Jetzt zahle ich mit Rheingold

Heute findet nicht nur meine Lesung statt, sondern auch der Kongress der unabhängigen Medien / Blogger Conference Germany. Aus diesem Anlass ist eine neue Edition des Tauschmittels Rheingold erschienen, die Blogger-Edition, bei der ich auch vertreten bin.

Samstag, 14. November 2009

Rheingold ist exklusives Tauschmittel und Flyer in einem. Wer etwas zu verkaufen / anzubieten hat, kann sich registrieren und signalisiert, mit dem Rheingold-Willkommen-Button (siehe meine rechte Sidebar), dass Rheingold als Tauschmittel akzeptiert wird. Oder man bestellt den Aufkleber und pappt ihn an die Geschäftseingangstür neben die ganzen Kreditkartenaufkleber. Aber die Rheingolder erklären das alles selbst ganz genau: Wie wird man Rheingolder?

Das beste an der Sache: Das ganze kostet niemanden auch nur einen einzigen Euro.
Und wenn ihr dann fröhlich am Kaufen und Tauschen seid, begegnet euch dabei vielleicht auch eines meiner Scheinchen :-)

Buchhändler an der Kette

Phil hat mir heute freundlicherweise einen äußerst aufschlussreichen Link geschickt, den ich euch nicht vorhenthalten will.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Es geht in dem Artikel um die Ware Buch und darum, wie die Buchandleskette THALIA es fertigbringt, Bücher tatsächlich ausschließlich unter Marketingaspekten zu sehen und andere Buchhändler (Verlage, Vertriebler, Autoren ...) damit in eine immer misslichere Lage bringt.

Nicht, dass mir das völlig neu wäre. Doch in dieser Deutlichkeit aufgezeigt, ist es mehr als erschreckend.

Doch Trends können sich umkehren, und ich war schon immer ein Optimist…

Buchtipp: Mundpropaganda-Marketing

Dienstag, 16. September 2008


„Hören Sie auf, normal zu sein!"

Das ist die wichtigste Message, die ich aus dem neuen Buch von -> Bernd Röthlingshöfer mitgenommen habe. Unterhaltsam und wie immer fundiert, erklärt er auf 200 Seiten, was er damit meint und auf welche Weise der Leser dies umsetzen kann.

Auch wenn der Satz so klingt - Bernd Röthlingshöfer beschreibt in seinem Buch nicht den schnellsten Weg in die Irrenanstalt. Man kann sich das denken, wenn man weiß, dass er kein Psychiater sondern Marketing-Experte ist. Und dann wird auch klar, dass es schlicht darum geht, bei anderen Menschen im Gedächtnis zu bleiben:

Mundpropaganda-Marketing. Was Unternehmen wirklich erfolgreich macht.


Das wollte ich natürlich auch gerne wissen und habe das Buch unter dem Aspekt gelesen, was ich als Autorin eventuell davon mitnehmen kann.

Bernd Röthlingshöfer ist ein Marketingexperte der besonderen Art. Nicht die Old-School Werbung ist sein Spezialgebiet, sondern ungewöhnliche Werbeformen, die möglichst wenig Kosten verursachen, gleichzeitig jedoch große Wirkung erzielen. Mit „Mundpropaganda-Marketing" ist kürzlich sein viertes Buch zum Thema erschienen.

Mundpropaganda, das haben wir ja alle schon mal gehört.
Wikipedia meint: „Der Begriff Mundpropaganda steht für die Verbreitung von Informationen oder Empfehlungen durch mündliche Weitergabe im persönlichen Gespräch ‚von Mund zu Ohr', also in ungesteuerter, nicht flächendeckender Weise."

Der Haken an der Sache steht schon mit in der Definition: Mundpropaganda verläuft ungesteuert.

Und doch gibt es Tricks, wie man ein wenig nachhelfen kann.

Netzwerke spielen dabei natürlich eine besondere Rolle, denn wo viele Leute zusammenkommen – völlig unabhängig davon, ob das on- oder offline geschieht – da tauscht man sich aus. Und zwar über Bemerkenswertes. Und was bemerkt man? Nicht die Dinge, die sich seit Ewigkeiten nicht verändern. Aber die pinkfarbene Bushaltestelle unter lauter gelb-weißen, die fällt garantiert auf.

„Alda, hast du die rosa Haltestelle ehmt gesehen?" „Ej, krass, ist die schwul oder was?", so würden unsere lieben Pubertisten das vermutlich kommentieren und die außergewöhnlich gefärbte Haltestelle vielleicht künftig sogar als Treffpunkt nutzen, weil es schneller geht zu sagen: „Wir treffen uns an der rosa Halte", als „Wir treffen uns an der Haltestelle Niemeyerstraße Ecke Wurzelzwergweg." Also: Haltestelle fällt auf und spricht sich herum.


