Eben bei ALDI
Also, eigentlich gehe ich ja nicht mehr zu ALDI, weil ich da in 98% aller Fälle von wildgewordenen Rentnern gemaßregelt oder von schlechtgelaunten Kassiererinnen angepampt werde. Aber heute führte kein Weg dran vorbei.
Donnerstag, 28. Oktober 2010
Mein Netbook ist toll, aber meine Augen leiden total unter dem Winzding. Und die Festplatte ist so putzig klein (40GB), dass ich kaum Programme installiert habe. Das ist auch ganz gut, um das Ding schnell rauf und runterfahren zu können (bei meinem Toshiba habe ich zum Schluss 20 - 30 min. dafür gebraucht…)
Also habe ich mich entschlossen das MEDION-Notebook von ALDI zu kaufen. Ich stehe an der Kasse, wo die Elektronikteile ausgegeben werden.
Ich: “Ich möchte bitte ein Notebook. Und die Festplatte.”
Kundin neben mir (bisschen älter als ich, aber nicht viel): “Was ist das eigentlich, eine Festplatte?”
Ich (irritiert): “Das ist das Ding, worauf die Computerdaten gespeichert werden.”
Kundin: “Ah, dann ist das also wichtig.”
Ich: “Ähm, jaaaa. Die Festplatte ist neben dem Prozessor das Wichtigste an einem Computer.” (Ausführungen zum Wort Prozessor und dazu, dass man ja auch einen Arbeitsspeicher, Monitor, etc. braucht, verkneife ich mir.)
Kundin: “Dann brauche ich das wohl?”
Ich: “Nicht unbedingt. Jeder Computer hat ja eine Festplatte DRIN. Die externe Platte ist aber prima, falls die Computerfestplatte für all die Daten zu klein wird. Oder wenn man Daten sichern möchte. Man schließt die Platte mit dem USB-Kabel an, speichert die Daten und stöpselt sie wieder ab, damit da nicht auch was kaputt geht, wenn mit dem Rechner mal was ist.”
Kundin: “Ach, dann ist da also ein bisschen mehr Platz als auf einem USB-Stick?”
Ich: “Die da hat 500 Gigabyte.”
Bin mir nicht sicher, ob die Kundin mit dem Wort Gigabyte etwas anfangen kann, doch sie scheint beeindruckt.
Kundin: “Ich hab vier Jungs, da fang ich jetzt langsam mal an mich reinzufinden, mit dem Computer. Ich glaube, dann nehme ich mir so’n Ding auch mit. Wie hieß das doch gleich wieder?”
Ich: “Festplatte. Früher waren das die Dinger, auf denen man Häppchen anrichtete. Heute sind es Computerteile. Und ich bin sicher, die Kassiererin weiß inzwischen, was Sie haben möchten.”
Kassiererin (amüsiert sich schon seit längerer Zeit): “Ja, das weiß ich.”
Ich verlasse den Laden, während Kundin und Kassiererin noch darüber philosophieren, was denn Chromsilber bitte für eine Farbe sei (sie wollte auch noch ein Handy für ihren Sohn kaufen).
Und jetzt werde ich belegte Brötchen auf meine Festplatte legen und sie an das neue Notebook anschließen. Mal sehen, ob es ihm schmeckt.
Paparazza
Meine Hauptbeschäftigung im Urlaub:
Samstag, 21. August 2010
![PetraDouarnenez_byJulia[20100728]](http://farm5.static.flickr.com/4122/4912211649_f0f0cf5662.jpg)
Abgeschossen von K4 im Hafenstädtchen Douarnenez in der Bretagne.
Sacre Cœur
Sacre Cœur habe ich leider nicht live gesehen. Ehrlich gesagt haben wir uns von den Berichten meines Schwagers abschrecken lassen, über den Kommerz am Montmartre und die Kinder, die einem ungefragt Freundschaftsbändchen umbinden und dann Geld verlangen.
Donnerstag, 05. August 2010
Inzwischen finde ich es schade, aber ich war ja sicher nicht zum letzten Mal in Paris.
In Brest sind wir versehentlich in einen Supermarkt geraten (ja, auch das ist in dieser merkwürdigen Stadt möglich). Dort habe ich ein Heft von LE FIGARO über den Eiffelturm erstanden (Fotos, viele, viele Fotos!), in dem es u.a. auch um Sacre Cœur geht.
Ich habe also (am 24.7.2010) meine Feder-Tusche-Packung ausgepackt, meinen kleinen Aquarellblock geschnappt und mich ans Werk gemacht:

