Empfehlung: Das Oslog

Beim Eurovision Song Contest, formerly known as Grand Prix Eurovision de la Chanson oder so, ist ja in diesem Jahr alles anders. Es gibt wieder eine Jury und "wir" (also Deutschland, beim Fußball und ESC ist es ja immer WIR) haben nach längerer Zeit mal wieder so etwas wie eine Chance auf vordere Plätze (nein, ich sag jetzt nicht Sieg, sonst sind wir nur enttäuscht, wenn es nicht klappt).

Freitag, 28. Mai 2010

Und weil alles so anderes ist, gibt es dazu in diesem Jahr auch ein wunderbares Blog, das ich euch längst schon mal vorstellen wollte: Das Oslog.

Stefan Niggemeier und Lukas Heinser vom BILDblog (für diejenigen, die es nicht wissen, das ist ein Watchblog, die schreiben nicht für die BILD) fabrizieren Hintergrundberichte und drehen Videos zum Eurovision Song Contest in Oslo.

Sehr niedlich heute das Interview mit Lena (und Hape Kerkeling):

Und jetzt muss ich mal gestehen, dass ich Unser Star für Oslo gar nicht gesehen habe. Aus dem einfachen Grund, dass in unserer Familie ein Castingshow-Streik ausgebrochen war, so nach dem Motto: Das jetzt AUCH noch? Och nööööö...  Ich steh ja auf sowas, aber ich wollte mich hier nicht unbeliebt machen. Hatte nur kurz vor Schluss mal reingezappt und Lena ist mir direkt aufgefallen. Ich liebe diese Art zu singen und ganz besonders diesen leicht “dreckigen” Akzent. Außerdem bietet Lena Meyer-Landrut mit ihrer erfrischend unverkrampften Art echten Unterhaltungswert in der ansonsten doch ziemlich drögen deutschen Unterhaltungs-TV-Welt, die doch immer nur um sich selbst kreist.

Und noch was: Seit Stefan Raab auf den Kopf gefallen ist, kommt er nicht mehr so arrogant rüber. Ich finde, er ist menschenfreundlicher geworden. Ich meine das ernst, denn ich fand ihn vorher gelegentlich unerträglich und jetzt nicht mehr. Unbestritten war allerdings auch für mich schon immer, dass er ein prima Musiker ist und ein gutes Händchen für Hits hat.

Morgen ist es also so weit und bis dahin, konnt ihr noch eifrig im Oslog stöbern! Da erfahrt ihr zum Beispiel auch, wie die Wetten stehen.

Zur Einstimmung nochmal das fluffig-witzige Satellite zum Anschauen und Mitsummen:

Viel Spaß und verletzt eure Daumen nicht beim Drücken!


Tillicus Glossicus Metallicus

Till Burgwächter war in der Stadt! Der Musikjournalist (u.a. für den Metal Hammer)und Autor von satirischen Werken wie JGTHM (Juhr Gait Tu Hewi Mettäl), Schmerztöter und Die Wahrheit!!! ... über Wacken, hat ein neues Opus vorgelegt: Tillicus Glossicus Metallicus.

Montag, 24. Mai 2010

Die Veröffentlichung dieser CD feierte er mit einer Lesereise. Die Station in Berlin hieß theARTer und ist eine wirklich ungewöhnliche Location in Lichtenberg, die seit zwei Jahren besteht und von einem sehr engagierten Pärchen geleitet wird. Ich habe mich dort äußerst wohl gefühlt (Hingeh-Empfehlung!)

Till kenne ich bereits seit rund zehn Jahren. Ich habe ihn bei seiner allerersten Lesung kennengelernt, was kurz vor meiner ersten Lesung war, und wir lagen direkt auf einer Wellenlänge.

Zu Tillicus Glossicus Metallicus sagte er, dass es diesmal ein Hörbuch sei, weil Metaller ja gerne mal etwas lesefaul seien und er bei jedem seiner Bücher gefrat wurde, ob es das auch auf CD gebe.
Als er nun ankündigte, diesmal gleich eine CD zu machen, lautete die erste Mail, die er dazu erhielt: “Gibt’s das auch als Buch?” Was ihn dazu veranlasste, der CD ein ausführliches Booklet beizulegen, in dem alle Texte auch abgedruckt sind.

So kann es gehen.

Im übrigen kann ich euch beruhigen: Auch wenn sich die meisten Texte um Heavy Metal drehen - man muss kein Metal-Fan sein um herzhaft darüber lachen zu können. Wenn Till beispielsweise die hygienischen Verhältnisse auf dem Open Air Festival in Wacken beschreibt, können sich das auch Tokio-Hotel-Fans vorstellen. Ich höre auch eher bloß zufällig hin und wieder Metal, habe mich aber den ganzen Abend über köstlich amüsiert, wie eigentlich alle Zuhörer im theARTer. Jedenfalls habe ich zuvor noch niemals “Zugabe!”-Rufe bei einer Lesung erlebt.

Tipp:

Im Herbst kommt Till Burgwächter mit Read ‘em all wieder ins theARTer. Read ‘em all, das sind:
Till Burgwächter
Axel Klingenberg (Herausgeber des Buchmagazins The Punchliner.
Frank Schäfer (Titanic-Autor)

Das werde ich mir nicht entgehen lassen und sobald ich den genauen Termin weiß, gebe ich ihn hier bekannt.


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My girl’s mad a me

Madness war am 11.5.2010 der Stadt! Ein Traum für alle, die die späten 70er und frühen 80er am liebsten für immer feiern würden.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Ursprünglich für Huxleys gebucht, war das Konzert in die C-Halle gelegt worden.

