Praktischer Wordtracker für Autoren

Bei Mela hatte ich im letzten Jahr den Tooltipp für einen Wortzähler gefunden, bei dem man seine täglichen und monatlichen Schreibziele festlegen und den Fortschritt ablesen konnte. Eine tolle Motivation, v.a. außerhalb des NaNoWriMo. Svenja, die diese Excel-Sheets erstellt, hat nun auch den Wordtracker für 2015 zum freien Download auf ihrer Homepage. Kann ich nur empfehlen!

Mittwoch, 07. Januar 2015

Screenshot Wordtracker 2015

Meine ersten Einträge für dieses Jahr lauten noch NULL. Ich habe nämlich erst heute meinen ersten Arbeitstag. Oder so was Ähnliches. Ich finde in dieses Arbeitsjahr nur sehr langsam hinein. Unter anderem, weil wir über den Jahreswechsel bei Freunden in Norddeutschland waren und ich von dort aus am Montag ich meinen Liebsten bei seiner neuen Arbeitsstelle in der Nähe von Hamburg abgesetzt habe. Gestern habe ich noch im Haus rumgeräumt (bin längst nicht fertig), und heute versuche ich mich mit der Planung für 2015 zu beschäftigen.

Falls ihr das reichlich spät findet - ich hatte ja 2014 schon einen groben Zeitplan für die eKrimiSerie erstellt. Den halte ich mittlerweile für überarbeitungsbedürftig und außerdem hadere ich - wie immer - mit meinen unterschiedlichen Kreativ-Zweigen. Und suche nach einer Methode, mit der ich es schaffe, an meinen vollkommen unterschiedlichen Projekten so zu arbeiten, dass alles möglichst gleichmäßig verteilt zu seinem Recht kommt. Einen Bereich hatte ich 2014 nämlich ganz vernachlässigt, was mich im Nachhinein sehr ärgert. Leider lässt sich mein Fokus auf den jeweiligen Bereich nicht so einfach an- und ausknipsen. Wenn ich einen Plan machen würde, á la: Am Montag Projekt A, DIenstag Projekt B, Mitttwoch Projekt C, etc. dann könnt ihr Gift drauf nehmen, dass ich am Dienstag lieber Projekt D bearbeiten würde. ADS ist nicht unbedingt hilfreich, wenn man vielfältige Interessen hat.

Und wenn dann noch Urlaub ist, dann geht das Gedankenkarussell erst richtig los, weil mein unterbeschäftigtes Hirn dann die Lücken füllen muss. So auch diesmal wieder. Lassen wir uns also gemeinsam überraschen, was ich in diesem Jahr ausbrüten werde ;-)

Um das Schreiben endlich weniger holprig zu gestalten, habe ich noch im letzten Jahr eine kabellose Tastatur / Maus fürs Notebook gekauft, und nun kann ich endlich tippen, ohne ständig versehentlich Text zu löschen. Das war ja doch ziemlich nervig.

Ich wünsche euch allen ein fantastisches (Schreib-) Jahr 2015!

Alles Gute -

Petra

Alles fällt an seinen Platz

Neben ALBATROS recherchiere ich derzeit für ein weiteres Projekt - ich will es hier im Blog mal WILLIAM nennen. Heute verrate ich, wie ich darauf kam und auch einiges zu meiner Arbeitsweise.

Donnerstag, 12. April 2012

Die Idee zu WILLIAM entstand bei der Überarbeitung eines älteren Exposés. Eigentlich mag ich die Idee, und ich hatte auch schon viel Recherchezeit und -material investiert. Die Reihe, für die ich es ursprünglich angeboten hatte, überlebte leider nicht bis mein Manuskript “dran” gewesen wäre, und so dachte ich darüber nach, was ich stattdessen damit anfangen könnte.

