Hurricane Sandy

Als ich das letzte Posting Und jetzt zum Wetter. überschrieb, hatte ich keine Ahnung, dass sich mein nächster Beitrag tatsächlich um ein Wetterthema drehen würde. Und zwar um das, was alle derzeit beschäftigt, nämlich der Hurricane Sandy, der gerade die amerikanische Atlantikküste erreicht hat. Und mein Liebster hockt derzeit in einem Hotel in Washington.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Natürlich habe ich mir Sorgen gemacht. Nicht nur um ihn, sondern auch um liebe Menschen, die in New York leben, wie z.B. Berlinessa, die aber bislang in Brooklyn relativ sicher zu sein scheint.
Meine größte Sorge galt natürlich trotzdem meinem Mann, und so war ich sehr froh, als er mir heute Nacht schrieb, dass er den Sturm im Hotelzimmer nicht mal richtig hören konnte. Und er schob gleich noch ein beruhigendes Video hinterher:

Video: Michael Bauer

Überhaupt ist das Web voll mit Bildern zu Sandy. Viele echte Fotos, aber auch diverse Fakes, wie dieses von der Freiheitsstatue, das aus einem Emmerich-Film entnommen sein könnte (und es vielleicht sogar ist).

Schäden in Milliardenhöhe

Ich nehme an, die meisten von euch werden sich ohnehin längst informiert haben. Leider sind auch in USA jetzt schon 13 Menschen gestorben, darunter zwei Kinder und ein Besatzungsmitglied des Filmschiffes Bounty, das gesunken ist. Der Kapitän ist bislang verschwunden, was auch kein gutes Zeichen ist. Ich frage mich auch, wie es dem Fahrradfahrer geht, der gestern an einer Uferpromenade entlangradelte (bei Hurricanewarnung?! WTF?!) und von einer Welle verschluckt wurde. Menschen wurden obdachlos, weil plötzlich die Fassade vom Haus fiel. Die New Yorker U-Bahn steht unter Wasser, ebenso wie viele Straßen und Parkhäuser. Ground Zero hat sich in einen Wasserfall verwandelt. Weiter im Landesinneren gibt es heftige Schneefälle, weil Sandy dort auf einen Wintersturm traf. Der Parketthandel der New Yorker Börse wurde zum ersten Mal seit 1888 an zwei Tagen hintereinander ausgesetzt. Wahlkampfveranstaltungen wurden abgesagt. 9.000 Flüge wurden gestrichen. Die Versicherungen rechnen mit Schäden in Höhe von 3,2 Milliarden Euro.

Weshalb berührt uns das so?

Und dann kommt immer der Moment, an dem ich mich frage, wieso ich, ebenso wie viele andere, immer so entsetzt über den Teich schauen, wenn dort etwas passiert (auch wenn nicht gerade mein Mann involviert ist), obwohl doch in vielen anderen Gegenden der Welt ständig grauenvolle Dinge geschehen. Immerhin hat Sandy ja auch schon die Karibik verwüstet und, wenn ich richtig informiert bin, dort rd. 60 Menschenleben gefordert. Und auch in Deutschland gab es Stürme und Hochwasser. Ich werde nie vergessen, wie ich beim Orkan 1972 als Achtjährige aus meinem Fenster sah, und das Flachdach des sechsgeschossigen Wohnhauses schräg gegenüber vom Haus segelte und eine Frau sich gerade noch rechtzeitig in einen Hauseingang retten konnte, bevor ihr das Ding auf edn Kopf gefallen wäre. Natürlich war ich ausgerechnet alleine zu Hause. Das Oderhochwasser ist uns ebenfalls allen noch in bester Erinnerung, wenn ich das auch nur im TV verfolgt habe.

Meine Theorie, weshalb wir gerade mit Amerika immer so mitleiden ist folgende: Viele von uns waren schon dort, für viele ist es ein Traumziel und außerdem - das lässt sich nicht bestreiten - so ziemlich das wichtigste Zentrum der Macht auf der Welt. Und auch wenn Washington die Hauptstadt ist, ist New York doch die eigentliche “Welthauptstadt”. Sag ich jetzt mal so. Ist mein Empfinden. Und offenbar das vieler Filmregisseure und von Al-Quaida. In Filmen verbrannt, vereist, überflutet, zerstört, im echten Leben der spektakuläre Angriff auf das World Trade Center - das spricht Bände. Durch diese Wertigkeit ist natürlich auch die Berichterstattung intensiver.