Das ist es, was Bernd Röthlingshöfer meint, wenn er sagt: „Hören Sie auf, normal zu sein!"


Den Kunden zu überraschen, was bei Autoren wohl in erster Linie „Leser oder Buchändler überraschen" bedeuten dürfte, ist ein wichtiger Punkt. Nicht die 1.000 Weihnachtskarte schreiben, sondern etwas Unerwartetes tun, aus der Masse herausragen.
Wenn man besonders gut ist, oder den Nerv der Zeit trifft, hat dies schon immer für Mundpropaganda gesorgt. Am ehesten ist das wohl in der Popmusik zu beobachten, weil es gerade in der oben zitierten Gruppe der 14 bis 20jährigen einfach DAS Thema ist, zu wissen, was angesagt ist und auch mal Geheimtipps auszutauschen, die dann bald keine mehr sind. Denn dann hat die Mundpropaganda den gewünschten Effekt erzeugt. Wenn man gerade nicht mehr so gut ist, helfen Skandale weiter, die ja auch eine Art Überraschung sind. Wenn man nicht mehr im Gespräch ist, lässt man sich eben betrunken ohne Slip in einem Auto ablichten, und schon steigen die Plattenverkäufe wieder.

Ich habe jetzt nicht vor, nackt durch die Straßen zu laufen, nur mit dem aufgemalten Cover meines Buches auf dem Hintern, aber hilfreich wäre es unter Umständen schon ;-)

Bei Büchern ist vielleicht eher eine gewisse Legendenbildung von Vorteil, um das Gespräch anzukurbeln. Die Story, von der allein erziehenden Mutter, die in Cafés auf Servietten ihr Buch schrieb hat sicher nicht unwesentlich zum Erfolg von Harry Potter beigetragen. Ob die Geschichte wahr oder erfunden ist, spielt hierbei keine Rolle.

Wie so etwas angestoßen werden kann, dazu gibt es diverse Beispiele in diesem Buch, und Bernd Röthlingshöfer erläutert verschiedene Strategien, wie zum Beispiel die, die Kunden zum Mitmachen zu bewegen. Man kann den Kunden einen Mehrwert bieten, sie einem erlauchten Kreis angehören lassen, etc.

Ich möchte nicht dem ganzen Inhalt vorgreifen, sondern lieber direkt zum Fazit vorstoßen:

Auch wenn ich nicht zur im Titel angesprochenen Zielgruppe gehöre: Allein beim Lesen sprudelten die Gedanken nur so, wie ich als Autorin die erläuterten Maßnahmen umsetzen könnte. Denn das geht absolut. Dass Bernd Röthlingshöfer einen sehr angenehm lockeren Schreibstil hat, ist neben den wertvollen Informationen sozusagen der Mehrwert :-)

Mein Befehl an alle, die etwas zu vermarkten haben, lautet daher: Kaufen!

Bernd Röthlingshöfer
Mundpropaganda-Marketing. Was Unternehmen wirklich erfolgreich macht.
Beck Wirtschaftsberater im dtv
ISBN: 3-423-50914-5
200 Seiten
10,00 Euro

Ich bin mal nebenan – bei Bernd Röthlingshöfer

GrafikBernd Röthlingshöfer ist wohl der Fachmann, wenn es um das „Um-die-Ecke-Marketing“ geht. Er hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben [Link zur Mundpropaganda-Rezension], und betreibt das erfolgreiche Blog Bernd Röthlingshöfer, … und jetzt zur Werbung. Ich hatte nun die große Ehre, mich in diesem Blog seinen Lesern präsentieren zu dürfen.

Dienstag, 16. September 2008

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Bernd hatte mich vor einiger Zeit eingeladen, an seiner Serie „Kauft bei meinen Lesern“ teilzunehmen. Mein Urlaub kam dazwischen und einige unaufschiebbare Dinge, aber gestern habe ich nun endlich die Fragen beantwortet. Bernd ist ein wenig schneller als ich und hat meine Vorstellung sofort online gestellt. Besonders möchte ich mich bei ihm für das nette Intro bedanken: „Meiner Blogleserin, der writingwoman Petra A. Bauer bin ich schon mehrfach begegnet. Das erste Mal bei der Leipziger Buchmesse, schon ein paar Jahre her. Dann im Buchshop einer Autobahnraststätte - dort stand sie nicht persönlich, sondern ließ sich durch eines ihrer Bücher vertreten, einen zweisprachigen Kinderkrimi. Zuguterletzt lese ich sie täglich - bei Twitter. Wie wohl keine andere deutsche Autorin nutzt sie das Medium, plaudert aus ihrem Alltag oder macht auf Wildschweine in ihrem Vorgarten aufmerksam.“ Da habe ich wohl so eine Art USP (Alleinstellungsmerkmal) entwickelt, wie es scheint ;-)

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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