Als Vorgruppe heizte die Berliner Ska-Band Blechreiz ein. Die Jungs haben echt Rhythmus im Blut und ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass es als Ska-Musiker durchaus von Vorteil sein kann, wenn man hyperaktiv ist. So zumindest mein Eindruck, als ich sah, wie energiegeladen der Sänger (und nicht nur der!) über die Bühne tobte.

Die Musik war klar und unverwässert (ich stehe auf harte Beats) und der ganze Auftritt hat mir gut gefallen. Ich kannte die Band vorher nicht, wage sie jedoch zu empfehlen!

Aktuelle CDs von Blechreiz zu bekommen (vor Ort hatte ich nicht nachgesehen) scheint nicht so einfach zu sein, denn der Link zum ebay-Shop bringt nur einiges was uralt ist. Und bei Amazon habe ich auch nichts Brauchbares gefunden. Dabei hätte ich Those were are the days gerne gekauft. Die Blechreiz-Version des Mary Hopkins-Titels hat nämlich durchaus ihren - äh, ja - Reiz!

Hier ist eine alte Blechreiz-Those are the days-Version zu hören: Those were the days. Gestern live war aber schöner.

Ich habe auf youtube noch ein Video gefunden, in dem die Band sich vorstellt und sich außerdem ganz klar von der rechten Szene distanziert. Sehr sympathisch!

Aber ich wollte ja auch über Madness schreiben:

Die Jungs stiegen direkt mit One Step Beyond ein und hatten den Saal damit eigentlich schon im Griff. Es war schön, zu beobachten, wie die Zuschauer sich in Fans der ersten und der zweiten Generation aufteilten, denn bei den neueren Liedern (ich gestehe, ich hatte die neuere Musik der Band nicht mehr verfolgt, und damit war ich offensichtlich nicht alleine), hopsten und gröhlten eher die “Küken”.

Sobald die Klassiker gespielt wurden, waren sich aber alle einig :-)

Zum Glück haben sie auch My Girl gespielt. Das hatte ich nämlich den ganzen Tag vorher schon im Kopf. Aber auch It must be Love, House of Fun, Baggy Trousers, und Our House war dabei - also alles, was die älteren Herrschaften glücklich machte (und da will ich meinen Liebsten und mich gar nicht ausnehmen *g*).

Apropos ältere Herrschaften: Offenbar sind die Madness-Herren doch langsam in dem Alter, wo sie kürzer treten müssen, denn nach einer Stunde und fünfzehn Minuten gingen sie von der Bühne, um fünf Minuten später für eine zehnminütige Zugabe wiederzukommen - und das war es dann. Nicht mal ganz anderthalb Stunden, das war wirklich schade.

Aber die Stimmung war super und ich habe eine neue Band kennengelernt, die mir gefiel - was will der Mensch mehr?

 

 

Also doch Karla Kolumna ;-)

Ich verstärke jetzt das Kolumnisten-Team der Berliner Zeitung:

Montag, 19. April 2010

Auch auf BerlinOnline zu lesen.

Update:
Das ist auch dem Texttreff eine Meldung wert.

Meine ersten Fotos von der re:publica 2010

findet ihr in meinem Flickr-Set re:publica 2010.

Mittwoch, 14. April 2010

Johnny Häusler, Tanja Häusler, Andreas Gebhard, Markus Beckedahl.

Mehr dazu in meinem Twitterblog.

Stoppok & Worthy in der Passionskirche

Stefan Stoppok und Reggie Worthy haben gestern ihr Überraschungsalbum "Grundblues" in der Berliner Passionskirche am Marheinekeplatz vorgestellt.

Montag, 30. November 2009

Stoopok. Der Ruhrpottrocker, der schon lange nicht mehr im Ruhrpott lebt, sondern am Tegernsee (falls meine Info nicht inzwischen veraltet ist), hat den Blues. Aber den schiebt er vor sich her, wie wir gestern erfahren durften. Gemeinsam mit Reggie Worthy war er kürzlich im Studio und hat eine Blues-CD produziert, die aber gar nicht so traurig ist, wie man vermuten könnte. Wer Stoppok kennt, der weiß, was ich meine ;-)

Ich habe nicht gezählt, wie oft ich Stoppok schon live gesehen habe. Mit Band und solo, und gestern erstmals alleine mit Reggie Worthy, der auch eine wunderbare Interpretation von “What if God was One of Us” abgeliefert hat. Schöne Abwechslung zu den deutschen Songs von “Stoppi”, wie Reggie ihn nannte, und es kamen noch mehr englische von ihm.
24 Lieder insgesamt (“Beton”, mein Lieblingslied, wieder als letzte Zugabe), mit einer Pause, weil man laut Stoppok “nach einer neuen EU-Norm als Musiker, der ein gewisses Alter überschritten hat, nicht mehr länger als eine Stunde am Stück spielen darf”. Für solche Sprüche liebe ich ihn :-)
Am Ende gab es standing ovations - zu recht!

Da mein Liebster Kopfschmerzen hatte, wurde ich von Philipp begleitet, der auch schon lange ein Fan ist und bereits zweimal zuvor auf Konzerten mit war. Er hat jetzt ein Stoppok / Worthy / Philipp-Foto und ich die elfte Stoppok-CD im Regal. Offiziell wird “Grundblues” erst im März veröffentlicht. Nur auf den Konzerten ist sie jetzt schon zu erwerben. Signiert ist sie natürlich auch wieder.

Danke Stoppi, es war wieder ein schöner Abend!

Zur Setlist auf “weiter” klicken!

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