbeitet, aber einige neue Einfälle sind mir auch gekommen.

Zwei Tage zuvor, habe ich ein bisschen Wartezeit überbrücken müssen und habe in einem Café in Reinbek geschrieben. Verblüffend, wie gut ich ohne Internetverbindung immer vorankomme ;-)

Schreiben im Café, Foto: Petra A. Bauer

Beim Thema Schreiben in Cafés fällt mir natürlich sofort der gleichnamige Schreibratgeber ein, der mir zu Anfang meiner Autorenlaufbahn sehr gute Dienste geleistet hat.

Der Umgebungswechsel tut meiner Kreativität jedenfalls sehr gut. Ich bin prima vorangekommen. Das aktuelle Manuskript umfasst jetzt 33 Seiten. Viel ist vom alten Text nicht übrig geblieben. Ich bin schon jetzt gespannnt, was die Testleser / Rezensenten sagen werden - v.a. die, die die Originalfasssung von 2006 kennen (und mögen).

A propos Rezensenten: Wenn ihr Lust habt, meinem Rezensenten-Club beizutreten, dann würde mich das außerordentlich freuen. Hier stehen alle Teilnahmebedingungen. Das Ganze ist für euch selbstverständlich völlig kostenlos. Dafür seid ihr die Ersten, die meine Bücher zu lesen bekommen.

Und nun haue ich mal wieder für die eKrimiSerie in die Tasten :-)

Alles Liebe

Petra

P.S.: Heutiges Pensum: 1515 Wörter - 9738 Zeichen = 5 Seiten

NaNoWriMo -Tag 3 im Liveticker

Soooo, Mitternacht, der dritte NaNo-Schreibtag beginnt und ich lade euch recht herzlich dazu ein, mir auch heute wieder beim Schreiben via Liveticker über die Schulter zu schauen. Alle Schreib-Liveticker-Einträge könnt ihr übrigens jederzeit unter dem Tag Schreibticker finden. Los geht's!

Montag, 03. November 2014

NaNoWriMo-Schreibtag 3. Mit meiner coolen NCIS-Mütze aus Washington.DC

NaNoWriMo-Schreibtag 3. Mit meiner coolen NCIS-Mütze aus Washington D.C.

00:19 Uhr: Dafür, dass ich in diesem Jahr überhaupt nicht geplant hatte, am NaNoWriMo teilzunehwmen (zwei Tage vorher dachte ich, ups, da war doch was?), bin ich bisher super vorangekommen. Wie ihr an den grünen Kästchen des Wordcount-Widgets sehen könnt, habe ich in den ersten beiden Tagen das Schreibpensum von 1.667 Wörtern erfüllt, das ich brauche, um innerhalb von 30 Tagen auf 50.000 Wörter zu kommen. Nebenbei habe ich damit ein Exposé fertiggestellt, das sonst sicher noch ewig gedauert hätte, und (aber das hat keine zählbaren Wörter gebracht) mein WRITINGWOMAN FORUM installiert und eröffnet. Darin ist es noch verdammt leer (außer mir tummelt sich da noch eine registrierte Benutzerin), aber ich hoffe, dass ihr da bald Leben in die Bude bringt!

Ich werde heute vor dem Schlafen nicht mehr ewig viel Schreiben, denn die Herbstferien sind leider zu Ende. Also heißt es morgen früh aufstehen. Da muss ich meine Eigenzeitverschiebung leider wieder korrigieren. Dafür habe ich auf diese Art diesmal wenigstens keine Probleme mit der Umstellung auf die Winerzeit gehabt :-D

Auf jeden Fall schreibe ich jetzt noch die neue Einstiegsszene in die eKrimiReihe, die eigentlich eKrimiSerie wird. Irgendwie war mir das offenbar doch noch nicht so ganz klar, als ich den Tag benannt habe.

Ich melde mich gleich nochmal zurück bei euch!

00:34 Uhr: 3528 Wörter. Ich hatte ja gestern noch beschlossen, das Setting zwar in Berlin anzusiedeln, aber einige Dinge zu verändern, wie beispielsweise den Gebäudekomplex des Polizeipräsidiums, in dem Robina Bernhardt und Holger Schultze-Diepersdorf arbeiten. Aus dramaturgischen Gründen werden dort noch andere Dienststellen untergebracht, und ich werde nie den genauen Ort erwähnen, an dem das Gebäude steht.

Da ich nun auch die ganze Struktur des Ursprungsbuches über den Haufen geworfen habe, habe ich eben eine neue, rasante Einstiegsszene geschrieben. Und beim Schreiben fiel mir auf, dass ich mich im Gebäude des Bezirksamts Reinickendorf befand, das ich sicher schon sieben oder acht Jahre nicht mehr betreten habe - wenn nicht länger. Das finde ich witzig, und es hilft mir, mich am neuen Ort zurechtzufinden. Ich brauche reale “Zimmer im Kopf”, in denen sich meine Protagonisten bewegen können, sonst bleibt das Bild ein bisschen schwammig. Etwa so, als würde man einen Film betrachten, hätte aber leider seine Brille verlegt (wobei ICH dann gar nüscht mehr sehen würde). Oder ihr habt HD ausgeschaltet.

