Ohne Inferno isser mir lieber:
Mittwoch, 16. Mai 2007

Noch dazu, wo die Premiere zu -> "Das Inferno - Flammen über Berlin" im Cubix stattfand, direkt unterhalb des Wahrzeichens, das da im Film abgefackelt wird.
Das Foto entstand nach einem wirklich schönen Abend im strömenden Regen auf dem Nachhauseweg nach dem Premierenempfang. Schirm hatte ich nicht dabei, und weil ich nach kürzester Zeit ohnehin nass bis auf die Knochen war, bin ich dann mit meinen Pömps durch alle tiefen Pfützen geplatscht, die mir auf dem Weg zum Auto in die Quere kamen. Das war sehr sinnlich irgendwie, ich habe es jedenfalls genossen. Und die Erkältung ist seitdem besser *g*. Wird auch Zeit, nach vier Wochen.
Finster
Montag, 19. Februar 2007
Vielleicht glaubt Ihr es ja nicht, aber mein Liebster und ich, beides gebürtige Berliner, waren bis zum Samstag noch nie im Leben auf der Berlinale. Anfang der 80er beim Fantastival (Festival des Fantastischen Films), das ja, aber Berlinale nie. Weiß der Geier weshalb.
Wir beschlossen dies zu ändern, und weil wir Schweden und schwedische Filme mögen, haben wir Samstagnacht im Colosseum 'När Mörkret Faller' ('When Darkness falls') angesehen. Ein im wahrsten Sinn des Wortes finsterer Film. Finster, das Wort, das wir früher benutzten, wenn etwas schlimm war, wenn uns etwas getroffen hatte.
Ich würde wirklich gerne wissen, ob es außer 'Pippi Langstrumpf' eigentilch einen fröhlichen schwedischen Film gibt…
När Mörkret Faller, also.
Der Film erzählt drei Geschichten. Die von Leyla, Aram und Carina. Der Text auf der Berlinale-Seite (unten zitiert), gibt nicht annähernd das wieder, was den Film ausmacht. Das Oberthema ist Gewalt. Keine Rambo-Gewalt, aber ebenso sinnlos, letztendlich. Innerfamiliäre Gewalt v.a., aber auch die Gewalt der Straße im Fall von Arams Geschichte.
Die erfolgreiche Fernsehjournalistin Carina, die vor den Augen ihrer Kinder immer wieder von ihrem Mann Håkan geschlagen wird, und den sie trotzdem nicht wegschickt, bis zu dem Tag, an dem er sie mit einem Badminton-Schläger am Kopf blutig prügelt. Da macht sie es öffentlich, sogar im Fernsehen.
Carina hat Angst vor der Reaktion ihrer Schwiegermutter, aber die zeigt ihr eine Narbe am Hals: "Ich habe fast vierzig Jahre gebraucht um Håkans Vater zu verlassen."
Carinas kleiner Sohn sagt, "Mama, ich finde es gut, dass du im Fernsehen darüber gesprochen hast. Jetzt weiß ich wenigstens, dass ich später meine Frau nicht schlagen muss." Das Publikum lacht. Ein hilfloses Lachen, fast das einzige. Ansonsten herrscht Totenstille.
Sehr bedrückend auch die Bedrohung, die Aram und seine Familie durch ein paar Ganoven erfährt, von denen einer wild in eine Menschenmasse vor Arams Restaurant geschossen hat, und dessen Gesicht Aram und sein Türsteher gesehen haben.
Am allermeisten hat uns jedoch Leylas Geschichte geschockt, die mit ansehen musste, wie ihre ältere Schwester wie ein Tier von der 'christlichen' (Leyla trägt ein Kreuz um den Hals und sagt, sie seien keine Muslime) türkischen (?) Großfamilie über eine stark befahrene deutsche Bundesstraße gescheucht wird. Gerade noch unverletzt davongekommen, steht der andere Teil der Sippe auf der gegenüberliegenden Seite im Wald und scheucht sie zurück. Beim dritten Mal wird sie von einem Lastwagen erwischt. Ich weiß nicht, wie sie es gedreht haben, aber diese Szene werde ich nicht vergessen. Und all das, weil fälschlich angenommen wurde, die 19jährige hätte etwas mit einem Mann. Leyla geht zur Polizei, wird von ihrer Familie gefunden und soll auf ähnliche Art entsorgt werden, aber da endlich greifen ihre Brüder couragiert ein.
Ich korrigiere mich: Es ist ein Film über Gewalt und Courage. Einer der eindringlichsten Filme, die ich je gesehen habe.
