Schreibblockade bekämpfen - Teil 2

Montag, 04. Juni 2007

Jeder Autor kennt sie zur Genüge: Die Schreibblockade. Diese Artikelserie befasst sich mit Tipps und Tricks, wie man wieder den "Flow" spüren und weiterschreiben kann.

-> Im ersten Teil dieser Serie, haben wir uns mit dem sog. Speedwriting befasst. Heute erkläre ich einen Trick, mit dem ich zur Zeit selbst gut arbeiten kann, und der vor allem dann gut funktioniert, wenn man verschiedene Texte zu bearbeiten hat.

Tipp 2: Die 45-Minuten-Methode

Das Prinzip ist ganz einfach: Man benötigt lediglich eine Eieruhr, einen digitalen Wecker, oder - was natürlich viel eleganter ist, einen Wecker im Computer. Da kann ich das -> "Timerle" empfehlen. Den Namen hat sich garantiert ein Schwabe ausgedacht *g*, und der kleine Computerwecker ist auch sehr sparsam ausgestattet, was aber von großem Vorteil ist, da somit supereinfach bedienbar. Und der Küchenwecker kann bleiben wo er ist, nämlich in der Küche :-)
Ferner lege ich mir, bevor ich mit der Arbeit starte, alles zurecht, was ich in der nächsten Dreiviertelstunde brauchen werde: Eine Tasse meines unverzichtbaren Schwarztees, Printunterlagen, die ich möglicherweise brauchen könnte, Stifte und Papier (wenn ich zeichne), und so weiter. Eine Liste der Tätigkeiten, die ich an diesem Tag erledigen möchte / will, habe ich auch vor mir. Dann stelle ich das Timerle und lege los. Der Vorteil ist, dass ich so viel wie möglich in der festgelegten Zeit schaffen will, und mich somit wesentlich besser auf die Arbeit konzentriere, als wenn ich mit "open end" prokrastiniere arbeite.
Schön auch, dass der Wechsel zwischen unterschiedlichen Texten auf diese Art wesentlich leichter fällt, weil ich durch den Zeitdruck stark fokussiere und mich auch durch incoming mail nicht ablenken lasse. Mit der 45-Minuten-Regel ist es mir möglich, erst am Krimi zu arbeiten, als nächstes zu bloggen, dann einen Magazin-Beitrag zu schreiben, schließlich den zweisprachigen Mädchenroman in Angriff zu nehmen, um anschließend zu einem non-fiction-Text zu switchen. So habe ich Abwechslung (bei Hypies wie mir extrem wichtig *g*) und trotzdem einen gewissen Druck, auch wenn er selbstgemacht ist. Aber das Timerle klingelt unerbittlich in drei Minuten, und wenn ich bis dahin den Beitrag hier nicht fertig habe, dann muss der letzte Teil - und somit auch meine Leser - warten, und das wäre doch schade ;-)

Weiterführende Links:

So, geschafft, Timerle klingelt lustig auf dem Desktop herum - FERTIG!

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Schreibblockade bekämpfen - Teil 1

Jeder Autor kennt sie zur Genüge: Die Schreibblockade, im englischsprachigen Raum Writers Block genannt. Häufig ist es gar keine echte Blockade, sondern einfach eine massive, unerklärliche Unlust. Mails schreiben, Bloggen, alles kein Problem, nur an den Text mit dem man Geld verdienen will / soll / könnte / muss, geht man nicht heran. Das ANFANGEN ist das Kardinalproblem. Doch ob Unlust oder Blockade - irgendetwas muss der blockierte Autor unternehmen, damit sich die Seiten wieder füllen.

