Deadline 20.03.2016

Im letzten Blogbeitrag beklagte ich das Fehlen einer Deadline. Nach meinem heutigen New Media Mastermind Group Call habe ich das Problem endlich gelöst. Und da dieses Autorenblog seit über 13 Jahren u.a. dazu dient, euch zur Ermutigung meine Arbeitsweise trannsparent zu machen, erkläre ich mal, was passiert ist:

Montag, 15. Februar 2016

Festlegung der Deadline im Bulletjournal

Die Macht von Mastermind Gruppen

Im letzten September war ich in Manchester auf der New Media Europe Konferenz. Hier gibt es dazu einige akustische Eindrücke.

Ich habe viel für mich mitgenommen, u.a. ging eine Mastermind Gruppe daraus hervor, bestehend aus der Porträtzeichnerin Anna (eine in Deutschland lebende Schwedin) und der derzeit in Italien lebenden isländischen Tierärztin Sif und mir. Alle zwei Wochen sprechen wir per Google Hangout über unsere medialen Projekte und die damit verbundenen Probleme. Ganz ähnlich mache ich das seit Ende 2013 einmal wöchentlich mit Ines von kandil.de

Das Bulletjournal

Die Lösung ereilte mich aber heute nach dem Hangout mit Sif und Anna. Und zwar weil Sif über ihre analoge Planung im Bulletjournal-Stil berichtete und Beispielfotos schickte. Danach war ich erst einmal damit beschäftigt, diverse Videos zum Bulletjournaling anzuschauen ;-)

Ich habe kürzlich zwar selbst eine Druckvorlage für die Erledigung täglicher Aufgaben zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt, aber die Bulletjournal-Methode hat mich fasziniert und ich habe mein eigenes BJ angelegt.

In den Kalender trug ich u.a. meine Hausaufgabe für den nächsten Mastermind-Hangout ein:

  • Die Entscheidung treffen, welches Buchprojekt ich als nächstes realisieren werde.

Buchprojekte mit Potenzial

... lautet der Titel einer weiteren Journal-Seite. Wie ihr euch sicher denken könnt, geht es dabei um die Projekte, die ich bereits zu großen Teilen konzipiert habe. Kinderbücher habe ich direkt mal gar nicht hingeschrieben, weil mir zur Zeit eher nach Büchern für Erwachsene ist.

Am Schluss standen vier meiner Arbeitstitel da. Zwei der Projekte (Serien) sind möglicherweise eher fürs Selfpublishing geeignet, zwei für traditionelle Verlage. Eines der designierten Verlagsbücher flasht mich gerade nicht so, also blieb zunächst ein Projekt übrig - nennen wir es mal Projekt 1.

Dann fielen mir in meinem Filofax Seiten auf, auf denen ich schon einmal das Für und Wider einzelner Projekte abgewägt hatte. Seither haben sich aber einige Parameter geändert und ein Verkaufsargument für Projekt 1 ist am Wochenende noch dazugekommen.

Und damit war alles plötzlich ganz einfach: Ich habe mir bis 20. März Zeit gegeben, um für Projekt 1 ein “rundes” Exposé zu erstellen, da sich an der bisher vorhandenen Story noch vieles ändern wird (u.a. etliche gekillte Darlings). Das fertige Exposé werde ich einer Agentur schicken, und während ich auf die Antwort warte, konzipiere (und schreibe) ich an einer der SP-Serien weiter. Ich nenne es hier - Überrraschung! *g* - Projekt 2.

Nachdem ich die Deadline jetzt also offiziell mitgeteilt habe, bin ich auch wieder in der Lage, mir kleinteilige tägliche Aufgaben zu stellen, die mich letztlich zum Ziel bringen.

Filterlos

Falls sich einer von euch fragt, wieso ich das nicht schon längst so gemacht habe - mein Filtersystem ist kaputt. Entscheidungen zu fällen ist für mich sowieso schon komplizierter als für andere. Wenn ich aber auch noch unbegrenzt viele Möglichkeiten habe, was ich anfangen kann, dann blockiert sich irgendwann alles gegenseitig. Das habe ich auch mal hier beschrieben:
Barbara Sher hat mich aus dem Konzept gebracht
Sobald aber eine klare Aufgabe und ein Zeitrahmen feststeht, arbeite ich auch zielstrebig darauf hin.