Am Ende hat das Publikum geklatscht. Vermutlich ist das bei der Berlinale so, es war ja unser erster Film. Wir beide haben nicht geklatscht. Nicht, weil uns der Film nicht gefallen hätte, denn das hat er. Wohl eher, weil wir, wie mein Liebster sagte "mein dem Film noch nicht fertig" waren.
Schaut ihn euch an, aber nehmt jemanden mit, der eure Hand halten kann.
BEI EINBRUCH DER DUNKELHEIT
Leyla, Carina, Aram. Drei Menschen, die Opfer eines Verbrechens werden und dies nicht hilflos hinnehmen wollen, stehen im Mittelpunkt dieses schwedischen Thrillers. Leyla ist die Tochter von Immigranten und in einer Vorstadtsiedlung aufgewachsen. Ihre 19 Jahre alte Schwester Nina gilt als das schwarze Schaf der Familie, weil sie angeblich mit den falschen Jungs abhängt, obwohl das gar nicht stimmt. Als ihre Angehörigen so weit gehen, Ninas Selbstmord zu inszenieren, unternimmt Leyla alles in ihrer Macht Stehende, um die Ehre ihrer Schwester wiederherzustellen …
Carina, um die 40, ist Fernsehjournalistin und lebt mit dem Kameramann Håkan zusammen. Das am gemeinsamen Arbeitsplatz ausgestellte Glück entspricht nicht der Wahrheit: Håkan schlägt seine Frau. Als sie dies nicht mehr erträgt, zeigt sie ihn an, und er wird verhaftet. Carinas Kollegen nehmen ihr das sehr übel. Sie sieht daraufhin keine andere Möglichkeit, als sich mit ihrem Fall an die Medien zu wenden. Als sie auch dort auf Ablehnung stößt, gibt sie den Journalismus auf und schlägt eine politische Lauf bahn ein. Sie kandidiert für das Europäische Parlament, um dort "Gewalt gegen Frauen" zum Thema zu machen. Rasch wird klar, dass sie keine Wahlchancen hat. Aber so schnell gibt Carina nicht auf …
Aram hat mit seinen zwei Geschwistern sein ganzes Geld in ein kleines Restaurant gesteckt. Nach kurzer Zeit läuft der Laden so gut, dass er auch für Kriminelle interessant zu werden verspricht. Nachdem die Türsteher drei jungen Gangstern den Zutritt verboten haben, wird das Restaurant Zielscheibe eines nächtlichen Überfalls, bei dem mehrere Personen angeschossen werden. Aram ist der einzige, der die Täter identifizieren kann …
Deutschlandpremiere
Dienstag, 28. November 2006
Es war wieder einmal so weit: -> Novemberkinderfeier der Mauerfallkinder, die jedes Jahr von VW ausgerichtet wird. Diesmal waren alle in den Zoopalast zur -> Deutschlandpremiere von "Flutsch & weg" eingeladen.
Vorher gab es was zu Futtern und ein par Kleinigkeiten von VW.
Der Film war von den Machern von "Shrek" und Madagaskar, aber ich brauchte eine Weile um mich damit anzufreunden. Der Hauptdarsteller Roddy (eine Maus, die aussieht wie ein Mensch, sieht man von Schwanz und Ohren ab) ist kein knuddeliger Sympathieträger. Dafür spielen jedoch entzückende -> Nacktschnecken mit.
Letztlich wieder ein netter Film für die ganze Familie, mit Anspielungen zwischendrin, die wirklich nur Erwachsene verstehen (und nicht mal alle), was aber für die Kinder kein Problem ist.
Den Hauptdarstellern liehen Ralf Bauer und Jessica Schwarz ihre Stimme. Natürlich waren sie anwesend, ebenso wie die Regisseure und die amerikanische Originalstimme von Roddy.
Das Kino war so voll, dass zig Kleinstkinder die Fluchtwege belagerten, weil sie einfach keinen Sitzplatz mehr bekommen hatten, und die Wanderungen zur Toilette vor meiner Nase waren auch sehr spannend. Ich saß am Gang hab nicht gezählt, wie viele popcornklebrige Händchen sich vertrauensvoll an meinem Knie festgehalten haben…
Zu Hause gab es dafür im TV einen meiner Lieblingsfilme:
-> Notting Hill. Ein wunderbares Märchen…
Da brennt der Baum!
Montag, 30. Oktober 2006
sagte Klinsi in der Mannschaftskabine. Mehrmals
Ich hab ja gestern nicht nur gepinselt und tapeziert - es blieb sogar noch Zeit, endlich mit der ganzen Familie das lang ersehnte "Deutschland - Ein Sommermärchen" anzuschauen. 20 sec. vor Schluss fiel mir dann ein, dass ich ja Fotos machen wollte…. *g*
Ich mochte den Film. Natürlich kam sehr wenig von der Stimmung "im Volk" rüber, aber das war ja auch nicht Wortmanns Intention. Und Gänsehaut habe ich trotzdem so manches Mal bekommen.