Mit der (sehr dünnen) Feder habe ich zunächst die Konturen gezeichnet und diese mit einem nassen Pinsel laviert. Nach dem Trocknen habe ich erneut Linien hineingezeichnet. Nebenbei lief Musik und ich habe gar nicht gemerkt, wie die Zeit verging. Es hat wieder unglaublich viel Spaß gemacht, und mein Liebster war sehr beeindruckt, wie ich alles mit einer einzigen Farbe zustandegebracht habe. Ich auch, höhö.
Ich habe ihm das Bild zwei Tage später zum Geburtstag geschenkt. Auf der linken Seite muss ich noch was zeichnen, da fehlt ein Abschluss. Und ich brauche einen Rahmen, bin mir aber nicht sicher, was ich dabei beachten muss, weil ich gelesen hate, dass Aquarelle z.B. Abstand zum Glas haben sollten. Die Rahmen, die ich hier habe, scheinen aber Kunststoff statt Glas zu nutzen. Ob das geht?
Tusche aus Locronan
Was tun mit dem angebrochenen Tag, nachdem Brest für nachhaltig schlechte Laune gesorgt hatte? Wir sind nach Locronan gefahren, der mittelalterlichsten aller bretonischen Städte. So eine Art Carcassonne der Bretagne, nur kleiner und nicht so elend überfüllt wie die südfranzösische Stadt.
Mittwoch, 04. August 2010
Zuvor war ich schon länger auf der Suche nach einem Laden für Malzubehör gewesen, da ich es in Berlin versäumt hatte, mir Feder und Tusche zu kaufen. Ich hatte so einen Laden jedoch nirgendwo gefunden, auch nicht in Brest. Wie sehr habe ich mich da gefreut, als ich in der niedlichen Museumsstadt einen ganzen Laden voller Tuschen und Federn entdeckt habe*. Die Auswahl war gigantisch:

Brest
24. Juli 2010, Bretagne. Schweigen wir über Brest. Die bretonische Hafenstadt wird als hässlichste Stadt ever in meine Erinnerungen einfließen. Tut mir wirklich leid, dass Brest in World War II wochenlang bombardiert wurde, bis praktisch nichts mehr übrig blieb. Aber muss man deshalb direkt danach die Stadt ein zweites Mal zerstören und völlig planlos so dermaßen fiese Betonbatzen hinklatschen?
Mittwoch, 04. August 2010
Kind 2 hat der Stadt immerhin noch eine Chance gegeben. Es müsse doch irgendwo etwas Hübsches geben, und ich solle doch bitte nicht so schnell urteilen.
Dann hat sie eine Postkarte von Brest entdeckt. Auf Ansichtskarten sind normalerweise die hübschesten Stadteile verewigt. Ähm, ja.
Der einzige Ort unserer Reise, an dem ich kein einziges Foto geschossen habe. Ach doch, eins, hihi:

Immerhin haben wir K3 mit ein paar wirklich coolen Schuhen von Footlocker eine Freude machen können und dabei einen Schuhverkäufer entdeckt, der ziemliche Ähnlichkeit mit Christiano Ronaldo hatte (er wird es doch nicht gewesen sein? *g*).
Und es wurde am Fließband geheiratet. Aus dem Rathaus quollen im Fünfminutentakt Brautpaare mit Anhang heraus. Das erklärte auch das in Weiß und Schwarz gekleidete Pärchen, das wir kurz davor im danebenliegenden Coffeeshop sahen. In dem Laden hat uns der Ober übrigens zur Begrüßung angegrunzt. Wenn ich in dieser Stadt leben müsste, würde ich vermutlich auch grunzen.
Wir sind dann recht schnell geflüchtet.
Nymphe
24. Juli 2010, Plomodiern / Bretagne Nach dem Unsinnbild hatte ich zumindest meine Hemmungen weggemalt. Bei den Parisbildern habe ich mir die Nymphenstatue aus dem Jardin des Tuileries herausgesucht.
Dienstag, 03. August 2010

Erst habe ich ein paar Bleistiftskizzen gemacht.

Auf den Fotos sieht man ein Riesenrad neben der Statue stehen. Das wollte ich zumindest andeutungsweise mit auf dem Bild haben. Heraus kam wieder ein ziemlich buntes Bild. Gar nicht so, wie ich es haben wollte, aber vielleicht habe ich falsch angefangen. Auf jeden Fall wollte ich die Nymphe in Rottönen malen um die nymphomane Leidenschaft auszudrücken. Obwohl – ob diese Nymphe wirklich so männerverschlingend war? Mit dem Hund an ihrer Seite und so, wie die Statue aussieht, wirkt sie eher unschuldig. Ich konnte dazu nur nicht recherchieren, denn hier gibt es kein anständiges Fernsehen und somit schon gar kein Internet.
Nachtrag:
Nun bin ich ja wieder in Berlin, hab mein WLAN und habe nach der Nymphe gegoogelt. Was soll ich sagen? Ich bin auf die Nymphomanin hereingefallen.
Kein Wunder, ich höre in letzter Zeit oft Ayo Technology von Milow bzw. 50 Cent / Justin Timberlake, da kommt auch eine “Nympho” vor, und die ist tatsächlich sexbesessen.
Bei Wikipedia steht beispielsweise:
In der griechischen Mythologie sind Nymphen weibliche Gottheiten niederen Ranges, welche als Personifikationen von Naturkräften überall auftreten und teils als Begleiterinnen höherer Gottheiten wie des Dionysos, der Artemis oder der Aphrodite, teils als selbstständig wirkend gedacht wurden.
Nichts davon, dass se reihenweise Männer glücklich gemacht hätte. Okay, wenn ich sie nochmal male, werde ich das berücksichtigen.
In dem Eintrag steht auch, dass Lucas Cranach der Ältere Nymphen gemalt hat, zum Beispiel diese hier.
Susanne Haun beschäftigt sich gerade sehr viel mit Cranach, daher erwähne ich das hier.

- Was plane ich denn so?
Montag, 24. Oktober 2011 - NEUAUFLAGE! A Heart in New York - Ein Herz in New York
Mittwoch, 10. August 2011 - VÖLLIG NEU AUFGELEGT - San Francisco Love Affair
Donnerstag, 27. Januar 2011
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