Freitag, 01. Juni 2007

Den ultimativen Tipp kann ich nicht geben, denn jeder AutorIn helfen andere Dinge. Manchen hilft auch jedes Mal etwas anderes, dazu zähle ich mich. Dieselbe Anti-Blockade-Methode zweimal hintereinander? No way! Also kann man der Methoden nie genug parat haben, und - als Service für meine werten Leser - habe ich etliche gesammelt und möchte sie nach und nach hier vorstellen. Bei meinen Recherchen bin ich auch über -> Problogger.net gestolpert und habe gelernt, dass es diese Blockade witzigerweise auch bei Bloggern gibt. Diese wird dann folgerichtig Bloggers Block genannt und erwischt vorwiegend Blogger, die mit ihrem Blog Geld verdienen. Man könnte beinahe auf die Idee kommen, dass der Mensch allergisch gegen das Geldverdienen ist, oder zumindest gegen alles, was irgendwie in echte Arbeit ausartet ;-) Probloggen dürfte in unseren Breitengraden zwar bisher noch extrem selten sein, aber die Anti-Blockade-Tipps, die Darren Rowse von Problogger.net eingestellt hat, machen deutlich, dass es ziemlich viele Parallelen zur herkömmlichen Schreibblockade gibt. Somit können seine Tipps zu deren Bekämpfung auch ‚normalen' Autoren (hey, welcher Autor ist schon normal? *g*) weiterhelfen. Diese sind also – z.T. modifiziert - ebenfalls in meine Tipps zur Bekämpfung der Schreibblockade eingeflossen. Ich hoffe auf weitere Ideen in den Kommentaren, denn wenn ein Autor im Motivationsloch sitzt, ist buchstäblich alles willkommen, das beim wieder Hinausklettern hilft. Tipp 1: Speedwriting Auch wenn es so klingt, als sei das eine Idee des Amerikaners – das Speedwriting habe ich mir ausgedacht, und zwar kam mir die Idee ursprünglich in der Form des Parallel-Speedwriting Zunächst die einfache Form: Du setzt dich an den Monitor*, öffnest die Seite, an der du weiterschreiben müsstest und liest den letzten Absatz durch. Dann schließ die Augen und lass die Finger völlig ohne System über die Tastatur zappeln. Das ist zum einen eine Lockerungsübung, die deiner inneren Nervensäge suggeriert, dass ja alles gar nicht schlimm ist, und es sich schon gar nicht um Arbeit handelt. Zum anderen steckt in der Ansammlung zufällig angeordneter Buchstaben meist etwas, das eine Assoziationskette auslöst. Schreib jetzt alles auf, was zu deinem eigentlichen Text passt, ganz schnell und ohne nachzudenken. Editiert wird später. Du wirst sehen, dass es schon allein dadurch vorangeht, dass du dich schreibend mit dem Text beschäftigst, aber gleichzeitig so tust, als sei es nicht wichtig. Alles, was dich zum Schreiben bringt, ist gut! * der Einfachheit halber gehe ich jetzt davon aus, dass der Schreibprozess am Rechner stattfindet. Tipps zum handschriftlichen Bekämpfen der Schreibblockade werden gesondert gekennzeichnet. Das Parallel-Speedwriting geht noch einen Schritt weiter: Wie der Name schon sagt, schreibst du parallel an verschiedenen Texten; das können zwei oder mehr sein, je nachdem, was anliegt. Bei mir aktuell ein Krimi, ein Jugendbuch, eine Kurzgeschichte, ein Magazinartikel. Alle Dokumente sind offen, und ich switche alle paar Sätze zu einem anderen Projekt. Das klingt verrückt, und ich sage auch nicht, dass damit druckreife Texte entstehen. Aber es ist eine Möglichkeit a) um wieder hineinzufinden und b) etwas zu produzieren, das später editiert werden kann. Im schlechtesten Fall landet der Kram im virtuellen Papierkorb, und du weißt, was du NICHT schreiben willst (und das ist ja auch schon was), im besten Fall bist du eine oder mehrere Seiten weiter. Dabei spielt es auch keine Rolle, welches Projekt dabei ‚das Rennen macht'. Denn an einem wirst du über kurz oder lang hängen bleiben. Wichtig ist nur, so schnell wie möglich zu schreiben, am besten ohne nachzudenken. Und hinterher geht es dann zum Speed-Dating ;-) Zurück zur Übersicht 'Anti-Schreibblockade-Tipps'