Weshalb sich dieser Knoten gerade heute gelöst hat und nicht schon vor drei Jahren? Offenbar mussten mehrere bestimmte Ereignisse zusammenfallen. Und ich musste dafür bereit sein.

Und jetzt schreibe ich die diesbezügliche Aufgabe für morgen ins Bulletjournal:

  • Story / Konzept noch einmal lesen und die Teile sammeln, die ich weiterhin verwenden möchte.
  • Das “Warum?” hinterfragen und ggf. die Prämisse anpassen.

Liebe Grüße

Petra

No Angels

Nein, hier ist nicht die Popgruppe gemeint. Es soll heute allerdings um Geflügeltes gehen - einmal um das ALBATROS-Manuskript und dann um Engel. No Angels deshalb, weil ich es eigentlich mit Engeln nicht so habe.

Donnerstag, 05. März 2015

Zeichnung einer mir unbekannten Engel-Statue. Von Petra A. Bauer 2015

Zeichnung einer mir unbekannten Engel-Statue. Von Petra A. Bauer 2015

Gestern Abend lag ich im Bett und wollte meiner neu erwachten Lust auf Zeichnungen nachgeben. Ich finde Statuen toll zum Zeichnen, allerdings steht in unserem Schlafzimmer keine herum. Also gab ich “Statue” bei der Google-Bildersuche ein, und neben einem antiken Diskuswerfer und Nappi (ob Napoleon sauer geworden wäre, wenn ich ihn so nenne? Vermutlich hätte er mir den Krieg erklärt) entdeckte ich eine Engelstatue, die mich sofort fasziniert hat. Ich glaube, es war die Anmut und Erotik, die darin mitschwang. Außerdem finde ich Flügel toll.

Das Foto fand ich auf Deviantart bei neverfading_stock, wo ich den Engel inzwischen auch in anderen Posen fand und mich deshalb frage, ob es eine echte, große Statue ist, die ich da gezeichnet habe, oder einfach eine kleine Figur. Letztlich spielt es keine Rolle, denn es hat Spaß gemacht sie zu zeichnen, während nebenher Big Bang Theory lief ;-)

Zurück zu No Angels: Ich glaube nicht an die Existenz von Engeln, sondern halte die Däniken-Variante von Astronauten für tausend Mal wahrscheinlicher. Menschen, die fliegen. Fliegen? Das können doch nur Vögel! Also dichtet man den Menschen Flügel an und fertig ist der Engel. Aber dazu hat bestimmt jeder seine eigene Theorie.

Da ich Atheistin bin, glaube ich auch nicht an Schutzengel o.Ä. - bestenfalls im übertragenen Sinn. Und Esotherik regt mich auf. Ich mag einfach ästhetische Dinge und es kann durchaus passieren, dass ich diese oder andere Engel-Statuen weiterhin zeichne. Aber man möge mich bitte nicht für eine Engels-Gläubige halten.

ALBATROS

Nachdem das also geklärt wäre, kurz noch was zum Manuskript. Ich schrieb ja schon häufiger, dass im Projekt mit dem Arbeitstitel ALBATROS in keiner der zahlreichen Varianten je ein Vogel vorgekommen wäre (fragt mich bitte nicht, wie ich dann zu diesem Namen kam - ich weiß es nicht mehr).

Gestern fragte ich mich dann: “Warum eigentlich?” Und ab sofort kommt im Manuskript ein Vogel vor. Ein ganz besonderer Vogel, der mir jetzt schon viel Spaß macht. Dass ich darauf nicht viel früher gekommen bin!

So, nun aber weiter am Manuskript schreiben und ein bisschen Entrümpeln will ich auch noch.

Liebe Grüße

Petra

Roh-Manuskript Stand 4. März 2015:


14 Normseiten, 3.476 Zeichen

Einfacher, als gedacht

Draußen tobt nachmittäglicher März-Hagel mit heftigen Sturmböen - so ganz und gar nicht zu dem Foto passend, das ich heute für diesen Beitrag ausgesucht habe. Doch das macht nichts, es soll ja um den Arbeitsfortschritt an meinem ALBATROS-Manuskript gehen, und der kann sich durchaus sehen lassen.