Katastrophenkonzenrat

Ein weiterer Faktor scheint mir zu sein, dass jede Katastrophe in einer Gegend, der wir uns verbunden fühlen, immer noch katastrophaler wirkt, je weiter sie weg ist. Nicht, dass nicht sowieso schlimm genug ist, was geschieht. Aber durch die Bilder, die immer nur das Übelste zeigen (man will ja gute Quoten haben, und wer will schon sehen, dass alles in Ordnung ist, außer denen, die um ihre Angehörigen bangen) bekommen wir hier in der Ferne quasi ein Katastrophenkonzentrat angeboten. Beispiel gefällig: Berlin in den 80ern. Man wurde von Freunden und Bekannten in Westdeutschland oder USA gerne mal gefragt, weshalb man nicht längst aus dieser Stadt weggezogen sei, wo ständig bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen. Weil in den Medien gerne die paar Straßenschlachten rund um Hausbesetzungen und Anti-Haig-Demo, etc. gezeigt wurden. In geballter Form musste das auf Außenstehende tatsächlich so wirken, als lebten wir Inselbewohner in ständiger Gefahr. Dabei bekamen wir Stadtrandfuzzis nur was davon mit, wenn wir selbst an den Demos teilnahmen. Und auch das wirkte nur halb so übel wie die anschließenden Fernsehbilder.

Womit ich nicht gesagt haben will, dass die persönlichen Schicksale der Sandy-Betroffenen nicht wirklich übel sind.

Ich bin jedenfalls heilfroh, wenn mein Liebster wieder zurück ist.  Das Meeting, weswegen er in Washington war, ist wegen Sandy natürlich abgesagt worden. Deshalb fliegt er eine Woche später noch einmal dorthin ...

Entschuldigt, falls dieses Posting ein bisschen hektisch klingt.

Sandy - Rückenwind für Obama?

Noch eine Überlegung: Je nachdem wie souverän Präsident Obama mit der Sturmkatastrophe umgeht, kann ihm dieses Naturereignis m.E. für die Wahl zugute kommen. Romney als Präsident wäre eine - ja, wieder dieses Wort - Katastrophe für die gesamte westliche Welt, da nicht nur ich annehme, dass wir dann schneller wieder einen kalten Krieg haben, als wir “Katastrophe” sagen können. Ich hoffe sehr, dass die Amerikaner das mehrheitlich auch so sehen und dass Obama Sandy als “Rückenwind” nutzen kann um noch ganz viele Pluspunkte zu sammeln. Just my 2 Cents.

Wie habt ihr die Ereignisse um den Hurricane erlebt? Geht es “euren” Leuten dort drüben gut? Oder kann euch dieser ganze Sturm mal ganz gepflegt am Allerwertesten entlangblasen?

Alles Liebe

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Und jetzt zum Wetter.

In den letzten Tagen bin ich gut vorangekommen mit ALBATROS. Nix Aufregendes ist passiert, daher habe ich mich dazu auch nicht gemeldet.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Ich habe den Szenenplan vorangebracht, aber gestern war mir viel mehr nach Schreiben. Das ist bei Schriftstellern so - manchmal müssen sie einfach schreiben :-) Da hilft kein Recherchieren und kein Plotten, da wollen Wörter auf den Bildschirm. Und im besten Fall führt das wieder zu neuen Plot-Ideen.

Fünf Seiten habe ich gestern geschrieben, weitere fünf überarbeitet. Dabei habe ich ziemlich viel gestrichen und verschoben, was dem Text eindeutig gut getan hat. Eine nagelneue Figur ist auch aufgetaucht, die der Geschichte mehr Tiefe verleiht. Und irgendwie gehörte sie auch einfach da hin.

Heute habe ich zwischendrin wieder geswitcht und ein weiteres Krimikapitel überarbeitet, da ich die Überarbeitung ja doch langsam fertig haben will. Und jetzt hänge ich ein bisschen in der Luft.

Kennt ihr das, wenn ihr von der ganzen Welt genervt seid obwohl überhaupt niemand da ist? Und obwohl es gar keinen Grund dafür gibt? Ich schiebe das jetzt mal ganz dreist aufs Wetter.

Bei “Wetter” fällt mir ein, das ist ja auch so ein Element, das eine Geschichte rund und stimmig machen kann. Man muss ja nicht das gesamte Buch dem Wetterthema unterordnen, wie es beispielsweise Wolf Haas tat, bei Das Wetter vor 15 Jahren. Kann ich übrigens sehr empfehlen, das Buch. Aber die meisten Storys gewinnen, wenn man das Gefühl hat, alles ist, wie im echten Leben. Da bewegen wir uns ja auch nicht im luftleeren Raum. Außerdem bekommen die Figuren etwas zu tun. Sie frösteln, sie spannen einen Schirm auf oder sie spannen extra keinen auf, weil sie denken “Ich bin doch nicht aus Zucker!” Oder das Wetter beeinflusst die gesamte Handlung. Beispielsweise, wenn ein Schneesturm einen Flugzeugstart verhindert oder eine Gruppe von Wanderen dazu zwingt sich irgendwo in der Eiseskälte einen Unterschlupf zu suchen, damit sie nicht erfrieren. Und selbst wenn es keine dramatischen Auswirkungen auf die Protagonisten hat, so macht es einen Text doch lebendig.