Wie finde ich Veranstalter für eine Lesung? (Akquise für Autoren IV)

Der erste Business-Blog-Karneval ist längst Geschichte, aber ich hatte in der Zeit damals lediglich den Anfang meiner Artikelserie zum Thema "Akquise für Buchautoren" geposted:

Sonntag, 27. Mai 2007

° Akquise - Ein Thema für Buchautoren? ° Wie angle ich mir einen Verlag? ° Wie angle ich mir einen Agenten? ° Wie finde ich Veranstalter für eine Lesung? Optimal wäre es natürlich, wenn der Verlag sich um Lesungen kümmert. Der aufmerksame Leser bemerkt auch hier wieder den Konjunktiv: Das passiert vermutlich so häufig, wie ein Sechser im Lotto (v.a. wenn man nicht Lotto spielt). Naja, ungerecht will ich ja auch nicht sein: Es kommt durchaus vor, aber vermutlich nicht in dem Maße, wie der Autor es gerne hätte. Gerade Autoren, die keinen zusätzlichen Brotjob haben, finanzieren Miete, Pizza und Katzenfutter nämlich vor allem über Lesungen, und die sollten dann schon gut übers Jahr verteilt und möglichst häufig sein, damit il gatto auch mal Sheba ins Schüsselchen bekommen kann. Also greift der Autor selbst zum Hörer, zur Tastatur oder spricht direkt beim Leseveranstalter der Wahl vor. Es gibt viele Möglichkeiten, die jedoch alle erfordern, dass der homo ecrivensis in Kontakt mit anderen Homos, äh, homo sapiens tritt, was vielen Exemplaren dieser Spezies nicht eben leicht fällt. Es gibt auch Lesungsagenturen, die einem diese Kontakte ersparen, aber die sind meist rappelvoll. Sollte ein Lesungsagent noch freie Kapazitäten haben, bitte bei petra.bauer at gmail.com melden. Ich schnappe mir den ersten freien Platz und gebe den Rest großzügig an die Autoren unter meinen Bloglesern weiter *ggg* Okay, wir schicken unseren scheuen homo ecrivensis also auf Lesungen von anderen Autoren. Dort kann man beim gemütlichen Lesungsafterglow die Gelegenheit ergreifen, dem Veranstalter zu erklären, dass man daran interessiert ist, an jenem Ort sein eigenes Buch dem geneigten Publikum zu präsentieren. Über den Verlag kann man bei Bedarf Leseexemplare an die Veranstalter schicken, oder man ist ohnehin bekannt, z.B. falls es sich um eine gut sortierte Buchhandlung handelt. Bei solchen Gelegenheiten kommt eher ein neuer Termin zustande, als wenn man in der Hektik des Buchändleralltags aufkreuzt und eine Lesung anleiern will. Sich zusammentun Was für die schüchterne Zeitgenossen auch eine gute Möglichkeit ist, Lesungsakquise zu betreiben, ist das gemeinsame Aufkreuzen mit einem Lieblingskollegen. Dann sind beide Autoren nicht so alleine und können im besten Fall zwei Lesungstermine buchen. Kontakte kann man natürlich auch via Telefon und Email knüpfen (natürlich v.a. außerhalb seiner üblichen Reichweite), aber es ist aus zweierlei Gründen von Vorteil, direkt vor Ort selbst aufzuschlagen: U.U. kann man Sympathiepunkte beim Veranstalter sammeln, und er macht vielleicht eine Lesung, die per Mail nie zustande gekommen wäre. Zweitens kennt man den Weg zum Veranstaltungsort schon und kann am Tag X auf jeden Fall rechtzeitig losfahren. Die passive Methode, an Lesungen zu gelangen, ist das Präsentieren von unterschiedlichen Lesungsprogrammen auf der