Montag, 02. März 2015

Autorin auf Wiese. Foto: © Merlindo - fotolia.de

Foto: © Merlindo - fotolia.de

Heute Mittag habe ich angefangen mit dem Weitermachen (*g*), denn ich habe mir für den Anfang 800 Wörter pro Tag vorgenommen, um mich nicht wieder selbst zu erschrecken ;-) Wichtig ist, dass ich diesmal täglich dranbleibe, um gar keine “Löcher” mehr aufkommen zu lassen, die dazu führen, dass ich den Kontakt zu den Figuren und somit zur Story verliere. Es ist nämlich immer sehr lästig, alles immer wieder von vorne durcharbeiten zu müssen, weil ich schon wieder vergessen habe, wie ich eigentlich weitermachen wollte. So ging mir das oft, als ich durch meinen Perfektionsanspruch den Widerwillen am Manuskript entwickelt hatte. So wie es jetzt läuft, ist es viel besser.

Ich kenne dich, ich mag dich

Ich bin sehr verblüft, wie leicht mir die Umstellung auf die neue “Hülle” der Hauptprotagonistin fiel, nennen wir sie hier einmal A.

A. ist die Trägerin der Kernidee. In der allerallerersten Version aus dem Jahr 2000 hieß sie noch S. (aus Gründen, die ich euch erklären werde, wenn der Zeitpunkt gekommen ist), und war viel jünger.

Die letzte A. war im gleichen Alter wie die neue, hatte aber ein vollkommen anderes Wesen. Recht spröde, geheimnisvoll und sie wollte ganz offensichtlich zu viel auf einmal. Vermutlich ist die Story auch u.a. daran gescheitert.

Mit der neuen A. bin ich sofort warm geworden, obwohl - oder weil? - sie auch ein komplett neues Setting mitgebracht hat. A. lebt jetzt, hat eine Bürde mitgebracht und ist mir alles in allem sehr sympathisch.

Zu viel Druck? Nö, Ansporn!

Petra van Cronenburg fragte mich heute auf meiner Facebook-Autorenseite, ob es mich nicht furchtbar unter Druck setzen würde, hier über den Fortgang des Manuskripts zu berichten, auch wenn es vielleicht mal gar nicht klappen will. Die Frage ist natürlich berechtigt, aber ich sehe es eher als Ansporn. Und wenn es wirklich mal nichts zu berichten gibt, nehme ich mir eben die Freiheit, einfach nichts dazu zu sagen ;-)

Weiterer Ansporn ist auch mein Wordtracker Ich habe ihn wieder auf Null gesetzt (was ich Anfang des Jahres geschrieben habe, ist ja eh in der Tonne)  und so voreingestellt, dass ich mit dem täglichen Pensum ganz gemütlich in vier Monaten 400 Seiten geschrieben haben könnte.

Es wird schon lebendig

Es ist auch sehr motivierend, dass die Geschichte schon zu einem frühen Zeitpunkt so lebendig ist, dass sie mich bis in den Schlaf verfolgt. Nachts wach liegen, an die Figuren denken und neue Ideen bekommen, findet normalerweise erst zu einem viel späteren Zeitpunkt statt.

Und die Ebook-Serie?

Die eKrimi-Serie liegt jetzt natürlich erst einmal auf Eis, was nicht heißt, dass ich sie nie realisieren werde, aber das ist eine komplett andere Baustelle. Es gibt ja genügend Autoren, die zweigleisig fahren, aber warten muss es jetzt trotzdem. Multitaskerin war ich noch nie ;-)

Ich hoffe, euch interessieren die Einblicke in meine Manuskriptarbeit. Falls ja - stay tuned!

Liebe Grüße

Petra

Rohmanuskript Stand 2. März 2015:


9 Normseiten, 2.280 Zeichen

Meine Notizbox

Im letzten Eintrag schrieb ich vom Neubeginn meines ALBATROS-Buchprojekts, und dass dabei kein Stein auf dem anderen blieb. Ich habe mich als Autorin wiedergefunden, meinen ganz eigenen Arbeitsstil entwickelt und bin mit der Geschichte gut vorangekommen.

Sonntag, 01. März 2015

ALBATROS-Karteikasten für Notizen zu Figuren, Orten,  Völkern, Gegenständen, etc. Foto: Petra A. Bauer

ALBATROS-Karteikasten für Notizen zu Figuren, Orten,  Völkern, Gegenständen. Foto: Petra A. Bauer

Ich war ja immer relativ davon begeistert, mit Papyrus Autor zu arbeiten, v.a. wegen der Datenbankanbindung zu Figuren und Orten. Ich klicke auf den Namen einer Figur und springe direkt zum dazugehörigen Datensatz, wo ich alle wichtigen Notizen zur Figur finde. Eigentlich sehr praktisch. Und trotzdem für meine Arbeitsweise mitunter nicht geeignet. Das mag jetzt seltsam klingen, aber ich brauche gelegentlich Dinge zum Anfassen. Und ich neige zur (von außen betrachtet) Umstandskrämerei. Diese bringt bei mir allerdings viel schneller kreative Prozesse in Gang.