Genial fand ich, dass der Film mit der Totenstille begann, die in der Mannschaftskabine nach dem Italienspiel geherrscht hatte. man hat sofort wieder mitgelitten.
Nur, dass sie dauernd "Dieser Weg" von der Heulboje im Foto gespielt haben, naja, darauf hätte ich aus verschiedenen Gründen ganz gut verzichten können.
Unser Kleiner (Nr. 3 *g*) war jedenfalls wieder sehr beeeindruckt. Den hat "Der Teufel trägt Prada" schon so beschäftgit, dass er anfing sich Klamottendesigns auszudenken und Modeumfragen in der Schule zu starten. Mal schauen, was nach dem gestrigen Film auf uns zu kommt
P.S: Mein Liebster fand den Film doof: "Weil Deutschland wieder nicht Weltmeister geworden ist!"
*ggg*
Angeschaut
Montag, 16. Oktober 2006
im TV:
-> Wonder Boys. Herrlich Michael Douglas als Schriftsteller, der seit zehn Jahren an einem Roman schreibt. Über zweieinhalbtausend Seiten, EINZEILIG beschrieben…
Ein wirklich skurriler Film, in dem auch Tobey MgGuire eine gute Figur abgibt. Aber, ich denke nichts für Leute, die den kruden Humor und die Schwierigkeiten von Autoren nicht irgendiwie selbst nachvollziehen können, sei es als Autor oder als deren Angehörige *g*
Wir hatten zumindest den Eindruck, dass Otto Normal irgendwann weggezappt hätte.
im Kino:
Mit der ganzen family, incl. meiner Mom, -> Der Teufel trägt Prada. geschaut.
Nachdem ich bei -> Das Parfum ja schon recht zufrieden war, was die Verfilmung der Buchvorlage angeht, denke ich hier, der Film hat das Buch (das ich vor Monaten zufällig auf einem Grabbeltisch mitgenommen hatte) glatt noch getoppt. Meryl Streep spiel die Rolle der Miranda Priestley sehr überzeugend. Diese Arrroganz, einfach herrlich! Es muss einen höllischen Spaß gemacht haben, die Szenen zu drehen, in denen sie ins Büro kommt, und wortlos Mantel und Tasche auf den Tisch ihrer Assistentin knallt. Schön in geballter Form, X Tage hintereinander geschnitten.
Weckte in mir den Wunsch, auch ergebene Hinterherräum-Sklaven zu haben
Was für ein Gemetzel!
Donnerstag, 29. Juni 2006
Zum Zwecke der Landschaftsbetrachtung habe ich mir gestern -> Alexander zugelegt.
Also Alexander der Große, gespielt von Colin Farrell.
Ich hab natürlich grad gar keine Zeit mir ein 165-Minuten-Epos reinzuziehen, also hab ich den Anfang geschaut, bin dann hoch an den PC und ne halbe Stunde später wieder runter. Dann würde Landschaft da sein, dachte ich.
War auch, relativ platt und öde.
Und darauf standen tausende von Komparsen und rappelten mit Schild und Speer.
Dann kamen die Kleinen nach Hause, und klebten sich vor die Glotze, als sei sie magnetisch. Natürlich ging in dem Moment das Gemetzel los, und der guter Oliver Stone schien seine wahre Freude an spritzendem Blut zu haben, worauf ich die Kleinen erstmal verscheuchte.
Aber auch mir geht die Freude an Kampfszenen ab, wenn ein Streitwagen durch die Phalanx der Infanterie braust und dabei mit an den Achsen befestigten scharfen Gegenständen mal eben die umstehenden Soldaten zerteilt *splash*
Nachdem ich mich mehrmals geschüttelt hatte, hab ich erstmal abgeschaltet. Irgendwann werde ich den Film nochmal in Gänze sehen, damit ich überhaupt kapiere, wer da nun wer ist. Aber bei dieser Szene werde ich nicht so genau hinschauen…
Wobei ich natürlich weiß, dass Krieg in Wirklichkeit auch kein Tanz der Kuscheltiere ist.
- Was plane ich denn so?
Montag, 24. Oktober 2011 - NEUAUFLAGE! A Heart in New York - Ein Herz in New York
Mittwoch, 10. August 2011 - VÖLLIG NEU AUFGELEGT - San Francisco Love Affair
Donnerstag, 27. Januar 2011
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