01:25 Uhr: 3626 Wörter. Macht Spaß :-) Und ich bin auch noch nicht wirklich müde. Aber aus Vernunftgründen (s.o.) mache ich jetzt mal Feierabend.

Ich sehe euch morgen Vormittag! Schlaft gut!

12:57 Uhr: Es sind schon fast wieder zwölf Stunden herum, weil ich heute Vormittag unterwegs war: Mit Kind 4 bei der Nachuntersuchung im Krankenhaus. Exakt zwei Monate nach dem Schul-Unfall wissen wir jetzt endlich, dass es ein Bänderanriss im Sprunggelenk war. Und endlich, endlich wird das Kind Physiotherapie bekommen! Großeinkauf war auch noch fällig, ein paar Dinge mussten noch bbesorgt werden, damit ich endlich den superüberfälligen Videodreh in Angriff nehmen kann (hoffentlich klappt das dann wirklich alles), aber erst mein Schreibpensum für heute schaffen, bevor ich nachher nochmal los muss.
Also tauche ich gleich wieder in die Szene ab. CU!

13:20 Uhr: Stelle fest, dass es mir in den Ferien leichter fiel, in die Arbeit hineinzukommen. Irgendwie fehlen mir die kleinen Geräusche im Hintergrund. Ich glaube, ich lasse die Autorenlesungen wieder laufen, wie an Tag 1. #soundtrack

15:52 Uhr: 3.922 Wörter. Ich probiere gerade unterschiedliche Anfangsszenen und Schreibstile aus, aber irgendwie ist das Ergebnis nicht ao, wie ich mir das vorstelle. Der Spagat zwischen dem Format und demm Sprachstil ist schwieriger, als ich dachte. Ich kann das jetzt noch nicht näher erklären Also probiere ich weiter. Irgendwann muss der Knoten sich ja lösen.

18:27 Uhr: 4.089 Wörter. Wurde zum Kochen abkommandiert, gerade als ich der Lösung näher gekommen schien. Jetzt erstmal essen. Chinesisch. Vielleicht geschieht ja ein Wunder.

19:32 Uhr: Es geschah tatsächlich so etwas wie ein Wunder, allerdings anders als erwartet: Während des Essens ist die Rückmeldung zu dem Exposé in meiner Mailbox gelandet, das ich gerade gestern erst geschrieben und an den Herausgeber geschickt hatte. Wie ihr vielleicht wisst, wenn ihr von Anfang an meinen Liveticker verfolgt. Die Verantwortlichen finden meine Idee gut, hatten ein paar Anmerkungen, und nun darf ich aus dem “Idee-Exposé” ein ausführliches Exposé machen, was mich sehr freut. Was aber gleichzeitig bedeutet, dass ich viel früher als gedacht, aus dem Konzeptkampf mit meiner eKrimiReihe wieder auftauchen und mich um den anderen Teil meiner NaNoWriMo-Aktivität kümmern muss und darf.

Langweilig wird es hier jedenfalls nicht :-)

21:46 Uhr:  4.185 Wörter. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Ich habe jetzt noch nicht zum anderen Projekt zurückgeswitcht, weil ich erst eine Textstelle zufriedenstellend klären wollte, auch wenn ich ja weiß, dass NaNoWriMo in erster Linie “Wörter bolzen” bedeutet. Ich kann aber nicht aus meiner Haut. Ich habe auch einen weiteren Beitrag im WRITINGWOMAN FORUM geschrieben (und nicht mitgezählt), damit ihr da auch etwas zu lesen habt. Ich würde mich über weitre registrierte User freuen, damit dort tatsächlich so etwas wie ein Austausch entsteht.

Übrigens behauptet meine NaNo-Statistik heute hartnäckig, ich hätte heute nur 185 Wörter geschrieben, dabei sind es etwa 800 bisher. Und damit ich wenigstens auf die 1.667 Wörter komme, schreibe ich jetzt einfach eine Szene, die weiter hinten kommen wird, und die auf jeden Fall mit hinein soll.

Ich melde mich wieder.

22:37 Uhr: Manchmal muss man einfach einsehen, wenn nichts mehr geht. Heute war von Anfang an der Wurm drin und ich quäle mich nur noch - einfach weil ich nicht weiß, an welcher Stelle ich weiterarbeiten soll. Egal, ich gräme mich nicht weiter, sondern setze mich noch einen Moment zu meinen Kindern. Das Bett ist vermutlich sowieso von Monsieur Katz besetzt ;-)

Gute Nacht und bis morgen!


Petra

Alle NaNoWriMo-Liveticker-Einträge:

01. Nov. 2014      |      11. Nov. 2014
02. Nov. 2014      |      12. Nov. 2014
03. Nov. 2014
04. Nov. 2014
05. Nov. 2014
06. Nov. 2014
07. Nov. 2014
08./ 09. Nov. 2014
10. Nov. 2014


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