Autorenhomepage, wo auch alle Rahmenbedingungen festgelegt werden können, unter denen der Autor das jeweilige Programm zu präsentieren bereit ist. Auch bei aktiver Akquise kann man auf diese Seiten verweisen. Neue Wege beschreiten Wenn der homo ecrivensis jedoch von sich aus Lesungsmöglichkeiten auftun möchte / muss, ist auch ein wenig Kreativität gefragt. Buchhandlungen als Veranstaltungsorte liegen auf der Hand, bei Kinderbuchautoren drängen sich Schulen praktisch auf. Aber da es auch marketingtechnisch sinnvoll ist, sich aus der Masse abzuheben, lohnt es sich, auch einmal über skurrile Orte nachzudenken. Das bietet auch Potenzial für interessante Pressemitteilungen. Krimiautoren lesen immer häufiger in pathologischen Abteilungen von Kliniken, oder auch mal im Sarglager eines Bestattungsunternehmens. Aber hat sich jemand schon mal in ein frisch ausgehobenes Grab gesetzt und dem - in diesem Fall wirklich - geneigten Auditorium seine Gruselstories vorgetragen? Mit Hartnäckigkeit bei den Friedhofsbehörden lässt sich das garantiert arrangieren, vielleicht auch nachts… *huuuuiiii buuuuuhh* Möglich sind auch Lesungen in den Settings des jeweiligen Buches. In der Bettenabteilung eines Möbelhauses. Auf einem Dampfer (da können die Zuhörer wenigstens nicht gehen!). Oder Minilesungen im Riesenrad. Nur Achterbahn eignet sich nicht wirklich ;-) Lesungen in Seniorenwohnheimen, auf Ponyhöfen (ich sag nur: Pferdebücher) – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und gerade davon haben wir Autoren ja wirklich genug. Meist fehlt nur die Traute, oder das Hinterteil ist einfach zu schwer ;-) Für Veranstaltungen außerhalb der herkömmlichen Orte sucht man sich am besten Sponsoren. Da ist ebenfalls wieder viel Eigeninitiative gefragt, und damit könnte ich einen weiteren Beitrag füllen, und vielleicht tu ich das auch mal, aber nicht jetzt. Was auch eine viel zu wenig beachtete Möglichkeit ist, sind Lesungen in Firmen. In vielen Firmen werden heutzutage alle möglichen Events angeboten – wieso nicht auch einmal eine Autorenlesung? Im besten Fall hat man einen Text, der perfekt zur Branche passen würde, für die man lesen möchte. Literaturfestivals gibt es allerorten, und meist erfährt man davon, wenn man sie verpasst hat *g* Aber auf jeden Fall sollte man die Ansprechpartner herausfinden und sich für das nächste Mal bewerben. Auch Autorenvereinigungen veranstalten oft (regelmäßige) Festivals. Bei den Krimiautoren stellt beispielsweise das -> Syndikat in jedem Jahr die -> Criminale auf die Beine – immer in einer anderen Stadt. Dort lesen jeweils weit über einhundert Autoren, es gibt aber auch kleinere Literaturveranstaltungen, wie z.B. die -> Infantastica (Kinderbuchautoren). Ein bisschen im Netz zu stöbern, ist da sehr hilfreich. Nebenbei sind solche Festivals eine wunderbare Möglichkeit, nähere Kontakte zu anderen Autoren zu knüpfen. Das ist das, wir mir momentan so einfällt, während hier auf der Terrasse der Regen aufs Dach prasselt. Wenn Euch noch andere Ideen in den Kopf purzeln, freue ich mich über eure Kommentare, und die Kollegen bestimmt auch.

Akquise für Autoren II - Wie angle ich mir einen Verlag?