Ihr könnt euch ja mal den Spaß machen, euch beispielsweise einen Wallander-Krimi ohne die Wetter-Elemente vorzustellen. Dann wäre die Stimmung schlagartig nicht so niedergedrückt. Oder nehmt euch ein anderes Buch, überprüft es auf Wetterverhältnisse und stellt euch vor, wie der Text ohne diese Passagen wirken würde. Oder wieviel Wetter überhaupt so in Büchern vorkommt und auf welche Weise es mit em Text verwoben ist. Und welche Autoren wetter-affiner sind als andere.

Bücher-Analyse kann wirklich Spaß machen, auch wenn man andere Aspekte untersucht. Allerdings empfehle ich Bücher zu verwenden, die ihr schon einmal gelesen habt. Schließlich wollt ihr euch ja zuallererst von der Geschichte mitreißen lassen. Danach könnt ihr das Buch (oder Teile davon) unter verschiedenen Aspekten nocheinmal durchforsten. Lehrreich ist es allemal.

Und ich schau jetzt mal, dass ich heute noch was gebacken kriege.


Liebe Grüße

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Frohe Osterfeiertage!

Ostern, auch für Un-, Nicht- und wenig Gläubige eine Zeit, in der man mal einen Gang zurückschalten kann.

Sonntag, 04. April 2010

Ich wünsche fröhliches Relaxen!

Abhilfe?

Vielleicht sollte ich einfach noch viel intensiver denken - dann kann ich nicht nur den Hirnfrost besiegen ;-)

Donnerstag, 08. Januar 2009

Ein zum vorherigen Beitrag passender Dilbert-Strip:

Dilbert.com

Hirnfrost

Jetzt ist sie drin im Haus, die Kälte, und müht sich redlich, mich am Denken zu hindern.

Donnerstag, 08. Januar 2009

Ich war wirklich sehr fleißig seit 1.1. und gedenke das auch weiterhin zu sein. Doch obgleich es heute “wärmer” ist, als in den letzten Tagen (-10°C), ist es im Haus viel kälter. Dabei bin ich schon längst vom (heizungslosen) Büro ins Wohnzimmer gezogen. Dort sitze ich nun im Poäng, mit Rollkragenpulli, Strickjacke, Hose, 3 Paar handgestrickten Socken, eingewickelt in meine nagelneue Fleecedecke, die ich in Stockholm erstanden habe, und auf der niedliche schwarz- und rotnasige Rentiere prangen. Und ich trage Handschuhe! FIngerlose, damit ich tippen kann, aber doch Handschuhe. Und die Fingerspitzen sind eiskalt. Wohlbemerkt: Die Heizung funktioniert einwandfrei.
Die Kälte kriecht durch das Gemäuer und wirklich dicht sind unsere Fenster und Türen offenbar auch nicht. Was sonst für angenehme Luftzirkulation sorgt, ist jetzt einfach nur lästig.
Andererseits: Mein Kopf ist sehr warm. Sollte die Kälte vielleicht doch von innen kommen? Mist! Ich hatte es seit Silvester tapfer vermieden das Haus zu verlassen (Stammleser wissen, dass meine Rausgehtemperatur bei 20°C PLUS liegt *g*), doch gestern ließ es sich nicht umgehen. Sollte ich mich dabei erkältet haben? Damnit! Erkältungen legen immer mein Denkvermögen lahm und ich merke heute auch, wie mir das Kinderkrimiexposé-Schreiben wesentlich schlechter von der Hand geht als gestern. Es soll aber fertig werden, damit die Agentin schon etwas zu lesen hat, bevor ich das Krimiexposé für Erwachsene fertig habe. Dieses wird doch wesentlich komplexer, also brauche ich noch ein paar Tage länger. Und der dritte Mädchenroman für Langenscheidt mächte ja auch bis 15.2. geschrieben werden, damit meine Leserinnen die Fortsetzung im Herbst lesen können.
Also wärme ich die Hände noch einmal an meiner Teetasse, schütte dann den Tasseninhalt in mich hinein und hoffe auf

warme

kreative Gedanken.
Schließlich soll mein Output ja weiterhin so intensiv bleiben, wie in der ersten Woche des Jahres :-)

Alle Jahre wieder

kommt der Wintereinbruch zu spät. Statt weißer Weihnacht Eis und Schnee pünktlich zum Schulbeginn, wenn die täglichen unvermeidlichen Autofahrten anstehen.

Dienstag, 06. Januar 2009

Bei minus 19 Grad in Berlin bietet einzig der wunderbare Ausblick einen gewissen Trost:


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Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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