Ursprünglich wäre es ein relativ kurzes Buch geworden - es hätte ja bestimmte Reihenparamenter erfüllen müssen. Da ich darauf nun keine Rücksicht mehr nehmen muss, ließ ich meine Gedanken schweifen. Wie könnte ich es anstellen, die “kleine” Story in eine “große” Geschichte einzubetten? Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich mag dicke Bücher lieber als dünne und Trilogien / Reihen lieber als Einzeltitel. Je länger man die liebgewonnenen Figuren begleiten darf, umso besser. Also folgte noch mehr Recherche, die mir neue Zusammenhänge offenbarte und den Plot in eine Richtung führte, mit der ich vorher nicht gerechnet hätte.

Auch heute bin ich nach stundenlangem Bücherwälzen und Webseitenschmökern wieder mit Riesenschritten vorangekommen und freue mich sehr, wie sich auch hier die Puzzleteile wieder wunderbar zusammenfügen. Wie ich in der Überschrift schon schrieb: Alles fällt an seinen Platz, und ich habe den Eindruck, als wäre die Geschichte vorher schon da gewesen und hat nur darauf gewartet, dass ich endlich darauf komme, wie die Einzelteile zusammengehören.

Ich habe das Rad nicht neu erfunden - aber das ist bei der Vielzahl der Bücher und Geschichten auch nicht mehr möglich. V.a. weil ich mythologische Elemente zugrunde lege, kam es vor, dass ich dachte, ach, das gab es doch da und da auch schon so ähnlich. Würde ich mich davon beeinflussen lassen, könnte ich auch auf der Stelle meinen Beruf an den Nagel hängen. Letztlich habe ich aber meine eigene Erzählstimme und meine eigenen Figuren und darauf kommt es an. Und darauf, dasss ich den Eindruck habe, dass es stimmig ist. Eine Geschichte, wie aus einem Guss. Und ich habe das Gefühl, dass es mir diesmal auch gelingen wird, den Plot vorab so zu erstellen, dass er von Anfang an ein Schreibgerüst für mich wird, und nicht erst, nachdem ich die Hälfte des Buches geschrieben habe.

Bei der heutigen Recherche sind mir sogar einige Dinge untergekommen, die ich für ALBATROS verwenden werde.

Meine Sammlung wächst und wächst, und wen es interessiert, WIE ich das Zeug sammle, dem sei es hier verraten: Mit meinem Lieblingstool Evernote. Evernote ist seit 2009 mein meistgenutztes Programm. Alles, was ich interessant finde und / oder mir irgendwie merken muss, wird als Evernote-Notiz vermerkt. Ich kann vom Laptop, iPhone oder iPad Ideen, Fotos, etc. eingeben, die ständig untereinander synchronisiert werden. Mit vorher festgelegten Tags strukturiere ich das Ganze. Ich habe extra Notizbücher für meine Buchprojekte, sowie eine eigene Tag-Struktur. So kann ich festlegen, ob die Notiz z.B. unter

  • Figuren
  • Settings
  • Konflikte
  • Plot
  • Brainstorming
  • Recherche

oder unter einen anderen Begriff fällt. Auf diese Weise finde ich alles rasch wieder.

Außerdem habe ich eine “Schreibtagebuch”-Notiz, in die ich alles hineinschreibe, worüber ich mir beim Schreibprozess Gedanken mache. So eine Art General-Brainstorming. Dort bin ich schon häufig auf die besten Ideen gekommen - gerade erst vorgestern wieder im Flieger von Zürich nach Berlin.

Ferner habe ich eine Excel-Arbeitsmappe angelegt, wo ich ebenfalls Ideen notiere bzw. in Form bringe. Auf Seite 1 befindet sich der Szenenplan, wo ich alle Ideen eintrage und jederzeit durch Umherschieben die Reihenfolge verändern kann, wenn es für den Plot nötig wird.

Auf Seite 2 habe ich die Figuren gelistet, damit ich in meinem Evernote-Notizenwust nicht irgendwann eine Figur übersehe. Ich notiere den Namen, und auch ob sie tendenziell eher gut oder eher böse angelegt ist (niemand ist ja nur gut und nur böse - das wäre ziemlich langweilig).
In der dritten Spalte schreibe ich auf, wo der Leser der Figur begegnen wird. In Spalte vier gibt es Stichworte, die die Funktion der Figur beschreiben, die sie für die Story haben wird.