Beispiel gefällig?

Weil ich drei Meter von Rechner entfernt war, mein Notizbuch aber neben mir lag, notierte ich Plot-Ideen bzw, Ideen zu Figuren handschriftlich. Am nächsten Tag übertrug ich die Notizen in eine Evernote-Notiz. Es ging um einen bestimmten, bis dato nicht sehr wesentlichen, Aspekt im Leben der Protagonistin. Plötzlich tippe ich “HALT!”. Und statt einfach weiter die Notizen zu übertragen, stelle ich eine Frage zu dem, was ich übertragen habe. Die Frage führt zur nächsten und im Laufe des nächsten Absatzes beantworte ich diese nicht nur, sondern habe einen Namen für das, was ich zuvor erfunden habe, und was sehr wichtig für die Protagonistin und die gesamte Geschichte sein wird. Die Quintessenz dessen notiere ich zusätzlich ganz oldschool auf einer Karteikarte, obwohl man mir nun wirklich ncht vorwerfen kann, technikfeindlich zu sein ;-)

Aus einem Produktkarton (und Buchstaben-Geschenkpapier, weil mich der Produktaufdruck abgelenkt und wuschig gemacht hat) habe ich einen kleinen Kasten extra für das neu begonnene Manuskript gebastelt, wie ihr oben im Foto sehen könnt. Ich habe dort folgende Einteilungen gemacht:

  • Haupt-Protagonistin
  • weitere Figuren
  • Völker
  • Orte
  • Gegenstände

(spätestens jetzt werdet ihr gemerkt haben, dass es sich um eine Geschichte mit phantastischen Elementen handelt)

Zeichnungen

Wie ihr auf dem Foto vielleicht erkennt, habe ich den Notizen auch Zeichnungen beigefügt. Habe für eine Figur nach bestimmtem Stichwort eine Google-Bildersuche gestartet und das am besten passende Foto gezeichnet. Beim Zeichnen fiel mir etwas ganz Bestimmtes auf, das wieder wichtig für die Figur und die gesamte Geschichte wurde. Wenn ihr so wollt, behandle ich die Geschichtenentwicklung wie ein Gesamtkunstwerk.

Manuskript

Auch das Manuskript selbst entsteht über Umwege. In einer weiteren Evernote-Notiz experimentiere ich mit Sätzen und Story-Fragmenten. Was mir davon am besten gefällt kopiere ich in das Manuskript-Dokument. Momentan sind es noch Lit-Bits, d.h. Fragmente, die u. U. später an verschiedenen Stellen des Manuskripts auftauchen werden, die ich jedoch möglichst schon in der Reihenfolge des voraussichtlichen Erscheinens einsortiere. Im Grunde fülle ich beim Weiterarbeiten Lücken auf.

Wenn ich das so aufschreibe, klingt es WIRKLICH alles andere als einfach. Aber das passt zu mir: Ich bin noch nie den einfachen Weg gegangen. Mein verschwurbeltes ADS-Gehirn möchte mit allen Sinnen arbeiten. Und was für andere Menschen kompliziert aussieht, ist für mich genau der richtige Weg.

Es hat nur ziemlich lange gedauert, bis ich das erkannt und akzeptiert habe.

Wenn das Projekt veröffentlicht ist, kann ich gerne mal die Notizen dazu als Schreibtagebuch veröffentlichen, wenn ihr das möchtet (vermutlich ist das für Psychologen aufschlussreicher als für angehende Autoren, haha). Jetzt geht das noch nicht, weil ich damit wirklich alles verrate, was ich gerade schreibe.

Das Wichtige daran ist für mich auf jeden Fall der wiedergewonnene Spaß am Schreiben. Das ist echt unbezahlbar. Ich kann es kaum abwarten, bis das Manuskript fertig ist. Allerdings müsst ihr (und ich) da noch einiges an Geduld aufbringen, da ich für den ersten Band mindestens 400 Seiten geplant habe.

Schönen Sonntag noch!

