Serienvergleich

Donnerstag, 28. Juni 2007

Vorgestern lief letzte Folge der aktuellen Staffel meiner derzeitigen Ober-Lieblingsserie -> Grey's Anatomy. Dass ich die wegen der hervorragenden Dramaturgie schaue, hate ich ja schonmal erwähnt. Beim Warten auf GA dann das Kontrastprogramm im Ersten. Ich wollte nur mal schauen, weil ich schon so viel Schreckliches darüber gehört hatte. Auch eine Krankenhausserie. Der Anstand verbietet mir den Namen zu nennen, denn ich saß die ganze Zeit davor und sagte: "Mein Gott. Ist. Das. Schlecht."
Es ist vielleicht nicht fair das an GA zu messen, aber wieso müssen deutsche Serien oft so dusselige Dialoge haben? Wieso kann man nicht elliptisch erzählen (also mitten in die Szene springen, wo direkt was los ist) anstatt jede Szene bei Adam und Eva anzufangen? Das war alles so dermaßen uniteressant, dass ich mich geschüttelt habe.
Natürlich gibt es auch bei deutschen Serien gute Beispiele. -> Berlin, Berlin z.B. habe ich verschlungen, weil es- um mal diese blöde Redewendung zu benutzen, die hier aber genaus zutrifft - witzig und spritzig war. Tolle Charaktere, griffige Szenen, witzige Plots. Die haben ja auch nicht umsonst den Deutschen Fernsehpries und den Emmy gewonnen und Lolle hat zusätzlich noch den Grimmepreis bekommen.

Also, es geht doch.

Kriminaldauerdienst - KDD

Mittwoch, 20. Juni 2007

-> Die ZDF-Serie Kriminaldauerdienst ist mir jetzt schon von so vielen Seiten als sehr gut gemacht empfohlen worden - auch im Drehbuchkurs. Ich hatte bei der ersten Folge damals quer reingezappt und fand es sehr verwirrend. Hätte ich den Anfang gesehen, ich wäre dran geblieben.
Wieso ich das weiß?
Ich hab eben wunderbare Musik geschenkt bekommen (-> Une very stylish fille), und wollte das irgendwo abspeichern. Da habe ich erstmals auf meinem - inzwischen nicht mehr ganz so neuen - Vista-Notebook das Windows Media Center gestartet und bin über Fernsehen gepurzelt. Ich hab da mehr so wüst rumgeklickt, landete plötzlich beim ZDF (sonst mein absoluter Nie-Anschau-Sender), klickte weiter rum und hatte mit einem Mal KDD vor der Nase. Die haben offenbar die ganze Staffel dort eingespeist, wie auch alle anderen ZDF-Sendungen. Nojo, und da habe ich dann eben zu Studienzwecken die erste Folge ("Unversöhnlich") geschaut und mir tonnenweise Notizen gemacht.

Also:

Spannender Einstieg (leider ein wenig gestört, weil der Stream noch nicht ganz wach war). Endet tödlich. Persönliche Verwicklung eines Protagonisten. Ja, und da gibt es deren viele. Ich habe bis zum Schluss nicht alle Namen herausgefunden, aber dazu gibt es ja -> Wikipedia. Bisschen viele Glatzköpfe, das ist nix für Leute wie mich, mit einem dermaßen schlechten Gesichtergedächtnis. Aber alle Glatzköpfe (und auch die mit Haaren *g*) haben für deutsche Schauspieler angenehm gut (= authentisch) gespielt, bravo. (Ich hatte auch die Nase voll, von den ewig gleichen Pappnasen, die immer nur sich selbst spielen) Sehr viele Erzählstränge, mehrere Fälle, die nicht alle etwas miteinander zu tun haben. Ich konnte dem gut folgen, aber wir haben im Kurs schon drüber geredet, dass es älteren Leuten vermutlich zu viel sein dürfte, zumal KDD auf dem Sendeplatz von z.B. "Derrick", "Der Alte", etc. läuft, und das war ja alles sehr, hm, eindimensional. Bei KDD haben die Leute ein Privatleben, und nicht zu knapp. Ich freu mich auf die nächste Folge - die kann ich ja nun schauen, wann ich will und Zeit habe.

Gibt's das nicht auch bei Pro 7? Dann würde ich -> Grey's Anatomy schauen bis zum Abwinken ;-) Nee, aber die erste Staffel kauf ich mir. Natürlich rein dienstlich (Dramedy) *ggg*

P.S: Jetzt habe ich auf der ZDF-Seite entdeckt, dass es noch einen Pilotfilm gab, der im Media Center nicht eningespeist war. Na, super ;-)

Mit Nierenshow halb Europa veräppelt

Freitag, 01. Juni 2007

-> Und ich bin auch drauf reingefallen.

-> "Wir werden hier keine Niere vergeben, das geht selbst uns zu weit", sagte der Moderator der umstrittenen Show.
Interessante Wortwahl, finde ich. "Selbst uns".
Nach eigenen Angaben wollte der Sender lediglich auf die Situation der Patienten hinweisen, die auf ein Spenderorgan warten.

Das ist ja wohl gelungen.

Das geht an die Nieren!

Mittwoch, 30. Mai 2007

Oh, Mann. Die -> TV-Produktionsfirma Endemol schafft es doch immer wieder, -> neue Maßstäbe nach unten zu setzen.
Hat John de Mol anno 2000 bereits mit dem TV-Format -> Big Brother stark polarisiert, so dürfte der Aufschrei beim neuesten Streich des Holländers noch größer sein: In einer "Spendenshow" kämpfen morgen drei Patienten um die Niere einer todkranken Frau. Das Ganze soll nach dem Vorbild einer Castingshow ablaufen. Da frage ich mich zweierlei:
Gewinnt der, der am Schluss überlebt? Und wieso hat sich John de Mol nicht vorher Herz und Hirn spenden lassen?

Erna Pachulke aus dem Winterschlaf erwacht

Dienstag, 15. Mai 2007

-> Erna hat wat ealebt, wa.

Und zwar bei der Filmpremiere zu "Das Inferno. Flammen über Berlin:" PRO 7, Montag, 21.Mai 2007, 20:15 Uhr

Hintergrundinfos zum Film und den Dreharbeiten, die z.T. in Litauen stattfanden, gibt es -> hier.

Großartige Dramaturgie

Mittwoch, 28. März 2007

Man kannja über Krankenhausserien sagen was man will. Und über die Leute, die so etwas schauen ;-)
Ich oute mich hiermit: Ich habe jetzt eine Krankenhausserie gefunden, die ich mag, ach was, der ich entgegenfiebere, weil es wirklich nicht häufig vorkommt, dass ich mit fiktiven Figuren leide, manchmal sogar mitheule.
Ich rede von Greys Anatomy. Die Macher dieser Serie verstehen es meisterhaft, Spannung aufzubauen, Freud und Leid so dicht nebeneinander zu platzieren. Die Charaktere sind gut ausgestaltet, und die Cliffhanger sind vom Feinsten. Da kann man echt was lernen.

Hatte ich erwähnt, dass ich schon lange nicht mehr unbefangen fernsehen oder Bücher lesen kann? Autorenkrankheit.


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