Ich fülle keine Fragebögen zu den Figuren aus - ich lerne sie so gut kennen, dass ich nach und nach weiß, wie sie ticken. Natülich notiere ich ein paar Stichworte, aber ich beantworte keine Fragen á la: Was hat deine Figur für Hobbys? Wovor fürchtet sie sich am meisten? Das weiß ich intuitiv und muss es auch nicht auswendig lernen. Ein paar wichtige Stichpunkte zum Erinnern kommen dann lediglich auf eine Karteikarte - die brauche ich zum Herumschieben, wenn ich mal überlegen muss, welche Konfrontation stattfinden soll.

Auf Seite 3 liste ich die Settings auf, die vorkommen sollen und werden. Die weden zwar auch im Szenenplan jeweils kurz angemerkt, ausführlichere Stichworte dazu finden sich jedoch in der speziellen Setting-Liste. Anmerkungen notiere ich jeweils in Kommentarfeldern zu den jeweiligen Zellen, weil ich dort keiiner Platzbeschränkung unterliege.

Dies alles könnte ich auch in Papyrus Autor machen. Ich besitze es auch und habe Unschuldsengel damit geschrieben. Seither sind vier neue Papyrus-Versionen erschienen und ich müsste mich total neu einarbeiten. Also arbeite ich mit den Tools, die ich ohnehin täglich nutze und fahre sehr gut damit.

Mit welchen Tools sammelt und sortiert ihr euer Recherchematerial?

Papyrus Autor - Interview mit Andreas Eschbach

Papyrus Autor, die im Oktober releaste Software für Autoren, wurde schon in der "Normal-Papyrusversion" von Andreas Eschbach empfohlen.

Freitag, 09. Januar 2009

Grafik

Ich hatte selbst schon darüber gebloggt (muss aber ehrlich gestehen, dass ich das Posting noch immer nicht vollständig habe) und auch meinen neuen Krimi Unschuldsengel damit geschrieben.
Nun habe ich via Nudelsuppe ein Interview mit Anreas Eschbach zu Papyrus Autor entdeckt, das ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Gibt es eigentlich Kollegen hier, die Papyrus Autor ebenfalls nutzen?

Mi chiamo Petra

Samstag, 22. März 2008

Ich habe gerade mal nachgesehen. Ich mache aktuell bereits den vierten VHS-Kurs Italienisch und komme mir vor, als hätte ich gar nichts kapiert.

Das liegt v.a. daran, dass ich immer gesagt habe, ja, ich weiß, ich müsste mehr lernen. Bloß getan habe ich es nicht. Keine Zeit, vergessen, was weiß ich. Pausieren mag ich aber nicht, weil das auch nichts bringt, und ich dann sicher vergesse wieder anzufangen. Aber nun habe ich ein Wundermittel. Ein neuer Kursteilnehmer hat den Tipp in die Runde geworfen, aber so weit ich weiß, bin ich die einzige, die ihn aufgegriffen hat: Ich trainiere jetzt Vokabeln mit -> Phase 6. Das läuft ähnlich wie das Karteikartensystem, nur besser. Natürlich macht es auch nur Sinn, wenn man, wie ich, täglich am Rechner ist, denn man wird automatisch mit dem Startfenster begrüßt, wenn Kärtchen zur Abfrage anstehen. Da ich sehr viele Vokabeln eingegeben habe und weiterhin eingebe, sind immer Kärtchen vorhanden, die ich auf den Weg ins Langzeitgedächtnis schicke. Das ist auch das Schöne an dem Programm: Man gibt selbst ein, was man lernen will. So kann ich nicht nur Vokabeln lernen, sondern alles, was ich auswendig lernen will oder muss. Jedes Fach kann extra benannt werden, zusätzliche Angaben (beispielsweise zu Lektionen) sind möglich. Ferner können sieben verschiedene User gleichzeitig an einem Rechner ihre Lernübungen machen, was bei mir nicht in Frage kommt, weil an mein Notebook niemand außer mir ran darf. Aber die Kinder kriegen das auch, und ich hoffe, sie nutzen es eifrig.