Liebe Grüße

Petra

Rohmanuskript Stand 1. März 2015:

5 Normseiten, 1.172 Zeichen

Alles auf Anfang!

Vergesst alles, was ihr je über ALBATROS gehört und gelesen habt! Oder nehmt es nur zum Anlass, mal zu schauen, mit welchen Irrungen und Wirrungen Autoren gelegentlich zu kämpfen haben. Ich fange nämlich nochmal ganz von vorne an. Übrig geblieben ist nichts als die 15 Jahre alte Kern-Idee und der Name der Protagonistin.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Völliger Neubeginn

Euch dürfte ja nicht entgangen sein, dass ich seit geraumer Zeit ziemliche Probleme mit meinem Selbstverständnis als Autorin hatte. Aus diversen Gründen, die ich hier und heute nicht alle noch einmal aufzählen mag. Nur so viel: Mir war die Freude am Fabulieren unter meinen eigenen Ansprüchen verlorengegangen. Außerdem setzte ich die ganze Zeit darauf, alte Projekte neu zu beleben (woran ja erstmal nix Schlimmes ist), aber das hat mir beim Bewältigen dieses Schreib-Lochs auch nicht wirklich geholfen.

Was mir dagegen geholfen hat, war eine ausführliche Diskussion mit meinen Mädels von DeLiA beim virtuellen Autorenstammtisch. Sie haben nicht nur von ihren eigenen Erfahrungen berichtet (die teilweise sehr genau meinen gleichen), sondern mir auch liebevoll den Kopf zurecht gerückt. Ich solle doch mal den Anspruch fallen lassen, dieses eine, ganz besondere Buch schreiben zu wollen, das nicht in der Masse der Veröffentlichungen gleich wieder vergessen ist.

Das klingt vielleicht nach einem seltsamen Ratschlag, wirkte aber von null auf hundert ausgesprochen befreiend. Zusammen mit einer anderen Bemerkung, die mich sehr glücklich und zuversichtlich gemacht hat.

Und, was soll ich sagen? Ich habe mein Krampf-Projekt heute aufgelöst. Ich hatte für das ALBATROS-Projekt (in dem nie ein Vogel vorkam *g*) zwei Ideen, die ich unbedingt in einer einzigen Story verarbeiten wollte. Die Zeitebene war seltsam und die Antagonisten immer noch ein bisschen (oder ziemlich doll) unklar, obwohl ich mir das schöngeredet hatte. Ich hatte die Einstiegsszenen zigmal umgeschrieben, hatte Schwierigkeiten mit diversen Darlings, die ich alle nicht killen wollte, und mir das Leben damit super schwer gemacht. Also habe ich einfach ALLE Darlings gekillt :-)

Ich erzähle euch eine Geschichte

Ich konzentriere mich jetzt auf eine der beiden Kern-Ideen (die andere kommt eben in ein anderes Manuskript, das ist doch toll!) und darauf, einfach wieder eine Geschichte zu erzählen. Ich bin doch eine Geschichtenerzählerin und kein Perfektionsroboter! Ich werde es nie auf die Reihe kriegen, ein voll ausgereiftes Exposé zu schreiben, und wenn doch, dann ist die Story in meinem Kopf bereits erzählt - dann muss ich sie nicht mehr schreiben. Also lasse ich die Einfälle langsam kommen, schreibe mit und lasse mich (in gewissen Grenzen) überraschen. Meine Figuren sollen mir nicht auf der Nase herumtanzen, wenn ich etwas Bestimmtes mit ihnen vorhabe, aber am Anfang dürfen sie mir gerne die Richtung zeigen.

Ich habe heute bereits sehr viel geschrieben, und war verblüfft, welche Art von Geschichte sich dabei herauskristallisiert. Sogar die Gegend in der sie spielt, hat mich überrascht, aber es war plötzlich einfach da. Was nicht heißt, dass ich mich nicht noch anders entscheiden kann. Ich bin ja ganz am Anfang. Aber ich habe die Lust am Fabulieren wiedergefunden, und das ist in meinem Fall die Hauptsache.

Wollt ihr wissen, wie ich das gemacht habe?