Montag, 06. November 2006

Mein zweiter Beitrag zum Business Blog Karneval

Dass Akqise durchaus auch für Autoren ein Thema ist, und dass Akquise sich in diesem Fall in vielfältiger Gestalt präsentiert, habe ich bereits in meinem ersten Blogkarneval-Beitrag angerissen.

Autoren müssen Verlage davon überzeugen, ein Buchprojekt mit ihnen zu realisieren.

Das ist der erste Schritt auf unserem Akquiseweg, und letztlich die Basis für alles andere.
Dass ein Autor vor diesem Schritt lange genug schreibt, um Lektoren und Verlage durch Qualität überzeugen zu können, setze ich jetzt einfach mal voraus.

Ferner setze ich voraus, dass der Jungautor sein fertiges Manuskript nicht unbekümmert durch die Verlagswelt senden will, wie das leider viele seiner Kollegen tun.
Er hat ein aussagekräftiges Exposé gefertigt - das m.E. wichtigste Akquisemittel überhaupt - und sollte von Anfang an dafür sorgen, dass sein "Baby", an dem er viele Monate oder gar Jahre geschrieben hat, gleich in die richtigen Händen gelangt. Und dafür muss er das tun, was vielen Autoren den Angstschweiß auf die Stirn treibt:

Der Anruf im Lektorat

Wer sich davor zu drücken versucht, verspielt eine wesentliche Möglichkeit, sich Zugang in die heiligen Hallen des Buchmarktes zu verschaffen. Manuskripte, die unverlangt bei den Verlagen eintreffen, und bei denen der Begleitbrief mit "Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr…" beginnt, werden häufig schon von Praktikanten aussortiert, in einen anderen Umschlag gesteckt und mit einer Standardabsage zurückgeschickt.

Das Leben ist kurz - wir wollen nicht monatelang auf abgelehnte, nicht gelesene Manuskripte warten, also greifen wir beherzt zum Hörer.
Angst?
Dann sollte sich der Jungautor ganz ehrlich die Frage stellen, was das Schlimmste ist, was dabei passieren kann.
Psst, ich hab die Antwort: Das Schlimmste ist, dass der Lektor sagt:

"Tut mir leid, wir nehmen derzeit überhaupt keine Manuskripte an."

Und? Hat es weh getan?

Los, den nächsten Verlag anrufen, sich in der Zentrale den Namen der zuständigen Lektorin geben lassen und dieser dann mitteilen, dass man wisse, wie beschäftigt sie sei. Ob sie trotz allem drei Minuten Zeit hätte?
Achtung: Vorher den eigenen Namen (!) aufschreiben, den Kurzinhalt des Buches , das Genre, noch besser, die Reihe für die man das Buch im Idealfall konzipiert hat, und was das Werk besonders passend für eben diesen Verlag macht. Denn in der Aufregung gibt es gelegentlich ein Totalblackout.
Es kann sein, dass das Lektorat sagt, ach, schicken Sie das MS doch einfach - und dann trotzdem einen Standardabsage folgt. Findet die Lektorin oder der Lektor des Autors Buchidee jedoch schon am Telefon spannend, steigen die Chancen, dass es wohlwollend gelesen wird.

Man kann auch den anderen Weg gehen und im Lektorat anrufen, bevor auch nur ein einziges Wort auf dem Bildschirm steht. Dafür sollte man das jeweilige Verlagsprogramm noch besser kennen (das ist ohnehin die Voraussetzung für einen Kontakt). Dann weiß der Autor, an welcher Reihe er sich gerne beteiligen würde und kann fragen:

"Welche Themen können Sie denn in nächster Zeit gebrauchen?"

Wenn nicht die schlimmste Antwort (s.o.) folgt, kann man im besten Fall schon ein grobes Brainstorming am Telefon machen (ich sagte: im besten Fall! Ich hatte das Glück, aber das ist vermutlich die Ausnahme).