Mich hatte die Probezeit jedenfalls voll überzeugt. Ich kann das Programm nur empfehlen, auch wenn ich keine Provision bekomme ;-)

Schreibblockade bekämpfen - Teil 6

Freitag, 27. Juli 2007

Die Deadline ist noch nicht nah genug für den ultimativen Druck? Und trotzdem mogelt ihr euch an der Arbeit vorbei?
Da die meisten sog. Schreibblockaden schlicht im Nicht-Anfangen-Können begründet sind, suche ich am liebsten Tricks heraus, die mich entweder zum Anfangen zwingen, oder mir den Einstieg zumindest schmackhaft machen. Das ist dann hoffentlich auch was für euch.

-> Ich hatte euch ja neulich von ywriter erzählt, und heute habe ich in diesem Programm ein geniales Tool entdeckt:

Daily Word Count Target (im ywriter-Menü unter 'Tools')

Das Prinzip ist ganz einfach: Wenn man mit ywriter schreibt (oder wie ich in Word, aber die Szenen in ywriter kopiert), zählt das Programm die geschriebenen Wörter. Das wäre ja nichts Besonderes, aber wenn man das 'Daily Word Counting Target' öffnet, kann man eingeben, wann man mit dem aktuellen Text fertig sein will oder muss. Dann will das Tool noch wissen, wie viele Wörter noch zu schreiben sind. Ich musste ein wenig umrechnen, weil ich normalerweise Seiten oder Zeichen zähle. Sicher ist die Wörter-Zähl-Methode nicht ganz so genau, aber darauf kommt es eigentlich auch nicht an, sondern auf den psychologischen Effekt.
Es ist die Anzahl der Wörter gelistet, die insgesamt geschrieben werden sollen, sowie die aktuelle Anzahl. Dann sieht man die Anzahl der verbleibenden Tage und die Wörter, die man an jedem Tag schreiben muss. Natürlich fällt man kurz in Ohnmacht, wenn das Teil verkündet, man müsse knapp 1.000 Wörter pro Tag schreiben, aber da ich das in einer Stunde schaffe (ja, echt, ich habe es probiert), ist es gar nicht sooo schlimm.
Der Balken ganz unten im Bild gibt an, wie viel man prozentual schon geschafft hat. Das ist auch sehr motivierend :-) 0,8, 1,3, hopla, schon zwei Prozent, und das Tagespensum ist bereits erledigt? Wunderbar, mach ich gleich weiter, macht Spaß dem Balken zuzusehen….

So kann man künstlichen Druck mit Spaß erzeugen :-)

-> Probiert es doch gleich mal aus!

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Zeiterfassungstool

Donnerstag, 17. Mai 2007

Es ist vielleicht doch mal ganz hübsch herauszufinden, wo denn die Zeit so bleibt. Ich arbeite ja selten nach Stundenlohn, sonst hätte ich sicher schon früher irgendeinen Timetracker benutzt, aber heute habe ich etwas gefunden, bei dem ich dachte, es lohnt sich, das vielleicht mal auszuprobieren: Den -> Slimtimer. Kostenlos und idiotensicher, wie es scheint. Dann kann ich beim nächsten Mal auf die Frage: "Wie lange schreiben Sie an einem Buch?" mal eine genaue Antwort geben :-)

Gefunden in den Kommentaren -> bei Elke im Selbst- und Ständig Blog, wo sie eigentlich über -> Time Panic berichtete (eigentlich ein wirklich hübscher Name für einZeiterfassungstool und besonders für solche Deadlinejunkies wie mich *g*). Dieses Tool ist umfangreicher, kostet aber 40,- Euro, was ja an sich kein Problem ist, aber zum Ausprobieren, ob sowas überhaupt für mich taugt, reicht zunächst der Slimtimer for free. Der außerdem online funktioniert, und somit von sämtlichen Workstations aus zu bedienen ist.

Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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