Ich habe eine Evernote-Notiz, die “Schreibtagebuch” heißt. Dort habe ich zunächst hineingeschrieben, was mich in Bezug auf die DeLiA-Diskussion beschäftigt und weitergebracht hat. Dann habe ich “laut” darüber nachgedacht, ob ich etwas völig Neues anfange, oder zumindest eine Idee meines Herzensprojekts benutze, und wenn ja, welche. Daraufhin habe ich mir wichtige Fragen in Bezug auf Figuren und deren Fähigkeiten gestellt und so gut es ging beantwortet. Einiges habe ich stichwortartig auf Karteikarten notiert. In einer anderen Evernote-Notiz habe ich ein paar erste Sätze ausprobiert und das, was ich behalten wollte, in ein .doc kopiert.*** Zwei Seiten stehen da nun und ich habe gerade mehr Ideen als ich verkraften kann ;-)

*** .doc bzw .odt, weil mich in Papyrus Autor die ganzen Formatierungen und Datenbankanbindungen wieder nur total ablenken würden, und das kann ich gerade gar nicht brauchen.

Das Schöne ist aber, dass ich merke, ich erzähle wirklich eine Geschichte und erfülle keine Vorgaben. Ob ich dafür später einen Verlag finde, ist für mich in diesem Moment völlig unerheblich. Ich hatte mal gesagt, ich schreibe keine Zeile mehr ohne Vertrag, aber glücklicherweise kann ich meine Meinung ja ändern.

Und ich bin sicher, dass ich damit gar nicht so verkehrt liege.

Danke für eure Unterstützung, Mädels!

Liebe Grüße

Petra

Auswärts schreiben

Wir haben ein verlängertes Wochenende in Hamburg und Schleswig Holstein hinter uns. Mein Liebster braucht ja eine Wohnung in HH, wenn er ab Januar dort arbeitet, und weil wir ohnehin bei lieben Freunden einngeladen waren, haben wir das gleich verbunden. Und mein Arbeitsgerät war natürlich auch im Gepäck:

Dienstag, 16. Dezember 2014

Mein Arbeitsplatz bei Babette, Foto: Petra A. Bauer

Meine Freundin Babette ist eine Deko-Queen. Alles ist sehr liebevoll gestaltet, und so habe ich meinen Rechner am Esstisch inmitten von Weihnachtsdeko aufgebaut, als gerade einmal ein bisschen Leerlauf war. In dieser gemütlichen Atmosphäre schrieb es sich gleich viel besser. Größtenteils habe ich zwar überarbeitet, aber einige neue Einfälle sind mir auch gekommen.

Zwei Tage zuvor, habe ich ein bisschen Wartezeit überbrücken müssen und habe in einem Café in Reinbek geschrieben. Verblüffend, wie gut ich ohne Internetverbindung immer vorankomme ;-)

Schreiben im Café, Foto: Petra A. Bauer

Beim Thema Schreiben in Cafés fällt mir natürlich sofort der gleichnamige Schreibratgeber ein, der mir zu Anfang meiner Autorenlaufbahn sehr gute Dienste geleistet hat.

Der Umgebungswechsel tut meiner Kreativität jedenfalls sehr gut. Ich bin prima vorangekommen. Das aktuelle Manuskript umfasst jetzt 33 Seiten. Viel ist vom alten Text nicht übrig geblieben. Ich bin schon jetzt gespannnt, was die Testleser / Rezensenten sagen werden - v.a. die, die die Originalfasssung von 2006 kennen (und mögen).

A propos Rezensenten: Wenn ihr Lust habt, meinem Rezensenten-Club beizutreten, dann würde mich das außerordentlich freuen. Hier stehen alle Teilnahmebedingungen. Das Ganze ist für euch selbstverständlich völlig kostenlos. Dafür seid ihr die Ersten, die meine Bücher zu lesen bekommen.

Und nun haue ich mal wieder für die eKrimiSerie in die Tasten :-)

Alles Liebe

Petra

P.S.: Heutiges Pensum: 1515 Wörter - 9738 Zeichen = 5 Seiten


Seite 1 von 18 Seiten insgesamt.  1 2 3 >  Letzte »

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

über 10 Jahre writingwomans Autorenblog

Flattr this Mit flattr mal für writingwomans Autorenblog spenden, als kleines Dankeschön für die Inhalte.
Wie es geht, steht hier.

Themenspecial:
Wie schreibe ich ein Buch?

Grafik


Q & A - Verlag finden

Empfehlungen

...

Follow Me on Pinterest

Grafik

MEIN TWITTER-BLOG:
Treffpunkt Twitter

Grafik



Blogverzeichnisse
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis blogwolke.de - Das Blog-Verzeichnis