Wichtig auch: Nach den Parametern fragen, wie Seitenzahl des gedruckten Buches, bzw. erforderliche MS-Seitenzahl.
U.U. kann auch die Zeichenzahl pro Seite wichtig sein; v.a. bei Bilderbüchern, wo oft nur wenig Platz für Text vorhanden ist und eine Illustration passend zu den Textabschnitten gezeichnet wird.
Auch wenn der Autor jetzt zunächst nur ein Exposé nebst Textprobe erstellt, sollte er über den Gesamtumfang des Buches informiert sein, damit er die Konzeption im Exposé schon möglichst treffend charakterisieren kann.
Ein Lektor sollte aufgrund des Exposés erkennen können, dass er nicht die Katze im Sack kauft, sondern genau weiß, was ihn erwartet.
Wenn sich das Exposé und der Stil der Textprobe mit dem deckt, was der Lektor sich für ein solches Buch wünscht, dann stehen die Chancen gut, dass dieses Buchprojekt auch realisiert wird. Und dann war dieser erste - wichtigste - Akquiseschritt erfolgreich und ein echter Grund dem Autor oder der Autorin zu gratulieren!

Die Agentenakquise erfolgt übrigens nach dem gleichen Prinzip.

Lesungen, Presse und Leser aquirieren - dazu mehr in den nächsten Blog-Karneval-Beiträgen.

° Teil I: Akquise - Ein Tema für Buchautoren?
° Teil III: Wie finde ich Veranstalter für eine Lesung?

Akquise - ein Thema für Buchautoren?

Freitag, 20. Oktober 2006

-> Mein erster Beitrag zum 1. Business Blog Karneval

Autoren sitzen im stillen Kämmerlein und schreiben.
Meint man.
Dachte ich auch mal.

Mal abgesehen davon, dass ich gelegentlich auch in Cafés, in Pausen von Konzerten, oder sonstwo unterwegs schreibe, ist das Schreiben in meinem Kämmerlein längst nicht mehr auf die Bücher beschränkt.

Wir sprechen jetzt nicht über ausgeklügelte Arbeitsvermeidungstechniken, wie Posten auf Mailinglisten / in Foren und berufsfremdes Bloggen, sondern über das Verfassen von Pressemitteilungen, Ersinnen von Marketingstrategien, Fertigung von PR-Material, Leserkorrespondenz und, und und…

Das alles hat ziemlich viel mit Akquise und Kundenbindung zu tun, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so aussehen mag. Denn wir Autoren gehen ja in den seltensten Fällen direkt zum Endkunden und überzeugen ihn persönlich, doch bitte unser tolles Produkt zu kaufen.

Statt dessen / zusätzlich müssen wir nach mehreren Seiten akquirieren:

ak|qui|rie|ren (lat.): 1. erwerben; 2. einen Kunden werben, einen Auftrag gewinnen

Akquisepaket für Autoren:

1. Autoren müssen Verlage davon überzeugen, ein Buchprojekt mit ihnen zu realisieren.
2. Ggf. versuchen sie nach einiger Zeit für Punkt 1 eine Agentur zu finden.
3. Autoren müssen Veranstalter gewinnen, bei denen sie eine Lesung abhalten können.
4. Autoren müssen die Presse dazu bringen über ihr Buch / über ihre Autorentätigkeit zu schreiben
5. Autoren müssen Leser gewinnen.

Das ist kein Ranking, denn diese Punkte kann man nicht völlig losgelöst voneinander betrachten. Punkt 5 wird man beispielsweise ohne die anderen nie erreichen, und am zweckmäßigsten beginnt man mit Punkt 1 :-)

Und über den spreche ich in meinem nächsten Beitrag zum Blog-Karneval.

° Wie angle ich mir einen Verlag?
° Wie finde ich einen Veranstalter für Lesungen?


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